Forum: Politik
Iran-Konflikt: USA versetzten Truppen in erhöhte Alarmbereitschaft
Delil SOULEIMAN/ AFP

Laut den USA ist die Bedrohung durch von Iran unterstützte Kräfte in der Golfregion gestiegen - die amerikanischen Streitkräfte haben deshalb ihre Alarmstufe erhöht. Die Einschätzung teilen aber nicht alle Verbündete.

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bernteone 15.05.2019, 04:48
1. Wer hat wohl das größte Interesse

an einem Militärschlag ? Die haben einen der besten Geheimdienste , die auch vor Sabotage und Terror nicht zurück schrecken . Würde mich nicht wundern wenn die Geheimdienstinformationen bezüglich Anschläge aus Israel kommen und geliefert wird auch gleich .

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JDR 15.05.2019, 05:24
2.

Nun, im Moment scheint Teheran den "pissing contest" zu gewinnen. Während der Angriff auf die Öltanker noch unter dem Schleier des nicht eindeutig leugnens der Verantwortlichkeit geschieht, war der offene Angriff der Houthis auf die Pipeline unter direkter Drohung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ein ausgestreckter Mittelfinger im Gesicht von Donald Trump. Dieser scheint noch zu zögern, was die Revolutionsgarden schon jetzt als moralischen Sieg feiern dürften.

Zugegeben hat Präsident Trump aus sehr vielen Optionen zu ziehen: Sollte er Houthi Stellungen zerstören, iranische Tanker sabotieren lassen, sollten amerikanische Aufklärer ein oder zwei treibende Minen, die vermutlich aus dem Iran-Irak-Krieg übrig geblieben sind, vor Bandar Abbas treibend entdecken und die Schifffahrt warnen, den Hafen vorläufig nicht anzulaufen oder zu verlassen? Vielleicht macht Trump auch gar nichts und lässt Khamenei gewinnen. Das scheint die Einschätzung der Revolutionsgarden in diesem Moment zu sein.

Welcher Weg der beste ist, weiß offensichtlich niemand.

Die Erfahrung lehrt, dass Teheran nur unter Druck seinen Kurs ändert und Präsident Trump hat schon einmal in Syrien bewiesen, dass er kein grundsätzliches Problem hat, Gewalt einzusetzen. Das Problem ist, eine der beiden Seiten wird am Ende den Konflikt dominieren. Und völlig unabhängig von Präsident Trump oder Bolton haben die Generäle vor Ort offenbar wenig Geschmack daran, das Regime deutlich "zu warnen".

Was die 120.000 Soldaten angeht hat Präsident Trump übrigens Recht (und die NYT auch). Bolten hat updates zu den Plänen verlangt. Das ist unter den gegebenen Umständen vollkommen üblich und keine "Vorbereitung zum Entsenden." Die Tatsache, dass er erwähnt, er könne weitaus mehr schicken, wenn er wollte, zeigt, dass sich Washington ernsthaft auf die Möglichkeit eines Krieges einstellt. Er offenbart hier eine Diskussion, die noch nicht in die Presse geleaked ist.

Aber er steht vor dem gleichen Problem: Kann er seinen Generälen vermitteln, was er von ihnen erwartet? Im Pentagon scheint man sich noch vor der Verantwortung drücken zu wollen, ihm klare Optionen zu geben, welche das Regime wirklich unter Druck setzen könnten.

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nsiggelkow 15.05.2019, 05:29
3. Bedenklich

Trump waere nicht der erste amerikanische Praesident der dankbar eine Gelegenheit ergreifen würde eine militärische Auseinandersetzung zu nutzen um von Problemen auf anderen politischen Feldern abzulenken. Wie man das macht haben wir auch schon gesehen.

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hurryup 15.05.2019, 05:32
4. Eskalation

Sieht mittlerweile für mich ganz danach aus, als wollten die Amerikaner die Situation gezielt eskalieren lassen, um dann einen Grund zu haben, ihre Truppen auch einzusetzen. Bleibt nur zu hoffen, dass es von der Bundesregierung ein klares Statement gibt, mit dem sie klarmachen, bei keiner kriegerischen Handlung mitzumachen.

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manni0815 15.05.2019, 06:34
5. Wunsch nach Destabilisierung Europas

Was man seit zwei Jahren zwischen den Zeilen liest, nimmt nun Gestalt an. Hat die Welt nicht genug Probleme?
Man wird den Gedanken nicht los, dass es Trump und seinen Schergen um die Destabilisierung Europas geht und er dafuer einen Krieg mit dem Iran riskiert. Amerika kann sich abgesehen von seinen Soldaten sicher fuehlen. Diese Politik ohne Ruecksicht auf Verluste war zu befuerchten.

