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Investitionen in Osteuropa: Chinas zweifelhafte Versprechen
Darko Bandic/ AP

Drohende Überschuldung, leere Versprechungen, Planlosigkeit: Das chinesische Investment in Osteuropa wirft dunkle Schatten. Trotzdem soll der 16+1-Gipfel in Kroatien für Peking ein Erfolg werden.

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frenchie3 11.04.2019, 19:50
1. Wenn die Chinesen so etwas versprechen

ist der Käs gegessen und deren Pläne unter Dach und Fach.

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In-Golf 11.04.2019, 20:00
2. Keine Ahnung

Was Sie hier als "drohende Überschuldung" bezeichnen, sind die Investitionen der Unternehmen in die Zukunft. Also nicht wie in Deutschland in den Konsum der Ostbevölkerung und in den Konsum von Eingereisten. Ein ständige Expansion des Produktionsapparates von jährlich über 6 % ist nur so zu finanzieren. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Staatsschuldenquote

In der Staatsschuldenquote (2017) liegt China auf dem 102. Platz mit 48 %. Die USA haben 108 % Schulden zu BIP, Deutschland 64 %.

Sie sollten sich erst einmal informieren, ehe Sie wirtschaftlichen Nonsens von sich geben.

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markus_wienken 11.04.2019, 20:04
3.

Zitat von frenchie3
ist der Käs gegessen und deren Pläne unter Dach und Fach.
Ja, so sehe ich das auch. Zumal Brüssel hier eh kein Vetorecht hat. Man legt die Verträge proforma vor aber eigentlich ist das schon durch.
Die EU Osteuropa Politik Chinas hat Frank Sieren in seinem neuen Buch auch bereits beschrieben. Sieht für die Chinesen sehr gut aus.
Und die EU ist blöd und beschäftigt sich lieber weiterhin mit dem Brexit anstatt sich auf die wirklich wichtigen Themen zu stürzen.
Lieber einen harten Brexit mit kurz- und mittelfristigen wirtschaftlichen Einbußen anstatt sich langfristig von den Chinesen die Butter vom Brot wegnehmen zu lassen.
Deren Politik ist nämlich langfristig angelegt.

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peteftw 11.04.2019, 20:08
4. China

Verstehe ich das richtig?
Kritikpunkt 1: China investiert zu viel
Kritikpunkt 2: China investiert zu wenig.
Aha, alles klar...

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bedireel 11.04.2019, 20:10
5. China

Nie war die Machtposition der EU gegenüber China schwächer.Denn gegen den Willen der Amerikaner haben sich viele Regierungen Europas bilateral dem chinesischen Investitions-Projekt der „Neuen Seidenstraße“ angeschlossen:
Italien hat sich entschieden, an der Seite Chinas seinen eigenen Weg zu gehen und befindet sich in guter Gesellschaft: Portugal, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Polen, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta, Lettland, Litauen, Estland haben ebenfalls Investitionsabkommen mit den Chinesen vereinbart – alle gegen den Willen der EU.
Der Unterschied könnte deutlicher kaum sein: Alle
diese Länder drehen Frau Merkel und ihren Claqueuren eine Nase von wegen Migranten aufnehmen.
Derweil Amerika seine europäischen Verbündeten oft brüskiert, hat sich China für eine Politik der Verlockungen entschieden. Aus Washington weht es kühl herüber, Peking badet die Europäer im Geld. Wir Deutsche werden in kürze aber schmerzhaft erfahren was die Merkel -Altmayer Politik angerichtet hat.
M.f.G.

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spondabel 11.04.2019, 20:12
6. Nicht aufzuhalten

Man kann von den Chinesen halten was man will aber immerhin haben sie einen Plan für die Zukunft. Dass dabei künstliche Intelligenz, Robotik und Infrastrukturprojekte im Mittelpunkt stehen wundert nicht. Wenn Europa nicht endlich aufwacht und sich wieder mit Zukunftsfragen beschäftigt an Stelle von Brexit, Migration und innereuropäischem Streit, dann wird China die kommende Weltmacht, die bestimmen wird wo es langgeht. Inklusive des politischen Systems.

