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Jacinda Ardern kritisiert laxes Waffenrecht: "Um ehrlich zu sein, verstehe ich die US
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Schon kurz nach dem Anschlag von Christchurch verschärfte Jacinda Ardern die Waffengesetze in ihrem Land. Die neuseeländische Regierungschefin fragt sich, warum das nicht auch in den USA funktioniert.

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kwik-e-mart 15.05.2019, 15:33
30.

Zitat von Thomas_USA
... und dieses Grundgesetz, basierend auf den Erfahrungen durch Unterdrueckung durch England's Truppen, basierend auf Entwaffnung der Buerger durch die Unterdruecker und basierend auf der Erfahrung, was ein tyrannischer Staat mit seinen Buergern macht, wenn diese nicht bewaffnet sind um sich zu wehren. Dieses Grundgesetz (genauer, der zweite Anhang dazu) sagt nun aus, dass jeder Buerger das Recht hat Waffen zu besitzen. Da bedarf es keiner Lobby und auch keiner Diskussion - Versuche den 2. Zusatz zur Verfassung zu streichen oder zu re-interpretieren sind bis dato jedes Mal vom hoechsten Gericht gestoppt worden. Dazu kommt, dass selbst Waffengegner hier nicht bereit sind das Grundgesetz zu aendern (bis auf ein paar Extreme, die allerdings keine Anhaengerschaft haben). Also - die NRA is sicherlich nicht der Grund, dass wir die Waffengesetze so haben, wie sie sind. Allerdings macht die NRA einen O.K. Job die Regierungen daran zu erinnern, dass es diesen zweiten Zusatz zur Verfassung gibt. Ob das nun den lieben Australiern, Deutschen oder sonstigen Personen nicht gefaellt ist uns hier erst einmal scheissegal. Ich besitze Waffen zum sportlichen Schiessen und trage haeufig eine Waffe zum Selbstschutz, da ich zu alt bin um mich zu schlagen, zu langsam um wegzulaufen und zu jung um mich von ein paar kriminellen um die Ecke bringen zu lassen. Im Gegensatz zu den Bedingungen in Deutschland gibt mir das dann doch noch eine Moeglichkeit den Schlaegern in der U-Bahn, den besoffenen kriminellen im Park usw. entgegenzuwirken. Ich muss mich nicht zusammenschlagen und zusammentreten lassen, und hoffen, dass die Polizei kommt bevor ich tot bin. Das nennt sich "Freiheit" und ist halt hier gesetzlich geregelt.
Sie nennen da einige Aspekte, die bei der Diskussion hier leider etwas zu kurz kommen.
Es sollte m.E. allerdings eine verpflichtende Sachkunde-Schulung geben, damit Kinder eben nicht aus Versehen ihre Eltern erschießen, weil die Waffen einfach so herumlagen oder entsichert in der Handtasche herumvagabundierten.
Ansonsten ist die europäische - und speziell die deutsche - Naivität regelrecht suizidal. Das betrifft mittlerweile so viele Bereiche, das einem ganz anders werden kann. Wichtig ist heutzutage, dass wir korrekt gendern, Jungs zum Einhornstaub-Verteilen ermutigt werden und alles so schön bunt ist.

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Thomas_USA 15.05.2019, 15:33
31.

Na ja, so einfach ist es hier ja nun auch nicht - es gibt einen sogenannten "Backgroundcheck" bei dem das FBI prueft, ob man eine kriminelle Historie hat und wenn dem so ist, wird der Waffenkauf verweigert. "Anonyme" Transaktionen gibt es lediglich innerhalb eines Bundeslandes und der Verkaufer stellt besser sicher, dass er an einen Kauefer aus demselben Bundesland verkauft (ansonsten waere es eine Straftaat des Verkaeufers).

Die "Sturmgewehre" hier sind lediglich optisch mit den militaerischen Versionen vergleichbar und sind eben nicht einfach mal umzuruesten zu vollautomatischen Waffen. Die BATF (Bureau for Alcohol, Tobacco and Firearms) prueft jede Bauweise jeder Waffe auf die Verhinderung des Umbaus zur vollautomatischen Waffe, bevor die Zulassung zur Produktion erteilt wird.

