Forum: Politik
Italiens Matteo Salvini hetzt gegen die EU: Zoff ist sein Stoff
REUTERS

Italiens starker Mann, Lega-Boss Matteo Salvini, sucht gezielt Ärger mit Brüssel. Schließlich habe die EU "Armut und Angst über Europa gebracht". Das treibt ihm Wähler zu - und bringt ihn seinem eigentlichen Ziel näher.

Seite 6 von 12
SteffenzurSee 24.11.2018, 23:46
50. Recht haben Sie

Zitat von tailspin
Die Attraktivitaet von Salvini ist nicht so schwer zu verstehen. Die EU hat die laengste Zeit an NPCs appelliert, den am weitesten verbreitete Typus von Personen. Das Forum hier ist voll davon. NPCs sind 'Non-Player Characters' oder Trittbrettfahrer, biologische Puppen, die von externen Einfluessen kontrolliert werden. Den NPCs fehlt der interne Dialog, die kritische Rueckfrage. Alles was sie sagen, ist wiedergekauter Unsinn, den sie von offizieller Seite aufgesaugt haben. Die meisten dieser Leute sind unfaehig, selbst einen originellen Gedanken zu formulieren. Sie funktionieren auf der Grundlage der Konformitaet, Gehorsam und Gruppendenken. Das sind die Unterstuetzer der EU und, deswegen ist die EU in dem jaemmerlichen Zustand. Nicht das einzige Beispiel. Die Klimadiskussion folgt dem gleichen Muster oder 'orange man is bad'. Salvini, ist der jenige, der aus dem Kaefig ausbricht, das macht seine Attraktivitaet aus. Der Hass, mit dem er ueberschuettet wird, macht ihn zum Maertyrer. Nur weiter so.
Mit dem ersten Satz haben Sie absolut recht. Ein vermeintlich starker Mann, der rumpöbelt und immer "den lauten macht" und einem die komplizierte Welt ganz wunderbar mit einfachen Worten erklären kann ist für viele Menschen schon immer sehr attraktiv gewesen. Die Geschichte ist voll von diesen Typen. Und wir alle sind verführbar.

Mit der Beschreibung des Begriffs "NPC" haben sie dann auch eine perfekte Beschreibung der Wähler von Salvini gefunden. Salvini versetzt die Menschen permanent in Angst und Schrecken indem er permanent von Feinden imaginiert die alle furchtbar böse sind und Italien vernichten wollen. Diesen Menschen kann er sich dann wunderbar als "Heilsbringer" und "Erlöser" andienen und ist damit quasi alternativlos.

Beitrag melden
g.raymond 24.11.2018, 23:50
51. Mehr Flexibilität für die EU

Das politische System der EU sollte vielleicht so flexibel werden, dass EU- Mitglieder, die rauswollen, rauskönnen. Und dass die EU einfach Mitglieder, die sie nicht mehr haben will, mehrheitlich rauswerfen kann. Im schlimmsten Fall, wenn auch Ungarn oder Polen und andere rausgeworfen wären, bliebe dann noch eine deutsch-französische Allianz. Wäre auch nicht schlecht und sicher wirtschaftlich, militärisch, politisch und sozial sehr erfolgreich.

Beitrag melden
gruffelo 24.11.2018, 23:54
52. Griechenland die Zweite

Klingt irgendwie vertraut - kann es sein, dass er ideologisch bei Varoufakis abgekupfert hat? Na - ich will die Spannung ja nicht rausnehmen, aber wir wissen alle wie das in GR geendet ist. Als die Brise zu einem Gegen-Windchen wurde, Schwanz eingezogen und abgedreht. Nur, dass die EU sich eine Italienrettung nicht wird leisten können...

Beitrag melden
milpark 24.11.2018, 00:12
53. Wer nicht hören will ...

Ralf Dahrendorf prophezeite bereits 1998 mit guten Gründen: "der Euro wird Europa spalten" (https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dahrendorf-der-euro-wird-europa-spalten/68204.html). Inzwischen hat Merkel praktisch bewiesen, dass er Recht hatte.

Beitrag melden
mens 24.11.2018, 01:01
54. Faschistischer Schwadronierer

Jetzt merken vielleicht ein paar verblendete 5Sterne-Wähler wen sie da auf indirekt ins Amt gehoben haben. Einen rüpelhaften Demagogen, Rassisten und Nationalisten, der ihre Saubermann-Partei einfach ausschaltet und mehr und mehr die Kontrolle über das Land erlangt. Ich weiß nicht wovon mir schlechter wird. Dieser Mann und seine Wähler oder die jauchzenden Kommentare aus D zu einem Faschisten und Rassisten erster Klasse. Es geht abwärts in Europa.

