Forum: Politik
Jahrestag des Anschlags in Berlin: Streit um Auftritt von Imam bei Breitscheidplatz-G
Privat

Beim Gedenken für die Berliner Terroropfer hat ein Imam gesprochen, der für einen Verein tätig sein soll, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der Betroffene wehrt sich gegen empörte Reaktionen.

Seite 1 von 13
Paddel2 23.12.2017, 14:41
1. Zu viel religiöse Tolleranz

Ich verstehe nicht, warum sich Religionsvertreter genötigt sehen, ihre Weltanschauungen auf dem Rücken einer Tragödie darzustellen? Haben die Angehörigen der Opfer darum gebeten? Ich wäre wahnsinnig, wenn sich Vertreter irgendwelcher Kirchen oder Moscheen über mein Schicksal auslassen würden. Religion ist Privatsache und wir sollten alle daran arbeiten, ihren Einfluss auf unser Leben zu begrenzen. Es steht jedem frei, einem religiösen Verein beizutreten und privat seinen Glauben zu leben. Dies hat jedoch ohne staatliche Unterstützung zu erfolgen und darf keine Gegensätze zu unserem Rechtsverständnis haben.

Beitrag melden
Bowie 23.12.2017, 14:45
2. Wer ernsthaft etwas dagegen hat,...

...dass dieser Imam sich gemeinsam mit christlichen Gemeinden gegen den Terror positioniert, der soll entweder klare Beweise für dessen Verfassungsbrüche vorbringen oder besser schweigen. Denn wozu Vorverurteilungen führen, sieht man ja schon an den unsäglichen, wenig überraschenden Äußerungen der AfD, die ihre Fremdenfeindlichkeit nur sehr notdürftig verschleiern kann. Und wer sich nicht ebenso ins xenophobe, pauschal antiislamische Aus schießen will, der hält sich besser zurück. Denn alllzu oft kommt genau aus dieser Ecke der Vorwurf, „die Muslime“ würden sich zu wenig gegen den Terror positionieren.

Beitrag melden
Mach999 23.12.2017, 14:51
3.

Frau Weidels Beleidigungen sind nicht unbedingt dazu angetan, mich zu überzeugen. Bei vielen AfD-Wählern kommt ihre Ausdrucksweise aber natürlich gut an. Argumente, wie sie hier im Artikel zusammengetragen werden, finde ich besser, wobei ich mir noch kein abschließendes Urteil bilden kann und möchte. Dazu fehlt noch eine Stellungnahme des Berliner Verfassungsschutzes, und eventuell auch noch ein Urteil des Verwaltungsgerichts. Bitte an dem Thema dranbleiben.

Beitrag melden
Darjaan 23.12.2017, 14:55
4.

Ausgerechnet einen Vertreter des Islam bei diese Gedenken auszusuchen, kann unsensibler und ignoranter nicht sein.
Mit der Brechstange des Mottos "jetzt erst recht".
Es wird vollkommen und stur ausgeblendet, dass man zumindest damit rechnen muss , dass sich ein Teil der Angehörigen dadurch verhöhnt fühlt. Unfassbar.

Beitrag melden
parisien 23.12.2017, 14:57
5. Ein Anfang ?

Es ist verständlich, dass der Bürger heute noch eher ablehnend gegenüber dem Islam und seinen Vertretern reagiert.
Zu oft sind Terrortaten im Namen dieses Glaubens geschehen, zu selten sind Islam-Gläubige aufgestanden und haben diese Taten eindeutig verurteilt.
Dennoch : Besserung kann nur vom Dialog kommen der, und das ist keine Übertreibung , Menschen retten kann.
Und da geschieht etwas , was in diese in diese Richtung geht, und prompt wird die farbige Brühe wieder über alles gekippt , ua auch von der "Zeitung" , die wohl in D. täglich am häufigsten gelesen wird.
Das ist schlicht verantwortungslos , aber man wird wohl niemanden dazu bewegen können, dieses Blatt zu meiden .

Beitrag melden
the_tetrarch 23.12.2017, 15:12
6. Schwierig

Man ist mittlerweile längst außerstande zu beurteilen, was in diesen Gemeinden, Moscheen und Vereinen wirklich abgeht.

Es gab so viele böse Überraschungen. Das Misstrauen ist da, und es wird lange Zeit dauern, bis es abgebaut sein wird.

Beitrag melden
hatem1 23.12.2017, 15:16
7. Dieser Imam hat eine Attentäterin gepriesen

Am 8. Mai hat dieser Imam auf Facebook eine palästinensische Attentäterin gepriesen. Sein Posting hat er inzwischen gelöscht, es gibt aber Screenshots, z.B. hier: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1777796715573691&set=a.457050287648 347.102199.100000301382986&type=3&theater

Diesen Mann auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer eines islamistischen Terrorirsten sprechen zu lassen ist ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen.

Beitrag melden
Havel Pavel 23.12.2017, 15:20
8. Wieder mal die AfD Tagträumer die sich blamieren!

Auch die AfD Spitzenfrau sollte es doch schom mitbeommen haben, dass wir im Schengenraum bis auf wenige Ausnahmen doch gar keine Grenzkontrollen mehr haben und die Aussengrenzen löchriger als ein Schweizer Käse sind. Also was soll die Ausweisung von Extremisten für Erfolge bringen? Doch höchstens die, dass diese Menschen mit noch grösserem Hass wieder zurückkehren und dann ganz sicher eine noch grössere Gefahr darstellen. Ich denke das ist untr den gegebenen Bedingungen keine sinnvolle Lösung mehr, es bleibt nur die Möglichekeit der Deeskalation und man muss auf die angeblichen Hassprediger zugehen anstatt sie zu verteufeln. Zudem könnte der Grossteil ohnehin gar nicht ausgewiesen werden da sich sich völlig legal in Deutschland aufhalten und viele sogar auch noch deutsche Staatsbürger sein dürften. Es wird also nichts anderes übrigbleiben als Vernunft anzunehmen und sich mit diesen Menschen zu arrangieren und ihnen den Hass zu nehmen. Das haben sicherlich schon eine Reihe von namhaften Politikern eingesehen, wobei aber nur sehr wenige dies wohl aus wahltktischen Gründen offen auszusprechen wagen.

Beitrag melden
M. Michaelis 23.12.2017, 15:23
9.

Zitat von Bowie
...dass dieser Imam sich gemeinsam mit christlichen Gemeinden gegen den Terror positioniert,
Eine sehr naive Sichtweise. Es ist leider nach meiner Erfahrung so dass solche Imame sich eher aus Sorge um die Reputation ihrer Religion als aus ernsthafter Anteilnahme engagieren.

Ich fände es eher angebracht dass viele ganz normale Muslime sich gegen den Terror im Namen ihrer Religion engagieren würden. Davon hört mal leider kaum etwas.

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!