Wenn ich sportlich auf 1000 oder mehr Meter Entfernung schiesse, passiert das mit einer Langwaffe mit Zielfernrohr. Das ist lediglich eine Langwaffe, die mit einem guten Zielfernrohr ausgestattet ist - das macht dieses Gewehr dann zu einem boesen "Sniper"-Gewehr?

Magazinkapazitaet? Glock stellt Standardpistolen fuer 9mm Munition mit 17 Schuss Magazinen her (sicherlich andere Hersteller ebenso). Magazine koennen im Sekundenbereich getauscht werden, eine Beschraenkung der Kapazitaet waere reine Augenwischerei.

Die Taeter passen sich dahingehen an, dass es z.B. weniger Raubueberfaelle in Bundesstaaten gibt, die eine hohe Anzahl von Waffentraegern hat. In Chicago z.B., einer Stadt, die das Tragen von Waffen zum Selbstschutz faktisch unmoeglich ist, ist die Kriminalitaetsstatistik in Bezug auf Waffenkriminalitaet (Ausrauben,Mord) hoeher !! als in jedem anderen Bundesstaat/jeder anderen Stadt. Was dann nur zeigt, dass Kriminelle sich nicht an Gesetze halten und entsprechende Verschaerungen nach hinten losgehen.

Ich habe viele Freunde und Bekannte im Law Enforcement und die schiessen nicht schneller - bei "boesen Buben" sind sie eh auf der Hut und muessen von Waffenbezitz ausgehen (wie auch in Deutschland....), und bei "guten Buergern" ist der Besitz/das Tragen einer Waffe kein Problem, das sie nicht eingesetzt werden wuerde.

Selbst zum Taeter werden ist natuerlich eine Gefahr, die allerdings durch entsprechendes Training und auch den Gesetzgeber minimiert wird. Ich unterrichte "Concealed Carry Classes" in denen auch die rechtliche Lage des Selbsschutzes besprochen wird und letztlich auch die mentale Seite (jemanden zu erschiessen, egal ob Selbstschutz oder nicht wird einen bleibenden Eindruck/Schaden hinterlassen und jeder muss sich dessen bewusst sein) wird diskutiert - meistens mit Polizisten, die jemanden im Dienst er- oder anschiessen mussten). Der Gesetzgeber regelt den Waffengebrauch auch ziemlich restriktiv. Eine Waffe darf nur dann eingesetzt werden, wenn man selber um sein eigenes Leben fuerchtet (was ggf. auch vor Gereicht hinterfragt wird).

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interstitial 15.05.2019, 15:37
32. Soweit....

Zitat von Thomas_USA
Dieses Grundgesetz (genauer, der zweite Anhang dazu) sagt nun aus, dass jeder Buerger das Recht hat Waffen zu besitzen.
...ich mich nicht entsetzlich verlesen habe, steht in besagtem Zusatz,
dass es für die notwendige Unterhaltung einer Miliz als innerstaatlicher Ordnungsmacht unumgänglich ist, dass Zivilpersonen die Handhabung von Waffen nicht vollständig untersagt werden kann.
------------
Mehr steht da nicht.
Vom Führen von Waffen im normalen Leben ist keine Rede, es ist explizit von der Miliz (aka Nationalgarde) die Rede, die als staatliche Ordnungsmacht aus nicht-Soldaten der Regierung der Einzelstaaten unterstellt ist. Vom Besitz dieser Waffen ist weiterhin überhaupt keine Rede, da diese Frage durch den Verweis auf die Miliz hinreichend beantwortet ist. Ob und warum irgendwer sonst unter irgendwelchen anderen Umständen Waffen führen oder gar besitzen dürfen können sollte, wird mit keiner Silbe erwähnt, wurde daher offenbar auch nicht für schutzwürdig befunden.
Außerdem bezieht sich das Gesetz auf die staatlichen und logistischen Zustände ländlicher Gebiete im ausgehenden 18. Jhdt., und der Begriff "arms" dürfte sich auf Musketen mit einer Nachladezeit von 1-2,5 Minuten bezogen haben.
Die Schießerei am OK-Corral entbrannte ja auch ausgehend von Beschwerden der Bürger, die Cowboys hätten in der Stadt Waffen getragen, was im Arizona der 1880er Jahre verboten war. Aus offensichtlich guten Gründen.

