Forum: Politik
Jacinda Ardern kritisiert laxes Waffenrecht: "Um ehrlich zu sein, verstehe ich die US
Mark Tantrum/ Getty Images

Schon kurz nach dem Anschlag von Christchurch verschärfte Jacinda Ardern die Waffengesetze in ihrem Land. Die neuseeländische Regierungschefin fragt sich, warum das nicht auch in den USA funktioniert.

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Normaler Wutbürger 15.05.2019, 15:47
40. Tja

Zitat von Thomas_USA
... und dieses Grundgesetz, basierend auf den Erfahrungen durch Unterdrueckung durch England's Truppen, basierend auf Entwaffnung der Buerger durch die Unterdruecker und basierend auf der Erfahrung, was ein tyrannischer Staat mit seinen Buergern macht, wenn diese nicht bewaffnet sind um sich zu wehren. Dieses Grundgesetz (genauer, der zweite Anhang dazu) sagt nun aus, dass jeder Buerger das Recht hat Waffen zu besitzen. Da bedarf es keiner Lobby und auch keiner Diskussion - Versuche den 2. Zusatz zur Verfassung zu streichen oder zu re-interpretieren sind bis dato jedes Mal vom hoechsten Gericht gestoppt worden. Dazu kommt, dass selbst Waffengegner hier nicht bereit sind das Grundgesetz zu aendern (bis auf ein paar Extreme, die allerdings keine Anhaengerschaft haben). Also - die NRA is sicherlich nicht der Grund, dass wir die Waffengesetze so haben, wie sie sind. Allerdings macht die NRA einen O.K. Job die Regierungen daran zu erinnern, dass es diesen zweiten Zusatz zur Verfassung gibt. Ob das nun den lieben Australiern, Deutschen oder sonstigen Personen nicht gefaellt ist uns hier erst einmal scheissegal. Ich besitze Waffen zum sportlichen Schiessen und trage haeufig eine Waffe zum Selbstschutz, da ich zu alt bin um mich zu schlagen, zu langsam um wegzulaufen und zu jung um mich von ein paar kriminellen um die Ecke bringen zu lassen. Im Gegensatz zu den Bedingungen in Deutschland gibt mir das dann doch noch eine Moeglichkeit den Schlaegern in der U-Bahn, den besoffenen kriminellen im Park usw. entgegenzuwirken. Ich muss mich nicht zusammenschlagen und zusammentreten lassen, und hoffen, dass die Polizei kommt bevor ich tot bin. Das nennt sich "Freiheit" und ist halt hier gesetzlich geregelt.
Zur Verteidigung sei gesagt, dass man in Deutschland am liebsten über andere, am allerliebsten über die USA "redet". Seit Trump sowieso noch mehr.

Sie haben das gut erklärt. Zum Verlgeich sollte man noch sagen, dass der 2te Zusatzartikel der Verfassung der USA einen ähnlichen Stellenwert für die meisten Amerikaner hat (ganz besonders für die Landbevölkerung), wie unser Artikel 1 des GG.
Ganz egal ob es nun "Waffennarren" sind oder nicht.

Man kann Deutschland und die USA eben in vielen Dingen und Lebenseinstellungen nicht Verlgleichen, und somit sollte man mit Urteilen auch vorsichtig sein.

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Watchcat 15.05.2019, 15:51
41. @Tomwessel85

Richtig.
Man muss schon blind sein, um nicht zu sehen, dass es eine Agenda ist, die hier vorangetrieben wird.

In den USA werden legale Schusswaffen bis zu 3 Millionen mal im Jahr zur Selbstverteidigung eingesetzt, nach offiziellen Schätzungen.

Millionen Menschen, die ihr Leben ihrer Fähigkeit such zu verteidigen verdanken, sollen entwaffnet werden, weil Kriminelle Kriminelle Dinge tun?

Das ist nicht nur unlogisch, sondern gefährlich.

Und das ist auch der Grund warum man nie davon hört, wie viele Menschen durch ihr Recht eine Waffe zu besitzen gerettet werden.

Die Wahrheit macht dem Narrativ einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

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Andraax 15.05.2019, 15:54
42.

Zitat von jujo
Kürzlich erschoss ein elfjähriger seine Großmutter., nach Logik von Trump könnte sie noch leben hätte sie eine Waffe zur Hand gehabt. Der Enkel wäre tot.
Es ist sogar ziemlich häufig in den USA, dass "spielende" Kinder unbeabsichtigt die verantwortlichen Schutzpersonen erschießen. Mehrfach schon die Mutter mit in Handtaschen gefundenen Waffen vom Rücksitz des Autos, oder den Ausbilder am Waffenschießstand.
Wer's braucht...

