Forum: Politik
Jahrestag des Anschlags in Berlin: Streit um Auftritt von Imam bei Breitscheidplatz-G
Privat

Beim Gedenken für die Berliner Terroropfer hat ein Imam gesprochen, der für einen Verein tätig sein soll, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der Betroffene wehrt sich gegen empörte Reaktionen.

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Romara 23.12.2017, 20:37
90.

Zitat von mariamadrid
Zeitversetzt haben Christen genauso mörderisch gewütet wie Moslems. Warum lassen wir dem Islam so wenig Zeit, sich zu einer friedlichen Religion zu entwickeln, die den Glauben an Gott als reine Privatsache behandelt und den Abtrünnigen als einen Mitmenschen achtet, der die gleichen Rechte hat? Es hat bei uns Hunderte von Jahren gebraucht, die Kirchen zu zähmen! Es ist gelungen, warum sollte das im Falle des Islam anders sein? Der Islam braucht unsere Geduld und unsere Zuwendung. Der offene Dialog - Martin Germer ist hier als ein mutig Voranschreitender zu nennen - ist keine Sache von zwei oder drei Diskussionsrunden. So was muß reifen. Wir werden noch viele Mißverständnisse überwinden müssen, bis der Islam in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist. Dafür wünsche ich allen Beteiligten einen langen Atem. Wir schaffen das, aber natürlich nicht Holterdipolter - von heute auf morgen!
Worauf begründen Sie denn Ihren Optimismus, dass „der Islam“ reformierbar sei? Selbst wenn man ihm, wie Sie meinen, noch Jahrhunderte einräumen könnte und müsste. Immerhin beobachtet man in der islamischen Welt bereits seit diesen Jahrhunderten die europäische Aufklärung und den damit einhergehenden Rückzug der christlichen Religion. Nach dem Eindruck maßgeblicher Kenner des Islam zieht man aber dort aus der europäischen Aufklärungsgeschichte zumindest in neuerer Zeit eher die entgegengesetzten Lehren. Zudem reformierte sich das Christenrum weitgehend nicht freiwillig. Im Gegenteil: Es musste seine religiös-ideologischen Dogmen in zähen Auseinandersetzungen gegenüber WELTLICHEN Kontrahenten, wie z. B. der immer mehr aufkommenden Wissenschaft, Stück für Stück aufgeben. Sehen Sie in der islamischen Welt etwa analoge kulturelle, gesellschaftliche, soziologische oder anderweitige Bedingungen, wie vor Jahrhunderten in Europa? Wohl kaum. Bezeichnender Weise halten gerade maßgebliche Islamkenner wie der Islamwissenschaftler Hamed Abdel Samad oder der syrische Dichter Ali Ahmad Said Esber (Künstlername Adonis) den Islam für unreformierbar. http://www.idea.de/gesellschaft/detail/fuehrender-arabischer-dichter-der-islam-ist-nicht-reformierbar-93772.html Zur Klarstellung: Wir reden nicht über die überwältigende Mehrheit der friedlichen Muslime, hier und überall. Nur: Allein hoffnungsfrohe Hinweise auf eine kaum vorhandene Chance zu einer Reform "des Islam" kann ich vor dem aktuellen islamistischen Terrorismus, aber auch vor der Gefahr einer schleichenden Islamisierung Europas, nur als unzumutbar, wenn nicht gar als zynisch zurückweisen. Jedenfalls dann, wenn davon auszugehen ist, dass diese Hoffnungen weitgehend auch die einzige europäische politische Antwort darauf zu sein scheinen.

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wahrsager26 23.12.2017, 20:41
91. Was überhaupt nicht bedacht wird:

Wir müssen davon ausgehen,das eine Weltreligion sich anschickt ' Boden gut zu machen'.Darüber sollte nachgedacht werden. Das 'der' Deutsche,nachdem er selbst den Karren in den Dreck gefahren hat, glücklich ist, wenn er aus der 'richtigen Ecke' Beifall bekommt,macht die Sache nicht besser.Ein Fehler reiht sich an den anderen! Danke

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Spiegelkritikus 23.12.2017, 20:57
92. Verharmlosung des Islam

Zitat von cerberus66
Warum wurde jemand mit solch zweifelhaften Ruf aus einer recht obskuren Organisation ausgewählt, um vor den Opfern des Terroranschlags zu sprechen? Hat man sich überhaupt um einen Referenten bemüht, der über jeden Zweifel erhaben ist? Ich denke da zB an Frau Ates oder Herrn Abdel-Samad.
Renommierte Islamkritiker wie Abdel-Samad oder Prof. Bassam Tibi, die den Islam aus eigener Erfahrung bestens kennen, werden vom politisch korrekten Mainstream in Politik, Medien, Kirchen etc. weitgehend ignoriert oder gar angefeindet.

