Forum: Politik
Intrigen in der AfD: Kleinkrieg der Euro-Gegner
DPA

Die AfD will bei den Wahlen im Mai ins EU-Parlament einziehen. Doch statt mit Wahlkampf beschäftigen sich die Euro-Gegner derzeit lieber mit sich selbst: In Hessen operiert ein Notvorstand, und Teile der Basis stellen radikale Forderungen.

Seite 3 von 13
kenterziege 05.12.2013, 16:36
20. In NRW wählte die AfD nach ....

Zitat von sysop
Die AfD will bei den Wahlen im Mai ins EU-Parlament einziehen. Doch statt mit Wahlkampf beschäftigen sich die Euro-Gegner derzeit lieber mit sich selbst: In Hessen operiert ein Notvorstand, und Teile der Basis stellen radikale Forderungen.
...."heftiger Debatte" einen neuen Vorstand. Ich war als Delegierter dabei. "Nach heftiger Debatte" hört sich an, als ob es einen Streit um Personen gegeben hätte. Dann war ich wohl auf der falschen Veranstaltung. Bis auf zwei Personen war der Vorstand einmütig zurück getreten. Zwei Vorstandsmitglieder wollten sich diesem Schritt partout nicht anschließen. Dann musste mit großer juristischer Sorgfalt, was Zeit kostet, ein Abwahlverfahren organisiert werden. Die Abwahl erfolgte geheim mit überwältigender Mehrheit. Von Streit keine Spur. Dann wurde ein neuer Vorstand auf höchst demokratische Weise gewählt. Der Sprecher, Herr Burger, wurde wiederum mit überwältigender Mehrheit gewählt. Die Kandidaten für ein Vorstandsamt erhielten zwar im ersten Anlauf nicht immer die absolute Mehrheit, so dass Stichwahlen erfolgen mussten. Aus diesen Stichwahlen gingen die Kandidaten dann mit großer Mehrheit in ihre Ämter. Demokratischer und einmütiger geht es gar nicht. Das ist schon am ersten Tag verschwunden, weil es keinen medienwirksamen Krach gab. Diese Partei ist insofern nicht mit den Piraten zu vergleichen. Innerparteiliche Demokratie wird in der AfD gelebt - auch wenn SPON es vielleicht gern anders hätte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trackerdog 05.12.2013, 16:38
21. Vielleicht doch

"Unsere Forderungen in Bezug auf die EU können gar nicht extrem genug sein, mag auch die Presse uns mit Häme und Hass überschütten. Die Wähler werden uns belohnen"
Ein kleiner Hoffnungsschimmer das die Partei doch noch zur Vernunft kommt.
Die Äußerungen von Lucke haben mich davor abgehalten, in die AfD einzutreten.
Was, glaubt er, erwarten Wähler von der neuen Partei?
Das sie den gleichen Unsinn vertritt und die gleichen leeren Phrasen drischt wie alle anderen Parteien?
Warum sollte ich dann eine Partei wählen, die als 6. Blockpartei den gleichen, "alternativlosen" Kurs fährt wie die bereits etablierten Parteien?
Meine Stimme bekommt die AfD nur noch einmal, wenn sie klare Kante zeigt bei:
1) Euro und EU
2) Energiewende
3) Kriminalitätsbekämpfung
4) Zuwanderung (speziell Moslems)
5) Bildungspolitik

Bei mindestens drei von fünf Themen will ich von der Partei "Alternativen" sehen, sonst bleibe ich bei der Wahl zu Hause!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ingridsagt 05.12.2013, 16:45
22. Der Fisch stinkt leider auch vom Kopf her ...

Mitglieder, die nicht nur wegen der Eurokritik sondern auch, um sich für mehr Demokratie einzusetzen, eingetreten sind, sehen sich jetzt mit einer autoritären Parteistruktur und -führung konfrontiert. Und vielen Parteifreunden gefällt das. Sich mit verschiedenen inhaltlichen Positionen politisch auseinandersetzen? Schön wär`s, wenn es darüber eine Auseinandersetzung gäbe.
Ob die AfD sich noch zu einer demokratischen Partei entwickelt, ist sehr fraglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ongduc 05.12.2013, 16:46
23. Ja genau,

Zitat von maburayu
Das mit der fehlenden Sozialkompetnez ist natürlich nachvollziehbar, da von dem Programm (sagen wir mal) eher egoistische Menschen angezogen werden. Ist kein so großer Schritt von "zuerst an Deutschland denken" zu "zuerst an mich denken". Ist wohl auch der Grund warum.....
und die Wähler anderer Parteien haben vor allem altruistische Motive und das Gemeinwohl im Sinn. Ich lach' mich schlapp...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahlberechtigter 05.12.2013, 16:49
24. Populismus

Zitat von Heigoto
Ich kann mir nicht helfen. Immer, wenn SPON über die AfD berichtet, habe ich den Eindruck, dass das einseitig geschieht ( Populismus, Rechtslastigkeit ). Und nein, ich bin kein Anhänger der AfD.
Reiner Populismus findet man in Bayern, bei Herr Seehofer und seiner CSU.
Beispiel: Autobahnmaut.
Da wollen wir es den Österreichern doch mal zeigen, welche die CSU-Spezel bei ihrer Fahrt nach Kitzbühel mit einer Abgabe belasten.

