Forum: Politik
Italien: Matteo Renzi erkämpft sich das Vertrauen des Senats
REUTERS

Italiens neuer Regierungschef Renzi hat eine wichtige Hürde genommen: Der Senat sprach ihm nach einer stundenlangen Debatte das Vertrauen aus. Damit steht den radikalen Reformplänen des Sozialdemokraten fast nichts mehr im Weg.

Seite 1 von 2
addit 25.02.2014, 07:56
1. !!!

Das hört sich ja schon mal super an. Ich wünsche ihm alle Kraft der Welt, in dem Land endlich etwas ändern zu können. Verdient haben es die Italiener allemal, jetzt wo Berlusca endlich weg ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cemi 25.02.2014, 09:20
2.

Zitat von addit
Das hört sich ja schon mal super an. Ich wünsche ihm alle Kraft der Welt, in dem Land endlich etwas ändern zu können. Verdient haben es die Italiener allemal, jetzt wo Berlusca endlich weg ist.
Ja, ganz große Klasse. Imer nach dem gleichen Muster: Ein machtbewusster Sozialdemokrat, der Blair und Schröder als seine großen Vorbilder angibt. Wenn so einer dann Reformen des Arbeitsmarktes, Umstrukturierung der Verwaltung und Steuersenkungen ankündigt dürfte klar sein wohin die Reise geht:
- HartzIV für alle "Sozialschmarotzer", die dann gefordert aber nicht gefördert werden,
- "schlanker Staat" mit verrottender Infrastruktur,
- Steuerbefreiung für Spekulanten und Hedgefonds.
Immer schön getreu dem Motto, dass Angebot seine Nachfrage selber schafft. Man muss nur kräftig sparen, dann springt der Handel von alleine an. Eine These, die sich zwar seit inzwischen 20 Jahren als grundfalsch erweist, und bereits halb Europa ruiniert hat. Aber das stört natürlich nicht, wenn man stramm an eine Ideologie glaubt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elvezia 25.02.2014, 09:50
3. Keine Chance

gegen die Kaste der Bürokraten kommt er nicht an. Die lachen ihn schon heute aus und bereiten sich auf Obstruktion vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luganorenz 25.02.2014, 10:14
4. Wissen Sie eigentlich...

... wovon Sie reden? Oder kennen Sie Italien nur aus dem Urlaub?
Wer italienische Bürokratie an eigenem Leibe erfahren hat, der kann Herrn Renzi nur alles Glück der Welt wünschen.
Ich gehe aber davon aus, dass er in den eigenen Reihen den Rückhalt verlieren wird, weil die Beton-Apparatschiks, wie der furchtbare D'Alema (der schon 1999 zum alten Eisen gehörte), auf Privilegien verzichten müssten.
Hartz IV wäre in Italien ein Fortschritt, wo arbeitende Ärzte bei Ihren Eltern wohnen müssen, weil sie sich kein unabhängiges Leben leisten können. Infrastruktur? Meinen sie die halbfertigen Umgehungsstrassen oder im Nichts endende Autobahnen? Reden Sie doch keinen Stuss! Sie haben keinen Schimmer, wie das Land jenseits vom Markusplatz aussieht.


Zitat von cemi
Ja, ganz große Klasse. Imer nach dem gleichen Muster: Ein machtbewusster Sozialdemokrat, der Blair und Schröder als seine großen Vorbilder angibt. Wenn so einer dann Reformen des Arbeitsmarktes, Umstrukturierung der Verwaltung und Steuersenkungen ankündigt dürfte klar sein wohin die Reise geht: - HartzIV für alle "Sozialschmarotzer", die dann gefordert aber nicht gefördert werden, - "schlanker Staat" mit verrottender Infrastruktur, - Steuerbefreiung für Spekulanten und Hedgefonds. Immer schön getreu dem Motto, dass Angebot seine Nachfrage selber schafft. Man muss nur kräftig sparen, dann springt der Handel von alleine an. Eine These, die sich zwar seit inzwischen 20 Jahren als grundfalsch erweist, und bereits halb Europa ruiniert hat. Aber das stört natürlich nicht, wenn man stramm an eine Ideologie glaubt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Progressor 25.02.2014, 10:41
5. Ganz einfach

Natürlich geben wir dem gefühlten 758. Regierungschef Italiens der Nachkriegszeit eine Chance.