Diese klugen und verantwortungsvollen Leute warnen eindringlich vor den Gefahren und Problemen, denen sich diese Gesellschaft leichtfertig aussetzt. Der Islam ist keineswegs eine friedliche Religion, sondern ganz im Gegenteil haß- und gewaltaffin. Er zielt im Namen des einzigen, wahren Gottes bzw. dessen vermeintlicher Offenbarung im Koran auf vollständige Eroberung der Welt und Unterwerfung bzw. Beseitigung der Ungäubigen. Diese totalitäre, repressive Ideologie ist in keiner Weise mit dem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat vereinbar, für aufgeklärte Vernunft ist er eine einzige Zumutung.

Die Verharmlosung des Islam ist hoch bedenklich und gefährlich. Selbstverständlich muß man muslimische Mitbürger voll respektieren, zumal dann, wenn sie friedlich und gut integriert sind.
Doch sollte die Politik muslimische Zuwanderung unbedingt beschränken, zum einen, weil natürlich auch radikale Islamisten dabei sind, zum anderen, weil die Muslime dann, wenn ihre Anzahl eine kritische Masse oder gar die Mehrheit erreicht hat, höchstwahrscheinlich eine Scharia-Herrschaft anstreben. Dem wird ssich eine große Mehrheit der Muslim mitnichten verweigern, wenn es so weit ist.

Es liegt an unseren Bürgern, ob es so weit kommt. Noch können sie es verhindern.

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rugall70 23.12.2017, 21:00
93. Manchmal hilft Reden - leider nicht immer

Zitat von parisien
Besserung kann nur vom Dialog kommen der, und das ist keine Übertreibung , Menschen retten kann.
Ja, Dialog kann hilfreich sein. Leider nicht immer und überall. Die Amerikaner haben Europa nicht mit der Entsendung von Debattierclubs von den Nazis befreit.

Auf der anderen Seite hat Gandhi sein Land völlig gewaltfrei in die Unabghängigkeit geführt. Die große Kunst ist die Unterscheidung. Manchmal hilft Reden. Manchmal nicht.

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redwed11 23.12.2017, 21:03
94.

Zitat von wahrsager26
Wir müssen davon ausgehen,das eine Weltreligion sich anschickt ' Boden gut zu machen'.Darüber sollte nachgedacht werden. Das 'der' Deutsche,nachdem er selbst den Karren in den Dreck gefahren hat, glücklich ist, wenn er aus der 'richtigen Ecke' Beifall bekommt,macht die Sache nicht besser.Ein Fehler reiht sich an den anderen! Danke
Sie drücken sich sehr unklar aus. Bitte erklären Sie, welchen Karren der "Deutsche" in welchen Dreck gefahren hat. Weiterhin wäre es nett zu sagen wer die richtige Ecke ist aus der er Beifall bekommt. Und welchen Boden macht welche Weltreligion gegenüber wen gut? Ihr Beitrag steckt voller Rätsel. Bitte seien Sie so nett Ihren Beitrag zu erklären.

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wahrsager26 23.12.2017, 21:22
95. An redwed . Nr95

Dank für Antwort ! Etwas wundere ich mich ,andererseits muss ich Ihnen zu gute halten ,dass Sie nun wirklich nicht meine 'gewohnten' Gedankengänge kennen. Lassen Sie es mich so sagen: Ich weis, dass ich auch für viele Foren unliebsame Ansichten habe, die politisch nicht in diese unsere Landschaft passen.Damit nun nicht jeder post gestrichen wird,müheich mich möglichst unverfänglich zu schreiben in der Hoffnung , doch verstanden zu werde! Denken Sie an Erdogan,wie er die Rolle des Islam sieht( da gibt es einen berühmten Satz.Landnahme? ( bitte erklären Sie sich das selbst) Der Karren im Dreck? Denken Sie an all das, was Frau Merkel 'in die Wege geleitet hat).Ich hoffe nun, das Ihnen einiges klar wird! Danke

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alohas 23.12.2017, 21:28
96.