Im Hinblick auf die von ihnen angeführten Umstände haben eine Reihe anderer Staaten in den letzten 200 Jahren die Erfahrung gemacht, dass eine Polizei, die diesen Namen verdient, nachweislich effektiver ist als die Freigabe von Waffenbesitz.
Außerdem untergräbt die NRA-Lesart des 2. Zusatzartikels das zentrale Prinzip des staatlichen Gewaltmonopols, das ganz allgemein weltweit als ein wichtiger Stabilitätsgarant verfasster Demokratien gewertet wird.
Aber was red ich....

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Thomas_USA 15.05.2019, 15:39
33.

Zitat von mostly_harmless
Nö, in den USA ist das Waffenrecht Sache der Bundesstaaten. Und es gibt diverse Bundesstaaten, die GAR KEINE Beschränkungen bezüglich des Besitzes von (Schuss)Waffen haben. https://www.quora.com/What-is-the-most-liberal-US-state-in-terms-of-gun-laws-people-are-most-free-to-own-a-gun Aktuell wehrt man sich bei der GOP übrigens mit Händen und Füssen gegen Beschränkungen des Waffenbesitzes bei Geisteskranken
Bloedsinn. Der Kauf von Waffen ist auf Bundesebene geregelt, ebenso die Beschraenkungen z.B. fuer vollautomatische Waffen. Die Bundeslaender koennen weitergehende Beschraenkungen auferlegen, aber keine landesweiten Regelungen aufheben.

Sogenannte "red flag laws" gibt es bereits in vielen Bundesstaaten, da bedarf es keiner GOP Regelung.

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Thomas_USA 15.05.2019, 15:39
34.

Na ja, so einfach ist es hier ja nun auch nicht - es gibt einen sogenannten "Backgroundcheck" bei dem das FBI prueft, ob man eine kriminelle Historie hat und wenn dem so ist, wird der Waffenkauf verweigert. "Anonyme" Transaktionen gibt es lediglich innerhalb eines Bundeslandes und der Verkaufer stellt besser sicher, dass er an einen Kauefer aus demselben Bundesland verkauft (ansonsten waere es eine Straftaat des Verkaeufers).

Die "Sturmgewehre" hier sind lediglich optisch mit den militaerischen Versionen vergleichbar und sind eben nicht einfach mal umzuruesten zu vollautomatischen Waffen. Die BATF (Bureau for Alcohol, Tobacco and Firearms) prueft jede Bauweise jeder Waffe auf die Verhinderung des Umbaus zur vollautomatischen Waffe, bevor die Zulassung zur Produktion erteilt wird.

Wenn ich sportlich auf 1000 oder mehr Meter Entfernung schiesse, passiert das mit einer Langwaffe mit Zielfernrohr. Das ist lediglich eine Langwaffe, die mit einem guten Zielfernrohr ausgestattet ist - das macht dieses Gewehr dann zu einem boesen "Sniper"-Gewehr?

Magazinkapazitaet? Glock stellt Standardpistolen fuer 9mm Munition mit 17 Schuss Magazinen her (sicherlich andere Hersteller ebenso). Magazine koennen im Sekundenbereich getauscht werden, eine Beschraenkung der Kapazitaet waere reine Augenwischerei.

