Forum: Politik
Israel und Palästina: "Die USA sind blind für die Tatsache, dass eine Konfliktpartei
Yannis Behrakis/ REUTERS

Die Welt wartet auf Trumps Friedensplan für den Nahen Osten. Forscher Khaled Elgindy erwartet wenig - und erklärt, welche Fehler die USA im Streit zwischen Israelis und Palästinensern seit Jahrzehnten machen.

Seite 1 von 2
Direwolf 15.04.2019, 19:01
1. Tja

In Internetforen habe ich zuletzt von Accounts die der Hasbera-Truppe zuzurechenen sein dürften in letzter Zeit die neue Bezeichnung "Westbank-Jordanier" für die Palästinenser lesen dürfen. Das kann man wohl als Indiz für das sehen, was nach der Annektion kommen soll.

Beitrag melden
chewbakka 16.04.2019, 20:25
2. Na ja ...

Sicher haben die USA sich nicht mit Ruhm bekleckert - was aber oft vergessen wird, ist, daß auch die Palästinenser Führung mehrmals eine Friedensinitiative hat scheitern lassen. Angefangen mit der großen Konferenz in den 1970ern ........

Beitrag melden
Atheist_Crusader 16.04.2019, 20:34
3.

Zusammengefasst: Die USA sind als Vermittler untauglich, weil sie vollkommen einseitig denken. Sie sind so klar, eindeutig und kompromisslos auf der Seite Israels, dass Niemand auf eine faire Behandlung hoffen kann.
Die USA werden niemals einen Kompromiss vorschlagen, der Israel genauso schmerzt wie die Gegenseite, werden ihnen niemals ernsthaft drohen, werden niemals gegen Widerstände die Durchsetzung von Abkommen durchdrücken.

Gerichte haben für solche Fälle die Möglichkeit Befangenheit zu erklären. In internationaler Diplomatie gibt es diese Möglichkeit nicht.

Beitrag melden
argonaut-10 16.04.2019, 20:47
4. Was Israel da veranstaltet

wird sie irgendwann umbringen. Die Umsetzung ist die logische Konsequenz der konservativen Auslegung der Bibel, wonach Gott den Israelis alles Land zuspricht, welches sich ihnen bei der Besteigung eines Berges zeigt; und wenn dann am Horizont wieder ein Berg ist, dann geht es eben danach weiter.
Und insgesamt kann das eben nicht gutgehen.

Beitrag melden
checkitoutple 16.04.2019, 21:06
5. Was Kompett Ausgeblendetwird ist das jede US Regierung auf die Stimmen

und der Fundamentalen Christen angewiesen sind. Und die werden niemals irgendeine Lösung akzeptieren welche eine Schwächung der Position Israels bedeutet.
Auf der anderen Seite sind die Palestineser von ihren Geldgebern abhängig und da sind Fundamentale Moslems. Beide Parteien sind dadurch Spielwiese der zwei großen Religionen. Die einem Wollen die Israelis ins Meer. die anderen wollen das die Israelis dort bleiben.
Die einzige Möglihkeit wäre also wohl die Palestinenser unabhängig von Islamistischem Geld zu machen. Das wre Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit die Basis fr Verhandlungen zu schaffen.
Denn nur so könnte man mal eine der beiden Parteien aus der H#Zwickmühlen Situation zu bringen.

Beitrag melden
browserhead 16.04.2019, 21:13
6. Tut mir leid,

gut 100 Jahre nach dem verhängnisvollen Doppelversprechen der Briten (Balfour-Erklärung und Angebot eines arabisches Großreiches für den Hedschas-Aufstand) ist der Palästina-Konflikt weit von einer Lösung entfernt.
Mal ketzerisch gefragt: Ginge es des Palästinensern nicht längst viel besser, wenn sie die politischen Machtverhältnisse anerkannt hätten und das Existenzrecht Israels akzeptiert hätten.
Stattdessen haben die Palästinenser sich mit fataler Neigung falschen Freunden zugewandt, z.B. Saddam Hussein als der drohte Israel mit Raketen zu beschießen. Sie haben gehofft, die Hilfe aus dem Iran oder der Türkei, würde etwas bringen. Dabei haben sie stets übersehen, dass sie von ihren Nachbarn auch nur als Spielball von Regionalmachtsgelüsten instrumentalisiert wurden. Die Parallele zu den Kreuzfahrerstaaten des Mittelalters mag weit hergeholt sein, aber es hat sich nicht viel geändert: Eine vergleichsweise lächerliche Expedition von Europäern (das waren die Gründer Israels ja überwiegend) kann sich dauerhaft in Palästina etablieren, weil sich die umliegenden Potentaten gegenseitig ausgetrickst haben. Bis Saladin die Kreuzritter endgültig vertreiben konnte, vergingen rund 200 Jahre. Demnach bleiben den Israelis noch weitere 100 Jahre... oder es gibt endlich eine Einsicht jenseits von panarabischem Nationalismus und israelischer Orthodoxie.
Die Palästinenser können einem jedenfalls Leid tun, obwohl sie auch selbst Verantwortung für die Misere tragen.

Beitrag melden
GoaSkin 16.04.2019, 21:20
7. Die Welt wartet mit Sicherheit nicht auf einen Friedensplan von Trump

Die Welt hat es verstanden, dass Trump weder fähig ist, Konflikte zu lösen, noch daran ein ernsthaftes Interesse hat und Trump den von anderen Ländern ausgehenden Friedensbemühungen eher im Weg steht, als nutzt.

Beitrag melden
Hajojunge 16.04.2019, 21:26
8. Israel wird zu unseren Lebzeiten wohl nie zur Ruhe kommen

Die Zweistaatenlösung ist längst vom Tisch, die kalte Landnahme durch immer neue Siedlungen geht ungebremst weiter, palästinensische Territorien werden immer weiter zerstückelt, zaghafter Widerstand zusammengebombt. Wie Israel jemals zur Ruhe kommen soll, bleibt rätselhaft. Die Einstaatenlösung würde schnell zu seiner demoskopischen Katastrophe führen. Ein erratisch handelnder US-Präsident ist auch kein verläßlicher Partner. Quo vadis, Isreal?

Beitrag melden
dr.joe.66 16.04.2019, 21:39
9.

Immer wieder interessant, das Argument des "historischen" Palästinas. Wer definiert denn dieses "historisch"? Welches Jahr legt man zugrunde? Welche Grenzen? Welches Reich, Land, Königtum, etc.?

Im Übrigen lese jeder, den es interessiert, mal in Ruhe die Charta der Hamas durch. Findet man bei Wikipedia & Co., auch als deutsche Übersetzung. Abgesehen von der anti-semitischen Propaganda, die in der Charta steht, wird einem ziemlich schnell klar, dass auf dieser Grundlage Frieden und friedliche Koexistenz nicht möglich ist und auch nie möglich sein wird. Solange die Hamas diese Charta aufrecht erhält, kann niemand ernsthaft mit der Hamas als politischem Partner verhandeln.

Beitrag melden
Seite 1 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!