Forum: Politik
Jacinda Ardern kritisiert laxes Waffenrecht: "Um ehrlich zu sein, verstehe ich die US
Mark Tantrum/ Getty Images

Schon kurz nach dem Anschlag von Christchurch verschärfte Jacinda Ardern die Waffengesetze in ihrem Land. Die neuseeländische Regierungschefin fragt sich, warum das nicht auch in den USA funktioniert.

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index77 15.05.2019, 13:53
10. Das stimmt wohl.

Zitat von bernteone
Normalerweise braucht keine Privatperson vollautomatische Waffen.
Soweit sind die in den USA auch schon. Neue Waffen kann man da nur noch halbautomatisch kaufen und die Interessenvertretungen der Waffenbesitzer laufen da seit Jahren vergeblich gegen an. Transferable automatische Waffen sind ältere Waffen aus der Zeit vor dem Verbot und erzielen bei Auktionen Autopreise.

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derbo73 15.05.2019, 14:06
11. Man muss auch nicht "die Amerikaner" verstehen...

wen auch immer sie damit genau meint, sondern nur die Leute, die fast 40 Milliarden US Dollar Umsatz mit Kleinwaffen machen (darunter auch in paar deutsche Unternehmen). Bei der Summe finden sich in jeder Regierung dieser Welt genug Leute, die alles so leiten und regeln, dass der Geldsegen nie versiegt. Zur Belohnung gibt es Wahlhilfe der einen oder anderen Art und ein paar Gefälligkeiten unter der Hand. Obama hat mit seinem (richtigen) Versuch der schärferen Waffenregulierung diese Industrie nur befeuert - der ländliche Redneck kaufte nur umso mehr/eher Waffen aus Angst "bald keine mehr zu bekommen". Die USA sind faktisch vollbewaffnet, 310 Millionen Kleinwaffen in Umlauf, jede Oma und jedes Baby hat statistisch eine. Die ständigen mit diesen Waffen verübten Morde, Amokläufe, Überfälle etc. verstärken nur das Gefühl, man müsse sich selbst schützen können - mit mehr Bewaffnung. Ein politisches Kalkül, dass die USA seit Gründung weltweit einsetzen und zur größten Militärmacht der Weltgeschichte aufsteigen ließ. Rational ist daran nur der wirtschaftliche Aspekt für einige wenige, die selbst kaum je ins Fadenkreuz ihrer tollen Produkte geraten dürften.

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spon_7924415 15.05.2019, 14:14
12. Kluge, empatische Regierungschefin

Sie hat mit allem Recht. Ich hoffe, sie findet in Frankreich mehr Gehör als in Deutschland.
Hr Maas würde sich so eine Aussage nie trauen.
Bin mal gespannt was ihm einfällt, warum der die Resolution auch nicht unterschreiben will.
Da könnte ja sonst der POTUS mal mit dem Rockzipfel, an dem er hängt, wedeln.

Und: Ich beneide Neuseeland um diese mutige Politikerin! Die Welt wäre eine Bessere, wenn es davon mehr gäbe.

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Lexington67 15.05.2019, 14:18
13.

Zitat von Luscinia007
Und falls das dämliche Argument mit den Autobahnen kommen sollte: auf der Hälfte aller Autobahnkilometer gibt es sowieso ein Tempolimit. Und die Hälfte der Bundesbürger befürwortet ein Tempolimit, die Politik lässt sich nur von der Automobillobby und ein paar notorischen Rasern ins Bockshorn jagen.
1. Es sind ca 33% der knapp 13.000 Autobahnkilometer limitiert, nicht die Hälfte.
2. Die Tatsache das sich die Politik durch die "Automobillobby und ein paar notorische Raser ins Bockshorn jagen" lässt entkräftet das dämliche Argument "Die Deutschen sind mit ihren Autobahnen genauso borniert wie die Amis mit ihren Waffen" in keiner Weise, sie bestätigt es vielmehr.

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jujo 15.05.2019, 14:31
14. ....

Kürzlich erschoss ein elfjähriger seine Großmutter., nach Logik von Trump könnte sie noch leben hätte sie eine Waffe zur Hand gehabt.
Der Enkel wäre tot.

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K. Larname 15.05.2019, 14:31
15.

Ich wundere mich, dass im Beitrag nicht "NRA" vorkommt.

Aber vielleicht ist ja Licht am Horizont, falls dies eskaliert:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/nra-kaempft-mit-finanzskandal-high-noon-fuer-amerikas-waffenfans-a-1265284.html

Vorausgesetzt natürlich , Entscheider und/oder Richter gehören nicht zu Trumps Hofstaat.

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Thomas_USA 15.05.2019, 14:31
16. Ganz einfach. Wir haben hier ein Grundgesetz...

... und dieses Grundgesetz, basierend auf den Erfahrungen durch Unterdrueckung durch England's Truppen, basierend auf Entwaffnung der Buerger durch die Unterdruecker und basierend auf der Erfahrung, was ein tyrannischer Staat mit seinen Buergern macht, wenn diese nicht bewaffnet sind um sich zu wehren. Dieses Grundgesetz (genauer, der zweite Anhang dazu) sagt nun aus, dass jeder Buerger das Recht hat Waffen zu besitzen. Da bedarf es keiner Lobby und auch keiner Diskussion - Versuche den 2. Zusatz zur Verfassung zu streichen oder zu re-interpretieren sind bis dato jedes Mal vom hoechsten Gericht gestoppt worden. Dazu kommt, dass selbst Waffengegner hier nicht bereit sind das Grundgesetz zu aendern (bis auf ein paar Extreme, die allerdings keine Anhaengerschaft haben).
Also - die NRA is sicherlich nicht der Grund, dass wir die Waffengesetze so haben, wie sie sind. Allerdings macht die NRA einen O.K. Job die Regierungen daran zu erinnern, dass es diesen zweiten Zusatz zur Verfassung gibt.

