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Ivan Rogers: Ex-EU-Botschafter kritisiert Brexit-Vorbereitungen
REUTERS

Eigentlich sollte Ivan Rogers eine Schlüsselrolle in den Brexit-Verhandlungen übernehmen. Nach seinem Rücktritt ruft er Mitarbeiter auf, weiterhin "den Machthabenden die Wahrheit zu sagen".

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wire-less 04.01.2017, 07:50
1. Hallo Briten

Jetzt habt ihr abgestimmt. Dann müsst Ihr jetzt noch Personal einstellen das Euren Unsinn mitmachen mag. Das Volk hat immer recht (auch wenn es keine Ahnung hat was es da tut) aber nicht jeder gibt sich für jeden Unsinn her. Ich befürchte das wir dieses Jahr aus ebenso merkwürdigen Gründen sehr merkwürdige Gestalten in den Bundestag wählen.

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kladderadatsch 04.01.2017, 07:53
2. Bald gibt es Neuwahlen in GB

May wird den Brexit nicht hinbekommen ohne das Parlament einzubeziehen und dann wird die Zerstrittenheit offenkundig. Wenn dann das Volk nochmal unter Einbeziehung der richtigen Brexit-Fakten entscheidet, könnte vielleicht wieder Harmonie in GB eintreten.

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egoneiermann 04.01.2017, 08:37
3.

Zitat von kladderadatsch
May wird den Brexit nicht hinbekommen ohne das Parlament einzubeziehen und dann wird die Zerstrittenheit offenkundig. Wenn dann das Volk nochmal unter Einbeziehung der richtigen Brexit-Fakten entscheidet, könnte vielleicht wieder Harmonie in GB eintreten.
Und da sich Labour selbst zerlegt hat und deren Chef nicht wirklich gegen den Brexit ist, wird May die Wahlen mit großem Erfolg gewinnen. Die Liberalen haben sich ja als Bügelhalter von Cameron disqualifiziert, höchstens die Rechtspopulisten könnten den Konservativen einige Sitze abnehmen. So sieht es aus und May ist da auch klar und deshalb wird eben einfach weiter gelogen, dass der Brexit kein Problem ist, man ihn locker in der Zeit hinbekommt ohne auch nur eine negative Auswirkung zu spüren. Und wer keine Lust auf die Lügen hat, wie eben der Mann vor Ort in Brüssel, der geht freiwillig, bevor er gegangen wird.
Übrigens ist der Brexit immer noch das Top-Thema in der UK-Presse und er hat nach wie vor keine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, aber wenn die eben nicht wählen geht, dann müssen sie mit dem Ergebnis leben.

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f-rust 04.01.2017, 08:55
4. abgesehen von der Personalie:

eine Einschätzung, es könnte "zehn Jahre" bis zum Abschluss von Brexit-Verhandlungen dauern, ist m.A.n. nichts als Drohung und Hinhalten, um Brexit zu verhindern. Lt. Vertragstext max. 2 Jahre und gut ist ...

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Atheist_Crusader 04.01.2017, 09:04
5.

Zitat von kladderadatsch
May wird den Brexit nicht hinbekommen ohne das Parlament einzubeziehen und dann wird die Zerstrittenheit offenkundig. Wenn dann das Volk nochmal unter Einbeziehung der richtigen Brexit-Fakten entscheidet, könnte vielleicht wieder Harmonie in GB eintreten.
Bitte nicht. An diesem Punkt MÜSSEN die Briten gehen.

Tun sie es nicht, dann ist die Athmosphäre auf Jahrzehnte vergiftet. Das VK wird immer nur eine Krise davon entfernt sein, den nächsten Johnson oder Farage heraufzubeschwören. Es wird immer heißen "Tut was wir wollen, oder es gibt ein neues Referendum!".
Und ohne dass die Brexit-Auswirkungen in voller Härte einschlagen, werden die EU-Hasser ihren Mythos pflegen können, dass schon alles irgendwie besser geworden wäre nach den ersten paar schlechten Monaten.

