Forum: Politik
Italien und die EU: Renzis Wut auf die ominöse Macht aus Berlin
AP/dpa

Italiens Premier Renzi ist sauer: auf die EU-Kommission, die ihm beim Regieren dauernd in die Quere kommt. Und noch mehr auf Kanzlerin Merkel, die angeblich bestimmt, was Brüssel tut. Es herrscht Streit "wie nie zuvor", heißt es in Rom.

Seite 9 von 13
pom_muc 29.12.2015, 16:33
80.

Zitat von Celestine
Sie haben überhaupt nicht verstanden, was ich ausdrücken wollte. Ist Demokratie so schwer zu verstehen? Ich habe mit KEINEM Wort abgestritten, dass gewisse Länder "Netto-Einzahler" sind. Doch darum geht es nicht. Wenn es darum ginge, dann wäre die EU nichts als ein Sparkassen-Verein, verkommen zu einem Wirtschafts- und Finanzbündnis. Ist das für Sie die Idee von Europa, das Ideal der EU? Wenn ja, habe ich nichts dagegen, aber ich finde das schlecht, die Durchkommerzialisierung des menschlichen Lebens.
Was haben Verträge mit Demokratie zu tun?

Hat nicht eine demokratisch gewählte Regierung die Euro-Verträge unterzeichnet?

Hat Renzi nicht in Kenntnis dieser Verträge Wahlversprechen gemacht die er nun nicht einhalten kann?

Beitrag melden
mailo 29.12.2015, 16:38
81.

Kann nichts falsches bei dem aufgeführten erkennen. Ein wenig kompromissfähigkeit täte der Sache sicher gut! Denn auch unsere Kanzlerin setzt gern mal aufs falsche Pferd. Die neoliberale Wirtschaftspolitik der letzten Jahre hat genug schaden angerichtet!

Beitrag melden
birdie 29.12.2015, 16:39
82. Nicht zu vergessen :

Italien könnte sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, wenn es das wollte. Denn Italien hat in Europa den wertmässig grössten Goldbestand im Staatsbesitz. Damit liesse sich viel bewegen, wenn man das wollte. Doch genau das will Herr Renzi nicht. Denn nur die Deutschen sind schuld an seiner Misere. Und dafür sollen sie gefälligst kräftig zahlen.

Beitrag melden
roland56 29.12.2015, 16:40
83. Ist es wirklich so, oder ist es nur bequem ...

Zitat von mistermister
Der nächste. Nach UK, DK, FR begreifen nun auch die Italiener, was es heißt in einer EU unter der Hegemonialmacht Deutschland zu "leben". Es ist interessant zu sehen, wie Deutschland den europäischen Kontinent nun anscheinend zum dritten Mal in knapp hundert Jahren in den Abgrund führt.
... Deutschland für alles was schief läuft, die Schuld in die Schuhe zu schieben?

Vom Stimmengewicht innerhalb der EU aber auch in der EZB und von den einflussreichen Posten gesehen, sehe ich DE eher unterrepräsentiert. Das nervige Auftreten von Merkel steht auf einem anderen Blatt.

Aber von auferlegtem Spardiktat kann keine Rede sein, denn gespart wird ja nicht, es werden im Besten Fall, weniger Schulden gemacht. Ist ja in DE nicht anders. Jetzt wird es so dargestellt, als ob das Schuldenmachen die Lösung wäre, als ob es nicht gerade diese endlose Schuldenmacherei war, die nicht nur die Südländer in die heutige Situation gebracht hat.

In der EU wird mit vielerlei Maß gemessen. Da drehe ich für keinen Staat die Hand um auch nicht für DE. Ist auch nicht verwunderlich bei solchen Gestalten wie Juncker oder Schulz. Die EU ist ein korrupter, lobbygesteuerter Haufen - die Bürger schnurzpiepegal.

Beitrag melden
Ottokar 29.12.2015, 16:44
84. Mir ist nicht bekannt das ein Land gezwungen wurde

der EU un dem EURO beizutreten. Es wäre also zu begrüssen wenn Herr Renzi, in seiner Regierungszeit aus der EU und dem EURO austreten würde.

Beitrag melden
denny101 29.12.2015, 16:45
85.

