Forum: Politik
IS-Eroberung von Ramadi: Obamas Pakt mit den Kämpfern Irans
AFP

Der IS hat die Stadt Ramadi erobert - für Barack Obama ein Rückschlag. Doch seine Strategie im Irak will der US-Präsident nicht ändern. Er duldet sogar den Vormarsch von Milizen unter dem Einfluss Irans. Warum?

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udar_md 20.05.2015, 11:45
20. Manchmal hilft die beste Strategie nicht

Wie bitte? Wann haben die Amerikaner mal die beste Strategie gehabt? Aufgrund der vielfältigen Interessen der vielen Gruppierungen und der typischen US Arroganz (we are the no 1) können sie außer kurzfristiges denken vielleicht taktieren und reagieren aber keine vernünftige Strategie aufbauen. Erstmal schießen und dann zielen.

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lillime2 20.05.2015, 11:48
21. Ob der Irak-Krieg ...

... 2003 so falsch war, weiß ich nicht. Die Kurden und Schiiten haben davon profitiert. Sie wurden von dem Baath-Regime grausamst verfolgt (z.B. Anfal-Operation).
Dass die irakische Armee flüchtet, ja das sind doch fast alles Schiiten, sollen die sich für die Sunniten opfern, die ihrerseits oft mit der ISIS sympathisieren? Als Kurde oder Schiit würde ich mich auch nicht für ein künstliches Gebilde "Irak" opfern wollen. Für die USA die Drecksarbeit am Boden machen???
Die Sunniten müssen sich massiv hinter die irakische Armee stellen. Sonst sind die schiitischen Iraner die bessere Lösung. Sie kämpfen für den Iran und nicht für ein Gebilde, dass sich irgendwelche US-Fuzzis ausdenken. Obama zielt lange, es ist richtig so!

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jamguy 20.05.2015, 11:55
22.

Zitat von kuac
Wenn die Saudis, Kataris, Ägypter oder Iraker zusammen mit einer gemainsamen Armee gegen den IS einmarschieren würden, dann wäre der IS schon lange Geschichte. Das tun sie aber nicht und stattdessen bekämpfen sie den Assad, der gegen den IS sein Territorium verteidigt. Also, Obama muss deshalb logischerweise mit Iran zusammenarbeiten. Es bleibt ihm nicht anderes übrig.
Richtig wärs sich jetzt erst mal aus dem Konflikt ganz raus zu halten und den Muslimen/Iran die sich Verbündete des Iraks nennen die Vernichtung des IS zu überlassen!

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mohsensalakh 20.05.2015, 11:59
23. Warum? weil Israelis und Saudis davon profitieren

Israel hat mit seinen Lufschlägen gegen die syrische Armee in letzter Zeit die Is-Terroristen an vormarsch geholfen - IS-Terroristen werden von Westen massiv mit Waffen versorgt (Deutschland und Frankreich schicken seit 4 Jahren pausenlos Waffen an Saudiarabien! Waffen die eigentlich auf den Bedarf von IS-Terroristen angepasst sind). Ohne Iran hätte IS den gesamten Irak schon längst eingenommen.

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kuac 20.05.2015, 12:02
24.

Zitat von stanislaus01
Eine IS gibt es überhaupt nicht. Das ist die Erfindung der spin doctors der CIA, deren Lügen der Spiegel gerne kolportiert. Die ISIL wurde 2002 von den Offizieren Saddam Husseins als Partisanen gegen die US-Besetzung des Landes im freien Nordirak gegründet und ist seit dieser Zeit aktiv. Es sind Partisanen wie damals Tito in Jugoslawien gegen die deutsche Besatzung oder wie die Partisanen 1942-1944 in Polen oder der Ukraine......
Sicher gibt es den IS Kalifat, mit eigener Fahne, Sharia und Enthauptungen. Ehemalige Saddam Soldaten haben sich die Gelegenheit genutzt und dem Kampf des IS angeschlossen. Das Problem ist nur, dass dabei die Ideologie von Islamischen Fundamentalisten des IS den Kampf dominiert und nicht der "Befreiungskampf" des Iraks.

