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Jahresbilanz des russischen Präsidenten: Putin warnt vor wachsender Gefahr eines Atom
YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/REX

Wladimir Putin, Präsident der Atommacht Russland, fordert eine Rüstungsbegrenzung. Weitere Themen seiner Jahresbilanz: der Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch und der Abzug der US-Truppen aus Syrien.

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adal_ 20.12.2018, 19:30
80.

Zitat von maynard_k.
dazu gehörten eigentlich zu aller erst sämtliche Vetorechte abgeschafft.
Tolle Idee, die besonders in Russland und China auf offene Ohren stoßen wird. :-)

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Trevor Philips 20.12.2018, 19:34
81.

Zitat von Holztransistor
Ja, das ist korrekt. Die 60er Jahre waren die irrwitzigsten auf amerikanischer Seite. Entsprechende Dokumente (SIOP-62) sind verfügbar. Man ging soweit, dass man Primärziele (Kategorie "Alpha") in der Sowjetunion mit jeweils! acht 20-Megatonnen Bomben angreifen wollte. Und es gab über 1.000 solcher Ziele.
Sie stellen sich ja fast halb geschickt beim Lügen an. Vielleicht sollten Sie Ihrer ehrfürchtig lauschenden Gemeine erst mal erklären was Ziele der Kategorie Alpha sind. Das waren in der Tat die Kapazität der Sowjetunion. So weit so gut, jede ICBM, jedes SSBN, jede MRBM jedes Kommandozentrum das den Abschuss solcher Waffen befehligen oder steuern kann, da gibt es eigentlich nicht zu viel.

Nun aber der wirklich witzige Teil die einzige Nuklearwaffe der USA die diesen "Yield" also diese Sprengkraft jemals schaffte war die Mk-41/B-41 welche für den Einsatz von B-51 aus gedacht war, weil zu schwer und sperrig für ICBM. Von den B-52 wusste man 1962 das Sie es höflich formuliert schwer haben würden ihre Ziele im Landesinneren zu erreichen und dann auch noch zu treffen. Also nimmt man schon mal mindestens zwei Maschinen pro Ziel, manchmal auch drei. Wir erinnern uns, wir haben hier Ziele Kategorie Alpha die sofort zu Anfang ausgeschaltet werden müssen.
Was ich mich die ganze Zeit bei Ihren Lügen frage ist, wie das gehen soll jeweils acht 20 Megatonnen Mk-41 auf 1000 Ziele zu werfen wenn nur insgesamt 744 B-52 der verschiedenen Baureihen und nur insgesamt 500 Mk-41 je gebaut wurden?
Können Sie das erklären? Können Sie?
Gehen Sie am besten mal schnell einen Wodka mit Sergej oder Yegor trinken und denken noch mal drüber nach.

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maynard_k. 20.12.2018, 19:57
82. @adal: wahrscheinlich sogar eher als die USA

[Tolle Idee, die besonders in Russland und China auf offene Ohren stoßen wird. :-)]

Einzeln würden es alle fünf ablehnen, keine Frage. Wenn alle gleichzeitig auf ihr Vetorecht verzichten sollten würde es m.M.n. sogar noch eher an den USA scheitern als an den anderen, weil diese als einzige den Anspruch stellen mehr zu dürfen als der Rest der Welt. Russland und China treten eher dahingehend auf zumindest alles zu dürfen, das die USA sich herausnimmt (was natürlich trotzdem nicht i.O. ist). Das bekommen sie ja dann aber auch regelmäßig als besagten "whataboutism" um die Ohren gehauen.

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skeptikerjörg 20.12.2018, 20:12
83.

Zitat von simonweber1
was Sie da schreiben ist absoluter Unsinn und Sie wissen das selbst am besten. Nach Ihrer Auffassung sind die Japaner schuld, dass die USA Ihre Atombomben dort abgeworfen haben. Sie scheinen ein großer Fan von atomaren kriegen zu sein.
Natürlich sind die Japaner Schuld, dass die USA ihre beiden Nuklearwaffen dort eingesetzt haben. so, wie die Deutschen Schuld sind, dass Briten, später auch Amerikaner Hamburg, Köln, Dresden, Kassel, Schweinfurt, Hannover, Berlin, usw. zerbombt haben, Dass Königsberg heute Kaliningrad heißt, Stettin Szczecin und Breslau Wrocław. Und natürlich auch Gdynia nicht mehr Gotenhafen oder Łódź nicht mehr Litzmannstadt, um es positiv zu sehen.
Wer Wind sät, wird Strum ernten. Davon ab: Sowohl die konventionellen Luftangriffe auf Tokio als auch das japanische Massaker in Nanking 1937 haben mehr Opfer gekostet, wie Hiroshima und Nagasaki. Man muss kein Fan atomarer Kriege sein, um zu erkennen, dass a) die beiden amerikanischen Nuklearwaffen den Krieg im pazifischen Raum schlagartig beendet haben und b) die Angst vor einem nuklearen Krieg seit 1945 die Abwesenheit von Krieg in Europa garantiert hat und der kalte Krieg nie heiß geworden ist.

