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Interview: Putin kann sich Asyl für Assad in Russland vorstellen
DPA

Russlands Präsident Putin hat in einem Interview Syriens Machthaber verteidigt - Assad kämpfe keineswegs gegen die eigene Zivilbevölkerung. Von der Nato fühlt sich der Kreml-Chef in den internationalen Krisen verschmäht.

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elgrande78 12.01.2016, 09:37
20. Will er ja anscheinend nicht

Zitat von G-Punkt
Um eine Supermacht zu sein, sollte er die Wirtschaft Russlands stärken. Er hat zwar die chaotischen Jelzin-Jahre beseitigt, und Dank hohem Öl-Preis auch mal Russland schuldenfrei gemacht. Aber es wurde keine Alternative zu Öl, Gas und Waffen etabliert. Russland muss sogar weiterhin Nahrung importieren.
Zitat des Artikels: Eine Rolle als Supermacht strebe er für den größten Flächenstaat der Erde aber nicht an, erklärte Putin. "Das ist viel zu teuer und unnötig."

Derzeit muss Russland noch tatsächlich Nahrungsmittel importieren. Da das EU-Embargo aber für Griechenland und Rumänien (da bin ich mir nicht sicher, kann auch Ungarn sein) nicht gilt, kommen die Lebensmittel eben von da. Ich predige es seit einem Jahr-> Die Sanktionen schaden uns letztendlich mehr als Russland: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lebensmittelproduktion-molkereien-apfel-bauern-und-die-russland-sanktionen/10701180.html

Und Russland hat aus den Sanktionen gelernt, dass auf die EU kein Verlass ist:

http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=lebensmittelproduktion-in-russland-waechst-trotz-wirtschaftskrise,did=1366566.html

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Leser1000 12.01.2016, 09:39
21. Erfreulich

Da positioniert sich ein ganz "anderer Putin". Man sollte ihn beim Wort nehmen und Putin seinerseits sollte in der Ukrainefrage einen Schritt auf das Normandieformat insbesondere aber auf die Ukraine selbst zugehen. Hier hat er eine deutliche Bringschuld; dabei bleibe ich. Den Weg um diesen Rechtsbruch aus der Welt zu schaffen, muss RUS aufzeigen.Das Gefasel von der Regionalmacht ist dagegen Quatsch, ist doch jedem klar und war eine völlig unnötige Provokation. Ich würde diese Äußerung einfach als "Schwachsinn" in die Tonne werfen und nicht mehr drüber reden.

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marina.smirnoff 12.01.2016, 09:40
22. Russland und Deutschlang

Russland und Deutschland sollten am gleichen Strang ziehen. Nur zusammen könnten wir stark sein. Unser Ziel ist der Frieden.

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guentwag 12.01.2016, 09:41
23.

Liebe SPON-Redakteure, Sie können ja sogar sachlich über Putin berichten!
Wie wär's mit einem objektiveren Begriff statt immer einseitig von der "Annexion der Krim" zu schreiben? Ob die islamistische Al-Nusra-Brigaden u. a., die dem IS unterstellt sind, als "moderate Gegner" zu bezeichnen, halte ich auch nicht für korrekt.

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kuac 12.01.2016, 09:41
24. Schwach

Man sieht schon wie schwach der Obama ist. Ein Russe kommt und versucht das Problem Syrien zu lösen. Mit GWB wäre das nicht passiert.

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gunpot 12.01.2016, 09:42
25. wie ich schon im SPON

vorher zu diesem Thema schrieb: Die Auswechslung Assads ist für Putin schon zu Beginn des russischen Bodenengagements in Syrien beschlossene Sache nur kann er ihn nicht so einfach fallen lassen, um das Land nicht noch weiter zu destabilisieren. D.h., Assad zunächst so zu verbrauchen wie er ist. Après on verra.

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danielohondo 12.01.2016, 09:45
26.

Zitat von erst nachdenken
Tatsächlich mal was konstruktives aus Moskau, das überrascht in der Tat. Aber wie kann man ernsthaft behaupten, Assad kämpfe nicht gegen Zivilisten, wenn dieser mit Fassbomben und Giftgas Wohngebiete angreift?
Das hat er auch nicht behauptet. Er meinte, dass Assad nicht schuld daran ist, wenn die Zivilbevölkerung leidet, weil die Terroristen von außen finaziert und ausgerüstet werden, siehe Saudi Arabien.
Klar hat Assad gebombt, aber in Augen von Putin war das notwendig, weil die Terroristen schon längst die Oberhand im Land hätten.

So ganz falsch ist das nicht. Wir wissen doch ganz genau, dass die Al Nusra und IS von Saudis, Türkei und anderen Finanziert und ausgerüstet wurden. Der Abschuss der SU-24 war doch der eindeutige Beweis dafür.

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behemoth1 12.01.2016, 09:46
27. Russland

Zitat von danielohondo
Die Europäer (Osteuropäer außen vor) würden Russland und Putin schon in die NATO aufnehmen oder zumindest eine sehr enge Partnerschaft anstreben wollen. Da dies nicht in Interesse der USA ist und die Osteuropäischen Staaten für die Interessen misbraucht werden, wird es wohl nie dazu kommen. Das Konfliktpotenzial bleibt bestehen und ist in Washington gewohlt.
Ich bin schon immer der Auffassung gewesen, dass man Russland mehr in all das Weltgeschehen mit einbinden sollte und nicht alles an Putin sein persönliches Verhalten richten sollte.
Putin ist für mich kein Demokrat, auch wenn Herr Schröder ihm als ein lupenreinen sah, aber wer wirft denn als erster mit Steinen.
Russland ist ein wichtiges Land, besonders für Europa und wir sollten die Vormachtstellung der USA gegenüber Russland nicht mit gleicher Münze zahlen wollen.
Wer Russland links liegen lässt, der schadet sich nur selbst, dass bedeutet allerdings nicht, dass man mit allem einverstanden ist.
Auch der Westen hat sehr viel zur Verstimmung mit beigetragen, nur das wird von der Politik und unseren Medien ständig ausgeklammert.

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trebbien 12.01.2016, 09:51
28. Die konstruktive In-der-Tat-Überraschung

Zitat von erst nachdenken
Tatsächlich mal was konstruktives aus Moskau, das überrascht in der Tat. Aber wie kann man ernsthaft behaupten, Assad kämpfe nicht gegen Zivilisten, wenn dieser mit Fassbomben und Giftgas Wohngebiete angreift?
In ausländischen Zeitungen werden Putin-Interviews in ihrem vollem Wortlaut gedruckt. Sie wären wahrscheinlich noch viel überraschter.

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urknallmarinchen@yahoo.de 12.01.2016, 09:52
29. Und Putin? Welches Land hat er sich ausgesucht...?

Die Zeit diktatorischer Herrscher geht zu Ende. Demokratische Länder können den Herausforderungen der Zukunft besser begegnen und sind dadurch, perspektivisch gesehen, im Vorteil. Der Verfall des Rubels, bei gleichzeitig steigenden Militärausgaben, wird die russische Wirtschaft weiter abwürgen und Russlands Stellung insgesamt weiter schwächen. Das unbedingte Festhalten an militärischen Machtfantasien zu Lasten der Entwicklung der ökonomischen Grundlagen Russlands ist rückwärts gewand und führt Putins Politik letztendlich ad absurdum.

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