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Irans neuer Präsident Rohani: Hoffnungsträger im Atomstreit
AP/dpa

Der Gemäßigte Hassan Rohani hat die Wahlen in Iran gewonnen. Im festgefahrenen Atomstreit scheint nun endlich ein Neustart möglich: Der neue Präsident ist bereit, Kompromisse einzugehen mit dem Westen.

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rambo-1950 16.06.2013, 07:35
70. Es gibt sie also doch........

Vernunft bei den Islamisten und läßt Hoffnung auf Annäherung zu Gesprächen.
Gleichzeitig sollte nicht zuviel erwartet werden denn, das große Sagen haben immer noch geistliche Würdenträger/Ayatollah.
Nachdem der Säbelrassler Ahmadinedschad nicht mehr ist lautet die Devise "die Hoffnung stirbt zuletzt"
Zu wünschen wäre es allemal.......

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Tobi Lino 16.06.2013, 07:51
71.

Zitat von donle2
Nein! Vor 2005 hatte Iran sein Atomprogramm gestoppt. Damals war Rouhani Unterhändler so wie es im Text steht. Erst Ahmadinjad hat das Atomprogramm wiederbelebt. Rouhani kann durchaus Druck auf Khamenei machen. Das ist fakt.
Ja sicher...gestoppt...wer´s glaubt :-)))
der Neue lügt einfach freundlicher...während im Hintergrund weitergewerkelt wird.

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KingTut 16.06.2013, 08:06
72. Jahrelange Verzögerungstaktik

Zitat von Percy P.Percival
Man fragt sich immer wieder in was für einer Welt Reporter leben. Er ist nicht gemäßigt, er kann im Atomstreit nicht einlenken und er will es auch nicht. Aber er ist gut darin leichgläubigen Reportern Sand in die Augen zu streuen,
Der Iran streut der Weltöffentlichkeit schon seit Jahren Sand in die Augen. Mit jedem Tag, der aus unserer Sicht ungenutzt verstreicht, schreitet das iranische Atomprogramm fort und rückt der Point of no Return näher. Ich hoffe, der neue iranische Präsident wird den an ihn gestellten Anforderungen gerecht und sucht einen echten Konsens mit der Weltgemeinschaft, denn die Sanktionen und die internationale Isolation des Landes sind ja reell und treffen die Bevölkerung hart und werden ohne ein echtes Einlenken wohl kaum gelockert. Einen atomar bewaffneten Iran dürfen wir nicht dulden, egal wie gemäßigt der amtierende Präsident angeblich ist.

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stromglanz 16.06.2013, 08:33
73. einlenken

Zitat von Percy P.Percival
Man fragt sich immer wieder in was für einer Welt Reporter leben. Er ist nicht gemäßigt, er kann im Atomstreit nicht einlenken und er will es auch nicht. Aber er ist gut darin leichgläubigen Reportern Sand in die Augen zu streuen,
Warum sollte er einlenken? Das Volk will ja das nicht. Die Westen sollen endlich einlenken...die Buh Man ist ja weg. Jetzt haben Sie mit Rohani zu tun der, der Gestern vom Volk gewählt wurde

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subhuman 16.06.2013, 08:34
74. Nichts Neues

Zitat von Mogamboguru
Sorry, abr der/die Schreiber/in dieses Beitrags hat offensichtlich KEINE Ahnung von iranischer Politik.
Das ist nichts Neues, dass die Schreiber von SPON keine Ahnung haben. In diesem Artikel ist ja sogar Chamenei zum Republikgründer avanciert. Das darf man denen aber nicht übel nehmen, denn 1.) sind sie noch jung, und 2.) möchten sie gerne eine Bezahlschranke. Da schreibt man halt schonmal Mist. (Es fragt sich nur, ob irgendjemand dafür je bezahlen will.)