Sollen doch Holland, Belgien, Dänemark ebenfalls eine Maut für Norddeutsche einführen, Bayern belastet dies kaum.
Wichtig ist die Herrschaft über die Stammtische zur Absicherung der CSU-Allmacht. der Alleinherrschaft.

Die Rückendeckung durch den Vatikan und den Klerus wird mit dem neuen Papst schwinden, daher weiter so mit populistischen Geschwafel. Kauder spricht doch auch in Kauder-Welsch. Für Norddeutsche praktisch unverständlich. Höchstens mit Untertitel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Shaft13 05.12.2013, 16:50
25.

Wo sind denn da die radikalen Ansichten ?
Das die EU in frage gestellt wird? Nachdem man alles aufnimmt ,was nicht bei drei auf den Bäumen ist, ist die EU nunmal wirklich in Frage zu stellen.

Stand 1998 war optimal. Jetzt werden Länder in die EU geholt, die noch Jahrzehnte davon weg sind reif für die EU zu sein.
Aber wir brauchen halt noch ganz viele Nehmerländer in der EU,damit die Geberländer besser überstimmt werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kenterziege 05.12.2013, 16:52
26. Am ersten Tag

Zitat von kenterziege
...."heftiger Debatte" einen neuen Vorstand. Ich war als Delegierter dabei. "Nach heftiger Debatte" hört sich an, als ob es einen Streit um Personen gegeben hätte. Dann war ich wohl auf der falschen Veranstaltung. Bis auf zwei Personen war der.....
Ich hatte geschrieben, und das ist hier nicht angekommen: Das ZDF ist schon früh am ersten Tag der Parteiversammlung wieder abgereist, weil es keinen Krach zu filmen gab. Den medienwirksamen Aufstand hätten sie gern gehabt. Aber der ist "leider" ausgeblieben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vindex_sine_nomine 05.12.2013, 16:53
27. Rechts, rechter, AFD

Die Selbstzerfleischung der AfD ist ein Sieg für Europa, die Demokratie und Deutschland. Es ist eine Schande, daß Franzosen und Holländer nicht fähig sind ihre rechten Parteien ebenso in die Selbsttötung zu treiben. Wer die pax aurea in Europa schätzt, hetzt nicht gegen die europäische Einigung, sondern ermahnt zu umfassenden Reformen und einer Kastrierung der nationalen Regierungen. Wer Fundichristen ala Piusbrüder, evangelische Allianz und co für zivilisiert hält und nur den islamischen Eiferern an den Kragen will, handelt wider den Idealen Europas und den Menschenrechten. Wenn man Idioten in die Wüste schicken will, schickt man alle in die Wüste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stacheldraht10 05.12.2013, 16:54
28. ...

Zitat von Walther Kempinski
Piratenpartei und AfD sind beides unnütze Parteien. Die Radikalinskis die in solchen Parteien schlummern sind gefährlich. Man sollte daher nicht auf sie hören. Wer in Deutschland eine Revolution wählen will und diese auch erwartet, sollte lieber auswandern. Das wird in den nächsten 20-30 Jahren definitiv nicht kommen.
Nun, dass wir mit Leuten wie Ihnen keine Revolution hinkriegen, mag einen nun wirklich nicht zu verwundern...

Aber Sie irren sich: Die Revolution ist schon laengst da. Nur geht sie von "oben" aus - die sukzessive Ausweidung unserer Verfassung, Gleichschaltung der Medien, einer neuen Einheitspartei Deutschlnds unter Vorsitz unserer Ostmutti, einer Gleichschaltung von Karlsruhe durch Parteienproporz und Aussitzen und Duckmaeusern, wo man nur hinschaut.

Und DAS ist gefaehrlich, mein Lieber!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
c++ 05.12.2013, 16:55
29.

Das war leider voraussehbar, dass irgendwelche selbsternannten Häuptlinge versuchen werden, sich nach ersten Erfolgen der AfD zu bemächtigen, um Indianer für sich zu finden und sich in lukrative politische Posten hochschwemmen zu lassen. Gleiches Problem wie bei den Piraten. Die AfD ist gut beraten, solche Typen schnell rauszuwerfen. Wer in irgendwelchen Randparteien sein Unwesen trieb, beim Wähler erfolglos war, wird auch die AfD in die Versenkung treiben. Daher sollten solche Leute nicht in die AfD aufgenommen bzw. erst in mehreren Jahren mandatsfähig sein.

Meinungsunterschiede werden jetzt natürlich von der politischen Klasse und der Mainstreampresse genüsslich aufgebauscht. Man vergleiche mal die gegensätzlichen Meinungen in der SPD zur Regierungsbeteiligung, in der CDU/CSU über Maut und Herdprämie. Verglichen damit sind die Meinungsunterschiede in der AfD eher unbedeutend. Aber ausreichend, die unbequeme Partei totzuschreiben. Das hat System und Tradition.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 13