Forum: Politik
Jahresbericht des Wehrbeauftragten: Die angegriffene Truppe
DPA

Quälende Auslandsmissionen, zerrüttete Familienleben, ein kaum zumutbares Pendlerpensum: Viele Soldaten der Bundeswehr sind am Limit, warnt der Wehrbeauftragte Königshaus. Sein Jahresbericht zeigt, wie verunsichert die Männer und Frauen der Truppe sind.

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Pango 28.01.2014, 11:56
10. Zufriedenheit der Soldaten hat keine Priorität

Wichtiger ist es der Regierung beispielsweise, mit weit verstreuten, kleinen Standorten klamme Kommunen zu subventionieren. Daher wird es dort auch niemals Kitas geben (da wird dann "plötzlich" eine Unwirtschaftlichkeit festgestellt). Die verhinderte, aber sinnvolle Schaffung von Großstandorten ist nur eine von vielen Baustellen, die wohl auch eine UvdL nicht lösen können wird. Die Bundeswehr soll viel leisten, aber bitte ohne ausreichende Finanzierung. Natürlich mit dem besten Personal, aber bitte ohne entsprechende Bezahlung. Es muss erst zu einigen handfesten Pannen kommen, die sich nicht mehr durch Improvisation und Einsatz "über Dienstvorschrift hinaus" überbrücken lassen. Das kostet dann im Zweifelsfall Menschenleben. Aber anders wird die Politik wohl nicht aufwachen ...

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Firewing6 28.01.2014, 12:00
11. Amtsschimmel

Die Berichte über unsere "Armee" sind immer wieder drollig. Wenn ich an meine Zeit als "Bürger in Uniform" zurückblicke, erklären sich viele heutige Mängel von allein. Zu viele Amtsschimmel die Tätigkeiten verrichten, die von privaten Dienstleistern sehr viel besser erledigt werden können. Dazu eine Berufssoldatentruppe, die erst seit ein paar Jahren mit einem einigermaßen attraktiven Gehalt Menschen dazu verführt, sich den Schwachsinn beim Bund an zu tun. Die Berufssoldaten davor waren viel zu oft gehirnamputierte [Beleidigungen], die im Zivilleben nichts erreichen konnten. Deren schmierige Witze zu ertragen war schon schlimm genug. Packt man nun Frauen noch dazu, werden sexuelle Übergriffe doch nicht weiter verwunderlich. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis aus unserer Beamtenarmee mal sowas wie eine kriegstaugliche Truppe wird. Dazu muss das ganze Personal einmal ausgetauscht und der Amtsschimmel zum Abdecker gebracht werden.

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dave_t 28.01.2014, 12:00
12. Verunsicherte Truppe - unsichere Führung!

Zitat von sysop
Quälende Auslandsmissionen, zerrüttete Familienleben, ein kaum zumutbares Pendlerpensum: Viele Soldaten der Bundeswehr sind am Limit, warnt der Wehrbeauftragte Königshaus. Sein Jahresbericht zeigt, wie verunsichert die Männer und Frauen der Truppe sind.
Die Verunsicherung der Truppe wird sicherlich nicht dadurch verringert, daß die politische Führung es offenbar als Hauptaufgabe erkannt hat, die Bundeswehr "familienfreundlicher" zu machen. Damit wir uns recht verstehen: Natürlich kann und muß hier noch vieles verbessert werden.

Aber wichtiger als die Ausstattung der Kasernen mit Kitas dürfte den Frauen, Kindern und Eltern unserer Soldaten sein, daß ihre Männer, Väter oder Söhne im Einsatz nicht fallen, weil die Ausrüstung Murks ist, das Gewehr nix taugt, die Hubschrauber ohne gescheite Bordkanone rumfliegen müssen (Bekämpfung von "weichen Zielen"? Das geht ja mal gar nicht, wie das schon klingt!), usw. usf.

Es ist verständlich, wenn unsere Bundesursula, nach der Wahl völlig überraschend IBuK geworden, erst einmal in das ihr wohlgekannte Feld der Familienpolitik flüchtet, aber solche "Kuschelthemen", so wichtig sie sind, kann sie angehen, wenn die Pflichtthemen abgearbeitet sind. Und ihre Hauptaufgabe ist ganz einfach: Wenn unsere Bundeswehr im Ausland weiter bzw. stärker präsent sein soll, dann muß sie einfach mehr Knete ranschaffen. Weniger Geld, aber mehr Einsätze, das führt dazu, daß die Bundeswehr weiter partiell von der Substanz zehren muß.

