Forum: Politik
Italien-Wahl: Die blockierte Republik
AP/dpa

Italien droht ein Patt: Mitte-Links dominiert die Abgeordnetenkammer, die Anti-Europäer Silvio Berlusconi und der Ex-Komiker Beppe Grillo haben im Senat die Mehrheit. Schon ist von Neuwahlen die Rede.

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intenso1 26.02.2013, 11:11
90. Das ist richtig

Zitat von Irene56
Sie nicht die alte Weisheit? JEDES Volk bekommt die Regierung, die es verdient.
Das ist richtig. Besonders hier in Deutschland sieht man es nach jeder Wahl wieder.

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Speculi 26.02.2013, 11:32
91. Sie bleiben ein Rätsel...

Man könnte sagen: jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient. Und damit wäre den Italienern dann ein neuer Auftritt ihres nicht nur juristisch hoch auffälligen Pfaus auch zu gönnen. Getreu dem Motto: Ihr habt Euch die Minestrone eingebrockt, jetzt löffelt sich auch aus.
Könnte man. Wenn es da nicht die Segnungen des Euro gäbe. Die nach aktueller Lesart ja bedeuten, dass Staaten - so siech sie auch sein mögen - entgegen den ursprünglichen Statuten - von der Gemeinschaft gerettet werden. Was die Aktienkurse ja nun auch schon durchschüttelt.
Damit steht die Suppe dann mulitnational auf unseren Tischen. Und damit ist es auch für uns von Belang, wenn Herr B. über die Rechtfertigung von Bestechung fabuliert und Steuerhinterzieher begnadigen will. Sein Eigen war ja nun immer sein primär fokussiertes Ziel.
Hoffentlich bezieht Europa im Hinterzimmer nun endlich deutlich Stellung. Hoffentlich wird klargemacht, dass auch von einem der der ältesten europäischen Staaten langsam verantwortungsvolles demokratisches Handeln erwartet werden kann und muss. Und dass anderfalls allein aus Selbstschutz Schluss sein wird mit Fremd- und Querfinanzierungen notorisch reformunwilliger Mitgliederstaaten. Getrue dem Motto: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Allein, mir fehlt daran der Glaube. Und langsam auch an den politischen Verstand des italienischen Wahlvolkes.

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spmc-129372683232763 26.02.2013, 11:34
92.

In den dt. Medien hört man allenfalls -gelinde gesagt-Fragwürdiges wie "D hat - und wird am meisten vom € profitiert/en"!!!! oder- überzeugender:"D. ist gefährlich / muß eingehegt werden"oder noch besser : "Zweimal hat uns Europa gerettet,jetzt müssen wir Europa retten"..........."Einzige Ausnahme:Kauders diplomatischer Geniestreich: " Jetzt wird in Europa deutsch gesprochen"!!! Er meinte damit den -Versuch , die Nehmerländer effizientes Wirtschaften zu lehren!
Und nicht etwa ,unsere Sprache als dritte Amtssprache einzuführen! Dann hätten die Bundestagsabgeordneten so manche €-Vorlage einige Zeit früher auf dem Tisch gehabt.-nicht im Interesse unseres Landes? Einen hab ich noch : "Wenn der € stirbt, stirbt Europa"! Umgekehrt wird ein Schuh draus! Von unserem und dem Land unserer Kinder ganz zu schweigen!

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mimi_kry 26.02.2013, 12:24
93. Lebensqualität?

Zitat von g0r3
Das hat nichts mit Mentalitäten zu tun. Sie würden genauso quengeln und protestwählen, wenn Ihnen Ihre Lebensqualität weggenommen würde. Das Spon-Forum ist ja immer ein Vorzeigebeispiel künstlicher Empörung.
Sie meinen das Dasein auf Pump mit unglaublichen Lohnzuwächsen - wobei natürlich die Wirtschaftsleistung nicht einmal im Ansatz entsprechend gewachsen ist? Nun. Wenn Sie so viel Verständnis für ein derartiges "Lebenskonzept inkl. -Qualität" haben, dann unterbreite ich Ihnen einen Vorschlag, den Sie sicher nicht ausschlagen können: Ich hab die letzten Jahre auf einem überdurchschnittlichen Niveau gelebt - finanziert durch einige Finanz-Jongleurskunst, denn leisten hätte ich mir das natürlich niemals können. Jetzt geht's ans Zurückzahlen, aber ich brauche einige neue Sachen für meine Wohnung, ein neues Auto wäre schön, Urlaub hatte ich seit geraumer Zeit nicht mehr - und eigentlich möchte ich mehr Geld zur Verfügung haben. Mein Gehalt gibt das gerade zwar nicht her - aber hey, das ist nun mal die Lebensqualität, die ich gewohnt bin. Sie werden mir doch bestimmt dafür die nötige Kohle überweisen - Daten übermittle ich Ihnen dann gern per PN. Und sollten Sie mir diesbezüglich nicht entgegen kommen, tja, dann bleibt mir nur der lautstarke Protest - der von Ihnen doch sicher nachvollzogen werden kann, denn es war nun mal die Lebensqualität, die zwar nicht meiner Leistungsfähigkeit entspricht, aber das spielt inzwischen bekanntlich keine Rolle.

