Forum: Politik
Jahresbericht des Wehrbeauftragten: Die angegriffene Truppe
DPA

Quälende Auslandsmissionen, zerrüttete Familienleben, ein kaum zumutbares Pendlerpensum: Viele Soldaten der Bundeswehr sind am Limit, warnt der Wehrbeauftragte Königshaus. Sein Jahresbericht zeigt, wie verunsichert die Männer und Frauen der Truppe sind.

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dave_t 28.01.2014, 15:35
70. Mit Zahlen ganz schlecht gelogen?

Zitat von joergimausi
... der Todesfälle bei Auslandseinsätzen: 103, Anzahl der Todesfälle auf deutschen Straßen (2012): 3606. Beides schlimme Zahlen, aber es zeigt, dass Autofahren gefährlicher ist als Krieg.
... und wir haben ja auch alle 80 Millionen Deutschen im Kampfeinsatz nach Afghani... ach so, nee, haben wir ja gar nicht! Und die eine Zahl bezieht sich auf ein Jahr, und die andere auf..., ja auf welchen Zeitraum denn überhaupt? Aber die Zahlen zeigen: Autofahren ist gefährlicher als Krieg?

Na ja. Äpfel mit Birnen verglichen, egal, einfach ein paar willkürlich zusammengesuchte Zahlen dazugemalt, dann wird das schon keiner merken.

Es gab mal den schönen Spruch, "mit Zahlen lügen". Das war jetzt "mit Zahlen ganz schlecht lügen". :-)

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jis.riebau 28.01.2014, 16:53
71. Weniger Nabelschau, übrige Gesellschaft ansehen ...

ZITAT AUS DEM BERICHT: "Die meisten Soldaten sorgen sich laut Bericht um ihre Besoldung (19,1 Prozent) oder hatten Ärger mit ihren Vorgesetzten (17,2 Prozent)."
Hunderttausende Berufstätige wären froh, wenn die genannten Sorgen für sie die wichtigsten wären. Bei ihnen geht es oft erst einmal um die Sorge, den Arbeitsplatz überhaupt zu behalten (oder einen zu bekommen). Auch das sollten die Mitarbeiter der Bundeswehr tief verinnerlichen, bevor sie Beschwerden schreiben und sich über Berufsalltag beschweren. "Sorgen" wie Entlohnung und Ärger mit dem Chef sind da fast nebensächlich. Etwas weniger Nabelschau würde auch der Truppe gut zu Gesicht stehen.
Auch Planungen zu Kindergärten etc. für Armeeangehörige können ja wohl nicht die Lösung sein. Für alle Kinder und Familien bitte die gleichen Rahmenbedingungen.

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Hans58 28.01.2014, 16:53
72.

Zitat von knut2013
Woher hier so einige Ihre Erfahrungen zu haben scheinen. Es gibt tatsaechlich Leute die ueberall Ihren, oft falschen Senf dazu geben....
Und keiner von denen hat den Bericht gelesen:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/003/1800300.pdf

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barbara-andrée 28.01.2014, 16:55
73. Hinzu kommt noch

dass trotz aller Leistung, guter Arbeit und Belastung, keine Aussicht auf Übernahme als Berufssoldat besteht, so die Aussage der Karriereberatung. Die Generation 85 fängt nach 12 Jahren wieder von vorne an und muss sich, mit 40+ trotz Berufsförderungsdienst, bei anderen Arbeitgebern bewerben. Dort übesteht man kaum die zweite Runde, weil dann gesagt wird, dass diese Bewerber von der Bundeswehr nichts "ins Gefüge passen".

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mr.sniff 28.01.2014, 17:32
74. Komisch...

Zitat von donzdorfer
wenn mann oder frau sich für den beruf soldat entscheiden und das ist freiwillig dann kann ich nicht hinterher mich über alles und jedes beklagen. soldat ist nun mal kein honigschlecken oder halb tags job. bei der bundeswehr werden nun mal keien böumen gezüchtet. das gejmmmer geht einem langsam auf den senkel.
Ich weiss nicht warum in Deutschland so oft gestreikt wird. Diese Leute haben sich ihren Beruf doch auch ausgesucht, beklagen sich dann aber andauernd über die schlechten Arbeitsverhältnisse und Bezahlungen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen ? Dieses Argument zieht nicht mein Herr, oder meine Dame !!!

