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Italiens Premier zur Euro-Krise: Monti fürchtet Auseinanderbrechen Europas
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Italiens Premier Mario Monti sieht Europas Zukunft düster. Im SPIEGEL-Interview spricht er über eine drohende "psychologische Auflösung Europas" und die Grundlagen der Union. Allen Regierungschefs der Euro-Zone empfiehlt er mehr Unabhängigkeit von den Parlamenten.

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oberdurchblicker 05.08.2012, 12:10
330. Mafiöse Verhältnisse

Der ist auch nur so ein Krimineller wie Berlusconi.
Erst erpresst er Merkel, jetzt sollen sogar die Parlamente ausgehebelt werden. Als ob unsere verkasperlte Regierung das nicht schon oft genug macht.

Die EU hat sich bereits überholt. Jetzt wird die Europa-Maske abgenommen, und die reinen eigenen Interessen durchgezogen.
Ich halte nicht viel von Merkel und Schäuble, aber im Moment scheint es so zu sein, dass sie uns doch etwas schützen. Hoffentlich habe ich mich nicht getäuscht.
Einzige passende Antwort auf diesen Monti (und Multi-Kulti-Rot-Grüne Wirrköpfe):
Leute, spart. Sonst tritt Deutschland aus dem Euro und der EU aus.

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kantundco 05.08.2012, 12:11
331. Nichts gegen Italien und die Italiener...

Lieber Riccardo,

bleiben Sie doch bitte bei den Tatsachen, dann kann man ja diskutieren.
Zum Beispiel, dass Italien (und nicht etwa Deutschland) von den Waren profitiert hat, die mit der Euroeinführung billig von Deutschland nach Italien importiert werden konnten.

Oder, dass Deutschland als Nettozahler in der EU die Nettoempfänger wie Italien laufend alimentiert!

Ein etwas klarerer Blick für die italienische Krankheit wäre doch sinnvoll: Gerade Süditalien versinkt in Korruption und Vetternwirtschaft, der reiche Norden ist nicht nur auf mitteleuropäischem Standard, sondern auch fleißiger und erfolgreicher. Nicht umsonst fordert die Lega Nord die Loslösung von Rom! Von Südtirol ganz zu schweigen.

Also, löst bitte Eure Strukturprobleme und zwar selbst. Die EU hat schon vor der Krise sehr viel Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen. Italien ist ein reiches Land (wenn auch vor allem im privaten Eigentum), Löst Eure Probleme, wie ist egal: Gold hat Italien pro Einwohner z.B. mehr als Deutschland. Löst Eure Probleme allein und ihr könnt stolz und erhobenen Hauptes die Krise bestehen.
Alles andere wäre einem Land wie Italien doch wirklich nicht angemessen. Aber wenn Ihr wirklich Hilfe braucht, dann bittet darum und fordert nicht! Das kommt nicht so gut an, beim deutschen Wahlvolk!

Italien ist ein tolles Land, macht was draus!

Wenn die Preise und die Leistung stimmt, dann unterstützt die deutsche Bevölkerung Euch auch durch Kauf italienischer Erzeugnisse und durch Reisen nach Italien.


Zitat von riccardo81
Hallo, Noch einige Punkten: 1) Die Mehrheit der Italiener entwickelt gerade ein Anti-Deutsch Gefühl und das finde ich nicht schön, sondern sehr traurig. 2) Man darf nicht vergessen dass Deutschland exportiert noch Milliarden mit seinen Produkten nach Südeuropa; ich möchte aber auch warnen dass langsam die Südeuropäer immer wenigere deutsche Produkte kaufen. Nun, Deutschland sammelt sein BIP auch im Südeuropa und nicht nur mit dem internen Konsum oder im China 3) ITALIEN und SPANIEN sind nicht das gleiche: Italien hat bis jetzt kein cent von der EU oder von Deutschland bekommen, sondern enorme wichtige Reformen eingeführt die leider in der Vergangenheit aufgrund der italienischer politischer Unfähigkeiten, jahrelang, nicht umgesetzt wurden. Italien hat bisher ca. 102 Milliarden Euro ausgegeben um die EU Finanzhilfe für Ireland, Portugal, Griechenland und Spanien mitzufinanzieren. Kein Italiener hat deswegen kontinuierlich gemekkert. 4) Alle Kommentare auf diesen Artikel, selbst wenn für viele normal und sachlich sind, klingen für die Italiener in Italien extrem arrogant und sarcastisch. Häufig werden diese Kommentare ins Italienisch übersetzt und veröffentlicht auf andere italienische Zeitung: Ergebnis? die Italiener in Italien denken dass Deutsche unfreundlich und alle arrogant sind, was aus meiner Sicht gar nicht stimmt! LÖSUNG: mehr europäisch denken und eine europäische Sprache entwickeln, damit sich alle Europäer besser verstehen. Und, nicht immer das Geld im Vordergrund setzen, das Geld ist für viele Europäer nicht das wichtigste

