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IS-Kämpfer über Ankaras Angriffe: "Die Türkei wird büßen"
REUTERS

Die Türkei hat dem "Islamischen Staat" den Krieg erklärt. Dschihadisten kündigen Vergeltung an: "Früher oder später" werde das Land bezahlen. Die Terrormiliz verlegt offenbar schon Panzer an die Grenze.

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altmärker 25.07.2015, 08:04
90.

Das wichtigste Nachschub Land für die neuen Kämpfer aus dem Abendland macht dicht. Das ist gut, sind unsere Bundeswehr Soldaten mit ihrer Raketenabwehr eigentlich noch da unten im Osten der Türkei??

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alohas 25.07.2015, 08:20
91. IS auf dünnem Eis

Da hat sich der bärtige Killertrupp mal ordentlich verrechnet. Und prompt kommen die üblichen Drohungen im Sinne von „Ihr werdet büßen“ usw. Nur, dass diese nicht viel nützen werden. Immerhin ist die Türkei ein wichtiges Rückzugsgebiet für den IS. Sicher können die die Türkei mit Anschlägen in Touristengebieten empfindlich treffen, aber durch die Diversifizierung der türkischen Wirtschaft dürfte das verkraftbar sein. Anders als Tunesien, das elementar auf den Tourismus angewiesen ist, kann man die Türkei damit wohl kaum destabilisieren. Und man wird sehen, dass der IS bei Weitem nicht so potent ist, wie immer behauptet. Es ist ein Unterschied, ob man in zusammenbrechenden Staaten wie Irak und Syrien militärisch reüssiert, zumal wenn man über diese Mittel verfügt wie der IS. Ein verhältnismäßig stabiles Land wie die Türkei mit schlagkräftiger und gut ausgerüsteter Armee dürfte dann doch ein paar Nummern zu groß sein. Wäre der IS fähig zu Diplomatie, was kaum anzunehmen ist, könnte er beim insgesamt wohlwollenden Erdogan vlt noch was retten, aber so wird es verdammt eng.

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blindsurfer 25.07.2015, 08:39
92. alles nur Show

Ein Paar Tage Luftangriffe bis sich die öffentliche Empörung über das Massaker gelegt hat und dann zurück Business as usual. Dann werden nur noch PKK Stellungen bombardiert. Der Westen sollte da gut aufpassen.

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erwin dunn 25.07.2015, 09:03
93.

Der IS klopft so langsam an der Tür der EU an. Diese ganze Situation ist aber noch verwirrender geworden, die Türkei war doch der Transitknoten für Kämpfer und Erdogan geht ideologisch in deren Richtung. Warum eigentlich wurde das Attentat in der Türkei ausgeführt? Der IS musste ja mit einer Gegenreaktion rechnen. War es überhaupt der IS? "Der IS hat sich zu dem Attentat bekannt" geisterte durch die Medien und der IS-freundliche Erdogan führt jetzt Krieg gegen ihn. Das hat alles einen faden Beigeschmack,es wirkt alles wie eine Show.

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kuac 25.07.2015, 09:13
94.

Zitat von k.Lauer
und schafft mit der Bekämpfung des IS die besten Voraussetzungen für einen baldigen Beitritt zur EU. Hab ich doch schon immer gesagt: Die Türkei gehört zu Europa wie auch der Islam zu Europa gehört (Und was schon seit längerer Zeit unser Ex-Bundespräse Wulff festgestellt hat). Eigentlich schon sehr komisch, dass es seit längerem keine Thematisierung eines türkischen EU-Beitritts gibt. Und schädlich noch dazu, nutzen wir doch die Wirtschaftskraft und den Reichtum dieses Landes in keinster Weise für eine Griechenland-Rettung.
Erdogan hat die Türkei nicht demokratischer, sondern eher diktatorischer gemacht.
Türkei bestetzt Zypern, so wie Russland die Krim.
Also, Turkei muss noch viele Hausaufgaben machen.

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walter_e._kurtz 25.07.2015, 09:15
95.

Zitat von säkularist
... Die Türkei hat viel mehr zu verlieren als der IS. Sollte der IS nur zwei oder drei Selbstmordanschläge in der Antalya-Region oder in Istanbul verüben, ist in der Türkei die Tourismus-Saison abrupt beendet, Millionen sind arbeitslos und Milliardenverluste entstehen.
Diese Möglichkeit besteht selbstverständlich, und ich selbst glaube auch nicht, daß es ohne Anschläge weitergehen wird.
Allerdings ist der Geheimdienst, was die Auslandsaufenthalte angeht, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (s. Quellen über dt. Dschihadisten) sehr gut über die (potentiellen) Kämpfer informiert. UND die Türkei hat die techn. Möglichkeiten, die Grenze zu Syrien/Irak lückenlos(!) zu überwachen.
Ich glaube nicht, daß eine, wie oben beschriebene, Erosion in der Türkei passieren wird, schon gar nicht so schnell, im beschriebenen Ausmaß.