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PeaceNow 11.04.2019, 20:30
7. Die kritischen Punkte stimmen

Dennoch wird völlig ausgeblendet das mit den bisherigen und bis 2025 geplanten insgesamt fast 900 Milliarden USD Investitionen in die neue Silkroad, viele Millionen neuer Arbeitsplätze entstehen, viele Milliarden in die beteiligten Länder investiert werden und der Rohstoff- und Warenfluss aus und nach China-Europa im Vergleich zum Containerschiff sich deutlich beschleunigt und zeitlich mehr als halbiert.
Dazu kommt die wachsende Unabhängigkeit der Schiffahrtsrouten und deren Kontrolle durch USA und NATO.
Mit ein Grund das deswegen die USA und Transatlantiker in der EU gegen das Projekt giften und propagandieren.
Juckt die Chinesen aber nicht die Bohne und das Projekt ist längst weder verhinderbar noch verzögerbar und alle die nicht mitmachen werden am Ende die Verlierer sein.
Apropos Chinesen, die bauen gerade in Kroatien die rd. 3 Km lange Brücke zur Umgehung der bosnischen Grenze Richtung Dubrovnik für 600 Millionen Eur und in nur zwei Jahren Bauzeit.
Kein europäisches Unternehmen konnte zu dem Preis und mit dieser Baugeschwindigkeit bei der Ausschreibung mithalten.

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FakeBot 11.04.2019, 20:32
8.

Zitat von In-Golf
Was Sie hier als "drohende Überschuldung" bezeichnen, sind die Investitionen der Unternehmen in die Zukunft.
Wenn Länder ihr Wachstum mit überproportionalen Krediten finanziert haben, dann hat das in der Geschichte eigentlich fast immer in den Abgrund geführt. Es kommt immer eine Phase der wirtschaftlichen Abkühlung, ob selbst verschuldet oder durch die allgemeine Lage der Weltwirtschaft. Und dann bricht einem die schuldenfinanzierte Wirtschaft weg und das Land gerät in eine Krise. Letztlich hat genau das Jugoslawien zerbrechen lassen und die Ursache begann weit vor Titos Tod. Bis in die 70er Jahre hatte das Land einen für den europäischen Osten stabilen wirtschaftlichen Aufschwung und trotz de facto Diktatur ein anständiges Leben für die Menschen. Dann geriet das Land aufgrund seiner Schuldenlast in eine Krise mit grassierender Inflation und wurde damit abhängig von seinen Geldgebern. Weltbank und Co. haben dann einen Sparkurs aufgezwungen, ähnlich wie heuer bei Griechenland. Nur im Unterschied zu heute gab es damals keine EU die mit weiteren Krediten das System am laufen gehalten hat (und sei es nur wegen der eigenen Banken), noch ein China das Geld investiert. Also zerbracht das Land und die Nationalisten führten es in den Bürgerkrieg. Heute würde ein Land nicht mehr zerbrechen, dafür sichern sich die Geldgeber (China) Besitz und damit Einfluß. Und damit ist die "drohende Überschuldung" eben KEINE Investition in die eigene Zukunft (dafür müsste das Land in großen Teilen im Inland verschuldet sein, so wie Italien) sondern eine Investition in Chinas(sic!) Zukunft denn die warten auf den Tag an dem sie zuschlagen können. Wie z.B. beim Hafen von Piräus der in großen Teilen quasi China gehört.

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der_aufklaerer 11.04.2019, 20:43
9.

Deutschland und Frankreich sind nur eifersuechtig dass die CEE EU Staaten sich nicht von Berlin und Paris kommandieren lassen. Kroatiens nationale Interessen sind ohnehin nicht kompatibel mit Berlins Interessen in puncto Werften und Energiesicherheit sowie Hafenmanagement

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