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Islamische Länder: Qaida hetzt Muslime auf, Papst fordert Friedenserziehung
DPA

In Sydney rufen radikale Muslime zu Enthauptungen auf, weltweit werden die US-Botschaften verstärkt gesichert. Die islamische Welt ist empört über das Mohammed-Video aus den USA. Inmitten der Gewaltwelle wird Papst Benedikt im Libanon bejubelt.

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LustigerLumpi 15.09.2012, 17:00
30.

Zitat von widower+2
Wenn Sie mit "Hetzer" auf der Seite der westlichen Welt den Regisseur dieses Filmchens meinen, habe ich eine schlechte Nachricht für Sie. Volksverhetzung ist in den USA kein Straftatbestand. Und wer seinen Glauben so schnell verunglimpft sieht, weil irgendwo auf der Welt ein Kleinkrimineller ein Video ins Internet stellt, der kann in seinem Glauben icht sonderlich gefestigt sein. Ebenso sieht es mit dem Selbstbewusstsein und dem Glauben unserer lieben Christen aus. Wenn ich die jungfräuliche Zeugung Jesu für ein Faktum halten würde, wäre es mir aber sowas von egal, wenn andere behaupten würden, Jesus entstamme einem Seitensprung der "Jungfrau" Maria mit dem Kuhhirten von nebenan. Wie kann man nur immer so schnell beleidigt sein?
da muss ich ihnen zustimmen, viele Menschen sind einfach zu dünnhäutig, jemandes Mutter wird beleidigt, Krankenhausreif geschlagen, die Herkunft verhöhnt, wird das Messer gezückt und bei der Beleidigung eines Propheten werden dann halt Menschen umgebracht. Wirklich? Das sind doch nur Worte und wenn man ja so gefestigt ist in dem Glauben müsste man da drüber stehen und halt sagen "ja der hat halt keine Ahnung", schon schlimm wenn man so schnell Rot sieht bei so einem unsinnigen Film.

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Blödian 15.09.2012, 17:05
31.

Zitat von LustigerLumpi
wie man solche Dinge so persönlich nehmen kann das man dafür andere Tötet bzw sich zu Marionetten machen lässt aus hören sagen...da fehlt wohl den Religösen die Verhältnismäßigkeit, ganz ehrlich warum müssen die Leute immer so austicken. Der Papst braucht gar nicht so zu tun, im namen der Katholischen Kirche wurde und wird auch wenig getan für ein friedliches Miteinander, Religionen fordern Toleranz ein wo sie selbst diese Verweigern. .
Wo ruft denn der Papst die Christen zur Gewalt gegen die Ungläubigen auf?
Den Begriff Toleranz solten Sie noch mal nachschauen.
Und im Namen der Kirche wird schon lange nicht mehr getötet. Und es gibt keinen Christen, der dies nicht als Schandfleck der gesamten westlichen Geschichte sieht.
Ein paar riesengroße Unterschiede, die Sie schon eingestehen sollten.

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nickleby 15.09.2012, 17:14
32. Qaida und Religion

Viele Muslime sind sehr emotional, besonders, wenn intellektuelle Gelassenheit und Distanz vonnöten wären. Das inkrimnierte Video über Mohammed gehört in den USA zur Meinungsfreiheit.

Auch in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, wenn man bedenkt, dass Mario Lars' Karikatur Christi, zu sehen bei der Documenta in Kassel, als Ausdruck der Meinungs-und künstlerischen Freiheit hingenommen wurde.

Vor diesem Hintergrund muss man den Muslimen wohl sagen, dass sie von der europäisch-christlichen Toleranz viel lernen können.

Ich bin mir sicher, dass ihnen das auch gelingen wird.

