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Interview nach Rücktritt: Ex-Minister Friedrich schlägt zurück
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Hans-Peter Friedrich ist als Minister zurückgetreten - aber nur unter größtem Druck. Jetzt lässt der CSU-Mann in einem Interview seinen ganzen Frust heraus: "Winkeladvokaten" und "Rechtsverdreher" in Berlin wollten ihm schaden.

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ralfix 18.02.2014, 09:34
10. Man stelle sich doch mal vor . . . .

. . . der Thomas hätte den Mund gehalten und der Horst hätte in zwei Wochen so nebenbei der Presse gesteckt, dass die SPD doch bestens informiert war. Dann würde aber die SPD-Hütte so richtig brennen.

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Wladimir_Andropowitsch 18.02.2014, 09:35
11. Wer das Parteieninteresse über das Recht stellt

der muss ja der Auffassung sein, rechtmässig gehandelt zu haben.

Aber die Crux, die in der Kritik an den "Winkeladvokaten" und "Rechtsverdrehern" liegt, fällt auf grausame Weise auf dieses System zurück, dem der Herr Friedrich ja selbst angehört.

Vergessen wir nicht, mit welchen winkeladvokatorischen und rechtsbeugenden Erklärungen ein Mollath in Bayern mundtot gemacht werden sollte, nur um die dort regierenden CSU-Junta vor der Konfrontation mit den systemisch-politischen Banksterbetrügereien zu verschonen.

Dort, wo so übergeordnete Wichtigkeiten als Erlärung hergenommen werden, um klassische Rechtsverletzungen, Rechtsbeugungen und Strafvereitelungen im Amt zu legitimieren, dort ist schon längst die Geldwirtschafts- und Erbbesitzfeudalherrschaftsdiktatur etabliert.
Zitat von sysop
Hans-Peter Friedrich ist als Minister zurückgetreten - aber nur unter größtem Druck. Jetzt lässt der CSU-Mann in einem Interview seinen ganzen Frust heraus: "Winkeladvokaten" und "Rechtsverdreher" in Berlin wollten ihm schaden.

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cajodi 18.02.2014, 09:35
12. ???

Was sind denn das für Ansichten? Wenn einem Innenminister verboten ist, ein Ermittlungsverfahren (in dem es natürgemäß nicht feststeht, ob Strafbarkeit gegeben ist) einem Dritten verrät, gehört das Gesetz abgeschafft. Die merkwürdige bayerische Lebensart schlägt beim Franken auch manchmal durch. Seehofer lässt grüßen. Einfach mal ein "wo kommen wir denn dahin, wenn" in den Raum und jedes Sachargument ist erledigt.

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universalinfidel 18.02.2014, 09:35
13. Gabriel oder Friedrich?

Beide sind Mitglieder der Regierung. Wenn jemand hier ein Geheimnis an nicht legitimierte Stellen weitergab, dann war das Gabriel. Friedrich ist ein hervorragender Politiker. Eine Schande was hier mit Ihm gemacht wird.

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danielhoogland2 18.02.2014, 09:36
14. Ein Hohn für den Rechtsstaat

Was für ein Schaden Friedrich mit dieser Haltung der Bundesrepublik anrichtet ist furchtbar. Das versteht er natürlich selber nicht. Weil er aus einem Gebiet der BRD kommt, wo es in der Kirche wie in der Politik dieselbe Regel gelten. Eins ist Lehre ein Anderes die Praxis. Der Mann mit dem nächst-höchsten Amt im Staat bricht das Gesetz (!), verteidigt sich noch dafür (!) und trauert schliesslich (!) daß er "geopfert" wurde.
Mehr abstruß geht es nicht !

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ja-sager 18.02.2014, 09:36
15. na ja..

das man von Gabriel nichts anderes erwarten kann, muss auch Friedrich gewusst haben. Wie kann man diesem Typen nur irgend etwas anvertrauen.

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sci666 18.02.2014, 09:36
16. auflösung

ich wäre für auflösung der koalition und für neuwahlen !!!! herr friedrich hat überhaupt kein unrechtsbewusstsein für seinen geheimnissverrat der eine einwandfreie strafverfolgung unmöglich gemacht hat.... aber herr friedrich hat ja eh kein unrechtsbewusstsein wie man bei der NSA Affäre bemerkt hat !

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gerd.lt 18.02.2014, 09:37
17. ohne Rücksicht auf Verluste

Es gibt letztendlich zwei Personen die Friedrich wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen haben - Merkel und Seehofer. Wenn der geschwätzige Seehofer oder die stumme Merkel Gefahr für ihre eigene Person sehen, wird ohne Rücksicht auf Verluste reagiert. Das Opfer war halt dieses mal Friedrich, wobei vor diesem Schicksal niemand sicher ist. Wer den Friedrich zu Zeiten der Abhöraffaire miterlebt hat, kennt nur einen vorsichtigen Mann, der ohne Rückversicherung nicht aktiv wird. Deshalb ist es auch wenig Glaubwürdig, dass Merkel und Seehofer erst aus der Zeitung über den Fall Edathy informiert wurden.

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schwerpunkt 18.02.2014, 09:37
18.

Herr Friedrich hatte in dieser Situation die Wahl zwischen Pest und Cholera und saß, nach dem er informiert wurde, in der Zwickmühle und konnte nicht mehr "richtig" agieren.
Nun ist er das erste Opfer dieser Affäre, die sich womöglich zum größten Politskandal der bundesdeutschen Geschichte entwickeln könnte. Er selbst hat dabei wohl unter den Beteiligten den geringsten Anteil, durfte aber als erster die Konsequenzen ziehen. Insofern ist sein Frust nachvollziehbar.

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monolithos 18.02.2014, 09:37
19.

Nicht Rechtsverdreher und Winkeladvokaten wollen ihm schaden, sondern er sollte weiter degradiert werden, wofür nun mal nicht viele andere Wege zur Verfügung stehen im politischen Berlin. Wer dahintersteckt, überlasse ich der Spakulation anderer. Ob Herr Edathy sich strafbar gemacht hat, werden die Ermittlung noch zeigen müssen. Dass Herr Friedrich diese Ermittlungen publik macht, wenn auch im kleinen Kreise, geht einfach nicht. Insofern zeigt der Vorfall, dass die Degradierung menschlich richtig ist - und hoffentlich auch juristisch.

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