Forum: Politik
Iran: Uno-Experten besichtigen Atom-Reaktor in Arak
REUTERS

Wichtiger Fortschritt im Atomkonflikt mit Iran: Kontrolleure der Uno haben erstmals seit zwei Jahren den Schwerwasser-Reaktor in der Stadt Arak inspiziert. Europa und Amerika beunruhigt die Anlage, weil sie einst waffenfähiges Plutonium herstellen könnte.

Seite 1 von 2
criticalsitizen 08.12.2013, 14:56
1. Herstellerland der Bauteile und Einzelteile veröffentlichen!

Weshab wird das nicht offengelegt? Nor so ekennt man, wer ggf lügt und ggf. Gesetze bricht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JDR 08.12.2013, 15:13
2. ...

Zitat von sysop
Wichtiger Fortschritt im Atomkonflikt mit Iran: Kontrolleure der Uno haben erstmals seit zwei Jahren den Schwerwasser-Reaktor in der Stadt Arak inspiziert. Europa und Amerika beunruhigt die Anlage, weil sie einst waffenfähiges Plutonium herstellen könnte.
Ja, die Passage über "Forschung und Entwicklung" scheint es der IRI ebenfalls zu erlauben, neue Zentrifugen zu testen. Es gibt aber ein Detail: Sie dürfen die Zentrifugen dazu nicht bauen. Die Produktion ist beschränkt auf den Ersatz beschädigter Geräte. Unwahrscheinlich bleibt jedoch, ob der Punkt durchgesetzt wird.

Im Grunde demonstriert die IRI gerade eindrucksvoll den Unterschied zwischen westlicher Herangehensweise und persischer. Während der Westen sich bemüht, den vermeintlichen "Geist des Dokumentes" um jeden Preis zu wahren, indem z.B. Obama versucht, Sanktionsbeschlüsse zu verhindern, die erst nach dem Ablauf der Frist des Dokumentes greifen würden, zeigt Teheran, wie präzise es die Sprache ausgelegt hat, um alle seine Ziele weiter verfolgen zu können. Neue Reaktoren, Weiterbau von Arak, neue Zentrifugen, alles blumig formuliert in den sogenannten Deal eingebaut. Genf verhindert kurzzeitig die Ansammlung von Uran, während das Atomwaffenprogramm ungebremst fortschreitet - aber ein finaler Deal kann das ja alles ändern, selbst wenn Teheran schon jetzt erklärt, über das eigentliche Thema überhaupt nciht verhandeln zu wollen.

Was Teheran Sorge zu machen scheint, ist, dass der Westen, auch, wenn die Sanktionen für einen Nukleardeal aufgehoben würden, diese unschwer mit anderer Begründung neu installieren könnte. Zumindest für Sicherheitsratsbeschlüsse ist dies falsch und was andere Sanktionen angeht, gäbe es Mechanismen, dies zu verhindern. Allerdings demonstriert die iranische Seite heute nur, dass sie alles tut, um jedes "Loophole", jede Formulierung, jeden Winkelzug zu nutzen, der es ihr erlauben würde, trotz eines "Deals" ihre Nuklearwaffenkapazitäten zu behalten. Ehrliche Absichten sehen anders aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jautaealis 08.12.2013, 15:33
3. Mich als Europäer beunruhigt die Anlage nicht im geringsten!

Ganz im Gegenteil: Weil sie Bestandteil einer sinnvollen Strategie ist, ein ökonomisches und militärisches Gleichgewicht der größeren Mächte im Bereich der arabischen Halbinsel herauszubilden... Nicht auszudenken, wenn allein das sunnitisch-islamische Saudi-Arabien und das mehrheitlich jüdische Israel ebendort das Sagen hätten.......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredoneuman 08.12.2013, 15:55
4. Der Iran darf überhaupt nicht anreichern!

Zitat von JDR
Ja, die Passage über "Forschung und Entwicklung" scheint es der IRI ebenfalls zu erlauben, neue Zentrifugen zu testen. Es gibt aber ein Detail: Sie dürfen die Zentrifugen dazu nicht bauen. Die Produktion ist beschränkt auf den Ersatz beschädigter Geräte. Unwahrscheinlich bleibt jedoch, ob der Punkt durchgesetzt wird. Im Grunde demonstriert die IRI gerade eindrucksvoll den Unterschied zwischen westlicher Herangehensweise und persischer. Während der Westen sich bemüht, den vermeintlichen "Geist des Dokumentes" um jeden Preis zu wahren, indem z.B. Obama versucht, Sanktionsbeschlüsse zu verhindern, die erst nach dem Ablauf der Frist des Dokumentes greifen würden, zeigt Teheran, wie präzise es die Sprache ausgelegt hat, um alle seine Ziele weiter verfolgen zu können. Neue Reaktoren, Weiterbau von Arak, neue Zentrifugen, alles blumig formuliert in den sogenannten Deal eingebaut. Genf verhindert kurzzeitig die Ansammlung von Uran, während das Atomwaffenprogramm ungebremst fortschreitet - aber ein finaler Deal kann das ja alles ändern, selbst wenn Teheran schon jetzt erklärt, über das eigentliche Thema überhaupt nciht verhandeln zu wollen. Was Teheran Sorge zu machen scheint, ist, dass der Westen, auch, wenn die Sanktionen für einen Nukleardeal aufgehoben würden, diese unschwer mit anderer Begründung neu installieren könnte. Zumindest für Sicherheitsratsbeschlüsse ist dies falsch und was andere Sanktionen angeht, gäbe es Mechanismen, dies zu verhindern. Allerdings demonstriert die iranische Seite heute nur, dass sie alles tut, um jedes "Loophole", jede Formulierung, jeden Winkelzug zu nutzen, der es ihr erlauben würde, trotz eines "Deals" ihre Nuklearwaffenkapazitäten zu behalten. Ehrliche Absichten sehen anders aus.
Laut Resolution 1696 des UN-Weltsicherheitsrates aus dem Jahre 2006, muss der Iran die Anreicherung stoppen, andernfalls treten Sanktionen in Kraft. Weil der Iran mit der Anreicherung nicht aufhörte, wurden die Sanktionen ausgelöst, und in 5 weiteren UN-Resolution weiter verschärft.