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siri_paibun 15.05.2019, 06:37
6. Amerika hat keine Freunde, Amerika hat Interessen.

Amerika hat keine Freunde, Amerika hat Interessen. Kein Satz hat jemals die Arroganz und Hybris der US-Amerikaner in der Nachkriegsära besser beschrieben. Danke Herr Kissinger. Neu ist nur, das Amerika seine Interessen schnell mal neu arrangiert, um einen Grund für den Einsatz kriegerischer Mittel zu finden. Und ich bin nicht mal sicher, dass es im Falle des Irans vielleicht sogar mal zufällig richtig ist. Keiner kann zur Zeit sagen, welches Potential die Iraner tatsächlich haben, welche Strategie sie verfolgen, welche Gruppen sie unterstützen. Dank der im Vorfeld solcher Konflikte auf Hochtouren laufender Desinformationskampagnen haben alle Beteiligten die Übersicht verloren. Ich erinnere nur an die Massenvernichtungswaffen des Iraks, welche als Kriegsgrund herhalten mussten. Gelogen. Das Agieren gegen Ghaddafi, auch hier wurde ein Staat angegriffen, trotz der Erfüllung aller Forderungen durch Libyen. Flankiert durch die Verbreitung von Geschichten über Greultaten in Bengasi um die Öffentlichkeit in Kriegslaune zu bringen. Gelogen. Auch im Falle des Irans werden wir wohl erst in 15 Jahren wissen, ob das was heute in der Zeitung steht, wahr war. Bis dahin sind zigtausende Menschen tot, auf der Flucht, Europa destabilisiert, der Nahe Osten den nächsten failed state. Alles nur, damit die Amerikaner weiterhin im vollem Umfang Konsumieren können und ihren weltververnichtenden Way of Life weiterleben können. Ich glaube nichts mehr.

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thomas_linz 15.05.2019, 06:44
7. Wenn US Interessen

angegriffen werden, wird sich die USA wehren. Nun, bei jeder Verhandlung werden Interessen angegriffen. Nennt sich Kompromiss. Also mit anderen Worten, wenn ich nicht das mache, was die USA sagt, darf ich damit rechnen, angegriffen zu werden! Man wünscht sich, dass jedes Land so agieren wuerde. Dann haette sich die Spezies Homo Sapiens extrem schnell erledigt.

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claus7447 15.05.2019, 06:48
8. Donald und seine Kriegstreiber

Der liebe Donald beteuert immer, das er keinen Krieg wolle. Aber er lässt seine Vasallen alles tun um ihn auszulösen.

Der Satz ." Wenn aber amerikanische Interessen angegriffen würden, dann würden sich die USA wehren." beinhaltet alles. Wo fängt es an, wo hört es auf. Bei einem bösen Blick, bei einem "fiktiven" Angriff auf den zu Provokation entsandten Flugzeugträger?

Und liebe Trump Trolle: Donny hat schon mehr Menschen umgebracht mit Drohnen als anderen untergeschoben wird! Vermutlich hetzt Donny auch gerade den General Haftar auf für USA die visuellen zu sichern.

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Stoapfaelzer 15.05.2019, 06:50
9. Die Inszenierung ist im Gange

Wie im schlechten Film
Ein innenpolitisch angeschlagener und außenpolitisch erfolglos und zunehmend isoliert agierender US Präsident inszeniert, in üblicher Manier, eine Krise um abzulenken.
Zunächst werden die Absprachen und Verträge einseitig gekündigt
Dann mit den Nachbarn Israel und Saudi arabien gekuschelt.
Der Außenminister fliegt dann unangekündigt in die Region, was dort diskutiert wird, bleibt verschleiert. Dazu dann in typischer Kanonenboot Mentalität die Entsendung eines zus. Flugzeugträgers gefolgt von den Ankündigung großangelegter Truppenverstärkungen. Und dann, o welch Wunder, passieren dann irgendwelche Sabotageakte die weder verifiziert werden können noch deren angebliche Verursacher identifiziert sind, aber durch Presse und sämtliche soziale Medien als „Aggression des Iran“ gepuscht werden. Wenn Tanker wirklich „ massive“ beschädigt worden wären, dann würde der Golf jetzt von einer Ölpest betroffen sein.
Bleibt abzuwarten wann wir Meldungen a la „ seit 6.15 Uhr wird zurückgeschossen „ sehen werden.

NATO und EU tun gut daran sich auf das Spiel nicht einzulassen. Die Presse bitte ich, hier endlich sauber und objektiv zu recherchieren und zur Aufklärung beizutragen. Nur Tweets munter mitzuverbreiten hat mit investigativen Journalismus nicht zu tun.

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