Ob das nun den lieben Australiern, Deutschen oder sonstigen Personen nicht gefaellt ist uns hier erst einmal scheissegal. Ich besitze Waffen zum sportlichen Schiessen und trage haeufig eine Waffe zum Selbstschutz, da ich zu alt bin um mich zu schlagen, zu langsam um wegzulaufen und zu jung um mich von ein paar kriminellen um die Ecke bringen zu lassen. Im Gegensatz zu den Bedingungen in Deutschland gibt mir das dann doch noch eine Moeglichkeit den Schlaegern in der U-Bahn, den besoffenen kriminellen im Park usw. entgegenzuwirken. Ich muss mich nicht zusammenschlagen und zusammentreten lassen, und hoffen, dass die Polizei kommt bevor ich tot bin. Das nennt sich "Freiheit" und ist halt hier gesetzlich geregelt.

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ingnazwobel 15.05.2019, 14:35
17.

Ganz lax gesprochen, die USA sind ein Land der Gegensätze. Es gibt dort viele sehr intelligente Menschen aber auch eine große Anzahl von Dummen. Und leider ist es wie überall die Dummen sind die lautesten oder anders gesprochen "Der Satz der Glügere gibt nach, begründet die Weltherrschaft der Dummheit" M.E. Eschenbach

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olli08 15.05.2019, 14:42
18. Es fehlte wohl noch eine Zutat ...

Zitat von StefanXX
Das finde ich jetzt doch etwas wohlfeil von Fr. Ardern. Warum war Sie eigentlich nicht in der Lage oder Willens bis zu diesem Anschlag das doch recht laxe Waffengesetz in Neuseeland zu verschärfen? Warum ist das Waffengesetz jetzt nach dem Anschlag in Neuseeland immer noch so lax, trotz der Verschärfung? Vielleicht sollte sich Fr. Ardern erst mal diesen Fragen widmen, bevor Sie auf andere zeigt, nur weil Sie durch diesen traurigen Anlass jetzt einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist, aber immer noch meilenweit von einem Waffengesetz entfernt ist, das diesen Namen auch verdient.
Gesetzte braucht man nur, um fehlende Vernunft auszugleichen.
Und da es, anders als in den USA, in Neuseeland bislang unüblich war, mit automatischen Waffen massenweise Menschen umzubringen, brauchte es kein Gesetz gegen diese Waffen. Jetzt leider schon.
Kanada z.B. hat ebenfalls sehr laxe Waffengesetze, es passiert dort aber weit weniger Schlimmes, als in den USA.
Im Übrigen bräuchte man so vieles nicht zu regulieren, wenn es ausschließlich Menschen mit funktionierendem Gehirn und einem Mindestmaß an Sozialkompetenz und Gemeinschaftssinn gäbe.
Sie kennen doch sicher das Schild, auf dem steht:
"Vernünftige Leute hinterlassen hier keinen Müll - Allen anderen ist es ganz einfach verboten"
Ach ja, und natürlich gibt es eine Menge Menschen, die sind so geisteskrank, bei denen helfen selbst Gesetze nicht mehr. Für die gibt es Gefängnisse ...

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newbie99 15.05.2019, 14:44
19. US-Waffenlobby

Wenn man von der "Milliardenschweren US-Waffenlobby" spricht, klingt das so, als würde da eine kleine Clique gegen den Willen des breiten Wählervolkes aus persönlicher Profitgier sinnvolle Gesetzesänderungen verhindern. Das beschreibt die Situation aber in keinster Weise!

Vielmehr plädieren noch immer breite Gesellschaftskreise für eine Beibehaltung dieser laxen Waffengesetze, wenn auch augenscheinlich die Zahl derjenigen zunimmt, die das anders sehen. Einem konservativen Republikanischen Politiker drohen viele Wähler davonzulaufen, wenn er sich für eine Verschärfung einsetzt. Natürlich ist das im eigentlichen Sinne des Wortes auch Lobbyismus, aber entspricht eben auch dem Willen eines recht großen Anteils der US-Bürger.

Bitte nicht missverstehen! Ich halte absolut rein gar nichts von den US-Waffengesetzen und finde den Vorstoß aus Neuseeland auch sehr sympathisch. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass da nicht etwa eine kleine Truppe "böser Jungs" Profitgier-Politik entgegen den Interessen des US-Wahlvolks betreibt, sondern dass sich vielmehr die fehlende Bereitschaft zu Änderungen in der Gesellschaft widerspiegelt.

So realistisch sollte man schon sein!

Und im übrigen entspricht das in etwa auch der Haltung der deutschen Politik zum Thema Tempolimit auf Autobahnen. Auch dafür gibt keine überwältigende Mehrheit bei den Wählern, die von Automobil-Lobbyismus-verseuchten Politikern bedenken los ignoriert wird.

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