Forum: Politik
Irrweg Große Koalition: Die deutsche Lähmung

Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Bislang deutet alles auf eine Große Koalition hin. Aber das ist kein Zeichen für die Stabilität unserer Demokratie. Sondern für ihr Siechtum. Die Deutschen sollten sich das ersparen.

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Federal-States-Of-Europe 06.08.2012, 14:05
120. D'accord, Herr Augstein...

D'accord, Herr Augstein, zumindest in d e r Hinsicht, als dass der Bürger Deutschlands das weit überschrittene Verfallsdatum der Chamäleon-Dame Merkel scheinbar noch nicht so richtig registriert hat.

Auch eine "Große Koalition" hat Deutschland immer wieder den Stillstand aufgezwungen und ist daher mitnichten anzustreben, völlig gleich, ob SPD oder CDU/CSU den Kanzlerkandidaten stellen würden.

Die Lösung für dieses zur Zeit sicherlich extrem große Problem ist aber mit Sicherheit nicht "Die Linke", welche Sie indirekt nebst der SPD als Ausweichmöglichkeit bezeichnen. Die Linke hat Personen an der politischen Spitze, die ebenso gut als erfolgreiche Propagandisten auf den Märkten fungieren könnten, ganz vorn weg selbstverständlich die sich an Unterhaltungswerten in den Talkshows überbietenden Herrschaften Gysi und Wagenknecht. Einfachheitshalber bezeichnen wir dies mal nicht als Propaganda sondern besser als geplanten Populismus, dessen Inhalte erfreulich anzuhören sind, die aber niemand dieser Partei ernsthaft umsetzen wird und kann.

Und das Wichtigste: Die Linke hat eine Geschichte. Eine Geschichte, an die sich ebenso wenig gern erinnert wird, wie an die Historie des Dritten Reiches. Übrigens: Unter Hitler wurde auch Propaganda betrieben. Wo diese schließlich hinführte, kann man ebenfalls in den Geschichtsbüchern nachlesen!

Dass hier der Vergleich möglicherweise hinkt, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Immerhin liefern uns bis dato "herübergerettete" Querfrontstrategen den Beweis dafür, wie ähnlich sich doch Extreme von Links und von Rechts im Bedarfsfall gestalten.

Na dann, lieber Herr Augstein, auf zur Wahl!

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Kalleblom 06.08.2012, 14:05
121. Die "Deutschen" und "unsere" Städte?!

Zitat von vincent1958
..erwarten Sie von den Deutschen?Gehen Sie mal mit offenen Augen durch die Strasse unserer Städte...dumpfe,stupide Antlitze,gedankenversunken in einem Brei aus:was fress ich heut abend und was läuft in der gGotze....ne,mit diesem Volke ist kein Staat mehrzu machen:-(
Nu bin ich etwas irritiert, Sie sind nicht Deutscher, finden den Grund für die Situation des (deutschen?) Staates aber auf Ihren Straßen. Verwirrung, habe es vielleicht aber auch falsch verstanden.
Jedenfalls denke ich, dass das von Ihnen beschriebene Problem, bzw. der von Ihnen beschriebene Zustand nur deshalb so tragisch ist, da die Menschen in Deutschland, das jeweils gegenseitig von sich denken, und daher passiert auch nichts! Da sollte man mal ansetzen.

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xaka 06.08.2012, 14:06
122. Ja, der Augstein...

