Forum: Politik
"Islamgesetz"-Vorstoß: Spahnplatte, dünn beschichtet
DPA

Ein Sondergesetz für Muslime? Die Pläne, die in der Union für ein "Islamgesetz" herumgeistern, sind populistischer Unfug. Aber man ahnt jetzt, wohin die CDU eines Tages ohne Angela Merkel driften wird: nach rechts.

Seite 2 von 20
Bondurant 06.04.2017, 15:04
10. Das übliche

dass sie dem schlimmsten antiislamischen Ressentiment Vorschub leisten: dass der Islam gar keine Religion sei, sondern eine Ideologie.
Der Islam ist ausdrücklich auch eine ideologie, also eine "Weltanschauung", d.h. eine bestimmte - verbindliche - Art, Dinge zu sehen. Das kann doch niemand ernsthaft bestreiten. Der Vergleich mit dem Christentum hinkt übrigens schon deshalb, weil Muhammad ausdrücklich mehr wollte als das Christentum, das er kannte. Deshalb die viel detaillierteren Vorschriften, wie man konkret zu leben hat. Aber besser ist's, wenn man sich nie damit beschäftigt und trotzdem drüber schreibt. Das macht die Sache einfacher.

Beitrag melden
heiopai 06.04.2017, 15:06
11. Priester

Zitat von erst nachdenken
Viel wichtiger und erfolgversprechender wäre eine verpflichtende staatlich anerkannte Ausbildung zum Imam für jeden, der in einer Moschee predigen will. Dann wird sich die Anzahl radikaler Hassprediger deutlich reduzieren.
Und südamerikanische Priester dürfen den Priestermangel in katholischen Gemeinden dann auch nicht mehr ausgleichen? Oder afrikanische? Oder kontrolliert man dann ab jetzt die Priesterausbildung dort vor Ort?

Beitrag melden
Ersti1 06.04.2017, 15:06
12. Wie kommen Sie darauf,

Zitat von simie
Wenn sich die Befürworter solcher Gesetzespläne wenigstens noch den Anschein geben würden auf dem Boden des GG zu bleiben und ein allgemeines Religionsgesetz anstreben würden, könnte man ja Teilen der Pläne noch durchaus zustimmen. .....
dass andere Kirchen kontrolliert gehören?

Beitrag melden
jschm 06.04.2017, 15:08
13. ISlam = Ideologie?

Ja, denn nur in islamisch geprägten Ländern steht das Religionsgesetz (Scharia) über den weltlichen Gesetzen oder ersetzt diese sogar (einschliesslich mittelalterlicher Strafen). Die einzige aktuelle Theokratie neben dem Vatikan ist nun mal der Iran. Wie jede andere Ideologie (siehe Wikipedia "In der Wissenssoziologie hat sich Ideologie hingegen als Bezeichnung für ausformulierte Leitbilder sozialer Gruppen oder Organisationen durchgesetzt, die zur Begründung und Rechtfertigung ihres Handelns dienen") dient der Islam zur Rechtfertigung des Handelns und bezieht wie jede Religion obendrein seine Rechtfertigung von "oben", also unangreifbar. das hatten wir ein Europa bis zur Aufklärung auch aber zum Glück haben wir das überwunden und deshalb sollten wir auch darauf achten, dass niemand seine Religion über unsere Gesetze stellt und sich nur an diese hält solange es die Religion erlaubt.

Beitrag melden
Ersti1 06.04.2017, 15:09
14. Kaum,

Zitat von Matyaz
Sollte diese Vorhersage zutreffen und die Union nach dem Abgang seriöser Figuren wie Merkel oder de Maiziere nach rechts driften, werden sie ein neues Feindbild bekämpfen: die Justiz. Zu beobachten jetzt schon in Polen, Ungarn und der Türkei. Dort haben rechte "Landschaftsgärtner" schon sehr weitgehende Arbeit geleistet.
die Union hätte eine Position wie früher vor Merkel, konservativ, nicht sozialdemokratisch , mit der Justiz stand sie aber nicht auf Kriegsfuß.

Beitrag melden
frenchie3 06.04.2017, 15:09
15. Laufend jammert man über mangelnde Integration

Und laufend wird klargestellt daß zu einer Integration auch die Beherrschung der deutschen Sprache gehört. Und jetzt der Zirkus darum daß verlangt wird Deutsch zu sprechen? Gerade und speziell in Einrichtungen wo nachweislich gegen den Staat indoktriniert wird? Dann bitte schön aber unbedingt konsequent sein und die katholische Messe nur noch in Latein

Beitrag melden
novoma 06.04.2017, 15:10
16. Links?

