Forum: Politik
Ivan Rogers: Ex-EU-Botschafter kritisiert Brexit-Vorbereitungen
REUTERS

Eigentlich sollte Ivan Rogers eine Schlüsselrolle in den Brexit-Verhandlungen übernehmen. Nach seinem Rücktritt ruft er Mitarbeiter auf, weiterhin "den Machthabenden die Wahrheit zu sagen".

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der_weisse_wal 04.01.2017, 10:23
30.

Zitat von kuac
Die Verursacher ( Johnson und Farage) sollten dazu gezwungen werden, mit der EU zu verhandeln und das alles umzusetzen, was sie versprochen haben.
Johnson versucht sich als zotteliger Außenminister und Farage hat sich nach dem Votum feige zurückgezogen und versteckt sich jetzt in der Bedeutungslosigkeit. Nicht ohne seine postfaktischen Kommentare zu allem und jedem abzugeben und zu Trumps Amtseinführung zu fliegen.

Respekt vor Rogers. Er steht zur Ehrlichkeit und Fakten. Das hätten die Briten vor dem Votum von allem Politikern gut gebrauchen können. Weil die Brexit-Clowns in London die Wahrheit nicht hören wollen, muss er zurücktreten. Der Mann hat Rückgrat.

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mhwse 04.01.2017, 10:28
31. Warum?

Zitat von chilischweiz
in der Schweiz und Norwegen lebt sich's besser als in der EU. Und ohne die Briten wird Deutschlands Stimme in der EU schwächer und die der Mittelmeerländer - die sich einen GREXIT schlichtweg nicht leisten können - lauter werden. Wohin das bei den deutschen Wahlen führen wird ist - alternativlos - abzusehen...
weil alle ihr Geld in der Schweiz in 'Sicherheit' bringen. (manche sagen auch ganz böse Steuerhinterziehung dazu ..)
Und die Norweger (wie übrigens auch die Bewohner von Alaska) am Umsatz der Erdölexporte per 'Rente' beteiligt sind, selbst aber Elektromobile fahren ..

Da die Wirtschaft dort also sehr flach aufgebaut ist, funktioniert die Verteilung von Wohlstand leichter.

In heterogenen Märkten, wie Deutschland oder den Festland USA, ist der Wohlstand ungleich verteilt, abhängig vom Wohnort und damit indirekt vom Produktionsstandort.

Umzug wird z.B. durch hohe Mieten (alleine die Maklergebühr betrug schon 2 1/2 Mieten - wie das jetzt in den Ballungszentren läuft, kann man sich nur ungefähr vorstellen, vermutlich mit dickem Kuvert .. wo es (verbotenes) Geschäft gibt, gibt es einen Schwarzmarkt) und Lebensgrundkosten erschwert ..
So etwas wird auch durch den Austritt aus Bündnissen nicht verbessert.
Austritte aus der EU gab es aber bereits mehrere und schon früher .. z.B. Grönland .. aber auch freiwillige Eintritte .. z.B. Inseln der Karibik und im indischen Ozean ..
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliedstaaten_der_Europäischen_Union

Die EU ist im Übrigen der grösste Binnenmarkt des Planeten ..
(davon würde man immer gerne durch Filetierung profitieren)

Die Jenigen, die die Zerstörung betrieben können, weil sie aktuell persönliche Vorteile davon haben, haben mit Sicherheit Finanzquellen im ausser europäischen Gebiet, die sich durch die Zerstörung verbessern würden -
Die Le Pens Höckes und Farages (Trumps als externe Zerstörer Gruppe..) dienen nicht dem Volk (weder dem der EU Länder noch dem der USA Staaten) sondern nur und ausschliesslich dem eigenen Wohlstand .. (dazu müssen sie halt gute Geschichten erzählen - das lernen aber Makler und Bauleiter im Grundstudium ..)

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mostly_harmless 04.01.2017, 10:32
32.

Zitat von Darwins Affe
Na ja, die Angelsachsen haben`s euch Deutschen wiederholt gezeigt, wo der Bartel den Most holt. Die englische Königin ist immer noch Staatsoberhaupt von 18 Staaten und Vorsitzende des Commonwealth. Und dann noch die special relations zu den USA …
Gääääähn ... England lebt weitestgehend von den Zockern in der City. In weiten Teilen des Landes ist der BIP pro Kopf auf dem Niveau Mittelitaliens und darunter. Sollen die mit Ihrer Königin, Ihrem Commonwealth und Ihren "special Relations" zu den USA glücklich werden. Wir ziehen Wohlstand vor

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chilischweiz 04.01.2017, 10:33
33. das kauzige Bergvölkchen...