SECURITY COUNCIL DEMANDS IRAN SUSPEND URANIUM ENRICHMENT BY 31 AUGUST, OR FACE POSSIBLE ECONOMIC, DIPLOMATIC SANCTIONS

Wie ist es dann möglich, dass 5+1 mit dem Iran so verhandelt, als ob es von den UN-Resolutionen noch nie etwas gehört hätte?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredoneuman 08.12.2013, 16:02
5. Klare Sache!

Zitat von jautaealis
Ganz im Gegenteil: Weil sie Bestandteil einer sinnvollen Strategie ist, ein ökonomisches und militärisches Gleichgewicht der größeren Mächte im Bereich der arabischen Halbinsel herauszubilden... Nicht auszudenken, wenn allein das sunnitisch-islamische Saudi-Arabien und das mehrheitlich jüdische Israel ebendort das Sagen hätten.......
Wenn man ignorant genug ist, und an die Formel "Frieden schaffen mit Atomwaffen" (noch dazu, am besten in Islamisten Hand) glaubt, können einen solche Perspektiven natürlich nicht schrecken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
personanongrata 08.12.2013, 16:02
6. Den Kopf in den Sand zu stecken ist immer gut.

Zitat von jautaealis
Ganz im Gegenteil: Weil sie Bestandteil einer sinnvollen Strategie ist, ein ökonomisches und militärisches Gleichgewicht der größeren Mächte im Bereich der arabischen Halbinsel herauszubilden... Nicht auszudenken, wenn allein das sunnitisch-islamische Saudi-Arabien und das mehrheitlich jüdische Israel ebendort das Sagen hätten.......
"Es ist unklar, wie schnell der Iran in der Lage sein
wird, Raketen mit einer Reichweite von mehr als
3500km zu bauen. Sollte es ihm allerdings gelingen,
wäre es ihm möglich, europäische Ballungszentren zu
bedrohen.

Shahab-5 und Shahab-6
Nach israelischen Geheimdienstangaben plant der
Iran die Entwicklung von Raketen mit Reichweiten
zwischen 3000-5000km. Damit läge Europa innerhalb
des Radius dieser Raketen. Wenn die Entwicklung auf
der Nordkoreanischen Taepodong-2 beruht, wäre sie
in der Lage, einen 700-1000kg
schweren Gefechtskopf zwischen 4000-4300km zu verbringen.

Zu beachten sind in diesem Zusammenhang die Vermutungen über
eine gemeinsame iranische – Nordkoreanische
Entwicklung der Taepodong-2.

Ein Test, der am 4. Juli 2006 unter Anwesenheit iranischer Besucher in
Nord- Korea stattfand, schlug jedoch fehl."

Aus:
http://www.swp-berlin.org/fileadmin/...version_ks.pdf

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein anderer 08.12.2013, 16:51
7. ...

Zitat von alfredoneuman
Wie ist es dann möglich, dass 5+1 mit dem Iran so verhandelt, als ob es von den UN-Resolutionen noch nie etwas gehört hätte?
Das muss an der Luft in dieser Region liegen. Der Iran ist doch wohl nicht der Erste Staat in der Region der UN-Sicherheitsratsresolutionen nicht wirklich beachtet und Tatsachen schafft. Welche dann bei weiteren Verhandlungen schlussendlich doch berücksichtigt werden obwohl die Resolutionen dies nicht vorsah.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blechteller 08.12.2013, 17:14
8. super

Zitat von ein anderer
Das muss an der Luft in dieser Region liegen. Der Iran ist doch wohl nicht der Erste Staat in der Region der UN-Sicherheitsratsresolutionen nicht wirklich beachtet und Tatsachen schafft. Welche dann bei weiteren Verhandlungen schlussendlich doch berücksichtigt werden obwohl die Resolutionen dies nicht vorsah.
das haben sie dem alfred schön erklärt, nur wird er das nicht hören
wollen. vor allem wenn die liste dieser resolutionen hier nicht mal
auf eine seite passen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
personanongrata 08.12.2013, 17:27
9. Nö, ...

Zitat von ein anderer
Das muss an der Luft in dieser Region liegen. Der Iran ist doch wohl nicht der Erste Staat in der Region der UN-Sicherheitsratsresolutionen nicht wirklich beachtet und Tatsachen schafft. Welche dann bei weiteren Verhandlungen schlussendlich doch berücksichtigt werden obwohl die Resolutionen dies nicht vorsah.
... aber der erste, der Terroristen im halben nahen Osten unterstützt und damit zeigt, was von seiner angeblich nur friedlichen Nutzung der Atomenergie zu halten ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2