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IS-Eroberung von Ramadi: Obamas Pakt mit den Kämpfern Irans
AFP

Der IS hat die Stadt Ramadi erobert - für Barack Obama ein Rückschlag. Doch seine Strategie im Irak will der US-Präsident nicht ändern. Er duldet sogar den Vormarsch von Milizen unter dem Einfluss Irans. Warum?

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kuac 20.05.2015, 11:11
1.

Wenn die Saudis, Kataris, Ägypter oder Iraker zusammen mit einer gemainsamen Armee gegen den IS einmarschieren würden, dann wäre der IS schon lange Geschichte. Das tun sie aber nicht und stattdessen bekämpfen sie den Assad, der gegen den IS sein Territorium verteidigt.
Also, Obama muss deshalb logischerweise mit Iran zusammenarbeiten. Es bleibt ihm nicht anderes übrig.

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Richtigstellung. 20.05.2015, 11:12
2. Ein wichtiger Punkt fehlt...

Guter Artikel... aber ein wichtiger Hinweis fehlt: Die schiitischen Milizen/al-Hashd al-Shaabi sind erst Richtung Ramadi aufgebrochen nachdem die Stammesführer von 25 sunnitischen Stämmen aus der Anbar-Provinz al-Abadi gebeten haben, diese als Unterstützung gegen den IS zu schicken!!

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hansmaus 20.05.2015, 11:14
3. Das klingt jetzt ganzschön negativ!

"Wieder einmal hat die irakische Armee aufgegeben. Die von den USA mit Milliardenhilfe aufgebaute Truppe ist geflohen und hat den IS-Milizen ihr Kriegsgerät überlassen. "
Im gegensatz zu euch finde ich das toll!
Als politisch korrekter Mensch habe ich gegen jegliches Militär zu sein und die irakischen Soldaten haben der Rüstungsindustrie mal ordentlich vor den Koffer gesch*****. TOP!
Laut der Leitlinie ist es doch so "stell dir vor es ist krieg und keiner geht hin" das es erstens nie mehr einen Krieg in europa geben kann (Ukraine zählt nicht), ibn deutschland wird es NIE mehr krieg geben und der IS gibt ganz von alleine auf wenn niemand gegen ihn kämpfen will... die Islamisten gehen dann einfach nach hause und sind beleidigt weil keiner mit ihnen spielen will.
Was Obama/Iran da macht ist natürlich schlimm! Ein bischen mehr Toleranz gegenüber dem IS wäre toll.

P.S. an dieser stelle noch einmal, bitte bitte liebes SPON Team bringt eine klare Leitlinie heraus was ich zu denken habe und was meine Meinung zu sein hat! Ich will nicht als dummer rechter militarist auffallen....

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Atheist_Crusader 20.05.2015, 11:16
4.

Warum? Naja, ich hoffe einfach mal dass man endlich gemerkt hat, dass die Saudis nicht die Guten und die Iraner nicht die Bösen in der Region sind.

Und dass Teheran ein Interesse am Ende von IS hat, Riad aber nicht.

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Palmstroem 20.05.2015, 11:17
5. The same old story

Den Irakkrieg von 2003 für den Hass zwischen Schiiten und Sunniten verantwortlich zu machen ist eine fatale Falschanalyse. Das Problem sind vielmehr der Iran und Saudi Arabien. Beide kämpfen um die Macht am Golf.
Den Abzug der US-Truppen und das Desinteresse Obamas am Irak haben sowohl der Iran als auch der IS genutzt, ihren Einfluss auszubauen.
Sollte nun Barak Obama mit dem Iran kooperieren, wird er natürlich ein Problem mit den Saudis und ihren arabischen Nachbarn bekommen. Das auf Obamas Einladung die wichtigsten absagten, zeigt das schlechte Verhältnis. Bleibt die Frage, was kann Obama noch bewegen, wenn er mit Türken, Arabern, Syrern und Israeli über Kreuz ist und es nun mit dem Iran versuchen will!

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roland.vanhelven 20.05.2015, 11:19
6. naja

wenn erstmal rauskommt, dass ISIS von den USA finanziert, trainiert und befaffnet wird, werden die betraege hier wohl ganz anders aussehen. googlen Sie einfach mal "ISIS training Jordan". wie auch bei der NSA affaere wird nur veroeffentlicht, was sich nicht mehr vertuschen laesst. aber es sickert...

