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Interview: SPD-Politiker Schulz attackiert Tillich in Rechtspopulismus-Debatte
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Die EU versagt in der Flüchtlingskrise - aber Parlamentschef Schulz glaubt an eine europäische Lösung. Der SPD-Politiker spricht im Interview über die Probleme mit Russland, die AfD und das Versagen ostdeutscher Politiker.

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localpatriot 24.02.2016, 11:52
60. Herr Schulz ist einer der Mitverantwortlichen

Zitat von daktaris
Die desaströse EU-Flüchtlingspolitik rührt doch aus dem klein karierte nationalstaatliche Herumlavieren, zusammen mit den nationalen Egoismen diverser Mitgliedsstaaten und die offen zur Schau getragen Entscheidungsschwäche der EU. Das alles macht die AfD wie auch andere populistische Parteien in den EU Mitgliedsländern stark. Die Deutschland bzw. unsere BK'in kann ja da auch nur mittelbar Einfluss nehmen. Der gute Herr Schulz verkennt meiner Meinung nach schlicht Ursache und Wirkung. Diese Aussage sind doch vielmehr ein Offenbarungseid. Man hat es sich so gemütlich eingerichtet in Brüssel, fernab, bei tollen Bezügen... Jetzt wird es ungemütlich. Der hat einfach Angst um seine Pfründe.
Wenn Herr Schulz nicht verstanden hat dass eine deutsche Kanzlerin die letzte Person in der EU ist welche den anderen Regierungen was aufbrummen kann, dann leidet er an totalem Realitätsverlust.

Es ist die einfache und grundlegende Tatsache dass die Kanzlerin vor ihrer Einladung an die Syrer und den Rest der Welt überhaupt niemand in der EU befragte wie man diese Völkerströme dann auch unterbringen kann, welche die Krise in der EU auslöst.

Es war die Pflicht von Herrn Schulz sofort einzutreten und die Sache auf die richtige Bahn zu lenken.

Herr Schulz hat versagt, ganz gross versagt. Er ist der 'Representant' der EU Wähler, nicht die deutsche Kanzlerin

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collapsar 24.02.2016, 11:56
61. Schade ...

Zitat von ulrich_loose
wir seien ein reiches Land und daraus würden sich Verpflichtungen ergeben, Millionen von "Schutzsuchenden" aus einem anderen Kontinent aufnehmen zu müssen, kann ich nicht mehr hören... Die Asylbewerber in spe sollten sich lieber in ihrem Kultur- und Religionskreis umsehen - da gibt es genügend wohlhabende Brüder und Schwestern.
... daß Sie elementare Wahrheiten nicht mehr hören können und sie gleichzeitig nicht akzeptieren.

Für den Bürger eines Landes, dessen Volkswirtschaft seine Bewohner zu den sagen wir konservativ 10% wohlhabendsten der Welt gehören läßt und diese materielle Sorgenfreiheit zum großen Teil durch profitablen Handel mit den 'anderen Kontinenten' erwirtschaftet, wirkt die Mentalität, sich gegen den 'Rest der Welt' abzuschotten, ziemlich befremdlich.

Das Verhalten der sog. 'Brüder und Schwestern' ist hierbei völlig unerheblich. Auch deswegen, weil diese Entscheidungen nicht von repräsentativen demokratischen Regierungen getroffen werden.

Noch ein Wort zum 'Kulturkreis' - was soll das denn bitteschön sein? Ich verwahre mich jedenfalls gegen die Unterstellung, zum selben 'Kultur'kreis zu gehören wie jene Landsleute, die Flüchtlingsheime anzünden, Flüchtlinge einschüchtern, Flüchtlinge beschießen lassen wollen, zum Sturm auf Berlin mit Mistgabeln aufrufen oder diesem und ähnlichem Treiben öffentlich oder insgeheim applaudieren.

MfG, Carsten

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grabenkaempfer 24.02.2016, 11:58
62.

jaja das übliche
Symptome bekämpfen, aber die Ursachen schön außen vor lassen
man könnte ja sonst merken das man nicht unschuldig an der Situation ist

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m.breitkopf 24.02.2016, 11:59
63. Fragwürdig

Auf der einen Seite "Respekt für Andersdenkende" einfordern und im gleichen Atemzug die Andersdenkenden als "Schandfleck" und "Typen" beschimpfen. Tut mir leid, aber das ist einfach unseriös.

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quackquack 24.02.2016, 11:59
64. Die Schuldigen?

Die heutige Situation ist nicht erst durch die Flüchtlingswelle entstanden, sie hat nur das Fass zum Überlaufen gebracht. Die beschleunigte Installation des Neokapitalismus der Neuen sozialen Marktwirtschaft durch die "etablierten" Parteien im Verein mit dem drastischen Zurückfahren des Sozialstaats hat den Grundstein gelegt. Hätten CDU-SPD-FDP-GRÜNE die Sorgen der Bürger nicht ausgeblendet, stünden sie heute nicht so bedeppert da. Herr Schulz, fassen Sie sich als Mitverursacher an die eigene Nase.