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maynard_k. 20.12.2018, 20:24
84. Abscheulich

Zitat von skeptikerjörg
Natürlich sind die Japaner Schuld, dass die USA ihre beiden Nuklearwaffen dort eingesetzt haben. so, wie die Deutschen Schuld sind, dass Briten, später auch Amerikaner Hamburg, Köln, Dresden, Kassel, Schweinfurt, Hannover, Berlin, usw. zerbombt haben, Dass Königsberg heute Kaliningrad heißt, Stettin Szczecin und Breslau Wrocław. Und natürlich auch Gdynia nicht mehr Gotenhafen oder Łódź nicht mehr Litzmannstadt, um es positiv zu sehen. Wer Wind sät, wird Strum ernten. Davon ab: Sowohl die konventionellen Luftangriffe auf Tokio als auch das japanische Massaker in Nanking 1937 haben mehr Opfer gekostet, wie Hiroshima und Nagasaki. Man muss kein Fan atomarer Kriege sein, um zu erkennen, dass a) die beiden amerikanischen Nuklearwaffen den Krieg im pazifischen Raum schlagartig beendet haben und b) die Angst vor einem nuklearen Krieg seit 1945 die Abwesenheit von Krieg in Europa garantiert hat und der kalte Krieg nie heiß geworden ist.
Selbstverständlich kann man mit dem Abwurf von Atombomben jeden Krieg gewinnen, wenn der Gegner keine besitzt. Das war der größte Massenmord der Geschichte und dabei kein Angriff auf Soldaten, sondern auf die Zivilbevölkerung und Sie kommen hier mit "selbst schuld" ...

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Trevor Philips 20.12.2018, 21:12
85. Dumm

Zitat von maynard_k.
Selbstverständlich kann man mit dem Abwurf von Atombomben jeden Krieg gewinnen, wenn der Gegner keine besitzt. Das war der größte Massenmord der Geschichte und dabei kein Angriff auf Soldaten, sondern auf die Zivilbevölkerung und Sie kommen hier mit "selbst schuld" ...
Ja wieso sollte man auch nicht? Wieso sollte man unzählige Männer bei "Downfall" verlieren und dabei noch unzählige in Milizen organisierte Zivilisten töten. Das wäre Mord gewesen.
Nagasaki und Hiroshima waren nach den Regeln der damaligen Zeit legitime Ziele, verteidigte Städte mit militärischen Einrichtungen und "kriegswichtigen Industrien" wie man noch kurz vorher im dritten Reich sagte.
Und natürlich "selbst schuld", die Japaner hatten vorher mehrmals und ausreichend die Möglichkeit zu kapitulieren, soweit ich erinnere wurden sie sogar von den Amerikanern vor dem Abwurf der Bomben aufgefordert.

PS: Kattowitz und Auschwitz waren Mord, Nagasaki und Hiroshima nicht.

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maynard_k. 20.12.2018, 22:00
86. Mit der gleichen Argumentation

Zitat von Trevor Philips
Ja wieso sollte man auch nicht? Wieso sollte man unzählige Männer bei "Downfall" verlieren und dabei noch unzählige in Milizen organisierte Zivilisten töten. Das wäre Mord gewesen. Nagasaki und Hiroshima waren nach den Regeln der damaligen Zeit legitime Ziele, verteidigte Städte mit militärischen Einrichtungen und "kriegswichtigen Industrien" wie man noch kurz vorher im dritten Reich sagte. Und natürlich "selbst schuld", die Japaner hatten vorher mehrmals und ausreichend die Möglichkeit zu kapitulieren, soweit ich erinnere wurden sie sogar von den Amerikanern vor dem Abwurf der Bomben aufgefordert. PS: Kattowitz und Auschwitz waren Mord, Nagasaki und Hiroshima nicht.
hätte Hitler Atombomben auf London, New York, Moskau geschmissen, wenn er gekonnt hätte, könnte man im Grunde jede Atombombe rechtfertigen. "Kriegsgewichtige Industrien" ... es ging darum Massen von Menschen auf einen Schlag zu töten mit der Absicht das solange zu tun, bis der Feind aufgibt. Die USA wussten genau was sie da taten. Das waren Familien, Frauen, Kinder, Hunderttausende ... die hatten ihren kriegführenden Kaiser nicht einmal gewählt. Es war Krieg und ist lange her, aber jetzt von "selbst schuld" zu sprechen ist ein schlechter Witz!!

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etlamu 21.12.2018, 05:58
87.

