Forum: Politik
Islam-Debatte: Zögerliche Annährungsversuche

Kaum im Amt, hat der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Debatte zum Thema Islam entfacht. So wie er sie intoniert, richtet er Schaden an.

Seite 1 von 51
crooklyn 07.03.2011, 17:49
1. Islam, Christentum und Deutschland - Kirche bitte im Dorf lassen

Historisch, dieser Begriff findet in jüngster Zeit leider selten Anwendung auf Politikeraussagen. Auch mit der Definition tut sich der ein oder andere schwer. Historie beinhaltet aber mit Sicherheit auch das letzte halbe Jahrhundert, in dem Millionen muslimisch geprägter Menschen hier Wurzeln schlugen. Also Herr Friedrich, aufgewacht, der Islam gehört zu Deutschland. Aber da hinten auf der Schulbank hat noch einer geschlafen. Herr Erdogan, Integration geht anders. Vielleicht träumt der türkische Ministerpräsident insgeheim doch von einer Islamisierung Deutschlands, zuletzt war historisch vor Wien ja Schluss. In der Tat ein Bärendienst für unsere tuerkischstaemmigen Mitbürger. Denn ohne sprachliche Integration, also Minimum, des Deutschen mächtig zu sein, wird der Nachfolgegeneration eine qualifizierte Ausbildung weiterhin verwehrt sein. Auch historisches Faktum, siehe klassische Einwanderungsländer. Wem nützt dieser oberflächliche Populismus? Ein aufgeklärter Islam unterscheidet sich kaum vom aufgeklärten Christentum. Allerdings ist hier mehr Initiative von beiden Seiten wünschenswert. Weiterhin gönnen wir uns übrigens einen deutsch-französischen Kulturkanal, ein zusätzlicher deutsch-türkischer ist längst überfällig. Hier gilt es, einzuhaken, Herr Friedrich und Herr Erdogan.

Beitrag melden
arinari 07.03.2011, 17:50
2. !!!!!

Zitat von sysop
Kaum im Amt, hat der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Debatte zum Thema Islam entfacht. So wie er sie intoniert, richtet er Schaden an.
Ja der Islam ist da, aber er "gehört" nicht zu uns, weil er uns fremd ist.Und auch Sie können es nicht herbeireden, dass der Islam hier heimischer wird.Gerade gelesen. 82% der Bevölkerung in D meint, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Und ich glsube, das kommt daher, weil , wie schon gesagt, den meisten Deutschen diese Religion und deren Praktiken fremd und furchteinflößend sind ( aus bekannten Gründen)

Beitrag melden
zweiundzwei 07.03.2011, 17:51
3. Wie wahr

Danke für diese schöne Klarstellung.
Miteinander und nicht Abgrenzung sollten das gesellschaftliche Zusammenleben bestimmen.
Und die Exklusion einer Grupper qua religöser Zugehörigkeit kann nicht zu deren Integration betragen.

Beitrag melden
Baikal 07.03.2011, 17:57
4. "Sie prägen das Miteinander," ...

Zitat von sysop
Kaum im Amt, hat der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Debatte zum Thema Islam entfacht. So wie er sie intoniert, richtet er Schaden an.
.. hauptsächlich durch immer neue, meist erpresserische Forderungen.

"sie gehören zu Deutschland" .. was nur selbst durch viele von ihnen immer wieder betsritten wird, siehe etwa jene, die Erdogan als ihren MiPrä feiern, siehe jene, die nach Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft sich heimlich die türkische zurückholen. Sie sind eingewandert, stimmt, sie sind hier, stimmt auch. Nur: sind sie gebeten worden?

Beitrag melden
semper fi 07.03.2011, 17:58
5. -

Zitat von sysop
Kaum im Amt, hat der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Debatte zum Thema Islam entfacht. So wie er sie intoniert, richtet er Schaden an.
Es ist nun 'mal so, dass Politiker-Äusserungen in der Regel gleichzeitig schaden und nutzen. Angesichts der Heterogenität der (potentiellen) Wähler ist das vollkommen normal und letztendlich auch eine Sache des persönlichen Standpunktes.
Von meinem Standpunkt aus gesehen kann ich nur sagen, dass Friedrichs Äusserung nutzt.
Zum Artikel: Muslime habe die deutsche nicht nur nicht so stark geprägt, sie haben sie überhaupt nicht geprägt. Und dabei sollte es eigentlich auch bleiben. Der Islam ist überwiegend (je nach Richtung) eine menschenfeindliche Religion. Und deshalb gehört er nicht nach Deutschland.

