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Jahresbericht: Wehrbeauftragter beklagt Verunsicherung der Truppe

Zu wenig Hubschrauber in Afghanistan, fehlende Psychologen, schlechte Stimmung*- der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat seinen Jahresbericht zum Zustand der Truppe vorgelegt, und seine Liste der Mängel ist lang. Viele Soldaten seien wegen der Neuausrichtung der Streitkräfte verunsichert.

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ElPietro 24.01.2012, 11:21
10.

Zitat von Kurt2.1
Ein Land, dass die Wehrpflicht abgeschafft hat, braucht auch keinen Wehrbeauftragten mehr. Niemand wird gezwungen, Soldat zu werden. Vielleicht hat Niebel noch einen Posten für seinen Parteikollegen.
Also wenn ich so einen Schmarrn schon wieder lesen muss.
Mit Gründung der Bundeswehr bzw 1956 wurde gemäß Art. 45b GG das Amt des Wehrbeauftragten geschaffen; der Wehrbeauftragte ist ein Hilfsorgan des Bundestags im Rahmen der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle der Bundeswehr.

Gemäß WBeauftrG hat der Wehrbeauftragte auf Eingabe von Soldaten oder auf eigene Initiative immer dann tätig zu werden, wenn ihm Umstände bekannt werden, die auf eine Verletzung der Grundrechte der Soldaten oder der Grundsätze der Inneren Führung schließen lassen.

Die Person bzw. das Amt heißt - wie bereits genannt - Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages und nicht Wehrpflichtbeauftragter, von daher hat es auch nach Abschaffung der Wehrpflicht seine Legitimation. Es dient der parlamentarischen Kontrolle der Streitkräfte, auch mit dem Ziel, ein Paralleldasein Armee/Politik wie in der Weimarer Republik zu verhinden.

Es wird übrigens auch niemand gezwungen, in einer bestimmten Firma zu arbeiten, trotzdem gibt es Betriebsräte.

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sveniss 24.01.2012, 11:27
11. Unwissenheit

Zitat von Kurt2.1
Ein Land, dass die Wehrpflicht abgeschafft hat, braucht auch keinen Wehrbeauftragten mehr. Niemand wird gezwungen, Soldat zu werden. Vielleicht hat Niebel noch einen Posten für seinen Parteikollegen.
Da zeigen Sie aber mangelnde Kenntnis vom Sinn und Zweck der Institution des Wehrbeauftragten.
Sofern Sie aus "Wehr"beauftragten schlussfolgern, dass dieser etwas mit "Wehr"pflicht zu tun haben müsste, sei Ihnen gesagt, dass dem nicht so ist.

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages ist eine Einrichtung, an die sich jeder Soldat wenden kann, der auf ein Problem aufmerksam machen möchte. Dies kann ihn persönlich betreffen, aber auch allgemein gehalten sein, jedenfalls darf es nicht in anonymer Form geschehen.
Man kann sich darüber streiten, ob diese Institution sinnvoll ist, da auf diese Weise häufig die militärischen Strukturen umgangen werden, und auf das Einlegen einer Beschwerde verzichtet wird. Aber es ist halt politisch so gewollt, und deshalb zu akzeptieren.

Nur mit der Wehrpflicht hat das wirklich nicht im Geringsten etwas zu tun...

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dipl.inge82 24.01.2012, 11:41
12. Das ist ja süß!

Zitat von sysop
Weiterhin gebe es eine sehr hohe Quote an Pendlern, etwa 70 Prozent der Soldaten würden mittlerweile zwischen ihrem Wohn- und Dienstort pendeln, viele von ihnen über mehrere hundert Kilometer. "Dies bringt erhebliche Belastungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen mit sich." Eine Folge dieser häufigen Abwesenheit von zu Hause sind zum Teil extrem hohe Trennungs- und Scheidungsraten - in einzelnen Bereichen liegen diese bei bis zu 80 Prozent. Zunehmend falle es vielen Soldaten aufgrund der häufigen und langen Abwesenheit schwer, ein soziales Umfeld aufzubauen.
Dann stellen Sie sich mal Freitags oder Sonntags an die A4 oder A9 und schauen zu wie weit und wohin die Ossis pendeln um ihre Brötchen zu verdienen. Hab noch nie gelesen das da jemand bemängelt das dies zu massiven Beeinträchtigungen im sozialen Umfeld führt. Aber bei den armen Soldaten (die aus bekannten Gründen auch verstärkt aus strukturschwachen Regionen rekrutiert werden) ist das plötzlich diskussionsrelevant. Zu süß...

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kellitom 24.01.2012, 11:44
13. Eigene Entscheidung

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht, sollte auch der Wehrbeauftragte
abgeschafft werden. Niemand wird gezwungen, Soldat zu werden.
Die Bundeswehr sollte eigentlich eine reine Verteidigungsarmee sein und nicht weltweit Kriege führen!!!!

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midrange 24.01.2012, 11:46
14.

