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Israel: Regierung will Todesstrafe für Terroristen einführen
AP

Zuletzt wurde die Todesstrafe in Israel 1962 vollstreckt, als Adolf Eichmann gehängt wurde. Nun denken Politiker über eine Wiedereinführung für Terroristen nach. Die Maßnahme solle eine abschreckende Wirkung haben.

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ex2012 18.12.2017, 00:02
10. Zurückhaltung ist angebracht

Obwohl ich eigentlich ein Gegner der Todesstrafe bin, muss ich zugegeben, dass Israel von Terroristen angegriffen wird und dass Israel existenzielle Argumente hat. Wir hier in Deutschland kennen nicht die Situtation in Israel. Angesichts der Tatsache, dass in Israel als letzter ein Deutscher, der Nazi war, hingerichtet wurde, steht es uns erst Recht nicht zu, da jetzt mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger zu kommen oder das für Antisemtismus zu missbrauchen. Wir sollten froh und dankbar sein, dass wir hier das Glück haben, in Frieden zu leben, ohne dass absolute, von Hass verblendete fanatische Vollidioten uns angreifen und als Volk vernichten wollen. Daher steht uns in dieser Frage kein Recht zu sich da einzumischen. Ob Israel die Todesstrafe für Terroristen einführen möchte oder nicht soll alleine das israelische Volk ausmachen. Das deutsche Volk und moralische Behlerung oder Hassparolen von irgendwem braucht es da nicht. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, sie ist zu aktzeptieren, denn beide Seiten haben in diesem speziellen Fall gewichtige Argumente.

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Edgard 18.12.2017, 00:07
11. Todesstrafe gegen Terroristen..

... die eh ins Paradies wollen?
Märthyrer schaffen für die man dann Rache nehmen kann?
Oder welchen Stein will Netanyahu jetzt lostreten?
Wird dann die Todesstrafe der Tora gemäß durch Steinigung oder Kreuzigung vollstreckt?

Dieses Land und seine Regierung werden immer abscheulicher.

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hubert.fogel 18.12.2017, 00:13
12. Rückschritt

Keine (wahre) Demokratie und keine aufgeklärte zivile Gesellschaft vollzieht die Todestrafe ! Alles andere ist Babarentum ! Mehr hab ich nicht zu sagen.

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ser4t 18.12.2017, 00:18
13. Niemals die Todesstrafe!

Es gab in der Geschichte hinreichend viele Fehlurteile, die diese Option für ein zivilisiertes Land ausschließen.
Lasst die "Schwerverbrecher" für ihr täglich Brot arbeiten, nehmt ihnen zudem die Interaktivität.
Radiohören sei zugestanden, mehr nicht. Kein Internet. Kein Fernsehen. Keine Religionsausübung!

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theos001 18.12.2017, 00:27
14.

1. Wow...
2. Was ich herrauslese ist, das das leben in israelischen Gefängnissen angenehmer ist als in den palästinensischen Gebieten....sagt schon einiges.
3. Sie wollen es zwar für “Terroristen“ einführen, womit sie sie zu Märtyrern machen würden, aber präzisieren es dann auf palästinenser

Wir wissen doch wie das weitergeht. Erst für “Terrorismus“ und nach und nach für andere Verbrechen auch. Schön zu sehen das die israelische Regierung sich komplett anders verhalten will als die Menschen unter denen ihr Volk einst leiden musste....

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Atheist_Crusader 18.12.2017, 00:28
15.

Also die Abschreckungswirkung stell ich mir eher gering vor. Die meisten Terroristen rechnen doch damit, dass sie bei der Tat umkommen. Für die Bombenrucksack-Fraktion ist es ja sogar Teil des Plans.

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der_weisse_wal 18.12.2017, 00:35
16.

Danach definiert man dann einfach neu, was Terrorismus ist und schon wird man ganz leicht Kritiker und Oppositionen los.

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spmc-12355639674612 18.12.2017, 00:41
17. Wir wissen doch inzwischen,

dass die Todesstrafe keinerlei abschreckende Wirkung entfaltet - siehe U.S.A. Es dürfte außerdem schwierig sein, Selbstmordattentäter mit der Todesstrafe abzuschrecken. Bleiben noch diejenigen, die von irgendwo Raketen auf israelische Siedlungen abschießen. Auch sie wissen, dass Israel diese Angriffe i.d.R. mit Bombardierungen vermuteter Verstecke beantwortet. Ich glaube nicht, dass die letztgenannten Terroristen durch die Androhung der Todesstrafe ihr Verhalten ändern.

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JDR 18.12.2017, 00:56
18.

Nun, welche Geheimdienstinformationen zu dieser Entscheidung geführt haben, kann man nur spekulieren. Einen Selbstmordattentäter oder einen Menschen, der Selbstmord durch isralische Soldaten begehen will, wird die Todesstrafe wohl kaum abschrecken.

Möglich, dass die Zielgruppe also weniger im Westjordanland sitzt, sondern noch glaubt, irgendwo anders in der Welt ihren Tee trinken zu können, ohne von diesem "Damoklesschwert" betroffen zu sein.

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werner-schoen 18.12.2017, 00:59
19. Solidarität

Israel als Staatsraison Deutschlands? Welch ein Wahnsinn! Solidarität und Schutz mit und für die Juden - ja. Aber einen Freifahrschein für die Israelis - nie. Wir und unsere Werte sind dieser Regierung egal - sie suchen sich neue Freunde. Orban, Putin, zwischendurch Erdogan - in diese Reihe sollte sich keine deutsche Kanzler*in stellen.

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