Zitat von Spiegelkritikus
Die Verharmlosung des Islam ist hoch bedenklich und gefährlich. Selbstverständlich muß man muslimische Mitbürger voll respektieren, zumal dann, wenn sie friedlich und gut integriert sind. Doch sollte die Politik muslimische Zuwanderung unbedingt beschränken, zum einen, weil natürlich auch radikale Islamisten dabei sind, zum anderen, weil die Muslime dann, wenn ihre Anzahl eine kritische Masse oder gar die Mehrheit erreicht hat, höchstwahrscheinlich eine Scharia-Herrschaft anstreben. Dem wird ssich eine große Mehrheit der Muslim mitnichten verweigern, wenn es so weit ist.
Dabei ist zu bedenken, dass sich der Islam infolge des Niedergangs und Zerfalls islamischer Staaten aufgrund der westlichen Migrationspolitik auch noch ausbreitet. Etwaige muslimische Strategen müssten sich also gar niemals fragen, ob da nicht vielleicht bei ihnen etwas schief läuft, nein, das Konzept funktioniert doch wunderbar! Nicht auszumalen, welche Konsequenzen das für die westlichen Gesellschaften hat, die das Ziel dieser Massenmigration aus zerstörten Staaten sind.

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wahrsager26 23.12.2017, 21:41
97. Woraus Speisen sich die Zweifel?

Nach menschlichem Ermessen und ein bisschen Lebenserfahrung werden gewisse Entwicklungen Ihren Tribut fordern.Schönreden ist da kein Hilfsmittel .Jetzt könnte man sagen: Was soll diese Behauptung? Antwort: Wer die letzten Jahre verfolgt hat, die Aussagen nicht vergessen hat ,muss zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, das nicht viel in Erfüllung gegangen ist und der Rest nur Zweckoptimismus darstellt! Danke

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nurmeinemeinung 23.12.2017, 22:38
98.

Zitat von mariamadrid
Ates? - Abdel-Samad? - Schräger Vorschlag! Damit hätte man ja Öl ins Feuer gegossen. Die Moslems sind schon wütend genug. Ich sehe keinen Anlaß, sie zusätzlich zu reizen. Wir müssen die Grenzen des Verstehens abbauen - nicht noch höher ziehen!
Lesen Sie eigentlich was Sie schreiben? Ich zweifel eher daran....

Also zum einen sind ja ganz wenige Muslime überhaupt Gewalt nicht abgeneigt und dann sollen wir diese nicht auch noch reizen? Ist nicht genau das das Problem? Wir tolerieren die Intoleranz einer ganzen Bevölkerungsgruppe allem gegenüber was nicht in deren enges mittelalterliche Weltbild passt. Tragen Sie schon eine Burka? Nur um nicht zu provozieren?

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M. Michaelis 23.12.2017, 22:49
99.

Zitat von moe.dahool
...dass sich Imane nur aus Sorge um Ihre Reputation engagieren? Kennen Sie Imane? Und wenn ja, haben Sie tiefgreifende Gespräche geführt? Oder ist das Vorurteil der Vater des Gedankens? Und was macht Sie so sicher, dass sich "ganz normale" Muslime nicht gegen den Terror positionieren? Ich habe einiges mitbekommen, und nicht jeder kräht so laut, wie es die Volksvertreter der AfD so gerne tun, sondern wirkt lieber leise im Hintergrund.
Imame engagieren sich aus Sorge um ihre persönliche Reputation sondern die Reputation des Islam in Deutschland. Ich habe immer wieder Gelegenheit mit Muslimen über diese Themen zu diskutieren. Die Formulierungen wenn es um religiös motivierte Gewalt geht sind oft zweideutig.

Angesichts der weltweit grassierenden Gewalt im Namen des Islam reicht leise nicht. Sowenig wie leise gegen rechte Gewalt hilft.

Das Problem ist dass leider hauptsächlich die rechtspopulistische AfD mit ihrer Ablehnung des Islam auffällt, ernsthaft kritische Muslime werden kaum wahrgenommen oder gar diffamiert.

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