Forum: Politik
Italiens Rechtsnationale bei Europawahlen: Wie Lega-Chef Salvini die EU umbauen will
Yara Nardi/REUTERS

Einst wollte er die EU zertrümmern - jetzt will er sie umkrempeln: Lega-Chef Salvini hat nach den Europawahlen einiges vor. Schuld an seinem Aufstieg tragen auch Juncker, Merkel und Macron.

Seite 4 von 6
Hoellenhagen 12.05.2019, 15:38
30. Was hat das mit Salvini zu tun, dass die EU versagt hat?

Die undemokratische Art mit den Bürgern umzugehen und denen alles nur vorzugaukeln, hat Matteo Salvini nicht verursacht, das Bürokratenmonstrum hat er nicht aufgebaut.

Es hat wieder einmal den Eindruck, dass sie nur einen publizistischen Sündenbock suchen, um Artikel zu schinden und sich wichtig zu tun. Inhaltlich ist das, was sie versuchen dem Matteo Salvini anzulasten, der reinste Blödsinn. Sie können Salvini in der italienischen Innenpolitik das anlasten, was Sie als Fehler ansehen. In der EU hatte der nie Stimme und Einfluss.

Für die EU zuständig waren Prodi, Barroso, Junckers. Dass die EU sich seit 2008 nur noch in Krisen befindet, zeigt jedem (ausser Ihnen), dass die Konstruktion nicht stimmen kann. Sie hingegen -statt zu informieren- nehmen nur jede Chance wahr, diese Fehler missliebige Politiker anzulasten, die vor den Entwicklungen warnen, die einen ganzen Kontinent ins Unglück zustürzen drohen, z.B. Krieg wegen der Ukraine wegen dieser unglückseligen Osterweiterung mit der Atommacht Russland.

Sie desinformieren vorsätzlich Ihre offenbar intellektuell nicht sonderlich regsamen Rest-Leser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cobaea 12.05.2019, 15:43
31.

Zitat von riomaster181
Das hätte sich Kurz auch nicht träumen lassen: Zusammen mit Juncker, Merkel und Macron als Förderer der italienischen Populisten genannt zu werden. Bei den ersten drei dürfte das durchaus zutreffen, bei Kurz habe ich so meine Zweifel. Allenfalls tritt hier der Effekt ein daß die „Populisten“ in den EU-Ländern zwar bis zu einem gewissen Punkt gemeinsame Sache machen, vor allem wenn sie einen gemeinsamen Gegner wie die EU sehen, aber irgendwann kommt dann doch die Devise „XXX (beliebigen Ländernamen einsetzen) zuerst!“. Und dann ist ziemlich schnell Schluß mit der populitisch-nationalistischen Solidarität.
Bei Kurz habe ich gar keine Zweifel. Der hat durch seine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen und ein paar "tollen" Ideen, den Lega-Leuten sozusagen den roten Teppich ausgerollt. z.B. als er die Idee, den Südtirolern den österreichischen Pass zu schenken, nicht sofort in die Tonne trat. Sooo lange sind die Unruhen ums Südtirol noch nicht her, dass man mit solch nationalistischem Geschwurbel, nicht auch heute noch sämtliche Italiener auf die Barrikaden brächte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tio27 12.05.2019, 15:44
32. Autor selbst Opfer der Populisten

Der Autor ist leider selbst den Populisten auf den Leim gegangen. Italien ist nur vordergruendig "Nettozahler", es hat sehr viel mehr Geld bekommen, als es gezahlt hat:

- Target2: fast 500 Mrd Euro
- Anfa: wahrscheinlich > 100 Mrd Euro
- EZB Staatsanleihen: 50 Mrd
- EZB TLTRO: 240 Mrd
- EZB Leitzinsen: > 100 Mrd

Italien hat bisher fast 1 Bio Euro vom Euro und der EU profitiert. Gleichzeitig hat es seine Produktivitaet in den letzten 20 Jahren nicht gesteigert und notwendige Reformen verschlafen.

Die italienischen Medien, v.a. das TV sind leider nicht erst seit Berlusconi von Wirtschaft und Politik kontrolliert. Dort gibt es eher seichte Unterhaltung als kritischen Journalismus. Der Italiener glaubt Parolen wie "Italien hat die deutsche Einheit bezahlt".