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kuac 20.05.2015, 12:08
25.

Zitat von abc-xyz
....... Den IS kann man nur durch 2 Strategien besiegen. .....
Warum so kompliziert? Eine gemeinsame Armee der Arabischen Liga könnte sehr schnell den IS garaus machen. Diese Wille gibt es aber nicht. Die USA oder der Westen kann dort jetzt wenig machen.

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the.sprevan 20.05.2015, 12:12
26. Am Ende geht es ums Öl

Die US-Regierung hat meiner Meinung eine Strategie: Hauptziel ist der Zugriff auf das Öl in dieser Region. Dies gelingt am Besten durch Destabilisierung einer Region. Begonnen wurde mit einer Kriegslüge, um Hussein loszuwerden und ging weiter mt der Unterstützung von Bürgerkriegsparteien in Syrien. Den Rest erledigt dann die in sich uneinige Moslemwelt von allein. So gibt es keinen starken Irak, der Bedingungen für die Ölförderung stellen kann. Mit den Folgen der Destabilisierung braucht sich die US Regierung auch nicht beschäftifen, denn die Flüchtlingsströme landen in Europa. Fazit: Hätte der Irak kein Öl, würde man im Weissen Haus noch nicht mal wissen, wo der Irak auf der Weltkarte zu finden ist.

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kuac 20.05.2015, 12:14
27.

Zitat von jamguy
Richtig wärs sich jetzt erst mal aus dem Konflikt ganz raus zu halten und den Muslimen/Iran die sich Verbündete des Iraks nennen die Vernichtung des IS zu überlassen!
Falls der Iran gegen den IS einmarschierten sollte, das wird als ein Angriff auf Saudi Arabien und auf Sunniten der Welt betrachtet. Dann würden Ägypten und eventuell auch Pakistan gegen den Iran positionieren. Ein WK der Muslime!

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troka 20.05.2015, 12:16
28. Strategie

Natürlich gibt es eine Strategie der USA. Und leider funktioniert sie. Das Anheizen der schiitisch/sunnitischen Konflikte, die Unterstützung direkt und indirekt (über Saudi Arabien) der IS Milizen. Das Destabilisieren der gesamten Region, inklusive Nordafrika. So sichert man sich rohstoffreiches Territorium und verschafft der Rüstungsindustrie schier unerschöpfliche Einnahmequellen. Es ist schauerlich, welche Politik der Westen in der Welt betreibt. Man versuche sich nur mal vorzustellen, die Russen hätten nur 10% des US Engagements im nahen Osten gezeigt, was dann in der westlichen Propaganda-Hysterie-Maschine los wäre...

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Beat Adler 20.05.2015, 12:24
29. Niemand kann schnell dem IS den Garaus machen.

Zitat von kuac
Warum so kompliziert? Eine gemeinsame Armee der Arabischen Liga könnte sehr schnell den IS garaus machen. Diese Wille gibt es aber nicht. Die USA oder der Westen kann dort jetzt wenig machen.
Niemand kann schnell dem IS den Garaus machen. Niemand.

Das geht genau so wenig wie bei den Taliban, den Boko Haram und der Al Shabab, dann diese Alle zusammen mit dem IS haben Rueckhalt bei einem Teil der Bevoelkerung.

Selbst wenn die arabische Liga PLUS Iran PLUS die USA und all ihre Alliierten zusammenspannen und eine gemeinsame Strategie gegen den IS entwickeln, leasst sich dieses "Garaus Machen" nicht einfach so umsetzen. Schon gar nicht schnell.

Der IS benuetzt offene Grenzen zur Tuerkei fuer den Export von Erdoelprodukten und Antiquitaeten, fuer den Import von Guetern aller Art und Moechtegernterroristen.

Als erste Massnahme MUSS die Grenze zur Tuerkei abgedichtet werden. Das geht aber nicht ohne Hilfe der tuerkischen Regierung unter Sultan Erdogan.

Viele andere Massnahmen muessen folgen.

usw. usw. usw.

Es wird lange Zeit dauern, bis der IS aus der Welt geschafft ist. Eine sehr lange Zeit.
mfG Beat

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