Forum: Politik
Italiens Innenminister unter Druck: Vorboten des Zuviel-ist-Zuviel-Gefühls
imago/ Insidefoto

Italiens Innenminister Salvini wollte erst keine Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Diciotti" aufnehmen, dagegen protestierten Kirchenführer, nun ermitteln Staatsanwälte. Das könnte den selbstherrlichen Minister gefährden.

Seite 9 von 9
simonweber1 27.08.2018, 11:12
80. Man

Zitat von Actionscript
...beängstigend und unglaublich, was sie hier schreiben.
muss diesen Kommentar des Foristen nicht in Gänze teilen. Wenn man die nationale und die Internationale Rechtslage berücksichtigt hat er allerdings in wesentlichen Teilen recht.Auch in Italien ist die Einreise ohne Papier als illegal zu bezeichnen. In diesem Fall war es zudem so, dass die "Flüchtlinge" nicht von Malta. als erste Station versorgt werden wollten, sondern angeblich die Schiffsführung unter Druck gesetzt haben, um nach Italien gebracht zu werden. Solche "Rettungen" sieht das internationale Seerecht nicht vor. Insofern ist es oftmals eher unglaublich und beängstigend wie sich Flüchtlinge verhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simonweber1 27.08.2018, 11:18
81. Naja

Zitat von denny101
Sie sind einer der vielen, die die Zusammenhänge nicht begreifen: die rechten Nationalisten in Europa, also Salvinis Brüder im Geiste, mit denen er eigentlich ein "neues Europa" schaffen will, lassen den Kerl auflaufen. Brüssel macht schon seit Langem Vorschläge, DE, FR, SWE und andere haben schon längst ihre Bereitschaft erklärt und nehmen ganz nebenbei ein Vielfaches von Italien als Flüchtlinge auf...
so ganz korrekt ist das nicht was Sie schreiben. Frankreich schiebt mehr an den Grenzen ab, als sie aufnehmen, Schweden nimmt keine mehr auf, Belgien hat ebenfalls erklärt keinen einzigen Flüchtling mehr aufzunehmen.Dazu kommen die Staaten die ohnehin keine aufnehmen.Es sind also nicht Salvinis Brüder im Geiste die sich verweigern, es sind die meisten EU Staaten, die ja nun wahrlich nicht alles als rechts eingestuft werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 27.08.2018, 11:24
82.

Zitat von missisross
Der Staatsanwalt ist ein bewiesener Migrantenfreund der sich gerne mit Renzi ablichtet. Das italienische Volk hat es satt andere zu ernähren, wir haben ganz andere Probleme. [....]
In Italien gilt was überall gilt: Entgegen der ständigen unverschämten Dreistigkeit der Rechten, für sich in Ansprch zu nehmen für das Volk sprechen zu können, gibt es keine rechtsradikale Mehrheit. Auch in Italien nicht. Die Lega liegt - was schlimm genug ist - bei 25%.
Aber das ist NICHT die Mehrheit und schon gar nicht "das Volk".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 27.08.2018, 11:29
83.

Zitat von simonweber1
[...]Wenn man die nationale und die Internationale Rechtslage berücksichtigt hat er allerdings in wesentlichen Teilen recht.Auch in Italien ist die Einreise ohne Papier als illegal zu bezeichnen. In diesem Fall war es zudem so, dass die "Flüchtlinge" nicht von Malta. als erste Station versorgt werden wollten, sondern angeblich die Schiffsführung unter Druck gesetzt haben, um nach Italien gebracht zu werden. Solche "Rettungen" sieht das internationale Seerecht nicht vor. Insofern ist es oftmals eher unglaublich und beängstigend wie sich Flüchtlinge verhalten.
Seltsamerweise findet man in den Gesetzen zur Seenotrettung das EXAKTE Gegenteil dessen, was Sie behaupten. Da steht nämlich DEZIDIERT, dass ein Schiff im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen MUSS, um in Seenot geratenen Menschen zu helfen. NICHTS hingegen findet man über irgendeine Pflicht, die Geretteten an einer bestimmten Stelle abzuliefern. Und Ihre Behauptung bezüglich des "Zwang" durch die Flüchtlinge ist schlicht Quatsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simonweber1 27.08.2018, 11:56
84. Ich

Zitat von mostly_harmless
Seltsamerweise findet man in den Gesetzen zur Seenotrettung das EXAKTE Gegenteil dessen, was Sie behaupten. Da steht nämlich DEZIDIERT, dass ein Schiff im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen MUSS, um in Seenot geratenen Menschen zu helfen. NICHTS hingegen findet man über irgendeine Pflicht, die Geretteten an einer bestimmten Stelle abzuliefern. Und Ihre Behauptung bezüglich des "Zwang" durch die Flüchtlinge ist schlicht Quatsch.
weiß, dass für Sie alles Quatsch ist, was nicht in Ihr Weltbild passt. Fakt ist, dass die Geretteten nicht nach Malta wollten sondern nach Italien und genau das habe ich in Bezug auf die Seenotrettung geschrieben. Insofern ist mein Hinweis völlig richtig, dass nach den Gesetzen der Seenotrettung Geflüchtete eben nicht bestimmen können, wo sie an Land gebracht werden möchten. Seltsamerweise haben Sie das in Ihrem Kommentar ja auch bestätigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denny101 27.08.2018, 11:58
85.

Zitat von simonweber1
so ganz korrekt ist das nicht was Sie schreiben. Frankreich schiebt mehr an den Grenzen ab, als sie aufnehmen, Schweden nimmt keine mehr auf, Belgien hat ebenfalls erklärt keinen einzigen Flüchtling mehr aufzunehmen.Dazu kommen die Staaten die ohnehin keine aufnehmen.Es sind also nicht Salvinis Brüder im Geiste die sich verweigern, es sind die meisten EU Staaten, die ja nun wahrlich nicht alles als rechts eingestuft werden können.
Sie können gerne weiter relativieren, was nationalistische Regimes so anrichten, ich werd' es Ihnen doch nicht "abkaufen",
das Muster ist nämlich immer das selbe: jene Länder, die immer schon aufgenommen haben, stehen auch diesmal wieder bereit,
während die üblichen nationalistischen Dumpfbacken, also die Brüder im Geiste Salvini's, sich mehr oder weniger "elegant" verweigern.
Richtig schäbig, aber in Ihrem Geiste passend, finde ich Ihre Aussage zu dem vorherhenden Post ("unglaublich und beängstigend wie sich Flüchtlinge verhalten").

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 27.08.2018, 13:27
86.

Zitat von simonweber1
weiß, dass für Sie alles Quatsch ist, was nicht in Ihr Weltbild passt. Fakt ist, dass die Geretteten nicht nach Malta wollten sondern nach Italien und genau das habe ich in Bezug auf die Seenotrettung geschrieben. Insofern ist mein Hinweis völlig richtig, dass nach den Gesetzen der Seenotrettung Geflüchtete eben nicht bestimmen können, wo sie an Land gebracht werden möchten. Seltsamerweise haben Sie das in Ihrem Kommentar ja auch bestätigt.
Belegen Sie einfach Ihre abstruse Behauptung, die Flüchtlinge hätten die Besatzungen gezwungen. Bezüglich der Pflicht zur Seenotrettung jedenfalls sagen Sie die Unwahrheit, soviel ist mal klar

https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/seenotrettung-fluechtlinge-mittelmeer-libysche-kuestenwache-ngos

Und bestätigt habe ich GAR NICHTS von dem, was Sie behauptet haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 9