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biukskölle 28.01.2014, 12:00
13. Gurkentruppe

Seh ich wie Beitrag 5 .
Eine Armee die sich überall heraus halten darf und wenn nur Ausbilder Missionen mit ein Paar hundert Mann. Woher kommt die Belastung ??? Ich glaube 80% der deutschen Soldaten sind in der
Bundeswehr völlig fehl am platze..

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jwalter2 28.01.2014, 12:05
14. Und?

Die Zahlen erscheinen mir im Vergleich zu 50-70 Wochenstunden eines Angestellten in Zeiten von "Vertrauensarbeitszeit" sehr moderat. Wer sonst ist unkündbar, hat freie Heilfürsorge, kann bezahlt Sport treiben und bekommt die Dienstkleidung gestellt und gewaschen? Das alles bei idR. deutlich unter 40 Wochenstunden! Wer sonst ist Freitags um 14 Uhr bereits zu Hause bei der Familie? Ein Soldat sollte sich dessen bewusst werden, für sein Arbeitgeber einsetzbar zu sein. Die Nachteile liegen auf der Hand: Auslandsdienst, Versetzungen und ja, ein Soldat kann sterben - wer das nicht möchte, soll kein Soldat werden. Die Zeiten in der die Bundeswehr aus Zivilversagern und Faulenzern bestehen durfte, ist zum Glück vorbei.

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ohne_benutzername 28.01.2014, 12:07
15. Also

sollen wir die Soldaten am besten nur fürs rumsitzen und fettwerden bezahlen? Wie wäre es, wenn wir den scheiß von wegen Bürger in Uniform einfach mal wieder lassen und uns echte Soldaten holen??

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r.muck 28.01.2014, 12:18
16. Wehrbeauftragter

Die jungen Männer und Frauen die sich für diesen Beruf entscheiden sollten sich vorher im klaren drüber sein, dass Soldat sein mit zivilen Berufen, auch nicht mit Polizei oder Ähnlichem vergleichbar ist.

Die relativ gute Bezahlung auch bei geringer Qualifikation, die erheblichen Zuschläge bei Auslandseinsätze, alles wird gern genommen. Aber bitte nicht hinterher klagen.

Und Versetzungen sind meist im Sinne des Soldaten, weil viele Beförderungen mit Versetzungen verbunden sind.
Keiner wurde gezwungen zu unterschreiben.

Und was m.E. völlig außer Acht gelassen wird, der FDP-Mann Königshaus hat natürlich parteipolitisches Interesse die Bundeswehr in möglichst düstern Farben darzustellen.

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Zores 28.01.2014, 12:18
17. Wochenstunden

Zitat von jwalter2
Die Zahlen erscheinen mir im Vergleich zu 50-70 Wochenstunden eines Angestellten...
Man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. Kein normaler Angestellter arbeitet jede Woche 50-70 Stunden. Wenn doch, dann ist der Arbeitgeber ein Fall für das Gericht laut §3 ArbZG. Die durchschnittliche Arbeitszeit in D liegt inkl. Überstunden im Bereich 42 - 43 Stunden.

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deutschlandfan2 28.01.2014, 12:19
18. Wohlstand

Diese Gesellschaft suhlt sich nur all zu gerne im Wohlstand und Sicherheit. Wo das herkommt interessiert die Mehrheit nicht. Sie sitzen lieber in ihren warmen Büros oder harzten zu Haus ab....

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frommerstop 28.01.2014, 12:20
19. es haz sich halt eingebürgert

Zitat von marcus tullius cicero
nur die Frauen als Opfer von Sexueller Belästigung sieht... In der zitierten Studie sind die Zahlen ziemlich ausgeglichen. Trotzdem schreibt Spon von Frauen die unter ihren Männlichen Vorgesetzten zu leiden hätten, das nenne ich verzerrende Darstellung von Fakten. Da Frauen in der Bundeswehr besonders bei Sportlichen Tests, die in die Beurteilung mit einfließen ob man früher Befördert oder zum Berufssoldaten ernannt wird, ist das schon eine krasse Bevorzugung. Als Beispiel bei Polizei und Feuerwehr gelten für beide Geschlechter die gleichen Vorraussetzungen.
dass die Frauen IMMER die Opfer sind, sei es beim Gehalt (da gibt es einen Unterschied in der Gegend von 3-5%), beim Bund (da wird unterschlagen dass Frauen auch Täterinnen von sex. Belästigung sind) sei es bei häuslicher Gewalt (die verteilt sich gleichmässig auf beide Geschlechter) oder auch bei Missbrauch an Kindern (auch da gibt es eine Zahl dass ca. 20% aller Missbrauchsfälle von Frauen begangen werden) wann kommen wir endlich zur Gleichberechtigung and weg von dieser ewigen Quoten und anderen Extrawürsten für Frauen?

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