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jörg seifert 15.09.2012, 17:15
33. Kritikfähigkeit

Zitat von LustigerLumpi
da muss ich ihnen zustimmen, viele Menschen sind einfach zu dünnhäutig, jemandes Mutter wird beleidigt, Krankenhausreif geschlagen, die Herkunft verhöhnt, wird das Messer gezückt und bei der Beleidigung eines Propheten werden dann halt Menschen umgebracht. Wirklich? Das sind doch nur Worte und wenn man ja so gefestigt ist in dem Glauben müsste man da drüber stehen und halt sagen "ja der hat halt keine Ahnung", schon schlimm wenn man so schnell Rot sieht bei so einem unsinnigen Film.
Psychologisch gesehen kann ich mir diese Gewalt-affinität nur dadurch erklären, dass diese Leute wissen dass in der Provokation durchaus wahres steckt. Mohammed mag der Prophet gewesen sein, der den Arabern ihre eigene Religion brachte und auf den sie stolz sind - historisch gesehen gibt er eine armselige Figur ab. Seine "größten Taten" waren Kriegszüge, Raub und Mord. Der Islam hat, meine ich, einen Minderwertigkeitskomplex deswegen weil sich sein Prophet nicht mit Figuren wie Jesus oder Buddha Shakyamuni messen kann - weder intellektuell noch was einen irgendwie philantrophen/humanistischen Lebensweg angeht. Mit der Gewaltätigkeit gegen äußere Kritiker und Zweifler kämpft man hier doch gegen seine eigenen Zweifel und das eigene unterschwellige Wissen um die Unzulänglichkeit dieser Person an. Wer sich so leicht provozieren und zu Gewalt hinreißen lässt, zeigt dass er von seiner Sache in Wirklichkeit selbst nicht überzeugt ist und daher keine Kritik aushalten kann.

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atech 15.09.2012, 17:24
34.

Zitat von Maria-Galeria
Solidarität mit den Muslimen ist angesagt, auch bei uns will keiner daß sein Glaube verunglimpft wird.
ich bin gerne bereit mich mit den Muslimen <solidarisch> zu erklären, die das Recht auf Leben, Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit Andersdenkender *öffentlich* verteidigen.

Bei den Muslimen, die das nicht tun, die immer nur für sich und ihre religiösen Gefühle und Sitten "Respekt" einfordern, ohne diesen Respekt jemals gegenüber Andersdenkenden oder Andersgläubigen zu zeigen, ist mein Mitgefühl mittlerweile unter den Nullpunkt gesunken. Tut mir leid, aber Respekt muss man sich verdienen. Und Respekt beruht auf Gegenseitigkeit.

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Fidel Castro 15.09.2012, 17:29
35.

Zitat von serverone
Der nahe Osten erwacht! Und wer es immer noch nicht begriffen hat, es geht nicht um irgend ein Video. Das haben die meisten bestimmt gar nicht gesehen dort unten. Nein, wir Ernten grade was unsere Politik in den letzten Jahrzehnten dort gesät hat. Es war klar , das es früher oder später zu Aufständen kommen wird. Gestern noch haben wir diese Leute bewaffnet und gelobt, als sie uns zu Diensten waren uns in Ungnade gefallene Ex- Verbündete zu beseitigen. Die Gründe sind die gleichen, nämlich soziale Gründe. Der Islam dient lediglich der Identität und das Entscheidende, was einem vom Gegner, also uns trennt. Aber die gesamte Situation wäre auch unter einer anderen Kultur die gleiche.Ohne Frage. Viele Millionen Menschen harren dort am unteren Rande der Existenz seit Jahrzehnten ohne Aussicht auf Besserung. Und von uns bekamen sie nur Gewalt, indem wir Tyrannen auf den Thron hoben, und ab und an mal wieder mit Bomben davon stießen. Was haben die Menschen dort von uns bekommen? GEWALT ! Die haben wir in diese Region getragen ! Jetzt, wo zurückgeschlagen wird ist das Geschrei groß.
Nur haben Sie leider des Pudels Kern nicht gefunden und sind auf halber Strecke stehen geblieben.

Sicher, soziale Perspektivlosigkeit fördert Radikalität. Sie dürfen sich aber einmal fragen, warum diese Perspektivelosigkeit die gesamte islamische Welt so fest im Griff hat (hätten die kein Öl, wären sie vom Rest der Welt noch weiter abgehängt, nachdem das nicht-islamische Asien, Indien und Südamerika sich entwickeln).

Meine Antwort darauf lautet:
Die von Predigern im 11. Jahrhundert unserer Zeitrechnung erreichte Einbetonierung eines Islams, der keine Veränderung, keinen Fortschritt, keine Wissenschaft und auch kein Vergnügen neben sich duldet, geht´s halt abwärts mit der islamischen Welt.