Zitat von Trevor Philips
Ja wieso sollte man auch nicht? Wieso sollte man unzählige Männer bei "Downfall" verlieren und dabei noch unzählige in Milizen organisierte Zivilisten töten. Das wäre Mord gewesen. Nagasaki und Hiroshima waren nach den Regeln der damaligen Zeit legitime Ziele, verteidigte Städte mit militärischen Einrichtungen und "kriegswichtigen Industrien" wie man noch kurz vorher im dritten Reich sagte. Und natürlich "selbst schuld", die Japaner hatten vorher mehrmals und ausreichend die Möglichkeit zu kapitulieren, soweit ich erinnere wurden sie sogar von den Amerikanern vor dem Abwurf der Bomben aufgefordert. PS: Kattowitz und Auschwitz waren Mord, Nagasaki und Hiroshima nicht.
Ja die Städte Hamburg, Hannover, München, Dresden,Tokio, Nagasaki und Hiroshima hatten durchaus militärische Einrichtungen, aber diese wurden weniger getroffen als die Wohnviertel. Der Hamburger Feuersturm wurde sogar in England simuliert, um diesen auch auf andere Städte anzuwenden. Auch wenn die Städte legitime Ziele waren, so kann ich diese gezielten Angriffe auf Zivilisten nur als Sippenhaft bezeichnen. Es war doch bekannt, dass die Bevölkerung keine Chance hatte, etwas gegen die eigene Regierung zu unternehmen.

In Japan wollte der Kaiser am Ende Frieden, das Militär aber nicht. Dies hat nicht nur wegen der Atombomben aufgegeben, sondern auch wegen der Kriegserklärung der Sowjetunion an Japan.

Ich bin mir sicher, wenn man gewollt hätte, die Zivilisten zu verschonen, dann hätte man sich auf die militärischen Ziele konzentriert und die Stärke der Atombombe mit möglichst wenig Toten demonstriert.

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vipclip 21.12.2018, 09:25
88. Russland first?

Solange es Putin erlaubt ist es also rechtens aber wehe andere Länder nehmen sich auch das Recht raus, das ist das dann Unrecht in seinem Verständnis. Verträge mit anderen Staaten gelten für ihn ja sowieso nichts.

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Peter Bernhard 22.12.2018, 12:07
89.

"...überall auf der Welt zu arbeiten und ihre Geschäftsinteressen zu verteidigen". finde ich am provodierendsten und zugleich tiefanregensten gerade. Passendes Idiom: "für Geld mach' ich alles", das ist in der Figur des Söldners schon zugespitzt, anders als bei der frz. Fremdenlegion von Putin jedoch abgesegnet der Söldner im Dienst von Oligarchen, diesen so überzeichnend als Firmenchef. Das scheint mir gerade anti-parallel zu meiner Bundeskanzlerin die per Karrierebruch von 1989 vielleicht gesagt werden kann, logisch jedenfalls nicht unbegründbar, sie habe so den "Osten im Westen" erkennen können - und einfach präsumptiv-konträr somit Putin Westen im Osten - der könnte im Übergang gewaltfreien so fortgeführt worden sein wie also das Monopolistische-Festdefinierte im "integrierenden" heute Westen: in Russland nämlich eine Knappheit als außerste, gewendet nun extrem-investiv, und nun gerade im -lustig- extremkonsumptiven Bereich von "Krieg", Töten und Zerstörung, eine Knappheit nämlich von Geld, für das man wie gesagt alles macht: das führt mir das "westliche" Paradigma vom Angebuot und der Nachfrage vor als einfach auf das Nicht-Marktliche irgendwie gar nicht übertragbare. Oder vielleicht anders: die Knappheit scheint die Basis für den Osten, den Staat, zu sein, und zwar als Alternativlosigkeit: es gebe nur das alternative Oder und das additive Und der To-Do-Liste. Ganz richtig gibt es somit Un-Jobs, die in Situationen, die nur schlecht mit "Nachfrage nicht besteht", so solchen werden, grundsätzlich aber müssen, gemacht werden müssen. Unbedingt. Koste, es was es wolle. Somit kann ich sagen: Geld ist es nicht; Geld ist nicht knapp - Putin also wendet die Knappheit eienr so mal Armme als Not-Wehr, deren Unbedingtheit, an auf "Geld" im Sinne von Dagobert, das unbedingt erlangt, sodann mehr als geschätzt, gehortet werden muss. Aus dieser Sicht der Knappheit von Geld erscheint dieses tatsächlich als dermaßen "unedel", "sold", dass die Investition äh nie und nimmer als ein Angebot empfunden werden kann, ein auf Geld gerichtetes Angebot. Putin räumt wohl auf mit meinem MIssempfinden nämlich ein "Angebot" sei ein solches von Waren und tollen Sachen. Gewolt als knapp muss im Markt von Westen sein mein knappstes Geld, ich mein ich hätt's das bisschen... eine Nachfrage nach Geld. Aber sicher nicht, meine ich, "koste es was es wolle", whatever I take "or" took to.

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