Italien hat ein gigantisches Schuldenproblem - fast alle Quellen sind nun erschoepft. Der Angriff der Populisten auf Bruessel erklaert sich nur dadurch. Zuerst hat man versucht die EU mit Schulden zu erpressen, jetzt versucht man dort populistische Mehrheiten zu erreichen, um die EU zu pluendern. Das hat mit "Das geht ja gar nicht"-Gezeter nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxmotzer 12.05.2019, 15:45
33.

In Deutschland gelingt es mit den (noch) vorhandenen Geldmitteln mögliche Kritiker in den Zustand der Sorglosigkeit zu versetzen.
Im Übrigen haben die italiener ihre Regierung in freien, unabhängigen demokratisch gewählt- da ist deren Herabsetzung durch die Bezeichnung "Populisten" völlig unangebracht. Kritisieren kann man auch anders., zudem grundsätzlich alle Politiker, wenn sie gewählt werden wollen, "Populisten" sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cobaea 12.05.2019, 15:51
34.

Zitat von klaus.eichhorn
Sie wollen mir also erzählen das die AfD nur Qurk macht. Es sind doch die etablierten Parteien die nichts aber auch gar nichts voran bringen. Wo sind denn Vorschläge zur Lösung der Probleme. Es werden nur Phrasen gedroschen und jetzt vor der Wahl Versprechen gegeben die nie gehalten werden. Es wird ein untergangs Klima Szenario propagiert nur um von den eigentlichen Problemen abzulenken. Ihr Satz Populisten machen nur Probleme haben aber nie Lösungen trifft genau auf die regierenden Parteien zu. Über die sogenannten Populisten können sie so etwas nicht behaupten da sie noch nicht die Möglichkeit hatten dies unter Beweis zu stellen, die Regierung schon.
Ähmm - wo sind denn die Vorschläge der AfD zur Lösung der Probleme? Bisher beackerte sie genau ein einziges Thema - das läuft gerade gar nicht. Zu allen anderen Fragen sagten die Herrschaften bisher nichts Konstruktives - in jedem Interview, in jeder Veröffentlichung: nichts. Nichts zur Einkommensverteilung, nichts zur Lösung des Wohnbauproblems, nichts zur Lösung der Umweltprobleme. Okay, bei Letzterem kommt das Äquivalen zu "die Erde ist eine Scheibe" - nämlich: "Menschlichen Einfluss auf die Klimaerwärmung gibt's nicht". Problemlösung sieht anders aus. Das Einzige, was die AfD richtig gut kann, ist sich selbst zerlegen: von ursprünglich 7 Europaabgeordneten ist nur noch Meuthen übrig - die andern sind zu anderen Fraktionen gewechselt oder sitzen als Einzelmasken im EU-Parlament. Ansonsten: Parteispenden, rechtsradikale Sprüche gegen die man angeblich ist, deren "Erfinder" man aber nicht aus der Partei ausschliesst. Aber Sie haben recht: Die AfD macht keinen Quark - sonst hätte sie ja wenigstens e t w a s Greifbares gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
B.Buchholz 12.05.2019, 15:54
35.

Zitat von kl1678
Das berühmte Junckerzitat ist schon sehr gut, weil es den Politikstil der Prä-Internet-Epoche skizziert. Das Volk von "Bild und Glotze" (Schröder) gelenkt und gar nicht in der Lage, die unglaublich schlauen und "alternativlosen" (Merkel) Entscheidungen der Elite zu verstehen. Im Grunde großartig, dass diese Zeiten vorbei sind.
Was glauben Sie, warum primär eine "Hatespeech"-Paralleljustiz etabliert, Druck auf Plattformbetreiber ausgeübt, ein Krieg gegen Memes geführt, Klarnamenpflichten gefordert und Uploadfilter eingeführt werden? Weil Politiker sich bei Diskussionen, die im Rahmen unserer Gesetze lediglich Meinungsfreiheit darstellen und nicht unterbunden werden können, eine höflichere Debattenkultur möchten? Weil Sie sich Sorgen um Urheberrechte von Künstlern machen? Das freie Internet ist etwas, wovon Menschen in Zukunft ihren Kindern nur noch erzählen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Observator48 12.05.2019, 15:54
36. Durchsichtige Wortwahl: warum nicht "bürgerfeindlichen" Kurs