Zitat von sysop
Mit dem Verweis auf Volkes Wille sollte man in der Europapolitik vorsichtig sein.
Klar, Volkes Wille soll ja in die eigene Ideologie entsprechen, bloß nicht wieder sowas wie Stuttgart21... gell Herr Augstein?
Zitat von sysop
Bürgerbeteiligung ist ein schönes Instrument der Demokratie. Aber man muss darauf auch spielen können
um den Bürger zu manipulieren?
Zitat von sysop
Netzanschluss und Facebook-Konto machen uns nicht über Nacht zu Partizipationsdemokraten.
Klar, die Bürger sind alle nur FB user aber können nicht selbständig denken... dazu brauchen wir so Leute wie Augstein der uns die Welt erklärt...
Zitat von sysop
Stattdessen hat sie zugelassen und befördert, dass die Finanzkrise zu einem Konflikt zwischen den Staaten wurde
Der Konflikt war aber schon vor Merkel da, nämlich als Hans Eichel die Mahner der Bundesbank mundtot machte, als diese vor der Aufnahmen Griechenlands in den Euro warnten... sieht so das Spiel der Demokratie aus?
Zitat von sysop
Man fragt die Leute: Wer hat den Banken ihre verderbliche Macht gegeben? Und sie antworten: die Parteien der Union.
Jetzt packt Augstein die Trickkiste aus, er sagt es nicht selbst, weil er weiß das dies eine Lüge ist... Er weiß das es die rot-grüne Bundesregierung unter Schröder war, die die Banken von der Leine gelassen haben. Nein er lässt irgendjemanden, wer auch immer "die Leute" sind, fragen, sodas man ihn nicht als Lügner entlarven kann.
Zitat von sysop
Dann fragt man sie: Wer kann diese Macht brechen? Und sie antworten nicht: die Sozialdemokraten oder die Linken.
Nein, warum denn nicht? War es nicht genau ein SPD Finanzminister, der in Brüssel die Hosen runter lassen musste?
Zitat von sysop
Das Vertrauen ist verschwunden. An seine Stelle ist nicht einmal ein Zynismus getreten. Sondern eine Resignation. Eine Stille. Ein Schweigen. Es ist die Antwort der Leute auf das "autoritäre Schweigen"
Das Schweigen der Lämmer, so wie Schröders Bastapolitik?...
Zitat von sysop
Diese Kanzlerin ist zu kostspielig. Weitere vier Jahre können wir sie uns nicht leisten.
Aber mit Eurobonds wie sie Sigmar Gabriel fortert, so mit unbegrenzter Feuerkraft und so, etwa nicht ??? LOL

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Herr Hold 06.08.2012, 14:07
123. Aha

Zitat von makuzei
" die noch nicht einmal die Gewaltenteilung verstehen, aber lauthals nach Volksabstimmungen krähen!" vernünftigerweise sollte mehr direkte demokratie herrschen,wo das volk die dinge versteht- weniger da,wo es nichts versteht- in einer gesellschaft mit zunehmender komplexität müssen auch die methoden komplexer werden: mehr direkte demokratie- ja siehe oben mehr indirekte demokratie? ja- wenn die dinge spezialwissen erfordern
und wer entscheidet dann, von welchen Dingen "das Volk nichts versteht"? Mit zunehmender Komplexität muss man versuchen, Sachverhalten ihre Komplexität zu nehmen, damit er möglichst verstanden wird. Oder dachten Sie, unsere Abgeordneten sind von Gebrut an in der Lage Entscheidungen zun treffen.
Bei Ihren Thesen würde wohl ein jeder in seinem Nichtwissen verharren.Die Kundalini-Energie und das feinstoffliche Polkraftfeld ...

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Rheinwein 06.08.2012, 14:07
124. @Guillermo Emmark: Ein Glück

Zitat von Guillermo Emmark
für die Augsteinsche These, dass es noch nicht an der Zeit für direktere Demokratieformen ist:Das BVG kann so etwas selbstverständlich NICHT "verordnen". Es sind halt nicht nur die pappnasigen Politiker, sondern eben auch die blöden Bürger, die noch nicht einmal die Gewaltenteilung verstehen, aber lauthals nach Volksabstimmungen krähen!
...dass wenigsten Sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben! Wenn ein Rechtsstaat etwas "nicht kann", dann muss er es lernen. Eine Demokratie wurde noch nirgendwo friedlich eingeführt oder wiederhergestellt; nicht mal in der friedlichen Schweiz. Wie man sieht, hat auch die Gegenseite um Monti & Co. kein Problem mit "Notlösungen"...

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kimba2010 06.08.2012, 14:08
125.

