Forum: Politik
Islamisten in Wuppertal: Der Kopf der "Scharia-Polizei"
DPA

Salafisten patrouillieren als "Scharia-Polizei" durch Wuppertal: Ihre Botschaften erscheinen bieder und harmlos, doch die Aufregung ist groß. Anführer der Aktion ist der Extremist Sven Lau. Wie gefährlich sind er und seine Gefolgsleute?

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Claes Elfszoon 06.09.2014, 19:15
290. Sie werden es nicht ...

Zitat von p.wallace
Bei 1,5 Milliarden Muslimen weltweit bezweifle ich das ganz stark. Denn dann würden wir nicht hier im Netz Diskussionen führen, sondern mit dem Gewehr in der Hand auf der Mauer Wache stehen. Wenn Sie sagen, dass es in der Lebenswirklichkeit der Mulime keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gibt, dann kennen sie entweder keine Muslime, oder sie sind hier, aus welchen Gründen auch immer, nicht ganz ehrlich.
... glauben wollen, aber diese "Weisheit" kommt von Muslimen und zwar als wohlgemeinte Warnung.

Für sie gibt es nämlich bisher nur zwei Möglichkeiten. Entweder sich bedeckt halten und (regional unterschiedlich möglich) sich konform zu verhalten oder den schweren und gefährlichen Weg zu wählen, nämlich kein Muslim mehr zu sein (was ja eigentlich gar nicht möglich ist).

Es gibt keinen "nicht-totalitäten" Ansatz im Islam, ebensowenig einen gewaltfreien oder Frauen respektierenden. Das ist gelebte Wirklichkeit, wohin Sie sich auch wenden.
Außer:
Teilen des Balkans, da gibt es Ausnahmen, die Muslime dort definieren sich nicht so ausschliesslich über den Koran sondern eher ethnisch.

Das mit dem Gewehr in der Hand ist symptomatisch für die meisten Gesellschaften, in denen es starke islamische Minderheiten gibt. Wollen Sie Beispiele?
Indonesien, Phillippinen, Malaysia, Thailand, China usw.

Aber auch dort, wo sie die Mehrheitsgesellschaft bilden ohne nennenswerte andere Religionen, ist Gewalt immer wieder ein Thema.
Am "friedlichsten" geht es noch in der Türkei (dürfte als offiziell noch laizistisches Land eigentlich nicht dazugehören), Marokko, Algerien (wieder), Tunesien (wieder), Saudi Arabien und im Iran zu.

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minsch 06.09.2014, 19:16
291.

Zitat von Erich91
das mit den Kirchen ist schon 1000 Jahre her, und deshalb müssen wir hier nicht von vorne anfangen.
Sie sollten Ihr Zeitgefühl mal justieren: Die Verfolgung Andersgläubiger durch die Kirchen ist keine 1000 Jahre her, im Gegenteil, vor 1000 Jahren ging es nach der Völkerwanderung zum 2. Mal richtig los. Das erste Mal war unter den christlichen Kaisern im röm. Reich: Kleiner Treppenwitz der Geschichte, den Ihnen kein Pfaffe erzählt: Zuerst gab es unter den ersten christlichen Caesaren eine Christenverfolgung, dann fing man erst an, die sogenannten Heiden zu verfolgen und dieser christlichen Christenverfolgung sind erheblich mehr Christen zum Opfer gefallen als unter allen heidnischen röm. Kaiser zuvor. Und in Afrika gibt es eine christliche Mörderbande, die bis zum heutigen Tage Menschen aus religiösen Gründen verfolgt, übrigens daneben nach wie vor Hexenverfolgung, der vor allem Kinder zum Opfer fallen. Von wegen, 1.000 Jahre her, es geschieht bis heute. Ganz aktuell: Weil ein US-Soldat der Air-Force seinen Diensteid nicht mit dem Zusatz "so wahr mir Gott helfe" ablegen wollte, wurde er von der US-Air-Force wieder gefeuert. So sieht die Religionsfreiheit, zu der auch das Recht gehört, an keinen Gott zu glauben, Atheist zu sein, in den USA des Jahres 2014 aus. Auch das ist eine Form der Verfolgung, auch wenn der Betroffene nicht gleich umgebracht worden ist.

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moortooshoo 06.09.2014, 19:17
292. Relegion

Irgendjemand hat gesat : Relegion is wie ein Pennis . Du moeglicherweise bist stolz darauf. Moeglicherweise geniesst du es zu haben . Aber bitte behalte es in deine Hose and stell es nicht zu schau in oeffentlichkeit.