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hessiejames 16.06.2013, 08:49
75. Pest oder Cholera

Die Wahl war zwischen Pest&Cholera.
Das sagen hat uneingeschrenkt Ayatollah Khamenei.
Er gibt die Richtung vor. Gut wenn Rohani nicht mit dem persönlichen Hass seines Vorgängers die Lage unnütz verschärft. Das ist dann wohl schon ein Fortschritt. Auch hat die geistliche Führung wohl erkannt das sich die wirtschaftliche Lage ihre Bevölkerung nicht noch weiter verschlechtern darf. Sie sind gerade auf die Unterstützung der Landbevölkerung angewiesen. Obwohl wir es nicht glauben wollten,greifen die Sanktionen . Natürlich beim einfachen Bürger, wobei die Mittelschicht wohl am stärksten betroffen ist. Es ist halt wie immer. Diejenigen die diese Linie vertreten leben immer noch wie die Made im Speck. Doch weiteren wachsenden Unmut kann auch der Wächterrat sich nicht leisten.
Also wenn Rohani nicht weiter Öl ins Feuer giesst . Aber viel mehr ist da nicht zu erwarten

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Sabi 16.06.2013, 09:01
76. Grube

Eigentlich müsste es heißen : Willkommen neuer Präsident
in die Schlangengrube, wo diverse Groß-Ajatollahs, Revolutionsgardisten, Armee, Bassidsch (Miliz), Hisbullah(Miliz), und noch mehr Gegner ihn erwarten !

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broderlein 16.06.2013, 09:42
77. Rohani gemäßigt - ein ungemäßigter Irrtum

"Wahlen" im Iran fehlt jedes konstitutive Element demokratischer Wahlen. Sie sind weder frei, noch fair noch transparent. In Wahlen soll die Machtausübung durch Parlament und Regierung legitimiert werden und sollen sich die bisherigen Inhaber der Regierungs- und Parlamentsbefugnissse gegenüber den Wählern/Regierten verantworten. Das ist im Iran nicht gegeben und nicht gewollt. Das Regime hat und hatte keinerlei demokratische Legitimität. Es sind "Scheinwahlen" zwischen Kandidaten, die sich kaum unterscheiden. Fast alle Kandidaten wurden nicht zugelassen. Im Iran wird der demokratische Gleichheitsgrundsatz "One man one vote" auf den Kopf gestellt. Es gilt im wörtlichen Sinne! Nur Khamenei hat eine Wahl und eine Stimme. Nur wen er will, kann gewählt werden.
Sollt sich die Wahl von Rohani bestätigen, dann kann man darin keineswegs einen Kurswechsel in der Außenpolitik oder im Nuklearkonflikt sehen. Rohani gehört sein über zwanzig Jahren zur Führungselite des Regimes. Er gehörte schon zum Kreis von Khomeni. Das Blut, dass die iranische Außenpolitik in über drei Jahrzehnten vergossen hat, beinahe täglich, dass klebt auch an Rohanis Händen.
Wenn Khameni Rohani als Präsidenten wählt, dann kann man darin den geschickten Versuch sehen, den Bemühungen der Staatengemeinschaft Iran wegen dem Streben nach Nuklearwaffen zu isolieren, die Spitze zu nehmen. Rohani wird Iran als kompromissbereit erscheinen lassen. Es ist ein taktischer Ansatz, die Wirkung der Isolation und Sanktionen abzubauen. In der Sache wird Rohani keinen grundlegenden Kurswechsel einleiten.
Die Staatengemeinschaft muß an den völkerrechtlich verbindlichen Forderungen aus den VN-Sicherheitsratsresolutionen uneingeschränkt festhalten. Dazu gehöhrt u.a. die Einstellung der Urananreicherung und die Einstellung des Baus des Schwerwasserreaktors Arak und die umfassende Kooperation mit der IAEA. Der Iran hat alle seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer ungeniert seine internationalen Verpflichtungen verletzt, seine Nachbarstaaten bedroht, im Libanon mit Waffengewalt die Regierung in Schach hält, mit den Hilfstruppen der Hisbollah einen asymetrischen Krieg gegen die israelische Zivilbevölkerung führt, den Schlächter von Damaskus an der Macht zu halten versucht, den Juden ihr Selbstbestimmungsrecht abspricht und unverhohlen die Beseitigung Israel propagiert und Nuklearwaffen anstrebt - und an dieser Politik hat der "gemäßigtet" Rohani seit mehr als zwei Jahrzehnten als Mitglied der Führung maßgeblich mitgewirkt - der darf sich am Ende nicht wundern, wenn nach Artikel 51 diese Staaten mit militärischen Mitteln ihr Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen werden. Iran hat die Wahl, die umfassenden Kooperationsangebote der Staatengemeinschaft anzunehmen und Iran aus der selbstverschuldeten Isolation zu führen oder den Krieg zu ernten, den das Regime seit über dreißig Jahren sät.