Noch dazu muss der britische Sonderstatus und der Berg an Extrawürsten endlich vom Tisch. Wenn sie nicht ein ganz normaler Teil der EU werden - so wie alle anderen auch - dann ist Niemandem geholfen.

Und nicht zuletzt: Mit den Briten werden wir auch die britische Blockadehaltung los, die so lange die Weiterentwicklung der EU gehemmt hat. So viele Projekte sind da bisher untergebuttert worden, beginnend mit dem Kampf gegen Steueroasen bis hin zu einer engeren militärischen Zusammenarbeit - die wichtiger denn je wird mit dem drohnenden Ende der NATO und Russlands Gorilla-Gebahren.

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dirk.resuehr 04.01.2017, 09:09
6. Rule, Britannia

war mal. Es gibt doch einige Menschen die wissen, das mit der Größe war auch einmal, lange her und vorbei. Alles nicht so einfach wie geglaubt.So ein Ärger. Dann kommt auch noch die Entscheidung des Supreme Court, unerhört, wo doch die gewaltige Mehrheit wieder zurück in die Zukunft wollte. Wird langsam aber sicher zur Lachnummer mit Möchtegerns.

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alexander_klein 04.01.2017, 09:11
7.

Zitat von f-rust
eine Einschätzung, es könnte "zehn Jahre" bis zum Abschluss von Brexit-Verhandlungen dauern, ist m.A.n. nichts als Drohung und Hinhalten, um Brexit zu verhindern. Lt. Vertragstext max. 2 Jahre und gut ist ...
Es geht bei den 10 Jahren aber nicht um die Brexit-Verhandlungen, sondern um das Aushandeln eines Freihandelsabkommens zwischen GB und der EU.

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mimas101 04.01.2017, 09:11
8. Hmm Tja

May wird den Brexit nicht hinbekommen und auch nicht das Parlament pp umgehen können. Gleichzeitig stellt sich auch die Frage wie sich zukünftige Parlamentswahlen auswirken, zumindest die die während der Zeit der Verhandlungen anstehen sollte.

Fakt ist schon jetzt das Irland mit Anfragen für umzugswillige britische Firmen überhäuft wird (SPON die letzten Wochen) oder das plötzlich in der Kontinental-EWG Töchterfirmen britischer Firmen gegründet werden. Und auf der Insel werden Importwaren, Lebensmittel pp bereits jetzt schon teurer.
Was aber bietet May dagegen? Lediglich Phrasen wie "Wir sind ja so toll und unsere Ingenieure noch besser". Kennt man und das nennt sich Durchhalteparolen.
Und das britische Plänchen das die anderen den Brexit bezahlen werden wird auch nicht aufgehen.

Ach Ja - Handelsabkommen mit der EWG? Bestenfalls wird's ein wirtschaftliches Rahmen- und Assoziierungsabkommen a la Schweiz, Norwegen und so werden. Das heißt: Fast gleiche Pflichten wie ein EWG-Vollmitglied aber ohne Stimmrechte. Ob das GB gefallen kann wage ich zu bezweifeln.
Und da die Briten sowieso nicht vertragstreu waren und nur nach den Rosinen pickten wird Brüssel vielleicht darüber nachdenken ob man nicht etwa 30 Jahre lang mal die Briten in dieser Beziehung beobachtet bevor man in die Verhandlungen zu einem Assoziierungsabkommen einsteigt.
In den USA dürfte es kaum anders aussehen. Zwar war der britische Populist sofort nach der Wahl 2016 im Trump-Tower mittels Selbsteinladung gewesen aber die Amis haben lediglich ein Interesse daran ihre Exportqoute zu steigern damit US-Jobs erhalten bleiben.

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kuac 04.01.2017, 09:31
9. Wo sind die Verursacher?

Die Verursacher ( Johnson und Farage) sollten dazu gezwungen werden, mit der EU zu verhandeln und das alles umzusetzen, was sie versprochen haben.

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