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"Islamischer Staat" in Tikrit: Die Schlacht um Saddams Heimat
AFP

Zehntausende Kämpfer rücken auf Tikrit vor, sie sollen die irakische Stadt vom "Islamischen Staat" befreien. Doch hält das Bündnis gegen die Dschihadisten? Drei Probleme zeichnen sich ab.

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tpk 03.03.2015, 18:58
1. Puh, klingt so, als würde da der Teufel

mit dem Belzebub ausgetrieben.

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megamekerer 03.03.2015, 19:04
2. Stimmen alle ihre 3 Punkte nicht!

1- Für den Islamische Staat ist der irakischen Konflikt immer Religionskrieg. Die Terroristen können keine Unterstützer mehr werben, denn alle Sunniten in der Region sind am Krieg beteiligt!

2- Es ist ein Krieg, ein Krieg unter noch schlimmer Feinde als Nazis und Allierten während der zweiten Weltkrieg, wenn die Schiiten in diesem Krieg die Sunniten schlimmer behandeln als Allierten die Deutschen während und nach dem Krieg behandelt haben, dann gebe ich Ihnen recht!

3- Es ist ausdrücklich Wunsch USA, diese Operation ohne Beteiligung der US Streitkräfte zu führen, USA und Iran wollen nicht gemeinsam an eine Front gegen islamische Staat stehen, aber USA unterstützt irakische Militär logistisch und mit Waffen bzw. Satellitenbilder und weitere Informationen!

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Yoroshii 03.03.2015, 19:08
3. Alles Yasmin oder was!?

Man erinnert sich noch. Es waren ganz sicher säkulare, aufgeklärte Menschen, die im Maghreb den Versuch wagten, den Ausgang des muslimischen Menschen aus seiner selbstverschuldete Unmündigkeit zu starten. Es war schnell klar, aber fiel unter die correctness: Es waren zu wenige! Schnell sprangen sunnitische Fanatiker auf den duftenden Zug und rollten gen Osten. Ganz vom Osten her machte ja auch noch al Kaida die Musik. Wer eine solche Meinung postete wurde abgewürgt.Jetzt sieht es so aus: Iran kann der beginnenden Einkreisung nicht tatenlos zusehen. Immerhin ist der Sultan gerade dabei, die Hohe Pforte wieder zu ölen. Der Show Down Sunniten vs Schiiten droht. Die 5 MIO Israels (davon 1 MIO Araber)
sind in einer besch................ Lage! Thema verfehlt?

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d_grat 03.03.2015, 19:27
4.

Das amerikanisch/europäische/iranische Verhältnis ist hinüber. Das haben wir vorallem Israel zu verdanken. Das wird sich auch nie wieder hinbiegen lassen. Es kann nur noch schlimmer werden. Dummerweise bräuchte man gerade den Iran als Verbündeten dort unten. Ich würde mal Prioritäten setzen. Was bringt es der Welt israelische Interessen zu vertreten. Außer natürlich immer weiteren Konflikten im nahen Osten.

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gandhiforever 03.03.2015, 19:38
5. ISIS-Sympathisanten in Tikrit?

Erstaunlich ist diese 'Feststellung' meiner Meinung nach schon.

Es ist ja nicht unbekannt, dass Saddam Hussein kein Islamist war (aber auch nicht Schiite). Sein Klan, die ganze Stadt Tikrit profitierte von seiner Herrschaft.

Dann kamen die Schiiten an die Macht, den Sunniten besonders in Tikrit find es an, schlechter zu gehen, sie waren nicht mehr so wichtig.

Das haben viele Sunniten nicht akzeptiert, akzeptieren koennen. Aus Rache unterstuetzen sie die Islamisten, obwohl sie mit denen eigentlich wenig am Hut haben.

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voiceecho 03.03.2015, 20:10
6. Schwierige Mission

Auch wenn es gelingt ISIS aus Tikrit zu verdrängen, ist das Problem nicht erledigt. ISIS kann sich immer noch Richtung Syrien zurückziehen. Denn dort hat sie quasi alle Freiheiten, weil die westliche Koalition sich immer noch weigert in diesem Punkt mit Assad zu arbeiten. Auch wenn Assad die westlichen Maßstäbe als Präsident erfüllt, gibt aus meiner Sicht keine Alternative, um ISIS dauerhaft und endgültig in die Zange zu nehmen und zu besiegen.
Assad hat mit der syrischen Armee die schlagfertigste Kraft am Boden. Die (gemäßigten) Rebellen und was davon übrig blieb, kann man völlig vergessen. Die sind heillos zerstritten und bringen sich gegenseitig um.

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spon-facebook-10000246365 03.03.2015, 20:11
7.

Irak braucht Saddam2

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mibigan@web.de 03.03.2015, 20:25
8. Anmerkung zu Punkt 2

Zitat von megamekerer
2- Es ist ein Krieg, ein Krieg unter noch schlimmer Feinde als Nazis und Allierten während der zweiten Weltkrieg, wenn die Schiiten in diesem Krieg die Sunniten schlimmer behandeln als Allierten die Deutschen während und nach dem Krieg behandelt haben, dann gebe ich Ihnen recht!
Die Alliierten haben sich im Verlauf des Krieges an des internationale Völker- und Militärrecht (mit einer Ausnahme: Einsatz von Flammenwerfern im pazifischen Inselkrieg) gehalten. Die militärischen Aktionen und auch die Nachkriegsverwaltung im Westen haben allen internationalen Regeln und auch Inspektionen genügt.

Gleiches kann ich vom IS und den schiitischen Milizen nicht sagen. Für die anderen Teilnehmer an der Offensive habe ich mir noch kein Urteil gebildet.
Übrigens gibt es im Iran eine schiitische Minderheit, die seitens des Staates keinerlei Opression erfahren. Insofern hoffe ich, dass sich die Iraner ebenfalls rechtmäßig verhalten.

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Teigkonaut 03.03.2015, 20:31
9. Über ihren Schatten springen

das müssten die USA und Iran wohl tun. Eine Verdrängung des IS wird es im Irak nur geben, wenn Washington und Iran kooperieren. Wenn ich allerdings lese, dass Netanjahu vor dem Senat eine Rede hält und darin zum Widerstand gegen ein Atomabkommen mit dem Iran aufruft bekomme ich den Eindruck, dass eine Koalition Washingtons mit Teheran geringe Chancen hat. Schade eigentlich, man vergibt hier eine Gelegenheit zur Annäherung.

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