Die Taeter passen sich dahingehen an, dass es z.B. weniger Raubueberfaelle in Bundesstaaten gibt, die eine hohe Anzahl von Waffentraegern hat. In Chicago z.B., einer Stadt, die das Tragen von Waffen zum Selbstschutz faktisch unmoeglich ist, ist die Kriminalitaetsstatistik in Bezug auf Waffenkriminalitaet (Ausrauben,Mord) hoeher !! als in jedem anderen Bundesstaat/jeder anderen Stadt. Was dann nur zeigt, dass Kriminelle sich nicht an Gesetze halten und entsprechende Verschaerungen nach hinten losgehen.

Ich habe viele Freunde und Bekannte im Law Enforcement und die schiessen nicht schneller - bei "boesen Buben" sind sie eh auf der Hut und muessen von Waffenbezitz ausgehen (wie auch in Deutschland....), und bei "guten Buergern" ist der Besitz/das Tragen einer Waffe kein Problem, das sie nicht eingesetzt werden wuerde.

Selbst zum Taeter werden ist natuerlich eine Gefahr, die allerdings durch entsprechendes Training und auch den Gesetzgeber minimiert wird. Ich unterrichte "Concealed Carry Classes" in denen auch die rechtliche Lage des Selbsschutzes besprochen wird und letztlich auch die mentale Seite (jemanden zu erschiessen, egal ob Selbstschutz oder nicht wird einen bleibenden Eindruck/Schaden hinterlassen und jeder muss sich dessen bewusst sein) wird diskutiert - meistens mit Polizisten, die jemanden im Dienst er- oder anschiessen mussten). Der Gesetzgeber regelt den Waffengebrauch auch ziemlich restriktiv. Eine Waffe darf nur dann eingesetzt werden, wenn man selber um sein eigenes Leben fuerchtet (was ggf. auch vor Gereicht hinterfragt wird).

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Thomas_USA 15.05.2019, 15:40
35.

Zitat von derLordselbst
Das Recht, Waffen zu besitzen, wäre auch gewährleistet, wenn man einen Revolver oder eine Pistole oder eine Langwaffe im Haus hätte. Halbautomatische Sturmgewehre (die sich leicht zu vollautomatischen aufrüsten lassen), Sniperwaffen oder kurzläufige Waffen mit Riesenmagazinen benötigt man nicht zur Selbstverteidigung. Auch eine namentliche Registrierung jeder Waffe, ein einwandfreier Leumund als Voraussetzung für Waffenbesitz und den Verbot der anonymen Waffenmärkte würden dieses Recht nicht gefährden. Rational ist das Selbstverteidigungsargument natürlich auch nicht. Wenn jedes Opfer eine Schusswaffe haben könnte, passen sich die Täter an. Auch die Polizei schießt schneller, um sich selbst zu schützen. Dazu erhöht die Griffbereitschaft von Schusswaffen das Risiko enorm, selbst zum Täter zu werden. Es geht hier auch nicht um Einzelfälle, sondern um fast 40.000 Tote 2017 in den USA. P.S.: Ich mag übrigens die Autobahnen ohne Tempolimit und weiß selbst, dass das mit kühler Vernunft nicht zu rechtfertigen ist. Für Irrationalität und lokale Vorlieben habe ich durchaus Verständnis.
Na ja, so einfach ist es hier ja nun auch nicht - es gibt einen sogenannten "Backgroundcheck" bei dem das FBI prueft, ob man eine kriminelle Historie hat und wenn dem so ist, wird der Waffenkauf verweigert. "Anonyme" Transaktionen gibt es lediglich innerhalb eines Bundeslandes und der Verkaufer stellt besser sicher, dass er an einen Kauefer aus demselben Bundesland verkauft (ansonsten waere es eine Straftaat des Verkaeufers).

Die "Sturmgewehre" hier sind lediglich optisch mit den militaerischen Versionen vergleichbar und sind eben nicht einfach mal umzuruesten zu vollautomatischen Waffen. Die BATF (Bureau for Alcohol, Tobacco and Firearms) prueft jede Bauweise jeder Waffe auf die Verhinderung des Umbaus zur vollautomatischen Waffe, bevor die Zulassung zur Produktion erteilt wird.