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Fattyman2 15.09.2012, 17:32
36. Misachtung der Regeln des Zusammenlebens

Ein Aufruf zur Tötung stellt eine solche Misachtung der Regeln dar. Wenn Imame, die ja ein Vorbild sein sollten, in westlichen Ländern dazu aufrufen, verletzen sie damit die Regeln des Zusammenlebens. Hier rufen nicht irgendwelche Privatpersonen zu Gewalt auf, nein es sind wichtige Gestalten einer Religionsgemeinschaft. Sie zerstören damit die Grundlagen des Zusammenlebens aller Religionsmitglieder mit dem Rest der Gesellschaft. Eine Reaktion auf ein solches Verhalten muß dem Rechnung tragen.

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ofb2000 15.09.2012, 17:35
37. optional

Schließe mich Jörg an in seiner Sichtweise, daß diese Reaktionen u. a. sehr stark in einem Minderwertigkeitsgefühl begründet liegen.
Ich finde es allerdings ein Ding der Unmöglichkeit, wie versucht wird, diese völlig übertriebenen Reaktionen auf den Film zu relativieren. Muslime seien halt Emotional! Hallo!?!? Was ist das für eine Begründung für Mord und Todschlag?
Auch die Kolonialisierung kann doch nicht als Rechtfertigung herhalten. Es kann doch nicht sein, daß stets der Westen schuld am Elend in dieser Welt ist. Ja, die Kolonialisierung war sicherlich keine schöne Sache, aber irgendwann muß auch mal gut sein mit dem Zurückführen allen Elends auf diese dunkle Epoche. Viel ist definitiv auch auf die Menschen und Systeme in den jeweiligen Ländern selbst zurückzuführen!!!

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atech 15.09.2012, 17:42
38. wann rufen friedliche Muslime zur Gegendemo auf?

Zitat von sysop
In Sydney rufen radikale Muslime zu Enthauptungen auf...
wo bleibt die Großdemo in Europas Hauptstädten und in den USA, wo hunderte, nein, tausende friedliche Muslime gegen diesen Wahnsinn demonstrieren und sich mit "not in my name"-Schildern von den (angekündigten) Gewalttaten ihrer Glaubensbrüder distanzieren?

Warum sollen eigentlich immer nur wir Europäer oder die Amerikaner oder Briten beteuern, dass die Mohammed-Karikaturen oder -Filme nicht in unserem Namen gezeichnet oder gedreht wurden? Dass wir - die Mehrheit - doch gar nicht islamfeindlich sind? Wenn uns diese Selbstkasteiung nur damit gedankt wird, dafür beschimpft und bedroht zu werden?

Nein, sorry, Ihr friedlichen Muslime. Ihr seid dran, Euch von Gewalt zu distanzieren.

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krismopompas 15.09.2012, 17:47
39. Stellung beziehen

Ich bin doch schon sehr verwundert, dass die Politik, aber auch ein Großteil der so genannten Experten immer wieder Relativierungen begeht. Wenn ich vernehme, dass zunächst immer betont wird, wie schlimm doch dieses Video ist, wie sehr es die Gefühle beleidigt usw. usf.
Meines Erachtens gilt es zunächst unmissverständlich deutlich zu machen, dass in Westeuropa und den USA die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst eines der höchsten Güter ist. Ohne diese Freiheit ist Demokratie nicht vorstellbar. Von diesen Werten lassen wir uns auch nicht von irgendwelchen Radikalinskis - egal aus welcher politischen oder religiösen Ecke sie denn auch kommen - abbringen. Wir könnten hier doch auch mal ein paar amerikanische Schnellimbisse anzünden, weil die amerikanische Rechtsprechung nichts dagegen tut, dass rechtsradikale Inhalte auf Server in den USA verwaltet werden.
So lange wir den politisch Verantwortlichen in der islamischen Welt nicht klar machen, dass wir für unsere Werte einstehen, können wir da noch so viel Militär hinschicken.
Und ganz nebenbei: Ich kann dem Vorredner mit seiner Testosteron-Theorie nur Recht geben.

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