Zitat von Pless1
Was soll das Volk denn nochmal entscheiden, nachdem May Art. 50 ausgelöst hat? Dann tickt die Uhr, der Antrag kann nicht zurück gezogen werden. Sollten die Briten danach tatsächlich doch drin bleiben wollen (was allerdings zu bezweifeln ist) dann würden die anderen EU-Staaten ihrerseits blockieren. Ein Abbruch des Austritts wäre wohl nur denkbar, wenn die Briten weitgehend auf ihre Privilegien verzichten. So schnell ist man in der Defensive. Direkte Demokratie ist prima - im Karnickelzuchtverein, in der Studentenvertretung und vielleicht noch für ein kauziges Bergvölkchen. Eine große, international extrem vernetzte Industriegesellschaft kann man so jedoch nicht gerieren. Und genau deshalb sind solche Referenden einfach Bockmist. So komplexe Zusammenhänge kann man nicht auf ein einfaches ja/nein reduzieren und isoliert entscheiden.
... hat eine Exportquote wie Deutschland und einen Ausländeranteil von 24%. Und auch wenn die "Akademiker-Quote" deutlich kleiner ist, so ist doch die allgemeine Fremdsprachenkompetenz so hoch wie... im Botschaftsviertel der Hauptstadt? Aber, aus der sichern Distanz der Ignoranz lässt sich ebenso gut schwadronieren, wie am Stammtisch des Karnickelzüchtervereins. Das Vertrauen, dass die Volksvertreter einer parlamentarischen Demokratie die von ihnen selbst geschmiedete und lauthals verkündete Komplexität meistern, schwindet. DAS zeigt der BREXIT und die verbleibenden Länder, bzw. ihre "repräsentativen" Politiker, scheuen ähnliche Referenden wie der Teufel das Weihwasser...

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mostly_harmless 04.01.2017, 10:36
34.

Zitat von f-rust
eine Einschätzung, es könnte "zehn Jahre" bis zum Abschluss von Brexit-Verhandlungen dauern, ist m.A.n. nichts als Drohung und Hinhalten, um Brexit zu verhindern. Lt. Vertragstext max. 2 Jahre und gut ist ...
Nun, Grönland hat für den Prozess 5 Jahre benötigt. Und es ist wohl davon auszugehen, dass die Verträge die GB auszuhandeln hat, wesentlich komplexer sind. Ein Faktor von 2 ist also keine Drohung, sondern eine realistische Schätzung. Und das man über 150 Verträge nicht in 2 Jahren fertig bekommt, sollte sogar dem ... sollte eigentlich jedem klar sein.

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kado18 04.01.2017, 10:53
35. So ist es

Zitat von chilischweiz
in der Schweiz und Norwegen lebt sich's besser als in der EU. Und ohne die Briten wird Deutschlands Stimme in der EU schwächer und die der Mittelmeerländer - die sich einen GREXIT schlichtweg nicht leisten können - lauter werden. Wohin das bei den deutschen Wahlen führen wird ist - alternativlos - abzusehen...
UK erkannte noch rechtzeitig, so kann es mit der EU nicht weitergehen.
Die Britten zahlen einige Mrd mehr in die EU-Kasse ein, als sie von ihr an Subventionen zurück bekommen, trotz einiger Sonderreduzierungen.
Einige vergessen auch, Italien z.B. ist noch einer der wenigen Nettoeinzahler, ist aber wie GR,... auch faktisch Pleite,
ein Land, was Draghi mit allen Mitteln retten will, was kam denn mit GR heraus?
Die Bürgschafts-Mrd sind sowieso weg, der IWF, Obama und GR wollen nach dem 1. Schnitt von 105 Mrd noch einen, noch mehr Waren geschenkt.
Draghi finanziert vertragswidrig mit inzischen 1,5 Bill Staatshaushalte, mit den Zinsen gegen Null bezahlen schon alle Mrd für das Fehlkonstrukt (ausser Schuldner)
Merkt es Euch, macht man so weiter mit den Schulden kommt es zu einer Krise, wie vor knapp 100 Jahren, dann sind die Verschwender ihre viele Bill Schulden los und die Masse ihr mühsam Erspartes.