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olli118 24.02.2016, 12:01
65. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt

Ich weiss beim besten Willen nicht, wo der Mann seinen Optimismus hernimmt. Selbst die Kooperation der Willigen bricht doch auseinander. Dass es eine befriedigende EU-weite Lösung gibt, dass auch die Staaten, die sich bisher geweigert haben, Flüchtlinge in angemessenen Zahlen aufzunehmen, plötzlich klein beigeben, da glaubt er doch nicht wirklich dran, oder? Es mag einem nun gefallen oder nicht, aber Europa ist doch schon dabei, sich mit Zäunen abzuschotten. Und ganz ehrlich, das ewige Rumgehacke auf der AfD mag ich nicht mehr hören. Gäbe es keine deutsche Flüchtlingspolitik ohne Sinn und Verstand, wären weder die AfD noch die ganze neue Rechte ein Thema. Es wird immer so hingestellt, als sei die Politik von Merkel alternativlos. Aber solange es den Flüchtlingen in Deutschland so viel besser geht als in anderen EU-Staaten wollen alle zu uns. Andere EU-Länder schaffen es doch auch, Anreize zu vermindern! Es wäre doch schon eine Hilfe, wenn es EU-weit eine Gleichbehandlung der Flüchtlinge gäbe, was ihre Ansprüche betrifft. Aber da gibt es dann bei uns gleich einen Aufschrei. Menschenrechte! Unwürdige Behandlung! Kann man doch nicht machen! Als ob Rest-EU undemokratische, totalitäre Regime wären, wo die Flüchtlingen unsäglichen Repressalien ausgesetzt wären. Deutschland hat lange in der EU eine Vorreiterrolle gehabt. Deutschland führt, EU folgt. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass Deutschland dem EU-Weg folgt.

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Ungläubig blick 24.02.2016, 12:02
66. Politik scheint anders zu gehen?

Ich bewundere immer wieder wie manche Menschen in der Lage sind Dinge in kleine Probleme aufzuspalten und dann einzeln getrennt abzuarbeiten.
Mich versetzt immer nur in Erstaunen das so etwas in meiner persönlichen Realität niemals funktioniert.
Fiktives Beispiel gefällig?
Ich stelle mir gerade vor das ich meinem Chef mal gehörig die Meinung geige und ihm mal deutlich sage das ich nichts von ihm halte. Das mach ich heute und morgen geh ich dann mal bei ihm vorbei und frage bezüglich meiner wertvollen Arbeit nach einer Gehaltserhöhung. Ich denke der wird die zwei Dinge dann deutlich von einander trennen und mir in der ersten Sache recht geben und bezüglich der Zweiten zustimmen?
Nichts Anderes lese ich bei dem Interview. Immer schön die Probleme auftrennen und einzeln behandeln, das führt bestimmt zum Erfolg und ist so schön wahrhaftig.
-Sarkasmus aus-

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Dramaturg 24.02.2016, 12:03
67. Eine Kette(die EU) ist so stark, wie ihr schwächstes Glied (Land)

...Herr Schulz.
Und das schwächste Glied ist derzeit Griechenland. Wer mit solchen Parolen, wie "Solidarität ist keine Einbahnstraße" ein ganzes Volk in den Abgrund treibt, der braucht sich über die momentane Situation Europa's nicht mehr zu wundern.

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dergog 24.02.2016, 12:03
68. Immer wieder Realitätsverlust

Wie kann Schulz Russland vorwerfen, sie sollten enger mit der EU zusammen arbeiten. Ist es nicht die EU, die Russland boykottiert? Wie kann er dann erwarten, dass Putin ihm zur Seite steht. Mich fertig machen aber erwarten, dass ich zum Dank auch nach Lösungen für eine Institution suchen soll, die mich ablehnt. Und dann auch noch aussagen, die Türkei, ausgerechnet die Türkei wäre die Rettung aller Probleme. Er blendet einfach aus, dass dort ein Krieg gegen die Kurden geführt wird. Menschenrechte mit Füßen getreten werden und diese Regierung uns in einen Krieg gegen Syrien reinziehen will. Solange solche Leute etwas in Europa zu sagen haben, ist das Misstrauen gegen solch eine Institution wie die EU mehr als angebracht. Und vorwärts bringt uns das bestimmt auch nicht.

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Abronzius 24.02.2016, 12:03
69. Schulz

Wenn die Vorhersagen stimmen, ist die AfD in vielen Bundesländern gleichauf mit der SPD.Woran liegt das? An der medialen Übermacht der AfD? Wohl kaum.Vielleicht doch an der falschen Politik der Regierenden. Wer weiß. Wer so undifferenziert wie Schulz dem politischen Feind ( Gegner ) droht, sollte nach Machiavelli diesen Feind vernichten,bevor dieser selbst zu stark wird, um noch vernichtet werden zu können.

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