Zitat von
Ausserdem will der Islamist Erdogan doch gar nicht gegen den IS kämpfen. Was derzeit läuft sind Alibi-Aktionen, vermutlich mit dem IS abgestimmt.
Oh, ich glaube er mußte einsehen, daß der IS für ihn problematischer ist, als er zunächst dachte.
Man sollte nicht vergessen, daß die türk. Führung im IS bisher auch einen Gegenspieler zu den Kurden im Südosten sah, frei nach dem Motto; laß ich sie erst die Köpfe einschlagen, die Reste kann ich denn gemütlich zusammenfegen.
Diese Vorgehensweise hat sich als strategisch wenig erfolgreich erwiesen, weiterhin hat der IS erste Anschläge auf türk. Boden verübt; das kann ein souveräner Staat nicht hinnehmen, da stiege der türk. Regierung das Volk auf´s Dach.
Also halte ich die aktuellen Ereignisse für durchaus absolut ernst gemeint
Und um das Gleichgewicht der Kräfte zu waren, wird die PKK gleich mitrasiert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-bombardiert-pkk-im-nordirak-a-1045310.html
Ich denke schon, daß es der türk. Staatsführung gerade sehr ernst ist mit der Bekämpfung des IS.
Weiteres muß die Zukunft zeigen.

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opinio... 25.07.2015, 09:28
96. Ziemlich schräge Vergleiche

Zitat von catweezle
Vor jungen Männern, die ihre Gesichter mit schwarzen Tüchern verhüllen und martialisch mit Gewehren posieren? Oder vor alten Männern, die kleinen Mädchen Sprengstoffgürtel um den Bauch binden und diese "um der Sache willen" opfern - weil sie selbst zu "wichtig" (oder zu feige) sind für "ihre Sache" zu sterben? Oder vor den (dummen) jungen Frauen, die diese "Helden des Islam" anhimmeln? Sorry - ich war schon oft in der Türkei, mag dieses Land und die Menschen dort sehr und werde mich von den vorgenannten Gruppen nicht abhalten lassen, dahin zu fliegen. Ein verrückter (deutscher) Pilot hat in Frankreich dieses Jahr mehr Menschen getötet als verrückte Islamisten dieses Jahr Menschen in der Türkei. Das Leben birgt die (100 prozentige) Gefahr zu sterben - wann und wie auch immer.
"Reisen bildet" gilt nicht zwangsläufig. Die Entwicklung zu mehr und mehr Terrorismus muss Angst machen. leider sitzen im UN Sicherheitsrat Staaten, die meinen aus der wachsenden Gewalt Nutzen ziehen zu können. Auch das muss Angst machen, wenn man drüber nachdenkt.

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vliege 25.07.2015, 09:47
97. @bölünmez

meinen Sie vor ca. 100 Jahren , den Vertrag von Sevres?. Damals wurden die Kurden unter ihrem Führer Scheich Said von den Türken und westlichen Alliierten um ein Kurdistan betrogen. Waren die Kurden, wie heute, und damals noch gut genug fürs kämpfen ,wurden ihnen danach alle vertraglich zugesagten Bedingungen mit dem Vertrag von Lausanne 3 Jahre später, nach Siegreichen Kämpfen wieder weggenommen. Ich empfehle Ihnen ihre eigene Geschichte vorurteilsfrei und unabhängig zu studieren.

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walter_e._kurtz 25.07.2015, 09:56
98.

Zitat von opinio...
"Reisen bildet" gilt nicht zwangsläufig. Die Entwicklung zu mehr und mehr Terrorismus muss Angst machen. ....
Warum?
catweezle ist doch der Beweis des Gegenteils.
Und diese Einstellung finde ich sehr löblich, sich nicht einschüchtern lassen zu wollen.
Wohingegen Ihr "Terrorismus muß Angst machen" eher neurotische Züge trägt, als Reaktion durchaus genau so von Terroristen beabsichtigt ist, und Politikern mit latentem Hang zum Überwachungsstaat in die Hände spielt.
Nö, Danke!
Da halte ich´s lieber, wie catweezle...

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diego_123 25.07.2015, 10:02
99. Die Türkei

Solle nun Angst haben vor Selbstmordanschlägen der IS? Besonders hervorgehoben werden hier die Touristenziele Istanbul oder Antalya?
Ich weis ja nicht wie gut informiert der gemeine Sponleser zu sein mag, aber das sind genau die Ziele, die von der Spon zu Helden ernannte Terrorgruppe PKK schon seit 30 Jahren bombardiert, und die Türkei gibt es immer noch.
Also was sagt uns das nun, sollen wir hier nun glauben, die Türkei wird einknicken. Die Türkei hat lange genug versucht sich herauszuhalten, keiner kann Ihnen Aktionismus vorwerfen. Im Gegenteil man wirft ihr sogar das wegschauen vor bis hin zur Kooperation, besonders kommen diese Anschuldigungen schaue da aus dem PKK Lager.
Von den letzten 500 terroropfer in der Türkei gehen 450 auf das Konto der linksextremen DHKP-C und der PKK diese als anerkennende Ateisten gelten.

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