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IS-Strategiewechsel in Sri Lanka: Terror pur
Gemunu Amarasinghe/ AP/ DPA

Die Anschläge in Sri Lanka markieren einen Bruch mit den Mustern, die den "Islamischen Staat" einst groß gemacht haben. Sie zeigen die Gefährlichkeit, aber auch die strategische Planlosigkeit der gegenwärtigen Kommandoebene.

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th.deubel 27.04.2019, 06:56
20. Is?

Es ist schon sehr verwunderlich, das, obwohl keinerlei fundierte Beweise vorhanden sind, die Medien sich offensichtlich so voellig kritiklos an die "Vorgaben" der Sri Lankinischen Regierung halten...? Es gibt hierfuer keinerlei substantieerte Beweise. Auch ist verwunderlich, das alle bislang gefassten Verdaechtigen Sri Lankinen sind (und das obwohl sehr bekannt ist, das die IS aus Syrien etc. operiert). Sollte mn sich hier nicht wengistens auch mal die Frage stellen - ob diese Anschlaege etc. vielleicht politisch motiviert sein koennten? Passen die Anschlaege vielleicht im Moment zeitlich in das politische Konzept? Wie sieht den die Lage wirklich aus innerhalb der Regierung in Sri Lanka - im Hinblick auf die juengsten Ereignisse im Land? Fragen ueber Fragen. Aus meiner Sicht wird im Moment eine negative Stimmung gegen die Muslime hier im Land gemacht - um von den eigentlichen Problemen vor Ort gezielt abzulenken.

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caliper 27.04.2019, 09:09
21.

Zitat von b1964
Ich weiß nicht recht, ob dem religiös-fanatischen Terror eine ausgefeilte Strategie zugrundeliegt. Für mich es viel leichter nachzuvollziehen, wenn ich mich mit der dahinter stehenden Ideologie auseinandersetze. Wenn die jeweilige Ideologie den Selbstmörder, der "Ungläubige" in den Tod reißt, im Paradies dafür belohnt, erklärt das schon fast alles. Und die Anführer im Hintergrund repräsentieren diesen fanatischen Glauben ebenfalls. Sie erklären andere Religionen zum Feind, ja Todfeind. Dahinter steht jeweils die Erhebung des (eigenen) Glaubens zur absoluten Wahrheit. Mithin ist diese Art der Religion maximal intollerant. Das ist konsequent und findet immer eine gewisse Zahl von Anhängern, die bereit sind, bis zum letzten zu gehen. Als Mensch mit aufgeklärter (westlicher) Bildung ist das natürlich so ziemlich das absolute Gegenteil von der eigenen Erkenntnis. Aber man muss zunächst einmal hinnehmen, dass es viele Menschen gibt, die mit einem aufgeklärten Bild der Welt überfordert sind. Das fängt schon damit an, dass es einfach anstrengend ist, das es für fast alle Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens keine einfachen eindimensionalen Antworten gibt. Religiöser Extremismus bietet aber genau dieses einfach gestrickten Antworten. Wie will man sonst erklären, dass sich Menschen für Hitler, für den Tenno, für Mohammed und bisweilen auch für Jesus in den Tod haben schicken lassen oder auch heute noch gehen?
Eine sehr schöne Zusammenfassung. Vielleicht haben Sie auch eine Meinung wie es dazu kommen kann, dass Leute aus einer aufgeklärten Gesellschaft darauf reinfallen.

Nur wenige erkennen die Falle, die sich aus dem Toleranzparadoxon ergibt. Erstaunlicherweise am wenigsten diejenigen, die sich ansonsten für Frauenrechte oder Minderheiten einsetzen.

Jene tolerieren, dass man hinter dem Deckmantel einer Religion diese und andere Rechte mit den Füssen tritt. Sogar, dass man diese Schichtung von Menschen mit unterschiedlichen Rechten, sogar noch auf der Welt in den Gesetzen berücksichtigen soll. Die Mehrheit der Muslime unterstützt übrigens die Anwendung der Scharia.

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caliper 27.04.2019, 09:27
22.

Zitat von suferone
Wenn es aber der "Ali" ist welcher Allahu akbar dabei schreit (also Gott ist groß), ja dann ist es doch klar das diese Religion schuld ist wobei es ja sogar für einige schon soweit ist, dass sie den Islam nichtmal mehr für eine Religion halten! Bei soviel Ignoranz, Selbstgefälligkeit und Borniertheit wundert es mich nicht das Terrorgruppen sehr leicht an neuen Nachwuchs kommen.
Ich glaube nicht dass diejenigen, die dem Islam den Religionsstatus absprechen anfällig sind Terroristen zu werden. Erst recht keine islamistischen.

Von mir aus kann jeder glauben was er möchte, solange der Rest der Gesellschaft nicht darunter leiden muss.

Die Verfasser unseres Grundgesetzes kann man leider nicht mehr fragen. Man ging wohl davon aus, dass Religion und freiheitliche demokratische Grundordnung sich nicht widersprechen. Durch die Schichtung der Menschen in Kategorien mit unterschiedlichen Rangordnungen und Rechten gibt es beim Islam einen erheblichen Widerspruch.

Es wird Zeit, dass man diesem Konflikt Rechnung trägt und die richtigen Prioritäten im Grundgesetz verankert.

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