Zitat von dipl.inge82
Dann stellen Sie sich mal Freitags oder Sonntags an die A4 oder A9 und schauen zu wie weit und wohin die Ossis pendeln um ihre Brötchen zu verdienen. Hab noch nie gelesen das da jemand bemängelt das dies zu massiven Beeinträchtigungen im sozialen Umfeld führt. Aber bei den armen Soldaten (die aus bekannten Gründen auch verstärkt aus strukturschwachen Regionen rekrutiert werden) ist das plötzlich diskussionsrelevant. Zu süß...
Mir ist nicht bekannt, dass neuerdings auf "Ossis" während der Arbeit geschossen wird. Habe ich die Meldung dazu verpasst?
Wer natürlich Soldatsein mit einem beliebigen anderen Beruf gleichsetzt, kann Ihre "Argumentation" aber sicher nachvollziehen.

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gutman 24.01.2012, 11:50
15. Kitaplätze schaffen ...

Militär ist sowieso was anderes, als es die Bundeswehr vorstellt. So wot? Abschaffen, einsparen, Kitaplätze dafür schaffen.

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Braktor 24.01.2012, 11:51
16. Stimmungskanone

Tja, jetzt fehlt der Truppe offensichtlich ein Verteidigungsminister wie Baron Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, der regelmäßig nebst Glamourgattin und Johannes B. Kerner todesverachtend an die Front stürmt, um die Stimmung der einfachen Soldaten und seine eigene zu heben.

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captain-picard 24.01.2012, 12:03
17. Ein Land schafft seine Verteidigungsfähigkeit ab...

Zitat von sysop
Zu wenig Hubschrauber in Afghanistan, fehlende Psychologen, schlechte Stimmung*- der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat seinen Jahresbericht zum Zustand der Truppe vorgelegt, und seine Liste der Mängel ist lang. Viele Soldaten seien wegen der Neuausrichtung der Streitkräfte verunsichert.
Erst wenn iranische Nuklearraketen München bedrohen, chinesische Flugzeugträger unseren Handel nach gelb-roten Erpresservorgaben bestimmen und neuzaristische Russenmachthaber unsere Energieversorgung diktieren, werden all die nichtgedienten Pazifistenparlamentarier vielleicht mal erkennen, dass man die Souveränität und Freiheit unserer deutschen und westeuropäischen Heimat mit rot-grünem Gemüse-Esoterikgelaber vom "ach so gutmenschlichen Zeitalter"
nicht verteidigen kann...

Der (Politiker)Mensch ist nicht gut...in Afghanistan, Iran und im putinzaristschen Russland erst Recht nicht.
Wer 1 Billion Euro für Bank(Manager)Rettung und Griechenlansurvivalkampf frei hat, hätte auch 2-3 Mrd. für dringend benötigte Ausrüstung für unsere schwer dienenden Männer und Frauen in der Afgh.BW frei - null Problemo !

Armes Deutschland...R.I.P.

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sarandanon 24.01.2012, 12:07
18. ..

Hier gehts nicht um Burnout sondern um das posttraumatische Belastungssyndrom infolge von Kampfeinsätzen. Und wenn Sie meinen, dass die Betreuung der Soldaten in diesem Falle völlig überflüssig ist und dieses auch noch ins Lächerliche ziehen, tun Sie mir leid, denn Sie haben einfach keine Ahnung.

Zitat von bmehrens
Naja, traumatisiert, schön und gut, aber fällt das nicht "neudeutsch" unter Burn-out? In der Mängelliste nicht aufgeführt: fehlende Hängematten. Empfehlung: RAUS aus der BW - rein in die Privatwirtschaft! Meine Stimmung ist auch schlecht, immer will mein Sohn meinen Hubschrauber! Und zu mir hat sich der BP mit seiner Frau auch nicht angemeldet.

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themistokles 24.01.2012, 12:11
19.

Zitat von dipl.inge82
Dann stellen Sie sich mal Freitags oder Sonntags an die A4 oder A9 und schauen zu wie weit und wohin die Ossis pendeln um ihre Brötchen zu verdienen. Hab noch nie gelesen das da jemand bemängelt das dies zu massiven Beeinträchtigungen im sozialen Umfeld führt. Aber bei den armen Soldaten (die aus bekannten Gründen auch verstärkt aus strukturschwachen Regionen rekrutiert werden) ist das plötzlich diskussionsrelevant. Zu süß...
Leider vergessen Sie in ihrem polemischen Post die Tatsache, dass familiäre und freundschaftliche Bindungen für einen Berufssoldaten per se sehr schwierig zu knüpfen und zu erhalten sind. Insbesondere bei Familien, in denen ein Partner (Frau oder Mann) in einem Auslandseinsatz mit gewissem Risiko und lange Zeit nicht zu Hause ist.

Natürich haben sich diese Leute ihren Job auch ausgesucht, das ändert aber nichts an der oben beschriebenen Tatsache. Von der psyochologischen Belastung fange ich erst gar nicht an zu reden...

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