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mostly_harmless 15.05.2019, 15:55
43.

Zitat von newbie99
Wenn man von der "Milliardenschweren US-Waffenlobby" spricht, klingt das so, als würde da eine kleine Clique gegen den Willen des breiten Wählervolkes aus persönlicher Profitgier sinnvolle Gesetzesänderungen verhindern. Das beschreibt die Situation aber in keinster Weise! Vielmehr plädieren noch immer breite Gesellschaftskreise für eine Beibehaltung dieser laxen Waffengesetze,[]
Das ist - in Gänze - ganz schlicht FALSCH. Es gibt seit Jahrzehnten in den USA eine meist deutlich Mehrheit für strengere Waffengesetze.

https://news.gallup.com/poll/1645/guns.aspx

In dieser sogenannten "Demokratie" spielt aber in diesem Kontext der Wille der Mehrheit des Volkes keine Rolle. Weil nicht die Mehrheit das bestimmt, sondern die Lobbyisten

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Kernwaffe 15.05.2019, 15:57
44. Kinder müssen lernen

Zitat von jujo
Kürzlich erschoss ein elfjähriger seine Großmutter., nach Logik von Trump könnte sie noch leben hätte sie eine Waffe zur Hand gehabt. Der Enkel wäre tot.
...Und? Ich finde das ein gutes Argument. Noch besser wäre es, wenn die Grossmutter ihren Enkel vorher gelehrt hätte, wie man eine Schiesswaffe sicher handhabt.

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Celegorm 15.05.2019, 15:59
45.

Zitat von Thomas_USA
In Chicago z.B., einer Stadt, die das Tragen von Waffen zum Selbstschutz faktisch unmoeglich ist, ist die Kriminalitaetsstatistik in Bezug auf Waffenkriminalitaet (Ausrauben,Mord) hoeher !! als in jedem anderen Bundesstaat/jeder anderen Stadt. Was dann nur zeigt, dass Kriminelle sich nicht an Gesetze halten und entsprechende Verschaerungen nach hinten losgehen.
Die Probleme in Chicago liegen - neben den eigentlich sozio-ökonomischen Ursachen - aber blöderweise darin, dass die Stadt mit ehemals legalen Waffen geflutet wird. Das ist ja letztlich das Problem: wenn derart viele (legale!) Waffen im Land im Umlauf sind, sind regionale Einschränkungen schlicht bedeutungslos, weil jeder der wirklich will, sich problemlos ausserhalb mit Waffen eindecken kann. Zur Not halt im riesigen Grau- oder Schwarzmarkt.

Im übrigen zeigen die Statistiken der Schusswaffentoten, dass die USA ein massives Problem beim Umgang mit Schusswaffen hat. Andere Industrieländer mit vergleichbarer Dichte von Waffen wie die Schweiz oder Finnland haben nicht annähernd so viel Tote zu beklagen. Insofern kann man zwei Dinge daraus schliessen: 1. Ihre Kurse sind entweder nicht sonderlich erfolgreich oder werden nicht von genug Leuten besucht. 2. Es spricht effektiv nicht unbedingt etwas gegen Waffenbesitz per se, aber die Zahlen zeigen leider, dass die US-Amerikaner offensichtlich unfähig sind, damit umzugehen. Weshalb schärfere Regulierungen unbedingt angebracht wären.

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mostly_harmless 15.05.2019, 16:00
46.

Zitat von Thomas_USA
Bloedsinn. Der Kauf von Waffen ist auf Bundesebene geregelt, ebenso die Beschraenkungen z.B. fuer vollautomatische Waffen. Die Bundeslaender koennen weitergehende Beschraenkungen auferlegen, aber keine landesweiten Regelungen aufheben. Sogenannte "red flag laws" gibt es bereits in vielen Bundesstaaten, da bedarf es keiner GOP Regelung.
Blödsinn schreibt hier nur einer, und zwar SIE. Ich habe den Sachverhalt verlinkt, dort finden sich die notwenigen Informationen. Und auf Bundesebene KANN in den USA der Waffenbesitz beschränkt werden. Das findet aber nicht statt, vor gerade einem Jahr hat Trump die Beschränkrung des Waffenbesitzes für Geisteskranke aufgehoben.

https://eu.usatoday.com/story/news/politics/onpolitics/2018/02/15/onpolitics-today-remember-when-trump-ended-ban-gun-sales-mentally-ill/343696002/

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limacharlie8o8 15.05.2019, 16:07
47. Den geschichtlichen Ursprung...

