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Irans Ultimatum im Atomstreit: Rohani gibt Europa 60 Tage
AFP PHOTO / HO / IRANIAN PRESIDENCY

Irans Präsident setzt auf Eskalation - und den Europäern eine Frist: Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen binnen zwei Monaten das Atomabkommen retten. Er droht, sonst Flüchtlinge und Drogen aus Afghanistan durchzuwinken.

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Erika.Mustermann@spon.de 08.05.2019, 14:05
20. 2. Korrektur

Zitat von schachus
In der Überschrift, genauer gesagt im Untertitel steht: "Irans Präsident setzt auf Eskalation". Sehr offensichtlich ein Schreibfehler. Korrekt ist: Präsident Trump setzt auf Eskalation - ohne Rücksicht auf Verluste
Nicht so ganz richtig. Trump mag der Ausführende sein, Initiator war aber sicher der Präsident eines westlich des Iran gelegenen Staates. Der schon bei Abschluß des Vertrages (weltweit) einziger Gegner jeder Übereinkunft überhaupt war.

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offonline 08.05.2019, 14:09
21. Typische schwarz - weiss Berichterstattung.

Wer ist denn in diesem ganzen "verhandelten Schlamassel" der BÖSE?
Typisch mal wieder für die Berichterstattung ohne genaue Detailkenntnisse, denn ich frage mich, WER den Vertrag mit Wem zu welchen Bedingungen ausgehandelt hat.
Wenn z.B. "die deutsche Seite glaubt", daß die verhandelten Flüchtlinge aus Afghanistan immer schön von Europa fern gehalten werden, solange der Vertrag gilt, dann frage ich mich "wie solche Klauseln" durchgesetzt und eingehalten werden sollen?

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dieter77 08.05.2019, 14:11
22. Europas Freunde

Das kommt halt davon, wenn man glaubt, Iran sei an friedlichen Loesungen interessiert, und die wahren Kriegstreiber seien die USA. Raus aus dem Vertrag und Sanktionen hochschrauben, dann wird man sehen, wer am laengeren Hebel sitzt.

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Anna156464641156 08.05.2019, 14:13
23. Na dann, immer her mit dem billigen Stoff

Europa sollte mit der Bedrohung klar kommen können. Aber wie soll Rohani das denn machen? Entweder er pflegt gute Kontakte zu Schlepperbanden und Menschenhändlern sowie zu Drogenbaronen und sagt ihnen was sie machen und lassen sollen. Dann sollte Europa grundsätzlich keinen Handel betrieben. Oder aber die iranische Regierung ist genauso Handlungsfähig wie im Kampf gegen Korruption (Trotz großer Anstrengungen: Indexplatzierung 130) und die Situation liegt sowieso bereits vor. Also ist die Drohung wie ein Sturm im Wasserglas.

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bicyclerepairmen 08.05.2019, 14:18
24. Hold the Horses....

Zitat von meinemeinungpunkt
USA kündigen Vertrag. Europäische Länder möchten den Vertrag bestehen lassen und arbeiten (mit mehr oder minder Erfolg) an Wegen, dies - auch mit Hinblick auf die US Drohungen von Saktionen auch gegen europäische Unternehmen, die mit dem Iran weiter handeln wollen - ....... Und da wundert sich noch irgendjemand, dass der Iran nicht als vertrauenswürdiger Partner gesehen wird?
..bis dato sind die Maßnahmen aus Brüssel die Sanktionen der USA entgegen zu wirken nicht mal soviel wert wie das Papier auf dem sie gedruckt sind. Alle Worthülsen und Ankündigungen der EU den Vertrag ihrerseits zu erfüllen haben dem Iran null, nada nichts gebracht.
Sämtlicher Handel, Ölverkäufe etc. sind praktisch bis zero runter gefahren.
Au contraire, man lügt sogar ganz unverholen, wie man bei dem Gebahren der Telekom ( staatliche Mehrheitsbeteiligung ) sehen konnte als diese nonchalant innerhalb von 7 Tagen allen iranischen Banken und sonstigen Firmen ihre Kommunikationswege kappte.

Machen wir uns doch nichts vor, das Aufatmen in Brüssel ist doch unüberhörbar, nun braucht man wenigstens nichtmal so tun auf die belanglosen Durchhalteparolen noch etwaige Taten folgen zu lassen.

Ich denke sogar das die längst vorbereiteten Sanktionen jetz aus den Schubladen geholt werden.

P.S. : und nein, selbst China hat sämtliche Transferwege um z.B. Öl über Sie zu verkaufen, eingestellt.