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stanislaus01 20.05.2015, 11:19
7. Die

Eine IS gibt es überhaupt nicht. Das ist die Erfindung der spin doctors der CIA, deren Lügen der Spiegel gerne kolportiert.

Die ISIL wurde 2002 von den Offizieren Saddam Husseins als Partisanen gegen die US-Besetzung des Landes im freien Nordirak gegründet und ist seit dieser Zeit aktiv. Es sind Partisanen wie damals Tito in Jugoslawien gegen die deutsche Besatzung oder wie die Partisanen 1942-1944 in Polen oder der Ukraine.

Eine sinnvolle Erklärung der Situation im Irak gibt es mit den Lügen der CIA (und des Spiegels) nicht. Sondern da müssen schon die tatsächlichen Verhältnisse analysiert werden. Es ist eben nicht so, dass die USA den gesamten Irak besetzt und unter Kontrolle hatte, sondern ihre Einflusszone war letztendlich nur Bagdad (und genau genommen nur ihre "Burg" Green Zone)und im Rahmen von Einzelaktionen einige Städte, die allerdings, wenn die Besatzung durch die US-Kampftruppen endete, sofort wieder den jeweiligen Führern vor Ort zufielen. Der Irak war für die USA ein Wespennest und deshalb haben sie sich auch rausgezogen und ihren Quislingen dort das Regime überlassen. Die in dem Land nur verachtet werden.

Diese Informationen verweigert der Spiegel in seiner Berichtsverzerrung dem Leser. Der Irak-Überfall der USA begann mit einer Lüge und wird mit Propaganda-Lügen fortgesetzt.

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abc-xyz 20.05.2015, 11:19
8. Den Teufel mit den Belzebub austreiben

Obamas Außenpolitik ist einfach nur ein Desaster. Egal ob Syrien, die Ukraine oder den Irak, er macht fast alles falsch, was falsch machen kann. Neben dem Assadterror ist die Untätigkeit Obamas der 2. große Grund, warum der IS, welcher 2012 eine Randerscheinung war, zu größten Terrororganisation aufgestiegen, die die Welt je gesehen hat. Selbst Al-Quaida erscheint gegen diese ruhlose aber effiziente Räuberbande gemäßigt und klein. Es ist mir unverständlich, warum die Berater von Obama ihm nicht endlich klar machen können, dass der Kampf gegen den IS nicht dadurch gewonnen wird, indem man die schiitischen Gegenparts unterstützt. Die Sunniten im Irak würden den IS kaum unterstützen, würde die schiitische Sektierei nicht einhalt geboten werden. Der Vormarsch des Irans wird faktisch überall hingenommen, außer im Jemen, wo nun die sunnitischen Araber die Faxen Dicke haben.

Den IS kann man nur durch 2 Strategien besiegen.

1.) Ohne eine Lösung im Syrienkonflikt, ist im Irak gar nichts zu erreichen. Der IS ist im Irak stark, seine Stärke bezieht aber aus seinen besetzten Gebieten in Syrien, allen voran seiner Hauptstadt Raqqah. In Syrien kann man aber den IS nur besiegen, wenn man die Ursache des IS besiegt und das ist Assad. Solange dieser seiner Terror durchzieht und die einzig wahren Gegner des IS, also die FSA und seine Verbündeten, unter Druck setzt, wird der IS gedeihen können. In Palmyra zieht sich das Assadregime in den nächsten Tagen zurück, um den Rebellenvormarsch in Idlib und Daraa zu stoppen, was Assads einzige Sorge ist.

2.) Im Irak muss diese Kungelei mit dem Iran ein Ende haben. Das Mullah-Regime in Tehran hat seine Klauen zu weit ausgestreckt und muss endlich darin wieder gestutzt werden. Die Sunniten im Irak werden keine Dominanz des Irans akzeptieren.

Solange die Obama Administration das nicht erkennt, wird sich die Situation im Mittleren Osten nur weiter verschärfen. Ich glaube nur nicht, dass Obama dazu in der Lage ist. Deswegen muss man hoffen, dass bis zur Wiederwahl eines neuen US Präsidenten dem IS nicht zu viel gelingt und man diesen solange beschäftigen kann, bis der neue US Präsident den Saustall wieder säubern kann.

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ka-sp 20.05.2015, 11:19
9.

Wie kann bitte schön einer "dulden", was in 10.000 km Entfernung in einem fremden Land passiert? Geht's noch? Wieso schreibt dann der Spiegel nicht, dass der Putin den Bahn-Streik bei uns duldet?

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