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Interview: Putin kann sich Asyl für Assad in Russland vorstellen
DPA

Russlands Präsident Putin hat in einem Interview Syriens Machthaber verteidigt - Assad kämpfe keineswegs gegen die eigene Zivilbevölkerung. Von der Nato fühlt sich der Kreml-Chef in den internationalen Krisen verschmäht.

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erst nachdenken 12.01.2016, 09:27
10.

Tatsächlich mal was konstruktives aus Moskau, das überrascht in der Tat. Aber wie kann man ernsthaft behaupten, Assad kämpfe nicht gegen Zivilisten, wenn dieser mit Fassbomben und Giftgas Wohngebiete angreift?

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licorne 12.01.2016, 09:27
11. Das wäre eine konstruktive Lösung

Ohne 'Gesichtswahrung' wird Assad seinen Palast nicht verlassen, von wo er ruhig zuschauen kann, wie sich die Kriegsparteien gegenseitig ermorden. In Moskau könnte er mit Ex Ukraine Chef Yanukovich zusammenziehen.

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dodgerone 12.01.2016, 09:30
12.

Es mag ja sein, das Hr. Putin der Platz Russlands in der Weltordnung nicht passt. Aber auch er wird sich mit der Realität auseinandersetzen müssen. Für sein Volk mag sein Gepose reichen. In der Welt zählen aber andere Fakten.
Wirtschaftlich hat auch Putin Russland nicht vorwärts gebracht... so wird das mit dem Einfluss in der Welt nichts. Die Mittel des 20. Jh. sind überholt

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Beat Adler 12.01.2016, 09:30
13.

Zitat von kuac
Und wer gibt uns eine Garantie, dass danach die Lage nicht noch schlimmer wird? Frieden und Demokratie haben wir auch immer noch nicht in Irak oder Libyen erreicht? Aber, vielleicht geht es darum gar nicht.
Noch schlimmer?

Ist in Syrien nicht moeglich. Schlimmer geht nimmer.

Russland hat kein Geld, um in Syrien noch lange weiter herumzubombardieren. Die Maechtigen im Kreml haben sich mit ihrem Syrienabenteuer selbst unter Druck gesetzt und muessen schnell eine Loesung finden, die ihnen erlaubt ohne Gesichtsverlust Syrien wieder zu verlassen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
mfG Beat

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helios 2.0 12.01.2016, 09:31
14. Propaganda

Zitat von stefan.putt
Es hatte nicht zu weit kommen soll, wenn alle miteinander Staat gegeneinander waren. Schon 2012 war Putin's Assad Plan Abgewiesen. War es in 2012 zu ein Abkommen gekommen, war das Flüchtlingskreise möglicherweise nicht passiert. Putin wollte in der NATO in 2013. Abgewiesen. NATO Osterweiterung gegen 2 + 4 Vertrag. War diese anders war es schon möglich das der Ukraine Kreise nicht passiert war.
Sie verbreiten die typischen Unwahrheiten der Putinisten:

Die NATO-Osterweiterung war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der 2+4 Verhandlungen. Sämtliche Sondierungen Genschers und Bakers dahingehend wurden von russischer Seite ignoriert. Demzufolge findet sich auch kein Wort dazu im 2+4-Vertrag (oder anderen Verträgen).

Auch die Ukraine-Krise hat nichts mit der NATO zu tun - immerhin wurde noch 2008 ein Beitritt der Ukraine auf unbestimmte Zeit abgelehnt.
Einzig und alleine die völkerrechtswidrige Invasion der Ukraine durch russische Soldaten ließ den inner-ukrainischen Verfassungsstreit zu einem internationalen Konflikt eskalieren.

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stefan.putt 12.01.2016, 09:32
15.

Zitat von danielohondo
Die Europäer (Osteuropäer außen vor) würden Russland und Putin schon in die NATO aufnehmen oder zumindest eine sehr enge Partnerschaft anstreben wollen. Da dies nicht in Interesse der USA ist und die Osteuropäischen Staaten für die Interessen misbraucht werden, wird es wohl nie dazu kommen. Das Konfliktpotenzial bleibt bestehen und ist in Washington gewohlt.
Leider hast du Recht.

Die meisten, die Russen auch wollen es nicht. Sie hatte gerne als gleichberechtigte Partner dabei sein.

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AllesnureinWitz 12.01.2016, 09:34
16.

Zitat von danielohondo
Die Europäer (Osteuropäer außen vor) würden Russland und Putin schon in die NATO aufnehmen oder zumindest eine sehr enge Partnerschaft anstreben wollen. Da dies nicht in Interesse der USA ist und die Osteuropäischen Staaten für die Interessen misbraucht werden, wird es wohl nie dazu kommen. Das Konfliktpotenzial bleibt bestehen und ist in Washington gewohlt.
Und jetzt belegen Sie am besten bitte noch, dass die Europäer tatsächlich so versessen auf Partnerschaft mit Russland sind. Belegen Sie auch die Fremdbestimmung durch Washington. Diesen nebulösen Anti-Amerikanismus kann man nicht so stehen lassen.
Dass die Russen jemals einem Gebilde wie der NATO beitreten würden, hate ich übrigens für ausgeschlossen.

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axth 12.01.2016, 09:34
17. Assad und die Alawiten

Putins Vorschlag finde ich sehr gut – aber die Volksgruppe, der Assad entstammt, sollte nicht vergessen werden. Wenn das Assad-Regime durch wen auch immer ersetzt wird, werden die Alawiten Schutz brauchen. Und die Gefahr, dass plötzlich selbsternannte Rächer auftauchen, ist entsprechend groß. Einen Vorgeschmack durften wir ja schon erleben, als Alawiten als Schutzschilde herhalten mussten. Und das viele Alawiten mit Assad nicht einverstanden sind, dürfte ihnen nichts nützen. Das ist auch meine persönliche Erklärung für Assads Brutalität: Er weiß, was seinem Stamm blüht, wenn er die Macht abgibt – und das wusste er auch, bevor es losging mit diesem Krieg.

Parallelen sehen wir im Irak und wahrscheinlich auch in Lybien. Jede Volksgruppe arbeitet am Untergang der anderen und Macht wird dazu benutzt, »die anderen« herauszudrängen. Kein Gedanke an ein Miteinander – was wiederum der Islamische Staat zu nutzen weiß.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-verhaeltnis-zwischen-alawiten-und-dem-assad-regime-a-922776.html

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adsoftware 12.01.2016, 09:36
18. Wenn Putin

eine Verfassungsreform und Wahlen in Syrien verlangt, geht er natürlich davon aus, dass Assad die künftigen Wahlen gewinnt. Wer sollte sie sonst gewinnen. Es gibt in Wahrheit keine Opposition mit einer Mehrheit, lediglich vom Ausland gesteuerte Terroristen. Wahrscheinlich wird Assad allesamt, Obama, Putin und Merkel, politisch überleben.

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conny1969 12.01.2016, 09:37
19. Fassbomben

Da sind sie wieder, die Fassbomben. Ich verstehe nur nicht warum im Irak kürzlich die "völlig zerstörte" Stadt Ramadi befreit wurde, obwohl dort keine einzige Fassbombe geworfen wurde. Wo ist jetzt der Unterschied zwischen den " Präzisionsbomben" des Westens und den Fassbomben Assads. In wie weit war
die Befreiung überhaupt ein Sieg wenn die Stadt hinterher nicht mehr existiert?

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