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Claes Elfszoon 06.09.2014, 19:20
293. Sie meinen die ...

Zitat von enni3
Europa hat sich schon enmal aus solchen fanatischen Ansichten befreit. Damals war es aber die katholische Kirche, die das Mittelalter (ein Jahrtausend) zu verantworten hatte. MAn bot den Menschen mit der Aufklärung eine Alternative, bei der sie weiter an Jesus glauben konnten, aber im Alltag andere Werte vertraten. Genau das ist der einzige Weg aus der Misere. Bietet den verlorenen Menschen, vor allem Jugendlichen wieder Perspektiven. Diese Perspektive muss ein Lebenssinn sein, abseits von Mindestlohn oder H4 und Ellenbogengesellschaft. Diese Perspektive darf auch gerne ein Gebet zu Jesus oder Allah beinhalten. Ausweisen hilft nichts, solange man 20-30% der Bevölkerung der Hoffnungslosigkeit überlässt. Dann haben Sie radikale Islamisten, christliche Sekten, rechte Schläger und kommunistische Spinner auf Warteschleife. Und die werden Sie auch nicht los, die enstehen nämlich immer wieder von alleine.
... 20-25 % der Bevölkerung, die noch über nennenswerte Einkünfte verfügen um mit ihrem Steueraufkommen den supergut ausgebildeten, nur am Fleiß verhinderten, völlig unschuldig verarmten und prinzipiell total solidarischen Rest zu alimentieren?

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Herr Stein 06.09.2014, 19:22
294.

Das ist doch nur die Vorstufe, heute weißt man noch "freundlich" darauf hin, morgen heißt es dann wie in anderen 3. Weltländern mit dem Islam als Staatsreligion "steinigen"...

Die Verwendung des Begriffs "Polizei" bei "Scharia-Polizei" soll ja einen offizielle Behörde vortäuschen und ist daher Betrug, gegen den man sehr wohl vorgehen kann. Außerdem erregen diese Scharia-Spinner öffentliches Ärgernis und belästigen Menschen, auch deshalb muss man gegen diese Personen vorgehen.

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Celestine 06.09.2014, 19:24
295.

Zitat von DerBlicker
Allein die Verwendung des Begriffs "Polizei", und sie es nur in englsicher Übersetzung, ist natürlich verboten und muss harte Konsequenzen haben. Ebenso dürfen Nichtpolizisten keine Aufgaben der Polizei ausüben, jegliche Kontrollen durch die Scharia Polizei sidn also verboten. Ebenso darf für die Scharia keien Werbung gemahct werden, da die Scharia nicht mit dem Grundgesetz kompatibel ist und daher als verfassungsfeindlich bei uns verboten ist. Man kann also sehr wohl gegen die Scharia Polizei vorgehen, man muss nur wollen. Neue Gesetze braucht da niemand.
Ja, so dachte ich zuerst auch, aber dann habe ich im Video beobachtet, dass die Männer, welche als selbsternannte "Police" unterwegs waren, ganz normale, eher legere Kleidung trugen. Daher glaube ich auch, dass die roten Jacken mit der Aufschrift "Scharia Police" öffentlich nicht getragen werden, weil das eben illegal wäre.

Das ist eben das Perfide und auch das Gefährliche am Verhalten dieser Fanatiker, dass sie die liberalen Gesetze und die demokratische Freiheit voll für sich ausnutzen, sodass die Staatsgewalt kaum etwas gegen sie ausrichten kann.

Weil aber die religiösen Inhalte des Salafismus gegen das Grundgesetz und gegen die Menschenrechte verstoßen, könnte die Gruppe evtl. verboten werden. Was vermutlich wiederum nicht möglich ist, weil sie ihre wahren Lehren vor der Öffentlichkeit geschickt kaschieren und statt dessen über "Liebe" predigen.