Falls der dann aber auch nicht bis zum Ende der Legislaturperiode regiert (wie immer), dann werfen wir ganz einfach Italien aus dem Euro raus. (*höhö*)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cemi 25.02.2014, 10:59
6. Gaaanz ruhig ....

Zitat von luganorenz
... wovon Sie reden? Oder kennen Sie Italien nur aus dem Urlaub? ... Reden Sie doch keinen Stuss! Sie haben keinen Schimmer, wie das Land jenseits vom Markusplatz aussieht.
All die Probleme hatte England damals auch. Dann kam der Reformer Blair. Und es ging weiter bergab.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich würde mir ja wünschen, dass es in Italien anders läuft, aber was so verlautbart wird, lässt mich zweifeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k.u.m. 25.02.2014, 11:06
7.

Zitat von cemi
...Man muss nur kräftig sparen, dann springt der Handel von alleine an. Eine These, die sich zwar seit inzwischen 20 Jahren als grundfalsch erweist, und bereits halb Europa ruiniert hat. Aber das stört natürlich nicht, wenn man stramm an eine Ideologie glaubt.
Dito, Sie glauben eben stramm an Ihre Ideologie, bzw. an Keynes. Jedenfalls ist Italien fast pleite, insoweit müssen Sie mir mal erklären, warum Einsparungen grundfalsch sind.

Ob jemand privat oder ein ganzes Land permanent über seine Verhältnisse lebt, das Ergebnis ist immer dasselbe: Pleite.

Die Idee, der Staat müsse bei schleppender Konjunktur Geld ausgeben, um Investitionen anzukurbeln und in Folge Arbeit zu schaffen, ist von allen Staaten pervertiert worden; denn dieser Idee steht ja gegenüber, dass der Staat dann bei wieder sprudelnden Einnahmen seine Schulden abbaut, was aber nur selten geschah. Stattdessen nimmt man eine temporäre Verbesserung der Einnahmesituation sogleich zum Anlass, die Mehreinnahmen in Form unsinniger Wahlgeschenke zu verplempern. Die daraus folgende, maßlose Überschuldung führt auf Dauer natürlich dazu, dass nun deutliche Einsparungen folgen müssen, um den Staatsbankrott abzuwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
malüberlegen 25.02.2014, 11:16
8. Nicht nur meckern, sondern auch mal klotzen

Zitat von cemi
Ja, ganz große Klasse. Imer nach dem gleichen Muster: (...) Eine These, die sich zwar seit inzwischen 20 Jahren als grundfalsch erweist, und bereits halb Europa ruiniert hat. Aber das stört natürlich nicht, wenn man stramm an eine Ideologie glaubt.
Und weil Sie Recht haben, geht es Deutschland ja auch gerade so furchtbar schlecht im Vergleich zum Rest Europas, ne? Es ist bei Weitem zwar nicht alles Gold was hier glänzt, aber dass Ihr pauschales Kammscheren auch nichts nützt, erklärt Ihnen in Bezug auf Italien der Post nach Ihrem.
Statt nur zu meckern, würde ich mal gerne eher Vorschläge lesen, welche anderen Alternativen in Betracht zu ziehen wären. Da hör ich in den Kommentaren immer schrecklich wenig von...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luganorenz 25.02.2014, 12:18
9. Ich bin kein Fachmann...

... kein Volkswirt oder ähnliches. Aber ich kenne die Realität in Italien sehr gut. Und ich glaube nicht, dass man Italien mit UK oder D vergleichen kann. Es kann doch nicht sein, dass ganze Jahrgänge von Uni-Absolventen auswandern müssen, um ein Auskommen zu haben. Wir reden hier nicht vom Prekariat ohne Schulabschluss, sondern von Akademikern. Der Nipotismus, das organisierte Verbrechen bis in höchste politische Klassen und Abwesenheit jeglicher Meritrokratie haben das Land verdorben... Sind das die Probleme in UK??? Ich glaube auch nicht, dass Renzi es schaffen wird, aber das Schimpfen auf neo-liberale Sozialdemokraten trifft einfach nicht den Punkt.
Zitat von cemi
All die Probleme hatte England damals auch. Dann kam der Reformer Blair. Und es ging weiter bergab. Bitte nicht falsch verstehen. Ich würde mir ja wünschen, dass es in Italien anders läuft, aber was so verlautbart wird, lässt mich zweifeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2