Forum: Politik
Israel nach der Wahl: Die Zwei-Staaten-Lösung vor dem Aus
REUTERS

Benjamin Netanyahu wird wahrscheinlich zum fünften Mal Premierminister von Israel. Seine Wiederwahl und der Friedensplan von US-Präsident Trump könnten dazu führen, dass der Nahostkonflikt eskaliert.

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touri 12.04.2019, 18:14
20.

Zitat von glücklicher_holsteiner
2 Staaten-Lösung oder alle Araber müssen als gleichberechtigte Staatsbürger in einem Staat zusammen mit allen Israelis leben dürfen.
Wird nicht passieren. Was glauben Sie was passiert, wenn die Palästinenser in Israel wählen dürfen?

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g.eliot 12.04.2019, 18:19
21.

Zitat von glücklicher_holsteiner
2 Staaten-Lösung oder alle Araber müssen als gleichberechtigte Staatsbürger in einem Staat zusammen mit allen Israelis leben dürfen.
Unter Netanyahu wird da nichts draus. Er neulich schon gesagt, dass Israel nicht das Land all seiner Staatsbürger sei.
Er hat die Wahl knapp gewonnen und nur durch die Stimmen der religiösen Eiferer und anderer Hardliner.
Der Glaube, dass die Lage der Palästinenser sich dadurch bessert, ist mMn illusorisch.

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Nubari 12.04.2019, 18:31
22. Was sind die Optionen?

Die Zweistaatenlösung ist klinisch tot. Sie wiederzubeleben würde voraussetzen, dass Israel ein lebensfähiges Palästina überhaupt zulässt. Dazu müssten u.a. wohl die Siedlungen zurückgesetzt oder an Palästina übergeben werden, was völlig unrealistisch ist. Die Ein-Staat-Lösung erfordert aber volle Bürgerrechte für die Einwohner Palästinas, was Nethanjahu vermutlich nicht auf dem Zettel hat. Die religiöse Rechte würde dies keinesfalls zulassen, da dies demografisch den "jüdischen Staat" beenden würde. Doch was dann? Zu befürchten ist, dass statt dessen Unterdrückung weiter zunimmt wird und Rest-Palästina zu einem nicht lebensfähigen Gaza-ähnlichen Ghetto zusammengedrängt wird. Oder denkt der eine oder andere Hardliner sogar an eine Vertreibung? Angesichts der Siedlungspolitik kein völlig unmöglicher Gedanke. Die einzige Option, die einem demokratischen Staat würdig wäre, ist die Ein-Staat-Lösung mit vollen Bürgerrechten. Das Hindernis wäre wohl allerdings Gaza, dieses bizarre Ergebnis einer katastrophalen Palästina-Politik.

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hdwinkel 12.04.2019, 18:31
23. Das Wörtchen Nie

Zitat von Jor_El
Da dieser Krieg für beide Seiten Teil ihrer Identität ist, wird es dort nie, nie Frieden geben. Da haben sich zwei Konfliktparteien wie Bluthunde ineinander verbissen. Noch bevor dort Frieden herrscht wird Trump selbstkritisch Fehler bereuen, Dieter Bohlen ein Jazzalbum aufnehmen und der Papst zum Islam konvertieren.
Es gab Zeiten, da lebten beide Seiten durchaus friedlich nebeneinander, wenn nicht miteinander. Historisch gesehen sogar eine sehr lange Zeit. Es ist also durchaus vorstellbar, daß ein solches Modell auch wieder Wirklichkeit werden könnte.
Es geht m.M. nach gar nicht so sehr um Identität, sondern konkrete Interessen, also fruchtbares Land, Wasser, Wohnraum.
Frieden wird es dann geben, wenn beide Seiten keinen Vorteil mehr aus einem Krieg ziehen können. Das ist offensichtlich nicht der Fall.
Die Palästinenser haben kaum eine Möglichkeit, ihre unerträgliche Situation friedlich zu verbessern, Israel hat es aufgrund seiner militärischen Überlegenheit nicht nötig, Frieden zu schließen, oder überhaupt Kompromisse zu machen.

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tellitune 12.04.2019, 19:17
24. Vollendete Tatsachen schaffen

heisst, Netanyahu wird so viel wie möglich für seine nationalistischen Wähler-nur mit der Unterstützung der Ultra- Konservativen in Amt- fungieren und seine restriktive Politik, die zusätzlich von seinem grossen Schirmherr orchestriert wird, ausbauen. Dies bedeutet, dass die Paläst. noch einen weiten Weg, im Tal der Tränen, vor sich haben.

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spiegeleix 12.04.2019, 19:51
25. Ts, ts, ts, lieber Spiegel

wer sitzt denn da heute wieder in der Redaktion und sortiert Beiträge aus?

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