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philopapos 06.09.2014, 19:27
296. das ist schon dreist

Zitat von minsch
Der Vergleich mit christlichen Sekten hinkt überhaupt nicht, auch wenn die Aktionen - aufgrund der Unterschiede zwischen den Religionen - naturgemäß auch teilweise unterschiedlich sind. Aus dem christlichen Bereich kennt man weniger welche, die durch das Kneipenviertel laufen, dafür lungern christliche Fanatiker gerne vor Arztpraxen und -kliniken herum, in denen Abtreibungen vorgenommen werden, und die Belästigungsstufe ist genauso hoch, manchmal sogar noch höher als die der Salafisten in Wuppertal. Und die Nazis sind auch nicht besser, nur kommen die ohne himmlische Mächte aus, aber der Drang, alle anderen zu beherrschen und ihnen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen, wen sie zu lieben und wen sie zu hassen haben, ist bei denen genauso groß wie bei den religiösen Fanatikern. Das Problem heißt schlicht Fanatismus und der kommt in jeder Religion und in jeder Ideologie vor und zwar in einer Größenordnung, dass man da absolut nicht mehr von vernachlässigbare Ausnahmeerscheinungen sprechen kann. Und ob die Fanatiker sich nun in formellen Untergruppen formieren oder nicht, ist schlicht eine Frage der Organisation, keine inhaltliche Frage. Die Religion heißt Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus etc, die Ideologie Nationalismus/Rassismus und nicht Katholiken, Schiiten, Reformjudentum, Zen-Buddhismus oder Nationalsozialismus, das sind alles nur Beispiele für unter anderem vorkommende Spielarten der genannten Religionen und Ideologie. Das ist eine verfeinerte Aufteilung, die durchaus auch in bestimmten Zusammenhängen Sinn ergibt, aber das Grundproblem heißt eben nicht Salafismus, sondern Islam, nicht Piusbrüder sondern Christentum, nicht Nationalsozialismus sondern Nationalismus/Rassismus.
Also das ist schon dreist, Nationalismus gleichzusetzen mit Rassismus oder gar Nationalsozialismus! Nun hege ich selbst nicht sonderlich tiefgehende nationale Gefühle, aber nicht jeder, der solche hat, ist ein Nazi! Genau mit solchen Plattitüden wird verhindert, radikale Ideologien wirksam zu bekämpfen. Sie werden in anderen Ländern - und ich habe in einigen wenigstens zeitweilig gelebt bzw. lebe in einem immer noch - feststellen, dass die meisten Menschen stolz auf ihre eigene Nation sind - ob zu Recht sei mal dahingestellt. Die sind aber mitnichten Nazis.

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CONTRAST 06.09.2014, 19:29
297. Sie sagen es doch! Hier hört der Spass bei der Scharia Polizei auf!

Zitat von enni3
Dann bitte aber auch sofort die Bibel im Hotelzimmer verbieten. Die Verteilung des Korans durch Salafisten (auch wenn deren Absichten in der Konsequenz der Umsetzung weit vom christlichen Hotelbesitzer abweichen) ist mit dem Grundgesetz vereinbar, sofern man einfach vorbeilaufen kann und man nicht gezwungen wird, eine nehmen zu müssen. Entweder oder. Gnadenloser atheistischer Staat, der jede Religion verbietet (auch das Christentum), oder Religionsfreiheit. Solange die den Koran ohne Zwang verteilen sei es so. Und wenn ein deutscher Bundesbürger deswegen konvertiert, dann sei es so. Solange er danach weiterhin die deutsche Verfassung beachtet. Spielt aber jemand Religionspolizei, ob zu medialen Zwecken oder nicht, da hört der Spaß auf.
Diese Schari Polizisten wollen eine Polizei Organisation in Deutschland aufbauen, nach deren Regeln Recht und Ordnung zu herrschen hat. Und hier muss der Staat bedingungslos hart durchgreifen!

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trolleyhog 06.09.2014, 19:29
298. eine überlegung wert?

jeglich form von extremismus - politisch, religiös oder sonstiges - ist gefährlich. warum nicht die jeweils gegenüberstehenden gruppen einfach mal zusammenkommen lassen. sollen sie doch ihre schlagkräftigen argumente austauschen. beide dùrften dezimiert daraus hervorgehen....

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nullneunelf 06.09.2014, 19:29
299. Wo

sind bezüglich dieser Geisteskranken und hochgefährlichen Brut eigentlich die ganz besonders guten Menschen hin verschwunden, die doch sonst hinter jeder Ecke gar schreckliche und organisierte Umtriebe wittern? Schon seltsam, wie wenig grundlegende Freiheitsrechte unseren großen grünen, linken und sonst die Freiheit erfindenden Vorkämpfern tatsächlich wert sind wenn nur der richtige sie mit Füßen tritt. Eine wehrhafte Demokratie sieht anders aus, nötig wäre sie dringend.

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