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derandersdenkende 05.08.2012, 12:12
332. Wieviel hunderte Milliarden Euros

Zitat von riccardo81
Hallo, ich bin Italiener und ich wohne seit 4 Jahren in Deutschland. Die Kommentare zu diesem Artikel sind oft beleidigend, manchmal rein emotional. Monti, mit seinen Worten, will einfach klar sagen dass man braucht eine gewisse Solidarität sonst wird der Euro verschwinden. Und somit auch alle Vorteile die mit dem Euro verbunden sind und die auch Deutschland ausnutzt (für sein Export z.B.). Und wer Monti kennt, weiß sehr gut dass er ein sehr offener, demokratischer und entspannter Mensch ist, der sein bestes gibt um ein Land zu retten. Er schafft das gerade und deshalb bin ich(sowie fast 70% der Italiener-laut verschiedenen Umfragen) ihm dankbar. Noch einige Punkten: 1) Die Mehrheit der Italiener entwickelt gerade ein Anti-Deutsch Gefühl und das finde ich nicht schön, sondern sehr traurig. 2) Man darf nicht vergessen dass Deutschland exportiert noch Milliarden mit seinen Produkten nach Südeuropa; ich möchte aber auch warnen dass langsam die Südeuropäer immer wenigere deutsche Produkte kaufen. Nun, Deutschland sammelt sein BIP auch im Südeuropa und nicht nur mit dem internen Konsum oder im China 3) ITALIEN und SPANIEN sind nicht das gleiche: Italien hat bis jetzt kein cent von der EU oder von Deutschland bekommen, sondern enorme wichtige Reformen eingeführt die leider in der Vergangenheit aufgrund der italienischer politischer Unfähigkeiten, jahrelang, nicht umgesetzt wurden. Italien hat bisher ca. 102 Milliarden Euro ausgegeben um die EU Finanzhilfe für Ireland, Portugal, Griechenland und Spanien mitzufinanzieren. Kein Italiener hat deswegen kontinuierlich gemekkert. 4) Alle Kommentare auf diesen Artikel, selbst wenn für viele normal und sachlich sind, klingen für die Italiener in Italien extrem arrogant und sarcastisch. Häufig werden diese Kommentare ins Italienisch übersetzt und veröffentlicht auf andere italienische Zeitung: Ergebnis? die Italiener in Italien denken dass Deutsche unfreundlich und alle arrogant sind, was aus meiner Sicht gar nicht stimmt! LÖSUNG: mehr europäisch denken und eine europäische Sprache entwickeln, damit sich alle Europäer besser verstehen. Und, nicht immer das Geld im Vordergrund setzen, das Geld ist für viele Europäer nicht das wichtigste
dem deutschen Steuerzahler und Bürger entzogenes Geld würden denn für eine angemessene Solidarität ausreichend erscheinen?
Wissen Sie eigentlich, daß sehr vielen dieser Bürger weniger Geld zur Verfügung steht, als denjenigen denen ihre Solidarität zu Gute kommen soll?
Eine Kuh kann nur solange gemolken werden, wie sie Milch gibt, danach bleibt nur noch ihr Fleisch.
Und selbst der viel verbreitete Käse steht dann nicht mehr zur Verfügung.