...kennt jeder informierte Mensch und ist auch verständlich.
Aber was sie als ihre "Freiheit" bezeichnen ist leider das armseelige und traurige Versagen einer einst grossen Nation!
Das empfinde ich nicht so aus Hass oder Neid, sondern dieser Eindruck entsteht durch das Auseinandersetzen aus Intresse an Amerika, den Menschen, der Gesellschaft von dort.
Stichworte:

- Gefängnis- und Resozialisierungspolitik! Totaler Irrsinn, der in den ewigen Gewaltstrudel mündet, sie erklären es ja, dass aus der traurigen Notwendigkeit heraus, sein eigenes Leben schützen zu müssen, sie sich selbst bewaffnen.

- Polizei in Amerika..., mir fehlen die Worte, kenne aber die unglaublich vielen Übergriffe, unverhältnissmässig grausame Massnahmen bis Tötung - ja regelrechte Hinrichtungen von unbewaffneten Personen.

- Lobbyismus spielt sehr wohl eine grosse Rolle, wenn auch nicht sehr gut beweisbar, da sehr gut verschleiert. Wir alle wissen, dass die Maus im Loch sitzt, sie ist nur zu schlau um rauszukommen.

- Was viele Amerikaner als ihre "Freiheit" interpretieren, ist für mich als Deutschen, schlichtweg egoistische Ignoration, Gleichgültigkeit.
Man merkt es an der stereotypen Oberflächlichkeit der Mentalität.
Ihr kümmert einfach nicht um andere, denn nur dadurch könnt ihr tun und lassen was ihr wollt.
Deshalb auch die tiefe Abneigung bis Angst vor einem menschwürdigen, gerechten Sozialsystem, welches auch wiederum helfen würde diese unglaubliche Gewaltspirale zu druchbrechen.

- Haben sie ungefähr eine Vorstellung davon, wie unglaublich frei wir in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wirklich sind?
Ich persönlich erachte es als eine der besten Freiheiten, mich NICHT bewaffnen zu müssen, nicht in Angst und Schrecken leben zu müssen.

Es ist und bleibt ein schwieriges Thema, aber ihr solltet langsam wirklich zu uns ins 21. Jahrhundert kommen.
Die Engländer sind weg, der Bürgerkrieg ist aus, der Wilde Westen ist Vergangenheit, die Ureinwohner (sie mögen den Ausdruck "native Americans" nicht, das ist nicht der Name ihres Landes) sind in Reservaten zusammengepfercht und saufen sich zu tode oder begehen Suizid (höchste Suizidrate bei Ureinwohner-Jugendlichen),
und eure geklauten, ursprünglichen Afrikaner behandelt ihr immer noch wie Sklaven, siehe 1. Punkt "Gefängnispolitik".

Wir haben in Deutschland und in Europa noch so viel zu verbessern und weiterzuentwickeln, aber wir sind auf dem Weg, wir gehen los - kommt doch einfach mit - ihr habt so viele tolle Menschen, eine kurze aber starke Geschichte - es wäre schade...

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interstitial 15.05.2019, 16:08
48.

Zitat von cvk2
Was ich schlimm finde, ist der in vielen anderen Kommentaren manifestierte Stereotyp des Besserwisser-Deutschen mit der oftmaligen Unterstellung, daß die Leute dort dumm oder ungebildet sind oder daß es nur wegen der bösen NRA so ist. Das steht nun mal in ihrer Verfassung, es beinhaltet auch den individuellen Anspruch, Waffen besitzen zu dürfen (DC vs. Heller, und jetzt bitte nicht deutschtypisch anfangen, dem höchsten amerikanischen Gericht zu erklären, daß es das 2nd Amendment falsch verstanden hat.)
Darum geht´s doch garnicht. Es geht darum, dass es nachvollziehbar ist, dass Frau Ardern sich wundert, dass sich die USA eine gefährliche Rechtspraxis leisten. Warum auch immer.
Und das Argument, die amerikanische Verfassung garantiere genau die heute praktizierte Form ist eben nicht stichhaltig. So einfach ist es nicht. Die Verfassung verbietet eben nicht jedwede Einschränkung, im Gegenteil, sie spricht explizit von "well-regulated militia", vor dem Hintergrund, dass die Einzelstaaten ein stehendes Bundesheer bedrohlich fanden. Damals. Und darüber gab und gibt es in den USA seither immer wieder heftigste juristische Diskussionen.
Ich könnte jetzt einfach sagen, ihr Autoritätsargument "wer ausser 'dem höchsten amerikanischen Gericht' kann das schon am besten verstanden haben?" ist logisch unzulässig und greift nicht, ich kann aber auch sagen: Justices John Paul Steven, David Souter, Ruth Bader Ginsburg, und Stephen Breyer sind anderer Meinung.
Nun sind in Deutschland auch allerhand Sachen erlaubt, ohne dass sie vom GG explizit garantiert sind, insofern ist es Sache der Amerikaner, ihre Rechtsprechung zu handhaben, wie es ihnen passt. Wundern muss man sich doch aber dürfen können? Und es ist tatsächlich interesant, nachzuvollziehen, wie genau die heute geltende Situation zustande kam, denn "2nd amendment" ist eben keine hinreichende Antwort.