Bei SPON und den anderen Mainstreammedien wird über davon abweichende Meinungen stets "....feindlich" verwendet. Warum also nicht "bürgerfeindliches Konzept", statt "bürgerfernes" oder "migrantenkritischen Kurs", statt "fremdenfeindlichen", zumal Salvini nichts gegen Ausländer und Touristen hat, die Geld bringen und die Gesetze einhalten. Übrigens: "Europa" reicht bis zum Ural und Kaspischen Meer und umfasst mehr als die EU Staaten. Etwas mehr Bescheidenheit täte also auch gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 12.05.2019, 15:55
37. Salvini kann in Italien ...

... ruhig den starken Mann spielen und die Wirtschaft in den Keller fahren. Nördlich der Alpen sollten wir ihn gelassen aussitzen. Schuld an Salvini hat niemand in der EU. Das Flüchingsthema geht zuende, und damit ist es dann auch bald mit Salvini, AfD und dem nationalpopulistischen Hokuspokus vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 12.05.2019, 15:57
38. Aber hallo..

Zitat von klaus.eichhorn
Sie wollen mir also erzählen das die AfD nur Qurk macht. Es sind doch die etablierten Parteien die nichts aber auch gar nichts voran bringen. Wo sind denn Vorschläge zur Lösung der Probleme. Es werden nur Phrasen gedroschen und jetzt vor der Wahl Versprechen gegeben die nie gehalten werden. Es wird ein untergangs Klima Szenario propagiert nur um von den eigentlichen Problemen abzulenken. Ihr Satz Populisten machen nur Probleme haben aber nie Lösungen trifft genau auf die regierenden Parteien zu. Über die sogenannten Populisten können sie so etwas nicht behaupten da sie noch nicht die Möglichkeit hatten dies unter Beweis zu stellen, die Regierung schon.
... jetzt haben sie wohl vergessen, dass die Braun Partei mittlerweile in allen Parlamenten in D sitzt. Da ist bisher kein einziger Beitrag gekommen, das es wert war ihn zu diskutieren.

Ihr Hinweis zum Klima Szenario entbehrt jeglicher Diskussion, das können Sie vielleicht noch mit Trump besprechen. Aber gerade dieses Thema, wo die AfD klar Stellung bezieht erfreut mich, da mittlerweile die Mehrheit erkannt hat, insb. auch die jungen Wähler, dass es Zeit ist etwas zu ändern.

Glauben Sie dass die Industrie so bekloppt ist in eine Sackgasse zu investieren?
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/co2-reduktion-bosch-will-komplett-klimaneutral-arbeiten-und-laesst-sich-das-eine-milliarde-euro-kosten/24321480.html?ticket=ST-3910000-h0Yw1KeovqbeEdiQDc41-ap4

Bleiben Sie bei ihrer Meinung sie sollten auch Galileo widersprechen: die Erde ist eine Scheibe.

Andere Oppositionsparteien haben sich in etlichen Vorschlägen auch durchgesetzt und diese in den Parlamenten durchgebracht. In Baden-Württemberg fällt die AfD nur auf dass sie sich teilt, wiedervereint und Mitglieder per Polizei aus dem Parlament geführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bartsuisse 12.05.2019, 15:58
39. Minimer Lohnunterschied

der Unterschied der Löhne sind minim und auch nur Durchschnitt. Der Median in Deutschland ist knapp um die 1600. ABER Italien hat eine Bürgerversicherung des Gesundheitswesen. Alle zahlen einen gleichen Prozentsatz des Einkommens und ALLE sind versichert. Verdient man viel zahlt man viel, verdient man nichts zahlt man nichts und ist versichert. Die Renten sind auch besser und das System gesichert. Selbst wenn nichts einbezahlt wurde gibts 580 Euro pro Monat. Bei vollen Beitragsjahren kommt man circa auf 70% des Verdiensts. (die über 100% die genannt wurden stimmen nicht). Dazu kommt, dass Italiener eine der tiefsten Privatschuldenquoten haben, 76% Wohneigentumsanteil und Vermögen. Daher ist ein deutsches Prahlen bez. des minim höheren Lohns lächerlich. Die Lebenskosten sind auch in Italien hoch, die Lebensmittelqualität aber um Welten besser

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6