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lupo44 05.08.2012, 12:12
333. die Schwarzseher

hatten schon vor Jahren recht mit der Feststellung,dass die gewaltige Erweiterung des Euro-Europa nie mals aufgehen wird. Der Wirtschaftsaspekt ist einfach außer Acht gelassen worden.Natürlich ist die Friedenssicherung bei einem vereinten Europa so gut wie abgesichert wenn es Klappt.Aber durch die eigenen Fehler mußte diese Vereinigung scheitern.Und wenn wir nicht ganz schnell die Kurve bekommen und damit Schadensbegrenzung wird dieses Wohlgemeinte Ansinnen kläglich scheitern. Und wer wird Schuld haben ,die Deutschen.Das sieht man schon an den Verunglimfungen unserer BK im Rest von Europa.
Dabei ist sie eine tolle Kämpferin für die Sache.
Man sollte sich politisch mit den Warnern zusammen setzen wie ein Herrn Henkel usw. Da könnte man noch etwas retten,vielleicht sogar den europäischen Frieden.

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Litajao 05.08.2012, 12:13
334. Tolle Satire!

Zitat von Kurt Köster
Die Kommission ist demokratisch legitimiert und macht seit Jahren eine sehr gute Arbeit. Kommissionspräsident Manuel Barroso ist ein ausgewiesener Demokrat (und glühender Europäer), der sehr viel für die Menschenrechte tut. Sie erwähnen Oettinger, ich erinnere an Martin Schulz, meinen Parteifreund, der Vorsitzender des Europäischen Parlaments ist. Im Europäischen Parlament ist das ganze Europäische Volk (500 Millionen Menschen) vertreten. Hier wird demokratisch gestritten und um das gemeinsame Beste gerungen. Das EP ist der Kern der europäischen Demokratiebewegung, und zugleich der Garant des europäischen Friedens.
Also Kurt Köster,

immer wieder bringen mich Ihre satirischen Beiträge zum
schmunzeln.
Vor Allem begeistert mich, wie Sie immer wieder die
Realität ausblenden.

Da Sie auch immer wieder betonen, dass Sie SPD-
Abgeordneter?? sind, Ihren Parteifreund, den unsäglichen
Schulz ins Spiel bringen, gehe ich davon aus, dass Sie
in Wirklichkeit Under-Cover-Agent von Merkel sind, die
durch Sie auch noch die letzten SPD-Stimmen holen will.

Merkel ist wohl so gestört, dass sie immer noch Angst
vor der SPD hat, obwohl dazu überhaupt kein Grund
mehr besteht, denn diese Partei schafft sich gerade selbst ab.

mfg
Li

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chrimirk 05.08.2012, 12:16
335. Mal positiv gesehen:

Zitat von Kurt Köster
Die Gründung einer Partei ist nicht schwierig, wie das Beispiel der Piraten zeigt. Aber dieser Partei ein tragfähiges Konzept zu geben und damit Dauer zu verleihen, ist eine Herkulesaufgabe, die ich nur den wenigsten der hier versammelten Foristen zutraue. Ich kenne mich in der Politik aus. Das Schwierigste ist, "alle unter einen Hut" zu kriegen. Daran scheitern die meisten politischen Projekte. Was wäre denn die hier geforderte Partei letztlich anderes als eine bornierte und nihilistische "Neinsager-Bewegung", die sich wie der Wurm auf dem Punkte dreht: Griechen raus! Spanier raus! Italiener raus! Euro nein! EU nein! Das ist kein Programm, Leute!
- Statt "EU nein", D. wird selbsständig!
- Statt "Euro nein", DM o. ä. einführen
- Statt "PIIGS-Staaten raus", D. verlässt die EU
- Statt NATO-auflösen. D. tritt aus, denn wo ist der Feind?

