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Italien hofft auf Milliarden-Deals mit China: Flirt in Fernost
Imaginechina/ AP

Italiens Regierung will beim chinesischen Mega-Projekt "Neue Seidenstraße" einsteigen - es winken fette Deals. Dach die Warnungen aus Washington und Brüssel sind deutlich.

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peterle3 09.03.2019, 12:18
1. Kreditfalle

Man weiß ja, wie das in anderen Entwicklungsländern gelaufen ist: Kredite, die dann nicht zurückbezahlt werden können, dann gehen die schönen Investitionen in chinesisches Eigentum über usw. usf. Aber Hauptsache, die Jungs in der ital. Regierung können sich aufplustern.

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Sucher der Wahrheit 09.03.2019, 12:30
2. Wandel und Frieden durch Handel

absolut richtige Politik Italiens. Wandel und Frieden wird durch Handel und gemeinsame Interessen gesichert.
Wer miteinander handelt geht nicht aufeinander los, so einfach ist das.
Abgesehen davon sind die Chinesen ein stolzes und friedliches Volk und im übrigen in vielen Punkten den Italienern kulturell näher, als es zunächst den Anschein hat.
Auslandsinvestitionen und Kredite tätigt jedes andere Land auch, daher ist diese Angst vor den Chinesen nicht nachvollziehbar und eher populistischem Getöse aus USA und EU geschuldet.

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bigroyaleddi 09.03.2019, 12:31
3. Da lässt wohl Marco Polo aus dem Grabe grüßen

Kann ich verstehen, dass die Italiener voll drauf springen. Ist ja auch zu verlockend. Aber die Risiken sind gewaltig. Die Amis haben da ausnahmsweise mal Recht. Denn der italienische Vorteil wird sich vermutlich recht schnell zu einem großen Nachteil im Handel erweisen. Wie schon richtigerweise angemahnt, werden subventionierte chinesische Waren dann Europa überschwemmen. Und was passiert dann mit unserer einheimischen Industrie?

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Beat Adler 09.03.2019, 12:35
4. Die Schweiz ist Gruendungsmitglied der AIIB und Deutschland ist auch d

"Schon dessen Vorgänger Barack Obama habe aus dieser Sorge die USA nicht in das von China initiierte multilaterale Finanzprojekt "Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB)" eingebracht, das das Infrastruktur-Projekt finanzieren soll."

Die Schweiz ist Gruendungsmitglied der AIIB und Deutschland ist auch dabei!

Was soll also die Aufregung?
mfG Beat

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seneca55 09.03.2019, 12:35
5. Italien auch ein Teil der neuen Seidenstraße?

Warum nicht?
Alles fließt!
Die EU hat keine gemeinsame/eigene Außenpolitik
Italien hat seit Mitgliedschaft in EURO-Land mehr als 25% seines Wohlstandes eingebüßt.
Marco Polo war schon für Genua vor 750 Jahren wegen Seide in dem von Mongolen regierten China und das antike ROM hatte eben wegen der Seide schon wirtschaftliche Beziehungen zum antiken China.
Wenn Italien dadurch seinen Marktanteil in China vergrößern kann als heute ist Italien souverän genug, das einzuleiten und sollte sich aber wie Britannien überlegen zumindest aus EURO-Land auszutreten.
Warum nicht?

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flaschengaist 09.03.2019, 12:37
6. Warum bringt

Washington nicht im Gegenuug ebenso Aussicht auf Wirtschaftsprojekte. Von Reputation und Politischem Bündnis allein werden die Kassen nicht voll. Und schon Roberto Saviano beschreibt in Ghomorra wie groß die Wirtschafts- und Produktionsverflechtungen von China und Italien sind.
Der mahnende Finger von EU oder Washington füllt nicht die italienischen Staatskassen.

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Sucher der Wahrheit 09.03.2019, 12:44
7. Verlagerung der Handelsrouten

das ist wohl der Grund, weshalb die Brüsseler, gesteuert von D-F-BENELUX ein Problem mit der neuen Seidenstraße haben.
Wäre wird nicht länger über Rotterdam und Hamburg verschifft, sondern nimmt künftig Wege über italienische und griechische Häfen.
Das ist auch gut so, denn die Wirtschaft in diesen Ländern muss wieder aufgebaut werden und das geht nur über Investitionen in diese Länder.
Verschuldet sind diese Länder sowieso und ich glaube nicht, dass Verschuldung gegenüber westlichen Investoren unabhängiger macht als gegenüber chinesischen Investoren. Im Gegenteil, bisher war es eher der sogenannte Wertewesten, der mit Troikas, demokratisch gewählte Regierungen versucht hat, außer Kraft zu setzen.

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Schlaflöwe 09.03.2019, 12:47
8. Es stimmt,

die Chinesen verschenken nichts. Je kleiner die Vertragsgegner, desto härter die Knebelverträge. Und Italien spielt wirtschaftlich nicht gerade vorn.

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m.klagge 09.03.2019, 12:47
9. Manchmal hilft ein Schuss ins Knie.

Diesmal dieser: "Doch die Warnungen aus Washington und Brüssel sind deutlich". Viel klarer kann man kaum zeigen, dass Brüssel eine untergeordnete Filiale des Imperiums ist. Des echten Imperiums des us-amerikanschen Geld- und Militäradels, versteht sich. Das Kasperltheater namens Trump ist hier nur Ablenkungsmanöver.

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