Zitat von Petra Raab
Die Deutschen wollen schon lange keine "Angela Merkel" mehr, das schreibt nur der Mainstream. Dieses Volk wählt nicht diese Regierung, so viel steht fest. Kein Volk wählt seine eigenen Henker, das soll uns nur vorgegaukelt werden. Es gibt hier mindestens 70 Millionen Einwohner in Deutschland denen es von Jahr zu Jahr immer schlechter geht. Diese Menschen wählen nicht immer wieder die gleichen Regierungen. In den Medien wird uns darüber nur ein falsches Bild geliefert, weil diese Medien den Eliten gehören. In Wirklichkeit sieht es so aus, dass die Mehrheit des Volkes die Linke wählt und die Piraten. Diese zwei Parteien sind die einzigen Parteien die noch nicht selbst beweisen konnten ob sie fähig sind oder unfähig ein Land zu regieren.
Dass Umfragen manipuliert sind, fühlen wohl viele Menschen. Ich kennen ebenfalls niemanden, der merkel gut findet und trotzdem ist sie in den Beliebheitsumfragen immer ganz oiben. So wie damals in der Ostzone immer alle den Erich super fanden.
Apropos SED.
"Die Linke" hat doch schon einmal regiert, damals nannte sie sich aber noch SED. Das müssen wir ja nun wirklich nicht wiederholen, oder?

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lieber kritisch 06.08.2012, 14:08
126. Keine Lust auf Europa

Ist jemanden schon mal der Gedanke gekommen, dass die Deutschen vielleicht keine Lust mehr auf Europa und vor allem die Finanzierung von Europa haben? Deutschland schafft es auch alleine. 2 bis 3 schlechtere Jahre und dann ist wieder alles bestens. War schon früher so und wir haben´s überlebt.

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doctorj83 06.08.2012, 14:09
127. Schöner Artikel mit Biss

Erstaunlich wie sehr mir Augstein hier aus der Seele schreibt. Man merkt erst beim Lesen solcher Zeilen wie sehr man über die letzten Jahre resigniert ist. Ich habe einfach auch das Gefühl, dass die Anhängerschaft der Union deutlich unflexibler ist , als die der anderen Parteien. Man kann ihnen jede Menge zumuten - und das tut die Kanzlerin! Unter 33% fällt die Union nie. Und das reicht für den 1. Platz in der grossen Koalition. Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass irgendwann wieder Argumente ausgetauscht und politisch diskutiert wird. Diese Mediendarstellung kann ich einfach schwer ertragen. Was in Europa geschieht ist schwer zu verstehen und wird maximal intransparent geschildert. Es bleibt letzlich als Fazit immer stehen: "Frau Merkel macht es ganz gut". Und angesichts der nicht eingehaltenen Versprechen von 2008 (Macht der Banken beschneiden, unethische Spekulationsobjekte wie Nahrungsmittel verbieten, Hedgefonds kontrollieren etc...) muss ich heute schon mit meinen Rentenersparnissen zocken, um mehr als 1,75% Zinsen zu bekommen, also nur die Inlflation einigermassen auszugleichen. Der Sparer soll die Zeche der Retungsschirme mitbezahlen und keiner merkts. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es irgendwo in Europa noch die Spitzenpolitiker gibt, die man nunmehr braucht um dieses Spitzenschlamassel zu lösen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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JaWeb 06.08.2012, 14:10
128. Arroganz des Autors ...

... der "den Deutschen" (wer ist das?) nicht zutraut, mehr Demokratie wagen zu können (W. Brandt vor 40 Jahren!). Herr Augstein meint links zu blinken und biegt hier rechts ab.

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Kalleblom 06.08.2012, 14:10
129. Richtig!

Zitat von peixe
so what? hr. Augstein kann sich die kritik ersparen, wenn er keine alternativen anzubieten hat. wer soll angie ersetzen?
Die Angie ist genau das, was ihre Politik auch ist, einfach alternativlos!

Aber zugegeben ist genau hier das Problem, wen soll man denn alternativ wählen, wenn die Alternativen keine Alternative zum Wählen aufzeigen.

Und schon haben wir das Ende unserer gegenwärtigen Demokratie, aber dies ist eben alternativlos. Das einzig gute dabei könnte sein, bei einem Ende, muss es wieder Alternativen für einen neuen Anfang geben.

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