Beitrag melden
semper fi 07.03.2011, 18:00
6. -

Zitat von zweiundzwei
Danke für diese schöne Klarstellung. Miteinander und nicht Abgrenzung sollten das gesellschaftliche Zusammenleben bestimmen. Und die Exklusion einer Grupper qua religöser Zugehörigkeit kann nicht zu deren Integration betragen.
Es geht nicht um den Ausschluss von Angehörigen einer bestimmten Religion, es geht darum, dass dieser Religion keine Rechte eingeräumt werden, die schon dem ersten Absatz des ersten Artikel des Grundgesetzes widersprechen. Das Grundgesetz steht über dem Koran.

Beitrag melden
arinari 07.03.2011, 18:00
7. Wann ist Ruhe?

Zitat von brux
Geschichtlich gehört der Islam nicht zu Deutschland. In Europa gehört er bestenfalls zu Andalusien und Teilen des Balkans. Aus den paar preussischen Söldnern kann man nun wirklich nichts herleiten. Das moderne Deutschland hat religionsfern zu sein. Da stört die penetrante Medienpräsenz der Frau Kässmann genauso wie die muslimischen Eiferer mit ihren Pinguinfrauen. Es geht ja nicht an, dass wir den Pfaffen wieder Relevanz geben, nur weil ein paar Kebapjünger ins Land gekommen sind.
Irgenwie hängt es einem wirklich zum Halse heraus, dass wir uns ständig mit dieser Religion auseinandersetzen müssen. Warum? Keine Buddhisten oder sonstige Religionen drängen sich so in den Vordergrund. Lasst uns endlich mit dieser
Religion und anderen Religionen in Ruhe. Bete jeder in seinem Kämmerlein und belästigt nicht andere Leute. Ich möchte persoönlich nicht mit Religionen zu tun haben, schon agr nicht mit dem Islam.Ewig fordernd, beleidigt und
"unschuldig".

Beitrag melden
intenso1 07.03.2011, 18:02
8. Die

Zitat von sysop
Kaum im Amt, hat der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eine Debatte zum Thema Islam entfacht. So wie er sie intoniert, richtet er Schaden an.
Die Islam Verbände in Deutschland, die Vertretung der Türken in Deutschland regen sich über die Äußerungen des deutschen Innenministers auf!
Haben sie sich auch über die Reden des türkischen Regierungschefs aufgeregt?
Oh, ich habe vergessen; "Wo ein Türke ist , ist die Türkei!"
oder; " Die Moschen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, unsere Gläubige sind unsere Soldaten!"
Solche Äußerungen sind natürlich ganz etwas anderes!

Beitrag melden
Frau Wutz 07.03.2011, 18:05
9. Fremde und Furcht

Zitat von arinari
das kommt daher, weil , wie schon gesagt, den meisten Deutschen diese Religion und deren Praktiken fremd und furchteinflößend sind ( aus bekannten Gründen)
Ich weiß nicht, wo Sie wohnen und welche Muslime Sie überhaupt kennen. Ich lebe in Köln. Auch hier ist es in wenigen Fällen nicht spannungsfrei, aber überwiegend herrscht hier ein normales Miteinander.

Um hier Leute zu finden, die ihre islamischen Mitbürger als "fremd" und furchteinflößend" sehen, müssen Sie verdammt lange suchen (es sei denn, Sie fragen die Ultrarechten von ProKöln).
Wenn Sie nun anmerken, der Ausdruck "fremd und furchteinflößend" beziehe sich auf die Religion und nicht auf die Menschen, haben Sie genau den entscheidenden Punkt gefunden, der dieses "Islam gehört nicht zu Deutschland"-Gerede ad absurdum führt.
Die Leute leben hier und sie haben ein Recht darauf, ihren Glauben zu praktizieren.
Man kann im Zusammenleben bestimmt ne Menge verbessern, man sollte das auch. Aber wer Menschen schlichtweg ausgrenzt, will kein Miteinander. Der will die Ängste, die mancher vielleicht hat, für seine Zwecke instrumentalisieren.

Beitrag melden
Seite 1 von 51
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!