Dass jetzt in Italien auch noch Menschen gewählt werden, die weiterhin mit dummdreisten Versprechen und populistischem Gehabe aufwarten, zeigt doch das ganze Dilemma auf. Ich finde es fast traurig, dass hier immer wieder ausgeblendet wird, dass die Gelder verkonsumiert wurden - von wem auch immer. Definitiv auch vom "armen kleinen Mann" in Form von Gehältern und Wahlgeschenken ... Ach so: Sollten Sie die Gelegenheit haben, und mit jemandem aus Norditalien sprechen können, tun Sie das unbedingt. Ich schätze, Ihre Ansichten bezüglich der Lebensqualität etc. pp. werden sich danach ändern.

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ginivonOnyx 26.02.2013, 14:12
94. Italien-Wahl

M.W. ist Italien noch in der EU.
Warum kümmert sich der Europäische Gerichtshof nicht um Berlusconi?
Um sonst jeden Sch.... treten die Richter auf den Plan, wenn aber
die gesamte EU in Gefahr ist, hört man von den Juristen kein Wort,!

Zitat von sysop
Italien droht ein Patt: Mitte-Links dominiert die Abgeordnetenkammer, die Anti-Europäer Silvio Berlusconi und der Ex-Komiker Beppe Grillo haben im Senat die Mehrheit. Schon ist von Neuwahlen die Rede.

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002614 26.02.2013, 14:30
95. Wo liegt die Verantwortung?

Zitat von ecopolit
Das gesamte Verhalten der Italienischen Politik, spezifisch der Wahlkampf verkörpern im Gesamten die Idealdefinition des Begriffes "grotesk". Die italienische Bevölkerung scheint den Ernst der Lage nicht zu erkennen, wenn ein solches Wahlergebnis resultiert. Inkompetenz und Politikverdrossenheit müssen die Gesellschaft prägen, anders ist ein Resultat dieser Art, in Form einer unfähigen Regierung, nicht zu erklären. Italien benötigt einen kompletten Strukturwandel.
In Italien war es zu Lira-Zeiten gar nicht anders. Die "Architakten" der EU hätten das früher sehen müssen, genau wie bei Griechenland.

Wenn Deutschland mit den Nord-Ländern (mit oder ohne GB) und Frankreich mit den Südländern eine Währungsunion eingegangen wären, dann sähe es anders aus. Der Süden könnte abwerten. Aber die Deutschen und Franzosen sind ja sooo dicke Freunde, da kommt es auf Geld eben nicht an.

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002614 26.02.2013, 14:37
96. Bella Italia

Zitat von thomasjonson
scheint nicht alles so alternativlos zu sein wie hier bei uns. Das ist wahre Demokratie. Auch wenn das in Brüssel und Berlin keinem so richtig schmeckt. Das italienische Volk hat gewählt und zwar nicht so wie sich die Finanzmogule es vorgestellt haben. Bravo Ragazzi
Das italienische Volk hat so gewählt wie es sich die Finanzmogule nicht vorgestellt haben ? - Frage : Inwiefern wird diese gewählte "Lösung" eigentlich den Finanzmogulen schaden ??? Erst wenn ich das verstanden habe, kann ich vielleicht Bravo rufen.

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002614 26.02.2013, 14:48
97. Schade

Zitat von patricco
... nicht mehr bereit, uns laenger von der gier einiger weniger, von der internationalen finanzlobby & co, von bruessel, berlin ecc, beherrschen zu lassen. ja, wir wollen einen strukturwandel. aber anders, als es die neoliberalen gerne haetten.
Schade, daß zwar immer Strukturwandel bis hin zum Systemwandel gefordert wird, es aber nie aufgezeigt wird, wie die neue Struktur oder das neue System aussehen soll ! - Wenn das dargestellt werden kann und sich viele Leute dafür begeistern lassen, dann gibt es (nur in einer Demokratie) einen Wechsel !

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redpoz 26.02.2013, 14:52
98. optional

eigentlich, Bersani hat nicht gesagt er "bereit fuer Budnisse" sei.
Er hat anders gesagt, zwar dass seine Partei bereit mit anderen ueber die Riformen zu mitarbeiten ist.

Ausserdem, bin ich mit der Analyse des Artikels einverstanden.
Trotzdem, versteht man nicht wieviel verantvortungsvoll und wieviel unabhaengig von ihrer Chef die Ahnaenger des "Movimento 5 Stelle" (Grillo) sind. Wenn alle von Grillo und Berlusconi abhaengt, hat Italien keine chance....

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002614 26.02.2013, 15:09
99. Wie denn?

Zitat von fixenbaas
In diesem Land herrscht eine eigenartig widersprüchliche Haltung gegenüber demokratischen Prozessen unter kapitalistischen Bedingungen. Einerseits kritisieren bedeutende Intellektuelle wie Faz-Herausgeber Schirrmacher die Egomanie, mehrere SPON-Journalisten ......
Wenn die vielen, die "bei Frau Merkel und ihrer Regierung sind", wüßten, was Sie unter "neue, andere Antworten" verstehen, dann könnten sie davon überzeugt werden und das Problem mit "den Märkten" wäre gelöst.- Das wäre dann die von Ihnen gewünschte "Rebellion", von der Sie sagen: "Wähler dürfen doch nicht rebellieren". - Bei echten Alternativen, die auch deutlich gemacht werden, wären die Wähler sicher dabei !

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