Wenn ich sportlich auf 1000 oder mehr Meter Entfernung schiesse, passiert das mit einer Langwaffe mit Zielfernrohr. Das ist lediglich eine Langwaffe, die mit einem guten Zielfernrohr ausgestattet ist - das macht dieses Gewehr dann zu einem boesen "Sniper"-Gewehr?

t hinterfragt wird).

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JacobiTeacher LLC 15.05.2019, 15:40
36. Wenn die Regierung

halbautomatische Waffen besitzt, braucht die Privatperson auch den Zugang zu welchen. Deutsche sollten das am besten wissen. Amerikaner wollen die Möglichkeit haben, sich vor der Regierung zu schützen. Wer die Gründe bei der Waffenlobby sieht, hat die USA nicht verstanden. Unsere Werte basieren nicht auf Deutschem Kollektivismus, sondern Individualismus.

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Thomas_USA 15.05.2019, 15:41
37.

Zitat von derLordselbst
Das Recht, Waffen zu besitzen, wäre auch gewährleistet, wenn man einen Revolver oder eine Pistole oder eine Langwaffe im Haus hätte. Halbautomatische Sturmgewehre (die sich leicht zu vollautomatischen aufrüsten lassen), Sniperwaffen oder kurzläufige Waffen mit Riesenmagazinen benötigt man nicht zur Selbstverteidigung. Auch eine namentliche Registrierung jeder Waffe, ein einwandfreier Leumund als Voraussetzung für Waffenbesitz und den Verbot der anonymen Waffenmärkte würden dieses Recht nicht gefährden. Rational ist das Selbstverteidigungsargument natürlich auch nicht. Wenn jedes Opfer eine Schusswaffe haben könnte, passen sich die Täter an. Auch die Polizei schießt schneller, um sich selbst zu schützen. Dazu erhöht die Griffbereitschaft von Schusswaffen das Risiko enorm, selbst zum Täter zu werden. Es geht hier auch nicht um Einzelfälle, sondern um fast 40.000 Tote 2017 in den USA. P.S.: Ich mag übrigens die Autobahnen ohne Tempolimit und weiß selbst, dass das mit kühler Vernunft nicht zu rechtfertigen ist. Für Irrationalität und lokale Vorlieben habe ich durchaus Verständnis.
....
Magazinkapazitaet? Glock stellt Standardpistolen fuer 9mm Munition mit 17 Schuss Magazinen her (sicherlich andere Hersteller ebenso). Magazine koennen im Sekundenbereich getauscht werden, eine Beschraenkung der Kapazitaet waere reine Augenwischerei.

Die Taeter passen sich dahingehen an, dass es z.B. weniger Raubueberfaelle in Bundesstaaten gibt, die eine hohe Anzahl von Waffentraegern hat. In Chicago z.B., einer Stadt, die das Tragen von Waffen zum Selbstschutz faktisch unmoeglich ist, ist die Kriminalitaetsstatistik in Bezug auf Waffenkriminalitaet (Ausrauben,Mord) hoeher !! als in jedem anderen Bundesstaat/jeder anderen Stadt. Was dann nur zeigt, dass Kriminelle sich nicht an Gesetze halten und entsprechende Verschaerungen nach hinten losgehen.

Ich habe viele Freunde und Bekannte im Law Enforcement und die schiessen nicht schneller - bei "boesen Buben" sind sie eh auf der Hut und muessen von Waffenbezitz ausgehen (wie auch in Deutschland....), und bei "guten Buergern" ist der Besitz/das Tragen einer Waffe kein Problem, das sie nicht eingesetzt werden wuerde.

Selbst zum Taeter werden ist natuerlich eine Gefahr, die allerdings durch entsprechendes Training und auch den Gesetzgeber minimiert wird. Ich unterrichte "Concealed Carry Classes" in denen auch die rechtliche Lage des Selbsschutzes besprochen wird und letztlich auch die mentale Seite (jemanden zu erschiessen, egal ob Selbstschutz oder nicht wird einen bleibenden Eindruck/Schaden hinterlassen und jeder muss sich dessen bewusst sein) wird diskutiert - meistens mit Polizisten, die jemanden im Dienst er- oder anschiessen mussten). Der Gesetzgeber regelt den Waffengebrauch auch ziemlich restriktiv. Eine Waffe darf nur dann eingesetzt werden, wenn man selber um sein eigenes Leben fuerchtet (was ggf. auch vor Gereicht hinterfragt wird).

