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ISIS-Konflikt im Irak: Iran pokert, Iran zittert
AFP

Mit Sorge beobachtet Iran den Vormarsch der ISIS-Radikalislamisten im Irak. Es geht um Macht und um Religion. Welchen Kurs verfolgt das Regime in Teheran? Ein Überblick.

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warp0 25.06.2014, 16:30
1. nnnaja

Das Bibbern auf iranischer Seite wird sich in Grenzen halten. Ich nehme eher an, dass der Iran abwartet, bis die al-Maliki-Regierung stürzt und as-Sadr an die Macht kommt.

Wenn das alles nur nicht so traurig wäre, weil es Millionen Menschenleben ruiniert.

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krassmann 25.06.2014, 17:13
2. Koloniale Grenzen

Jahrzehnte nach der Grenzziehung und Greznveränderung (Israel) scheint es nun zu explodieren. Wer sich die Schnurgeraden Grenzen ansieht muss klar sein, daß da einfach ethnische und religiöse Zusammenhänge ignoriert wurden. Kurden, Schiiten, Sunniten. Jetzt rächt sich die ganze Ignoranz.

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mantrid 25.06.2014, 17:35
3. Cowboy-Manier

Weder Syrer, noch Türken, noch Jordanier, noch Libanesen, noch Iran und auch die Israelis haben Interesse an einem Isis-Staat, wenn auch jeder aus anderen Gründen. Die einen wollen keine Radikal-Islamisten, die den eigenen Staat bedrohen, die Anderen kein selbständiges Kurdistan oder beides. Zu verdanken ist das mal wieder den USA, die ohne jedes Konzept für einen künftigen Irak in den Krieg gegangen sind. Das war übelster Cowboy-Manier, erst Schießen, dann Denken. Dieses Muster lässt sich auch in Afghanistan erkennen. Hinterher ist es immer noch viel schlimmer als vorher.

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the_informed 25.06.2014, 17:45
4. neue grenzen oder bundesstaaten

der irakische "nationalstaat" hat noch nie existiert , daher gibts da nichts zu zerstören. eines der wenigen länder in nahen osten das als nationalstaat gelten kann, ist der iran und das auch nur, weil er nie teil eines europäischen kolonialreiches war. viele andere staaten in diesem gebiet sind oftmals künstlich zusammen gewürfelt, um bis heute anhaltende konflikte herbeizuführen die die europäische fremdherrschaft erleichtern sollten. die grenzen im nahen osten müssen neugezeichnet werden oder es müssen bundesstaaten entstehen, alles andere ist keine dauerhafte lösung.

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coppsi 25.06.2014, 17:56
5. es geht nie um Relegion , wie man es gerne sehen würde.

Religion ist lediglich ein Konstrukt des Verstandes, in disem Fall eingesetzt mit dem Wissen, dass es ein hervorragendes Mittel ist, um ein Feindbild erzeugen zu können.

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JaguarCat 25.06.2014, 18:15
6. Die USA haben den Irak richtig kaputt gemacht ...

... wenn vergleichsweise kurz nach dem Truppenabzug quasi aus dem Nichts so eine Guerillatruppe auftaucht und das Land unterwirft. Viel tun werden die USA natürlich nicht, denn das Land zu destabilisieren, war ja das (unerklärte) Ziel der ganzen Invasion.

Jag

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atech 25.06.2014, 18:19
7. einseitig

Zitat von sysop
Mit Sorge beobachtet Iran den Vormarsch der ISIS-Radikalislamisten im Irak. Es geht um Macht und um Religion. Welchen Kurs verfolgt das Regime in Teheran?
mindestens ebenso spannend wäre es gewesen, wenn der Spiegel über die Interessen der anderen Mächte in der Region berichtet hätte, die den irakischen Bürgerkrieg befeuern. So unterstützt Saudi Arabien die Sunniten und die USA und Europa sind einfach daran interessiert, dass das Öl weiter fließt und entziehen nur darum der gewählten Mehrheitsregierung ihre Unterstützung.

Teheran ist natürlich daran interessiert, dass die Schiiten im Irak weiterhin die Vorherrschaft haben. Gleichzeitig will man den USA keinen Grund liefern etwa auch noch den Iran zu bombardieren indem man zu früh eigene Truppen entsendet. Daher spielt der Iran noch auf Zeit.

Dass die USA jetzt auf eine nationale Einheitsregierung drängen, in der auch die Sunniten repräsentiert sind, kommt etwas spät. Da hätten die Amerikaner von Anfang an darauf achten müssen. Jetzt ist das Land gespalten, der Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten ist in vollem Gange. Wer jetzt hier eingreift, der kann sich nur die Finger verbrennen...

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step75 25.06.2014, 18:20
8. raushalten!

Alles, was (von westlichen Ländern) jemals in dieser Region unternommen wurde, hat nur Schaden angerichtet. Man sollte die Sunniten, Schiiten, Aleviten usw. einfach machen lassen, was sie wollen. Dann regelt sich das Problem IRGENDWANN von alleine. Denn kein Volk dieser Erde hat Lust auf Krieg. Sollen sie doch ihre Grenzen ziehen, wie sie wollen. Bis endlich Ruhe ist.

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hubertrudnick1 25.06.2014, 19:39
9. Ursachen erkennen

Zitat von krassmann
Jahrzehnte nach der Grenzziehung und Greznveränderung (Israel) scheint es nun zu explodieren. Wer sich die Schnurgeraden Grenzen ansieht muss klar sein, daß da einfach ethnische und religiöse Zusammenhänge ignoriert wurden. Kurden, Schiiten, Sunniten. Jetzt rächt sich die ganze Ignoranz.
Ein Großteil der Ursachen für diesn Konflickt haben die damaligen westlichen Herren mit ihrer Arroganz bei der Aufteilung von gesamt Afrika getan, sie haben Afrika und den Nahen Osten nie als das angesehen was es war und ist, es waren nur strategische Spiele, die Menschen und ihre religiöse Gruppierungen wurden nicht mit einbezogen und das rächt sich mit der Zeit.
Wenn nun noch der Iran mit eingreift, dann wird auch nichts im Gleichgewicht kommen.

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