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Weltbild 08.05.2019, 14:20
25. Verirrter Präsident

Was hat Trump, der Hampelmann im weissen Haus, eigentlich aussenpolitisch erreicht? Er hat die ganze Welt unsicherer gemacht und gegen ihn aufgebracht !! Und dies für den Mächtigsten Mensch der Welt. Anstelle Entspannungspolitik über die Welt zu giessen geht er immer auf Konfrontation. Welcher Politiker kann diesen Hampelmann noch ernst nehmen? Hoffentlich ist dieser Alptraum bald vorbei !

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Emderfriese 08.05.2019, 14:23
26. Hilfe

Zitat von meinemeinungpunkt
USA kündigen Vertrag. Europäische Länder möchten den Vertrag bestehen lassen und arbeiten (mit mehr oder minder Erfolg) an Wegen, dies - auch mit Hinblick auf die US Drohungen von Saktionen auch gegen europäische Unternehmen, die mit dem Iran weiter handeln wollen - zu ermöglichen. Iran droht nun seinerseits nicht mehr dem Ausstieg aus dem Vertag (was nach dem Ausstieg der USA und möglicher Sekudärsanktionen) zumindest legitim und möglich wäre, sondern droht damit Drogenhandel nach Europa nicht weiter zu unterbinden und Flüchtlinge (aktiv/passiv) nach Europa zu schicken? Geht es denn noch? Und da wundert sich noch irgendjemand, dass der Iran nicht als vertrauenswürdiger Partner gesehen wird?
Sollen die Iraner die Verschlechterung ihrer Lebenslagen einfach hinnehmen, weil Europa bzw. Deutschland vor einer Verantwortung kneift? Dass die Reaktion so oder ähnlich sein würde, war jedem klar, der Situation im Iran kennt. Die ungerechtfertigten Sanktionen wirken sich auf die Bevölkerung aus, und die bzw. die Regierung Irans muss sich überlegen, ob sie weiterhin Geld in den Schutz Europas stecken will, oder ob das nun dringend woanders gebraucht wird. Kann man Erpressung nennen, aber auch Selbsthilfe aus Sicht der Iraner. Wenn sie uns helfen - warum helfen wir ihnen nicht auch?

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nobody_incognito 08.05.2019, 14:24
27.

Zitat von Rania
Europa kann, selbst wenn sich alle Mitgliedstaaten einig wären, an der Vorgehensweise von Trump rein gar nichts ändern, da sollten wir ehrlich zu uns selbst sein. Da gibt es als Selbstschutz letztlich nur eins: Jetzt schon alle Grenzen in und zu Europa (Meer) massiv mit Militär abriegeln und Tee trinken (abwarten). Wer auf solche Drohungen schwach reagiert, hat jetzt schon verloren.
Hier geht's ja um "overcompliance", d.h. dass man sich von den USA nicht nur erpressen lässt, sondern sich sogar noch in vorauseilendem Gehorsam übt. Wenn die USA anderen Ländern mit "totaler Zerstörung" drohen, dann wird das bestimmt auch nichts mit "Humanismus" zu tun haben, sondern auch eher eine Form der Erpressung darstellen. Der Unterschied ist, dass man die USA "ernst" nehmen muss, was ihnen ja nicht unbedingt zum Vorteil gereichen wird.

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Tribess 08.05.2019, 14:25
28. Mehr Diplomatie wagen!

Was die USA von Deutschland halten, hat gerade der Außenminister Pompeo deutlich gemacht. Nichts! Zugleich hat der Besuch im Irak gezeigt, was anliegt. Der in die Region entsandte Flugzeugträger ist ein weiteres Indiz. Die Hardliner reiben sich die Hände und warten nur auf den kleinsten Grenzverstoß, um dann flugs zurückzuschlagen und die Unterstützung der "Willigen" einzufordern. Und diesmal säße Deutschland mittendrin. Daher, mehr Diplomatie wagen, und zwar gegen alle Widerstände und ohne Rücksichtnahme auf Drohungen und Sanktionen. Und vergessen wir nicht, ein Krieg zur rechten Zeit sichert das Amt des Präsidenten in Washington.

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Das Pferd 08.05.2019, 14:32
29.

Zitat von MisterD
den USA kanns egal sein, die haben nen großen Teich zwischen sich und dem Rest der Welt. Bei uns hingegen wirds problematisch, wenn die nächste Flüchtlingswelle anrollt, dann prophezeie ich ein Comeback von LePen, Wilders und Komplizen. Wir sollten aufhören uns an die USA zu klammern uns unseren Blick gen Osten wenden. Dort spielt die Zukunft, machttechnisch als auch wirtschaftlich. Die USA werden sich kaputtisolieren, das ist absehbar...
das machen Sie mal mit einem Konzern, der ein erheblichen Teil seines Geschäfts in den USA macht. Die sind in einer Zwangslage.

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