Und dann haben alle was sie so dringend wollen: Ihre Ruhe.
Und ich als Nachkriegs-Deutscher muss mir nicht dauernd ekelhafte antideutsche Ausfälle gefallen lassen, weil mein Land irgenwem nicht genügend zahl.
So z. B. vorgestern in den Berlusconi-Medien/Presse, da war die Reden von "Heil-Angela", "Viertes Reich", "Diktat der Deutschen", "uns (I) auf die Knie zwingen" usw. Gleiches kann man aus den anderen PIIGS-Staaten vermelden.
Muss ich mir das gefallen lassen? Nein! Als erstes fahre ich dort nicht mehr hin und breche Kontakte nach dort ab. Die Adria in Kroatien z. B. ist auch sehr schön und preiswert und die Menschen dort den Deutschen gegenüber nicht feinseleig.
Oder ich fahre in die Türkei, aus gleichen Gründen. Machen das viele, wird in diesen Ländern viel von dem Geld einfliessen, das jetzt in die PIIGS-Staaten floss und erhöht dort die Kaufkraft, z. B. nach deutschen Auors.
So schliesst sich der Kreis.

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Moewi 05.08.2012, 12:17
336.

Zitat von magetasalex
Im übrigen ist es in noch keinem hochindustrialisierten Land gelungen, auf der Straße die Machthabenden zu stürzen.
Korrekt, dafür haben wir Wahlen und Abstimmungen. Ein Drittel verzichtet von vornherein auf die Teilnahme und zieht es vor zu jammern, denn "es ändert ja doch nichts".

Da ich kein TV habe: Läuft gerade eigentlich eine DSDS-, oder Supermodel-Staffel?

Wo die Prioritäten liegen, kann man jeden Tag aufs Neue bestaunen...

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derweise 05.08.2012, 12:17
337. Regierungschefs von Parlamenten unabhängig?!

Zitat von sysop
Italiens Premier Mario Monti sieht Europas Zukunft düster. Im SPIEGEL-Interview spricht er über eine drohende "psychologische Auflösung Europas" und die Grundlagen der Union. Allen Regierungschefs der Euro-Zone empfiehlt er mehr Unabhängigkeit von den Parlamenten.
Regierungschefs sollen von Parlamenten unabhänig sein?! Abgehobener geht es wohl nicht mehr! Die Völker Europas werden den jetzigen Politikern den Kopf waschen!

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dofdof 05.08.2012, 12:17
338. Immerhin...'

Zitat von sysop
Italiens Premier Mario Monti sieht Europas Zukunft düster. Im SPIEGEL-Interview spricht er über eine drohende "psychologische Auflösung Europas" und die Grundlagen der Union. Allen Regierungschefs der Euro-Zone empfiehlt er mehr Unabhängigkeit von den Parlamenten.
...widerlegt Monti damit den guten alten Aristoteles, indem er die Demokratie zur Oligarchie "entarten" lässt.

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aubrac 05.08.2012, 12:18
339.

Zitat von chico 76
zu Ihren geradezu beckmesserischen Einlassungen. Wie blöd wären die Deutschen, den Euro aufzugeben, von dem sie bisher hauptsächlich profitiert haben ? t.
Eine Lüge wird nicht wahr, nur wenn man sie permanent wiederholt.
Fakt ist: Die Deutschen haben am meisten unter dem Euro gelitten. Über nacht wurden die Reallöhne faktisch halbiert, während sich die Preise, Lebenshaltungskosten permanent nach oben schraubten. Die deutsche Bevölkerung, der Arbeiter, der Angestellte, der Mittelstand verarmt zusehends. Und dies bereits seit 10 Jahren.

Die Exporte in europäische Länder sind eben jetzt genau ein Problem: Wir finanzieren diese selber über Target2.

Wenn wir zurück zur D-Mark kehren würden, gäbe es vielleicht 2, 3 Jahre des Umbruchs, aber in 10 Jahren wären wir wieder wohlhabend.

Wenn der Eur, die EU und die Diktatur der korrupten Draghis, Montis, usw bleibt, dann wird es in Europa krachen. Denn die Wut, die ja eben nicht auf sinnlosen Demos verpufft, die Wut wird sich nach oben schrauben. Proportional zum Diktaturbestreben und den Milliardenkonten dieser Herrschaften.

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