Grundsätzlich bin ich auch dafür, dass in Europa Regeln für alle gelten sollen.
Als italienischer Steuerzahler bin ich allerdings strikt dagegen, dass die 4 Banken jetzt vom Staat gerettet werden sollen. An deren Spitze sitzen nämlich Verbrecher, allesamt aus dem linken politischen Spektrum, also jenem von Renzi. Einige sind sogar Verwandte von seinen engsten Mitarbeitern. Klar dass er sauer ist.
Diese Banken (und vermutlich viele andere im Land) haben die jetzt zur Disposition stehenden Obligationen mit großzügigen Verzinsungen und Sprüchen wie dem folgenden unter die Leute gebracht: "kein Risiko, wenn was schiefgeht zahlt sowieso der Staat"...

Beitrag melden
roland56 29.12.2015, 16:45
86. Italien ist Nettozahler!

Zitat von jgwmuc
Renzi, alles ist doch so einfach, verlass die EU, verlass den Euro. mach die Grenzen dicht und schon läuft alles bestens in Italien. Wir freuen uns , fällt doch ein einer der Blutsauger weg. Nicht die EU, nicht Deutschland braucht Italien, sehr wohl dringend Mafia Italien die EU und Deutschland.
Italien gehört zu den vier großen Nettozahler.

Und ja, mir geht Renzi gehörig auf die Nerven. Aber auch Merkel, Hollande, Juncker, Schulz usw.

Es sind immer die jeweiligen Regierungen, die hier Sch*** bauen. Die Bevölkerung, egal ob in GR, IT, FR, DE oder sonst wo, sind immer die Dummen.

Durch den Euro haben wir jetzt die Situation, dass jeder meint er müsse dem Anderen reinreden, da ja nun alle in einem Boot sitzen.

Beitrag melden
happy2010 29.12.2015, 16:51
87.

Zitat von birdie
Italien könnte sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, wenn es das wollte. Denn Italien hat in Europa den wertmässig grössten Goldbestand im Staatsbesitz. Damit liesse sich viel bewegen, wenn man das wollte. Doch genau das will Herr Renzi nicht. Denn nur die Deutschen sind schuld an seiner Misere. Und dafür sollen sie gefälligst kräftig zahlen.
nein Italien hat nicht den größten Goldbestand im Staatsbesitz

und

Nein, selbst ein Verkauf des zweitgrößten Goldbesitzes würde fast nicts an der Verschuldung ändern

und
Nein, Renzi will nicht, sondern Renzi kann nicht
Es ist ZU VIEL marode, wir hangeln uns von Reparatur zu Reparatur

Ach ja, Itaien verlor dank Steueroasen mehr Geld, als alle Flüchtlingskosten Bankenrettungsgelder und Co in 2015 kosteten

Beitrag melden
Justitia 29.12.2015, 16:56
88.

Zitat von mailo
Kann nichts falsches bei dem aufgeführten erkennen. Ein wenig kompromissfähigkeit täte der Sache sicher gut! Denn auch unsere Kanzlerin setzt gern mal aufs falsche Pferd. Die neoliberale Wirtschaftspolitik der letzten Jahre hat genug schaden angerichtet!
Welche angeblich "neoliberale" Wirtschaftspolitik hat welchen Schaden angerichtet? Wenn Sie die Staatshaushalte in Italien und Griechenland meinen, dann war genau das Gegenteil von einer "neoliberalen" Wirtschaftspolitik Schuld an der Situation, nämlich eine grassierend fortschreitende Verschuldung, weil man auf Pump zulasten anderer gelebt hat. Aber wer solche sozialischten und weitgehend inhaltslosen Kampfbegriffe wie "neoliberal" verwendet, ist kaum in der Lage der tatsächlichen Ursache ins Auge zu blicken.

Beitrag melden
x+n 29.12.2015, 17:01
89.

Zitat von simonweber1
wäre ich etwas vorsichtiger. Die deutschen Staatsschulden sind wesentlich höher als die italienischen Staatsschulden. Wir sollten es uns endlich abgewöhnen, mit der so typischen deutschen Arroganz und Hochnäsigkeit anderen Ländern beibringen zu wollen, was sie zu tun haben.Wenn die unrühmliche Entwicklung Merkelscher "Politik" so weiter geht, wird bald niemand mehr etwas mit Deutschland zu tun haben wollen.
Das stimmt aber nicht. Die italienischen Schulden sind absolut höher:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/198377/umfrage/staatsverschuldung-in-der-europaeischen-union/
Und bzgl. BIP noch mehr.

Beitrag melden
Seite 9 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!