Forum: Politik
Italiens Polit-Hoffnung Renzi: Das Jahr des Verschrotters
REUTERS

Weg mit Italiens alter Politik-Garde, weg mit dem EU-Spardiktat - alles neu macht Matteo Renzi, junger Parteichef der Sozialdemokraten. Der Konfrontationskurs soll ihn an die Macht bringen, könnte sein Land und Europa jedoch teuer zu stehen kommen.

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puqio 12.01.2014, 01:12
10. wir haben das gleiche Problem

Eigentlich haben wir das gleiche Problem.
Die Reichen werden immer reicher, die Armen müssen immer mehr Lasten tragen und haben immer weniger, und die Politik ist zu einer Farce geworden, die aussitzt oder sich durchschummelt.
Da ist nur ein großer Unterschied:
Der Deutsche lässt dich alles gefallen und fühlt sich dabei wohl.
Der Italiener will Gerechtigkeit und geht auf die Strasse.

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fatal.justice 12.01.2014, 01:31
11. Spannung..

Mich persönlich würde es interessieren, welcher Bürger in Deutschland jemals einen Bankauszug gezogen hat und danach dachte: Hups: Mein Geld ist wech und sonnt sich auf Naxos oder Elba. Ja dann würde ich die ganze kleinbürgerliche Erregung sogar nachvollziehen können - auch wenn mir diese gesellschaftliche Uninspirierthei auf den S... geht. Ich zahle weitaus lieber denjenigen nicht zu knappe Steuern, die Europa zu Gute kommen, als denjenigen passiven Staubfängern, die es sich deutschlandweit im beblümten Sofa gemütlich gemacht haben. Man arbeitet ja schließlich hat damit das Alibi, allabendlich strunzblond in die Glotze zu schauen, anstatt standhaft diejenigen mit den Händen wildwedelnd und handgreiflich zu belästigen, die wirklich für die monetäre Katastrophe verantwortlich sind. Wer mag das wohl sein?

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bssh 12.01.2014, 01:33
12. Gut so

Er hat ja recht: die Obergrenze für das Haushaltsdefizit der Mitgliedstaaten ist anachronistisch. Sie ist willkürlich so festgesetzt.
Es wird Zeit, dass diese dämliche Austeritätspolitik endlich kippt.
Man sollte sich ein Beispiel an Island nehmen.
Endlich die Ursachen der Finanzkrise anpacken, das wäre gut.
Wessen Interessen vertreten die Troika, der IWF usw? Die Interessen der kleinen Leute und der Normalbevölkerung oder die der Mächtigen und der Reichen?

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nico.v 12.01.2014, 02:00
13.

Zitat von thomaswetzlar
Es wird immer noch geflissentlich ignoriert, dass Italien eigentlich nur deshalb noch Geld bekommt und nicht längst in einer Reihe mit Griechenland, Portugal & Co steht, weil Italien zu groß ist, um es parallel zu all den ganzen anderen Baustellen zu sanieren. Sobald die anderen Pleitestaaten Irlands Beispiel gefolgt sind, ist auch in Italien der Schonkurs vorbei. Und danach darf dann auch Frankreich umkippen.
Jaja das übliche blabla alle kassieren außer Deutschland zahlt. Das haben wir schon bis zur Übelkeit gehört, dass Länder wie Italien auch zur Rettung Spaniens über den ESM beigetragen haben scheint immer wieder fröhlich ignoriert zu werden.

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italiam5s 12.01.2014, 02:17
14. Schande

Es ist mal wieder eine Schande wie hier über ein Land berichtet wird, welches der Autor wohl nicht im geringstem kennt. Zumindest nicht was die politischen Verhältnisse angeht. Hören Sie damit auf Renzi als "Retter" darzustellen, dieser hat nur ein paar gute Sprüche drauf, weiter nichts. und hören Sie vorallem auf Grillo als "populistisch" abzustempeln, das stimmt nicht und ist total schwachsinnig, die 5 Sterne Bewegung ist in Italien die letzte Hoffnung überhaupt. Ihre Abgeordneten spenden JEDEN Monat ein Teil ihres Gehalts für Kleinunternehmer, sie haben auf 42 mio. Euro staatliche Zuschüsse verzichtet, aber nein in den deutschen (wie in den italienischen) Medien berichtet man nicht über sie, denn die haben ja was gegen die Großen da oben ;)

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ehFrank 12.01.2014, 03:49
15. Die Meinungshoheit deutscher Medien

Alles was nach Kritik an der EU riecht, wird mit gleichgeschalteter Meinungsmache als populistisch verketzert.