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barrakuda64 15.05.2019, 15:41
38. Genau!

Zitat von s.l.bln
...was schreiben Sie hier denn für ein Zeug? Die Wahrscheinlichkeit in Deutschland mit dem Auto auf einem freigegebenen Streckenabschnitt ums Leben zu kommen ist astronomisch gering. Sehen Sie sich die Zahlen an, ziehen Sie alles ab, was nicht auf freigegebenen Streckenteilen passiert ist(Unfallschwerpunkte sind i.d.R. dort, wo aus genau diesem Grund begrenzt wurde) und gleichen Sie das mal mit der Bevölkerungszahl ab. Dagegen sind mehr Amerikaner auf eigenem Boden durch Schußwaffen ums Leben gekommen als in allen Kriegen, an denen sie beteiligt waren. Das ist gesamtgesellschaftlich eine Größenordnung, die mit der Situation auf deutschen Autobahnen nicht das Geringste gemein hat. Zum Thema: spätestens seit Trump ist das Argument vom wehrhaften Bürger, der sein Land und dessen Verfassung gegen Despoten verteidigen können muß, komplett hinfällig. Obwohl die dort so viele Schußwaffen besitzen, angeblich um die Verfassung zu schützen, sieht das Land seelenruhig zu, wie Trump und seine Helfer die demokratischen Schutzzäune einreißen, den Kongeß und Senat entmachten, die Justiz kapern, die Verfassung aushebeln, die freie Presse bekämpfen, sich nebenbei die Taschen vollstopfen und mit aller Macht in Richtung Autokratie schippern. Wenn sie jetzt nicht mit der Waffe winken, wann dann? Das ist ausreichend entlarvend. Mit der Verfassung hat das nichts zu tun, sondern damit, daß Gewaltenteilung bei vielen noch nicht Teil der eigenen Gedankenwelt ist und man die Waffe, mit der das Land den Besitzern mal geraubt wurde, kultisch verehrt . Der wilde Westen läßt grüßen.
Aber die Möglichkeit, in z. B. Tschechien oder der Schweiz einfach so auf der Straße erschossen zu werden sind noch viel geringer, obwohl die Waffengesetze dort derart sind, dass Sie vermutlich schon vor Angst derselbigen sterben würden. Wenn Sie nicht so hysterisch wären und sich etwas rationaler mit der Materie befassen würden, dann würden Sie bemerken, wie Sie sich mit Ihrer Argumentation (die eigentlich keine ist) selbst ad absurdum führen. Letztendlich ist die Borniertheit der Deutschen mit ihrer Abneigung gegen ein Tempolimit mindestens genauso abartig, wenn nicht sogar noch mehr, denn der Rest der Welt funktioniert auch OHNE grenzenloses Rasen. OHNE Waffen allerdings würde letztendlich das Recht des Stärkeren zählen. Oder glauben Sie, Sie würden einen Kriminellen mit guten Worten von seiner Tat abbringen? Warum sind Polizisten bewaffnet? Ja sicher - das ist alles etwas anderes.....................wünsche weiterhin schöne Träume!

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spon-facebook-10000523851 15.05.2019, 15:46
39. Hoert sich so schoen an, aber

man scheint dauerend zu vergessen, dass auch bei einer Straffung der Waffengesetze kaum was geaendert wurde, weil zu viele Waffen aller Art bereits in Privathand sind und "gestapelt" werden. Zudem, sollte in den USA keine Knarre mehr verkauft werden, dann kaemen die zu weiterer Kriminalitaet foerderndem Grenzverkehr aus Zentral- und Suedamerika. Wie bereits jetzt schon. Bringt alles nichts ausser Kleinkrieg zwischen den Parteien und Waehlern.

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