Forum: Politik
Italien hofft auf Milliarden-Deals mit China: Flirt in Fernost
Imaginechina/ AP

Italiens Regierung will beim chinesischen Mega-Projekt "Neue Seidenstraße" einsteigen - es winken fette Deals. Dach die Warnungen aus Washington und Brüssel sind deutlich.

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kamax 09.03.2019, 14:47
50. Man sehe sich mal in Afrika an, wie so eine Kooperation mit China funktioniert

In mehrern Ländern, die für China irgendwie interessant waren (z.B. Rohstoffe) winkte China mit Geld für Investitionen. Und die Länder nahmen freudig an, in der Hoffnung auf Investitionen und Arbeitsplätze und Wohlstand. Dann kamen chinesische Firmen und bauten mit chinesischem Material und chinesischen Arbeitskräften irgendwas. Nix mit Wohlstand. Und so ähnlich sieht das hier auch aus.

Nur mal so gefragt: warum soll China Milliarden zum Wohle Italiens investieren? Als globaler Wohltäter ist China schließlich nicht bekannt.

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PeterGuckenbiehl 09.03.2019, 14:50
51.

Zitat von seneca55
Warum nicht? Alles fließt! Die EU hat keine gemeinsame/eigene Außenpolitik Italien hat seit Mitgliedschaft in EURO-Land mehr als 25% seines Wohlstandes eingebüßt. Marco Polo war schon für Genua vor 750 Jahren wegen Seide in dem von Mongolen regierten China und das antike ROM hatte eben wegen der Seide schon wirtschaftliche Beziehungen zum antiken China. Wenn Italien dadurch seinen Marktanteil in China vergrößern kann als heute ist Italien souverän genug, das einzuleiten und sollte sich aber wie Britannien überlegen zumindest aus EURO-Land auszutreten. Warum nicht?
Die wirtschaftliche Welt in China und Italien sah vor 750 Jahren etwas anders aus. Die chinesische Wirtschaft der italienischen überlegen. Die subventionierte Ware von Ost nach West wird den europäischen Markt überspülen. Träume der Vergangenheit helfen da leider sehr wenig.

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a.szikora 09.03.2019, 14:53
52. Witz des Tages

>Das alles blieb nicht ohne Wirkung, denn eine Regierung, die es sich mit den USA verdirbt, hält sich in Italien >nicht lange.

Warum gibt es kein Pursch in Washunghton? Weil es dort keine US Botschaft gibt.

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PeterGuckenbiehl 09.03.2019, 14:54
53.

Zitat von Willi Wacker
aber das passiert doch schon lange Zeit. So what?
Nur dann in noch größerem Maße. Da die Ware schneller hier ist. Und das ist heute vielleicht für den ein oder anderen Hersteller der Grund, die Ware in Europa produzieren zu lassen. Der Vorteile schwindet.

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Kastner 09.03.2019, 14:59
54. Off topic, aber ich möchte es sagen!

Zitat von Beat Adler
Chinesische Knebelvertraege? Wirklich? Die winzig kleine Schweiz verhandelte mit China ein Freihandelsabkommen, unterschrieb und ratifizierte es. Seitdem sind wir Schweizer unter der Knechtschaft Chinas geknebelt;-) Wie auch die ca. 120 bilateralen Abkommen der Schweiz mit der EU ist auch dieses Staats-Abkommen mit China auf win-win Basis abgeschlossen worden. Klein sein, ist nicht immer ein Nachteil! Wie heisst es doch so schoen: Kleine Kinder kleine Probleme..... mfG Beat
Lieber Beat, manchmal hasse ich es das dieses Forum keine Thumb-up, Thumb-Down buttons hat. Immer dann wenn ich einen Ihrer wirklich durchdachten Kommentare (meiner Meinung nach) gelesen habe und das ist quasi täglich. Von mir würde es für Ihre Kommentare immer ein Thumb-Up geben! Ich tue es nun auf diesem Weg und hoffe es wird nicht gelöscht, weil off-topic.

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Ontologix II 09.03.2019, 14:59
55. Stravaganza italiana

Italien hat seine Nachbarn schon oft mit seiner sprunghaften Kreativität überrascht. Oft waren es nur kurzlebige Skurrilitäten.

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Zuversicht 09.03.2019, 15:00
56. Es ist Ihnen aber schon klar,

Zitat von rudi_ralala
Ich denke Sie verkennen die Lage. Die EU und vor allem die USA sind nicht die Philippienen oder Kamerun. Gegenüber den USA ist China nach wie vor ein Zwerg, in wirtschaftlicher Hinsicht und in Militärischer sowieso. Ich frage mich schon seit Jahren, wie das galaktisch überverschuldete China immer noch die Kurve kriegt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass eine Wirtschaftskrise mit allen diktatorischen Mitteln bisher vermieden werden konnte. Denn eines ist klar, kommt die Krise und sie wird kommen, dann ist für die "Kommunistische Partei" und den Bonzen endgültig Schluss mit lustig. Sie wären am Ende!
kommt die Krise in China, so wie von Ihnen prognostiziert, sind wir hier auch am Ende.

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udo46 09.03.2019, 15:07
57.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als China eine no-go-area war.
Und als dann das Tauwetter einsetzte, waren die USA die ersten, die sich das als Verdienst ans Revers steckten.

Aber als dann die Chinesen auf derselben wirtschaftlichen Klaviatur spielten wie die kapitalistische Welt und zum ernsthaften Konkurrenten wurden und es mitunter besser und geschickter anfingen als ihr Ziehvater, da mutierte China vom vermeintlich willfährigen Absatzmarkt plötzlich wieder zur bösen, Menschenrechte verletzenden gelben Gefahr.

So war es übrigens auch mit Russland.
Jelzin und Gorbatschow waren noch ok, weil die sich der Hegemonie der USA nicht widersetzten, aber dann kam der böse Putin ...

Da macht es aus Sicht der amerikanischen Oligarchen die saudische Herrscher-Clique schon viel besser. Da gibt es zwar so gut wie keine Menschenrechte, aber dafür stimmt die Rendite für die Oligarchen beider Länder.

Wie durchsichtig und erbärmlich das alles ist!

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sven2016 09.03.2019, 15:11
58. Ob sich gerade die Nachfahren von

Richard Nixon, Henri Kissinger und Dick Cheney über politische Beeinflussung durch wirtschaftliche Investitionen beschweren sollten, bleibt dahingestellt.

Die chinesische Regierung tut das, was die USA nach dem 2. Weltkrieg in Europa, Afrika und Asien forciert haben.

Gut oder schlecht für die betreffenden Staaten war nie ein Kriterium.

Es bleibt eine Kosten-/Nutzen-Rechnung.

Politischer Druck aus Washingtons Sumpf oder den Brüsseler Palästen wird wenig helfen. Die Länder brauchen Geld und Investitionen.

Wer Kinder von ihren Eltern trennt, einsperrt und nach einem Jahr nicht mehr weiß, wohin sie gehören, hat außer Guantanamo so üble Menschenrechtsprobleme, dass er das nicht als Argument gegen Andere verwenden sollte.

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Trollflüsterer 09.03.2019, 15:12
59.

Zitat von Mindbender
"es winken fette Deals." *kopfschüttel... "Qualitätsjournalismus" my ass.
In Überschriften ist sowas völlig legitim. Und nicht nur da. Schauen sie doch mal beizeiten, was sie hier so fabrizieren.

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