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mr.sniff 28.01.2014, 17:34
75. Ich frage mich....

Zitat von Creedo!
Jeder Beruf hat seine Eigenheiten. Jeder Beruf ist mit bestimmten Parametern verknüpft. Wenn die Bundeswehrsoldaten jammern, dann jammern sie über Dinge, die halt zum Soldatenleben dazugehören. Da diese Dinge wenig überraschend sind, erstaunt das Rumgeheule doch arg. Das ist so lächerlich, wie es lächerlich wäre, wenn sich ein Förster darüber beschweren würde, dass er bei Regen mal raus muss oder wenn sich ein Programmierer beklagen würde, weil er den ganzen Tag am Rechner sitzt. Was wollen die Soldaten? Bei Einstellung die Beförderung zum General, das Ritterkreuz und je nach Belieben einen schnittigen Kampfjet, einen coolen Panzer oder ein krasses Kreigsschiff zum Spielen? Dazu 'ne schicke Uniform und einen üppigen Gehaltsscheck und das war's dann? Bei den Soldaten muss es sich wahrlich um naive und uninformierte Traumtänzer handeln.
warum in Deutschland so viele Menschen wegen schlechten Arbeitsbedingungen und Unterbezahlung streiken .... ich würde mal sagen ... alles nicht-uniformierte Traumtänzer....oder ???

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Blogger1420 28.01.2014, 20:55
76. Überforderung mit 2,7% Auslandseinsatz?

Die BW hat also 184.000 Soldaten und nur 5.000 sind im Einsatz. Das sind nur 2,7% aller Soldaten. Und dennoch stößt die BW mit nur 5.000 Soldaten im Ausland an ihre Grenzen? Als Steuerzahler fragt man sich da schon, ob es Bereiche in der BW gibt, in denen Steuermittel in großem Stil verschwendet werden.

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Hans58 29.01.2014, 00:08
77.

Zitat von Blogger1420
Überforderung mit 2,7% Auslandseinsatz?Die BW hat also 184.000 Soldaten und nur 5.000 sind im Einsatz. Das sind nur 2,7% aller Soldaten. Und dennoch stößt die BW mit nur 5.000 Soldaten im Ausland an ihre Grenzen? Als Steuerzahler fragt man sich da schon, ob es Bereiche in der BW gibt, in denen Steuermittel in großem Stil verschwendet werden.
Der größte Teil der Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz gehört unverändert dem Heer an.
Und wenn man 20-24 Monate "Einsatzpause" nach einem 4-monatigen Auslandseinsatz verspricht (und vielfach nicht hält), dann kann man ausrechnen, dass kaum Leerlauf besteht.

Sie sollten den Jahresbericht des Wehrbeauftragten lesen, um als Steuerzahler Ihre Frage selbst beantworten zu können.

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HenLi 29.01.2014, 13:14
78. Die Berufswahl...

Der Soldat ist also "blauäugig" wenn er meint eine familienfreundlichere Bundeswehr wäre erstrebenswert?
Schön und gut. Aber neue Soldaten werden so wohl kaum gefunden.
Ich war auch bei der Bundeswehr und kann allen nur sagen, dass es eine Mär ist, dass das Leben "aller" Arbeitnehmer in D entbehrungsreicher sei, als das der Soldaten.
Ich persönlich verdiene jetzt nicht nur mehr, sondern habe geregelte Arbeitszeiten von denen ich vorher nur träumen konnte. Keine Versetzungen mehr (außer sie sind absolut notwendig und meist auch nur mit meinem Einverständnis).
Jede Überstunde wird gut bezahlt. Ich komme Abends nach Hause, werde am Bahnhof nicht schräg angeschaut, kann mir meine Ärzte aussuchen, muss nicht mehr in ungeliebte Auslandseinsätze, meine Kinder machen sich keine Sorgen mehr, meine Frau kann endlich eine feste Arbeitsstelle annehmen (wegen fehlender Umzüge...ups...noch mehr Geld), die Kinder haben einen Freundeskreis und und und...
Ich will nicht leugnen, dass es besch* Arbeitgeber gibt, aber deswegen muss sich die Bw noch lange nicht an ihnen orientieren.

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