Seit Einführung des Euro driftet die Einkommens- und Vermögensschere permanent weiter auseinander, die Umverteilung von unten nach oben steigt ständig, Millionen Deutsche mußten Reallohn- und Wohlstandseinbußen ertragen. Und als ob das alles noch nicht reicht, wollen skrupellose Politiker in schönem Einvernehmen mit 600 amerikanischen Lobbyisten ein Freikolonialisierungsabkommen abschließen.
Diese EU und ihre neokonservativen Totengräber haben weder Rückhalt noch Vertrauen der Bürger, schon gar keine Legitimation. Es ist das Europa der Monopole und Banken sowie ihrer willfährigen politischen Marionetten.

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BenediktG 12.01.2014, 06:11
16. Wie soll das auch gut gehen.

Man pumpt Geld in eine sich in bodenlose Billianzen verlierende Finanzwelt, die ihre Heuschreckenplage nicht los wird und dann erhofft man sich von den inzwischen überforderten Werteschaffern einen Nachschub, für den alles dopppelt so schnell wachsen muss, damit die Aussichten realistisch werden.
Das Ende des Spiels mit Illusionen wird immer deutlicher sichtbar und die journalistische Hetzjagd auf arme "Verschwender" immer unglaubwürdiger.
Wir sind in einer Zeit angelangt, die für Lügen und Täuschungen nur noch kurze Überlebensfristen zulässt und flasche "Lösungen" sich sehr schnell rächen.

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möhrli 12.01.2014, 06:37
17. koste es was es wolle

"Denn das Schicksal des Euro und damit vermutlich auch der EU entscheidet sich nicht in Griechenland oder Zypern sondern in Italien."

Und in Frankreich. Denn dort fährt der Front National einen Wahlsieg nach dem andern ein und liegt Marine Le Pen in den Umfragen vorne als populärste Politikerin des Landes. Es läuft alles darauf hinaus, daß die Rechtsauslegerin 2017 die erste Präsidentin Frankreichs wird. Und sie hat bereits angekündigt, was dann passieren wird: der Ausstieg Frankreichs aus dem Euro, koste es was es wolle. Und sei es das Ende der EU insgesamt. Das Schicksal des Euro und der EU wird in Italien UND Frankreich entschieden.

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mariameiernrw 12.01.2014, 06:48
18. Italien überschätzt seinen Einfluss

Absurder Vorschlag: Einfach die Schuldenkriterien ignorieren. Die Schuldenquote darf nach Maastricht sowieso schon 3% des BIPs betragen - also schon ganz schön viel! Wie will also dieser Sozialdemokrat diese Schulden jemals zurückbezahlen??
Bisher wurde Italien nur geschont, weil man so viel mit Spanien, Portugal, Irland und Griechenland zu tun hatte. Irland verlässt bald den Rettungsschirm. Spanien und Portugal zeigen deutliche Zeichen der Erholung und auch Griechenland geht es mittlerweile ein bisschen besser, d.h. bald wird Italien die volle Aufmerksamkeit haben und mit wird Italien entsprechend motivieren.

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belpaese 12.01.2014, 07:07
19. Renzi :Der Nächste bitte...

Und wieder soll ein arroganter Selbstdarsteller "Wunder" vollbringen.Wie es sich gehört,ist auch Renzi wie alle seine Vorgänger-Generationen bereits verurteilt ,weil er sich illegal Staatsgelder unter den Nagel gerissen hat.Seine politischen und ökonomischen Vorschläge prallen teilweise innerhalb seiner eigenen Partei ab,bei offensichtlichen Skandalen rennt er allein dem Movimento 5 Stelle hinterher.Er sieht sich als Mini-Blair,sein Image-Berater ist ein Ex-Berlusconi-Mann,die illegale Parteifinanzierung hat auch er nicht rückgängig gemacht.Das Problem Italiens isst die tief verwurzelte Mentalität,wo immer es geht zu tricksen.Wenn sich kein Gesellschaftsmodell entwickeln lässt,das zu einer Abkehr dieser Mentalität führt,wird die Nacht immer dunkler.Die Bevölkerung,welche ihren angeblichen Unmut gegenüber der Politikerkaste praktisch in jeden Satz einflechtet,wählt dieselben Politiker immer wieder.Man arrangiert sich halt mit den schmierigen Kleptokraten und ihrer Mafia,und tuts halt im Kleinen auch wie die "Vorbilder".Tritt dann mal einer an, der "Ehrlichkeit" als Programm auf die Fahne geschrieben hat,wie es Grillo und sein Movimento 5 Stelle getan hat und fährt einen Grosserfolg mit 25 % der Stimmen ein,so hat man immer noch eine Medienmacht -weltweit an 70.Stelle für Pressefreiheit -die mittels Desinformation demontieren kann und einfach alles ausblendet,was dieses Movimento Gutes tut.Renzi ,eine Art Berlusconi ohne Geld,wird wohl den endgültigen Abgrund Italiens besorgen mit seinen Sprachhülsen und seinem gekünstelten Jungsein,keine Visionen,kein grundlegenden gesellschaftlichen Ausssagen.Buona notte EU!

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