Die CDU ist keineswegs links geworden, bei einigen gesellschaftlichen Themen mag sie ein wenig liberaler geworden sein, aber sozial- und wirtschaftspolitisch ist sie knallhart rechts. Und seit Merkel den Einfluß des katholischen Flügels arg gestutzt, und damit auch die katholische Soziallehre aufs Abstellgleis geschoben hat, ist sie sogar noch rechter geworden. Die Weigerung, endlich ein modernes Einwanderungsgesetz einzuführen, ist genausowenig links wie die Blockade der Homoehe. Was die CDU etwas mehr links aussehen lässt, ist höchstens der Rechtsrutsch von SPD und Grünen seit Brioni-Kanzler Gerhard "Genosse der Bosse" Schröder.

Beitrag melden
bert1966 06.04.2017, 15:13
17. Wahlkampfhilfe?

Es könnte natürlich auch sein, daß Herr Augstein hier lediglich seine Vermutungen anstellt (immerhin diskreditieren sich CDU-Mitglieder wie Jens Spahn ja mit ihren kruden Vorschlägen schon seit Jahren selbst), um Stimmung für die nächste Bundestagswahl zu machen.

Beitrag melden
anton_otto 06.04.2017, 15:13
18. Da ist wieder der

Herr Augstein kann gern mal durch Duisburg gehen, dann würde er anders schreiben.
Muslime wollen nicht nach der Scharia leben? Es gibt mehr als genug unverschämte Forderungen, im öffentlichen Leben muslimische Extrawürste durchzusetzen - seien es Kopftücher im öffentlichen Dienst, Ganzkörperverschleierungen, Durchsetzung von bestimmten Speisevorschriften, Gebetszeiten und Gebetsräume in öffentlichen Einrichtungen und in Unternehmen, Protzmoscheen... Fast wöchentlich gibt es dazu Gerichtsurteile. All das hat mit Religionsfreiheit nichts zu tun. Andere Religionen können problemlos in Deutschland agieren, ohne ständig die Gesellschaft mit immer neuen Forderungen zu traktieren.
Der gesellschaftliche Anspruch ist unverkennbar. Damit erübrigt sich dann auch die Frage, ob es sich um eine Ideologie oder doch "nur" um eine Religion handelt. Mag sein, daß viele Muslime das nicht so sehen und es für sie es ein "eher ein symbolisches Festhalten an moralischen Einstellungen" ist. Aber es genügen schon ein paar wenige Eiferer und eine Gesellschaft kann kippen.
Gerade deshalb wäre es wichtig, ausländische Finanzierungsquellen von Moscheevereinen zum Beispiel aus der Türkei oder Saudi-Arabien trockenzulegen.
Unser wichtigstes hausgemachtes Problem sind aber linksgrüne Bessermenschen, die solche Forderungen aus falsch verstandener Toleranz einfach abnicken, anstatt klar und entschieden unsere Freiheit zu verteidigen.

Beitrag melden
abrigal 06.04.2017, 15:18
19. Warum kein generelles neues Religionsgesetz?

Ich verstehe nicht warum in Deutschland die Begriff Glaubensfreiheit und Religionsfreiheit nicht getrennt werden Das Grundgesetz garantiert Glaubensfreiheit , es gibt jedoch viele Religionsgemeinschaften , darunter auch Moscheevereine die das Recht auf Glaubensfreiheit verweigern und ihren Mitgliedern den Austritt oder das Konvertieren zu einer anderen Religion verbieten. Wenn diese illegalen Vereine geschlossen werden sollte man mit dem Rest wie mit den christlichen Kirchen verfahren, die sich ueber ihre Mitglieder finanzieren muessen., Unterstuetzungen aus dem Ausland sollten unterbunden werden .Ein generelles Gesetz fuer alle Relgionen koennte auch die mehr als 200 Jahre alte Vereinbarung mit den Kirchen kippen , welche nach der Saekularisierung und der Verstaatlichung der Kirchengueter die Bezahlung der Bischoefe durch den Staat regelte. Dieses ist laengst ueberholt und der Staat koennte sich auf seine eigentliche Aufgaben konzentrieren der Kontrolle und den Schutz der individuellen Glaubensfreiheit vor agressiven Religionsgemeinschaften

Beitrag melden
Seite 2 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!