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Ernst August 16.06.2013, 09:43
78.

Zitat von bertholdalfredrosswag
Iran behält weiterhin sein absolutes geistiges Oberhaupt. Und damit seinen Dirigenten der nicht nach euro-amerikanischer Vernunft seine Entscheidungsgewalt ausübt. Und man kann ihn auch weiterhin in seinen Befugnissen als gefestigt betrachten. Jeder geistliche Führer ist per se ein Diktator Innerhalb einer speziellen Betrachtungsweise halte ich es für sehr wahrscheinlich dass Iran auch weiterhin auf den Besitz nuklearer Rüstung hinarbeitet und nicht nur für zivile Nutzung Man sollte es ihnen freiwillig zugestehen denn die Iranis haben ein Recht ihrer eigenen Vernunft zu folgen wie es sich der Westen herausnimmt seiner eigenen Vernunft zu folgen. Oder wie es Israel bis jetzt in beispielloser Manier mit Billigung des Westens (über Gebühr) tut.

Warum immer die gleiche Leier.

Der Iran baut nicht an der Bombe und es gibt nicht den Hauch eines Hinweises darauf denn der Iran lässt Kontrollen der IAEA zu die weit über den Vertragsbedingungen liegen.
Der Iran hat, im Gegensatz zu einigen anderen Ländern den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben und er hat wie jeder andere Staat auch das Recht die Atomkraft friedlich zu nutzen.
Dazu gehört auch die Anreicherung für Kraftwerke und medizinische Zwecke u.s.w..

Warum also seit nun gut 15 Jahren (Gegen Ende der 90ziger fing das an) diese Vorwürfe?

Jeder weiß doch das ein entwickeltes Land wie der Iran der Raketen, U-Boot, Drohnen, Schiffe, Autos u.s.w. bauen kann und in dem es über 4 Millionen Studenten gibt (Beliebteste Studiengänge sind Technik, Wissenschaften und Wirtschaftswissenschaften) im Computer und Hightechzeitalter keine 15 Jahre braucht um eine Atombombe, deren Baupläne jeder Physikstudent im Ersten Semester kennt, zu bauen.

Warum also weiter die Menschen für dumm verkaufen und deren Intelligenz mit immer den gleichen unhaltbaren Vorwürfen beleidigen?

So dumm kann man doch gar nicht sein.

Dazu kommt das man sich nun selbst in der Reformerfalle gefangen hat und das die Straßenschlachten nicht im Iran stattfinden sondern in der Türkei.

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vali.cp 16.06.2013, 09:50
79.

Zitat von KingTut
Der Iran streut der Weltöffentlichkeit schon seit Jahren Sand in die Augen. Mit jedem Tag, der aus unserer Sicht ungenutzt verstreicht, schreitet das iranische Atomprogramm fort und rückt der Point of no Return näher. Ich hoffe, der neue iranische Präsident wird den an ihn gestellten Anforderungen gerecht und sucht einen echten Konsens mit der Weltgemeinschaft, denn die Sanktionen und die internationale Isolation des Landes sind ja reell und treffen die Bevölkerung hart und werden ohne ein echtes Einlenken wohl kaum gelockert. Einen atomar bewaffneten Iran dürfen wir nicht dulden, egal wie gemäßigt der amtierende Präsident angeblich ist.
Welche Anforderungen sollen es denn sein? Vom Westen formulierte Forderungen an den Iran? Gibt es da ein Anforderungsprofil an den iranischen Präsidenten, das von Obama und Co aufgestellt wurde?

Ich sehe den iranischen Präsidenten nicht als Marionette des Westens, der das zu tun hat, was westliche Regierungen wollen, wünschen oder fordern.

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