Beitrag melden
freeclimber 24.11.2018, 01:12
55. Denn sie wissen nicht was sie tun

Es genügt eine einzige Woche, in der sich der (ach so böse) Kapitalmarkt weigert, neu ausgegebene italienische Anleihen zu kaufen und schon ist dort Feuer unterm Dach. Mal sehen, wie lange es dann dauert, bis die Italiener merken, welchen Schwätzern sie da aufgesessen sind.
Was in Europa fehlt ist Konsequenz! Wer Regeln bricht muss die Konsequenzen sofort spüren! Wieso wird noch Geld an die Ungarn überwiesen? Einfach mal testen, wie lange die aufgeblasenen Backen dann durch halten.

Beitrag melden
oldman2016 24.11.2018, 01:20
56. Euro wahrscheinlich ein historischer Fehler

Es wird auch unter einigen Experten kritisch hinterfragt, ob eine gemeinsame Währung bei unterschiedlich starken Volkswirtschaften auf Dauer jedem Mitglied der Währungsunion die gewünschten wirtschaftlichen Vorteile bringt, wenn das Steuersystem nicht ebenfalls harmonisiert ist. . Die starken Volkswirschaften innerhalb einer Währungsunione schwächen die schwachen Vollkswirtschaften eher noh mehr, weil das wichtige Korrektiv des Wechselkurses eine Stärkung der eigenen Wirtschaft verhindert. Die Schuldenlast Italiens wird für die Eurozone und den Euro eine große Herausforderung werden. Aber Partei in Berlin wird sich eingestehen wollen, dass der EURO ohne eine harmonisiertes Steuersystem eine Fehlgeburt war.

Beitrag melden
hustelinchen... 24.11.2018, 01:20
57. SO wird n Schuh draus

OK, er mag Europa nicht. Dann sollte, nein: Muß! Er
1. Auf 100% der Geldzuwendungen aus Brüssel verzichten und
2. Auf 100% der Besucher und Touristen aus Europa und dem Rest der Welt.
3. 100% der europäischen und 100% der Kunden in aller Welt verzichten extrem leichten Herzens darauf, italienische Waren zu erwerben.
Und er geht binnen weniger Tage endgültig auf dem Zahnfleisch.Und wir stehen daneben und freuen uns lautstark darüber. Er will nicht - dann darf er auch nicht.

Beitrag melden
hansriedl 24.11.2018, 01:34
58. italienischen Krankheit

An der Existenz einer „italienischen Krankheit“ kann es keine Zweifel geben. Die Wirtschaft des größten südeuropäischen Landes wächst seit rund zwei Jahrzehnten unterdurchschnittlich, obgleich Italien, anders als Spanien, von der verheerenden Finanzkrise vor zehn Jahren wenig getroffen wurde und die Wirtschaft zweifellos von nachhaltig niedrigen Zinsen profitiert hat. In diesem Zeitraum war die Finanzpolitik nicht restriktiv und es kam zu weniger Neubildungen von Regierungen als in den Jahren zuvor.
Man darf nicht vergessen, dass Italien in den fünfziger und sechziger Jahren wie Deutschland ein Wirtschaftswunder erlebt hatte und noch in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhundert wuchsen Wirtschaft und Produktivität in Italien kräftiger als im europäischen Durchschnitt. Irgend etwas muss in den vergangenen 20 Jahren hinzugekommen sein, was auf der Entwicklung der italienischen Wirtschaft lastet.

Beitrag melden
Frank Klipp 24.11.2018, 01:46
59. Volksverhetzung

Alle, die hier Salvini, Le Pen, Orbán & Co. in den Rang von Volkshelden erheben wollen: das sind die Rechtspopulisten allesamt nicht. Sie sind ohne Ausnahme ein Haufen von dummdreisten Maulhelden, denen kein Deut am Gestalten, Aufbauen und Verbessern liegt, sondern ausschließlich an der Zerstörung zum eigenen Vorteil. Daran ist nichts Heldenhaftes oder auch nur annähernd Unterstützenswertes. Die Europäische Union ist das Beste, was unsere Nationen gemeinsam hervorgebracht haben. Und unendlich viel besser als das, was die Nationalisten jemals erzielen werden.

Beitrag melden
Seite 6 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!