https://www.nytimes.com/2018/03/27/opinion/john-paul-stevens-repeal-second-amendment.html

https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/05/john-paul-stevens-court-failed-gun-control/587272/

https://www.washingtonpost.com/opinions/the-five-extra-words-that-can-fix-the-second-amendment/2014/04/11/f8a19578-b8fa-11e3-96ae-f2c36d2b1245_story.html?noredirect=on&utm_term=.95 34e791195f

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limacharlie8o8 15.05.2019, 16:09
49. Freiheit?

...kennt jeder informierte Mensch und ist auch verständlich.
Aber was sie als ihre "Freiheit" bezeichnen ist leider das armseelige und traurige Versagen einer einst grossen Nation!
Das empfinde ich nicht so aus Hass oder Neid, sondern dieser Eindruck entsteht durch das Auseinandersetzen aus Intresse an Amerika, den Menschen, der Gesellschaft von dort.
Stichworte:

- Gefängnis- und Resozialisierungspolitik! Totaler Irrsinn, der in den ewigen Gewaltstrudel mündet, sie erklären es ja, dass aus der traurigen Notwendigkeit heraus, sein eigenes Leben schützen zu müssen, sie sich selbst bewaffnen.

- Polizei in Amerika..., mir fehlen die Worte, kenne aber die unglaublich vielen Übergriffe, unverhältnissmässig grausame Massnahmen bis Tötung - ja regelrechte Hinrichtungen von unbewaffneten Personen.

- Lobbyismus spielt sehr wohl eine grosse Rolle, wenn auch nicht sehr gut beweisbar, da sehr gut verschleiert. Wir alle wissen, dass die Maus im Loch sitzt, sie ist nur zu schlau um rauszukommen.

- Was viele Amerikaner als ihre "Freiheit" interpretieren, ist für mich als Deutschen, schlichtweg egoistische Ignoration, Gleichgültigkeit.
Man merkt es an der stereotypen Oberflächlichkeit der Mentalität.
Ihr kümmert einfach nicht um andere, denn nur dadurch könnt ihr tun und lassen was ihr wollt.
Deshalb auch die tiefe Abneigung bis Angst vor einem menschwürdigen, gerechten Sozialsystem, welches auch wiederum helfen würde diese unglaubliche Gewaltspirale zu druchbrechen.

- Haben sie ungefähr eine Vorstellung davon, wie unglaublich frei wir in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wirklich sind?
Ich persönlich erachte es als eine der besten Freiheiten, mich NICHT bewaffnen zu müssen, nicht in Angst und Schrecken leben zu müssen.

Es ist und bleibt ein schwieriges Thema, aber ihr solltet langsam wirklich zu uns ins 21. Jahrhundert kommen.
Die Engländer sind weg, der Bürgerkrieg ist aus, der Wilde Westen ist Vergangenheit, die Ureinwohner (sie mögen den Ausdruck "native Americans" nicht, das ist nicht der Name ihres Landes) sind in Reservaten zusammengepfercht und saufen sich zu tode oder begehen Suizid (höchste Suizidrate bei Ureinwohner-Jugendlichen),
und eure geklauten, ursprünglichen Afrikaner behandelt ihr immer noch wie Sklaven, siehe 1. Punkt "Gefängnispolitik".

Wir haben in Deutschland und in Europa noch so viel zu verbessern und weiterzuentwickeln, aber wir sind auf dem Weg, wir gehen los - kommt doch einfach mit - ihr habt so viele tolle Menschen, eine kurze aber starke Geschichte - es wäre schade...

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