Auch D hat 2,2 Bill Schulden (der Jahreshaushalt des Bundes beträgt nur 329 Mrd, dann kommen hinzu ESM-Mrd, ca. 670 Mrd Target-2 (ein anderes Wort für Forderungen der Bundesbank gegenüber anderen EU-Landesbanken sind Schuldscheine, für die man uns die Haftung aufdrängte das andere EU-Länder diese Unsumme einmal erarbeiten mit Waren,... was D braucht.
Es wird auch bei der 27 Prozenthaftung für D nicht bleiben, wenn andere Pleite sind.

Konzerne mit Niederlassungen in UK, BMW,... werden schon dafür sorgen das der Handel weitergeht.
Statt der geplanten EU-UdSSR, in Wahrheit einer Diktatur des Geldes, über nicht gewählte Lobbyisten, zurück zur EWG ist die Lösung.

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stvolk 04.01.2017, 10:54
36. Ausgerechnet die Schweiz

Zitat von chilischweiz
in der Schweiz und Norwegen lebt sich's besser als in der EU. Und ohne die Briten wird Deutschlands Stimme in der EU schwächer und die der Mittelmeerländer - die sich einen GREXIT schlichtweg nicht leisten können - lauter werden. Wohin das bei den deutschen Wahlen führen wird ist - alternativlos - abzusehen...
In der Schweiz und in Norwegen lebt sich's unter anderem deshalb so gut, weil beide Länder von der sie umgebenden EU profitieren. Und sie würden noch besser leben, wenn sie Vollmitglieder wären. Denn sie zahlen auch jetzt schon erhebliche Summen in die EU-Kasse ein, um die Vorteile der Clubmitgliedschaft zu genießen, dürfen aber die Statuten des Vereins nicht mitbestimmen. Schon lustig, wie die Holzköpfe von der SVP das ihren Wählern immer als Gewinn an Demokratie verkaufen.

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von111derletzte 04.01.2017, 11:14
37. Quatsch,

Zitat von ichsagwas
Das ist er, der Aufstand der Beamten und Diplomaten. Aufgabe der Politik ist es, solche Leute darauf hinzuweisen, dass sie weisungsbefugt sind, und im Zweifelsfall abgemahnt und entlassen werden können. Wenn vom Wähler ein Politikwechsel eingeleitet wird, dann muss die Exekutive das auch ausführen. In Brüssel ist mit den EU-Beamten eine Art neue Gesellschaftsschicht entstanden, die meint, sie hätte die Meinungsführerschaft quasi geerbt und die Weisheit gefressen. Mir sind solche Leute sehr unsympathisch. Selbst auf Gemeindeebene gibt es viele solcher Beamter und Angestellter, die ihre Position für unangreifbar halten und sich über die normalen Bürger erhöhen. Wenn von denen auch mal ein paar arbeitslos werden, habe ich kein Mitleid. Wobei: solche Typen, wie Rogers - die fallen fast immer weich und kommen anschließend irgendwo in ihrem weitgespannten Korruptionsnetz unter. Vitamin B ist in diesen Kreisen alles.
Herr Rogers ist ja eben deshalb abgetreten, weil er hier nicht besonders diplomatisch unterwegs war, in dem er offen auf die Problemlage aufmerksam gemacht hat.
Früher wurden auch schon die Überbringer schlechter Botschaften geköpft.
Wenn der Wähler also weiterhin darauf besteht, dass ihm etwas vorgekaukelt werden soll, dann war die Rücktritts-Entscheidung des Herrn konsequent. Solche Entscheidungen sind aber bei diesen Herren leider eher die Ausnahme, da würde ich Ihnen Recht geben.

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chilischweiz 04.01.2017, 11:19
38. stimmt...

Zitat von bökelmann
Ja, besonders wenn man grenznah wohnt und zum eikaufen ausder chweiz nach Deutschland fahren kann ;-)
... aber Schweizer Wirtschaft, Arbeitslosenkasse und Löhne verkraften diesen billigen Einkauf beim Nachbarn problemlos

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pavel1100 04.01.2017, 11:26
39. @chillischweitz

Komplexität entsteht wenn UK mit etlichen Staaten einzene Handelverträge aushandeln muss, die dann alle unterschiedlich sind und auf die sich die Unternehmen mit ihren Produkten jeweils einstellen müssen. Dagegen ist die EU gewinnbringend einfach für die Unternehmen.

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