Forum: Politik
Jahrestag des Anschlags in Berlin: Streit um Auftritt von Imam bei Breitscheidplatz-G
Privat

Beim Gedenken für die Berliner Terroropfer hat ein Imam gesprochen, der für einen Verein tätig sein soll, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der Betroffene wehrt sich gegen empörte Reaktionen.

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redwed11 24.12.2017, 11:22
120.

Zitat von Der Held vom Erdbeerfeld
Sagen Sie das bitte nicht weiter, sonst muss ich bei meinem nächsten Besuch in Israel absagen oder dort zumindest in einem Hotel unterkommen. Und Tante Esma schwingt zudem ein kreuzgefährliches Nudelholz ... Nein, das ist nur ein erneutes Beispiel für die selektive Lesart, die bei diesem Thema Einzug gehalten hat. Ich habe Verständnis dafür, dass man 1.) den Tod einer jungen Frau betrauert, egal was sie im Leben für Fehler gemacht hat, 2.) akzeptiere die Aufgabe eines islamischen Geistlichen, ein paar Worte zum Tod einer Glaubensgenossin zu sagen. Und noch einmal: Wir hatten in den letzten Jahren Amokläufe, sogenannte "School Shootings" und Anschläge durch radikalisierte junge Deutsche, bei denn die Täter es in aller Regel ebenfalls nicht überlebt haben. In jedem dieser Fälle haben katholische bzw. evangelische Geistliche ebenfalls Segenswünsche für die Mörder gefunden - vielleicht deshalb, weil es ihre Aufgabe ist, den Menschen hinter dem Täter zu sehen, vielleicht deshalb, weil sie davon überzeugt sind, dass hinter jedem Täter auch ein Mensch und eine Geschichte stehen. Da gab es - korrekterweise - keinen Aufschrei. Und besagter Imam positioniert sich sein Auftreten auf einer Trauerfeier für die Opfer eines Anschlags erneut (!) klar gegen Terrorismus, geht damit vermutlich ein nicht unbeträchtliches persönliches Risiko ein, weil er damit bei Fundamentalisten als Verräter gilt, ist aber natürlich trotzdem nachweislich ein islamistischer Infiltrator, weil ... nun ja, weil er mal Mitgefühl für ein durchsiebtes palästinensisches Mädel gezeigt hat. Sie müssen zugeben, das ist ein wenig dünn, wenn man nicht gerade systematisch voreingenommen ist.
Den Neuköllner Imam sehe ich nicht so positiv. Als eine Terroristin erschossen wurde bevor diese eventuell größeren Schaden anrichtete würdigt dieser Imam mit einem Beitrag auf Twitter. Als in seiner Heimatstadt Berlin zwölf Menschen im Namen des Islam ermordet wurden, war von diesem Imam nichts zu hören oder zu lesen. Jetzt aber, wo ein Jahr später die Gedenkfeier mit viel Presse und Öffentlichkeit stattfand, war dieser Imam plötzlich da. Daher drängt sich bei mir die Vermutung auf, die Teilnahme des Imam an der Gedenkfeier fand lediglich aus taktischen Gesichtspunkten statt aber nicht aus Überzeugung. Denn bisher ist nicht bekannt, dass der Imam Drohungen, wie andere Islamkritiker so Hamed Abdel-Samad und Ayaan Hirsi Ali, erhalten haben und unter Polizeischutz gestellt werden mussten.
Übrigens, einen herzlichen Gruß an Tante Esma mit ihrem Nudelholz. Eine sympathische Dame.

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parisien 24.12.2017, 13:28
121. Zu spät

Zitat von rugall70
Ja, Dialog kann hilfreich sein. Leider nicht immer und überall. Die Amerikaner haben Europa nicht mit der Entsendung von Debattierclubs von den Nazis befreit. Auf der anderen Seite hat Gandhi sein Land völlig gewaltfrei in die Unabghängigkeit geführt. Die große Kunst ist die Unterscheidung. Manchmal hilft Reden. Manchmal nicht.
Die Amerikaner (und andere), denen ich - wie, was dieses Thema angeht, den Russen- sehr dankbar bin, haben die Nazis unterschätzt.
Als sie ein-bzw angriffen, war in der Tat mit Reden nichts mehr zu holen.
Das gilt, auf heute übertragen , auch für den sog. IS .
Da teile ich das Geschwätz der Linken auch nicht, dass man sich da herauszuhalten habe.
Aber um genau solche und weitere Gedanken auszutauschen, ist der Dialog hilfreich bis rettend.

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Knossos 24.12.2017, 13:49
122.

Zitat von lupo44
Im Namen des Glaubens wird seit Jahrhunderten gemordet,versklavt ,vergewaltigt ,gestohlen und verraten . Alles menschliche Eigenschaften.
Und da haben wir auch gleich wieder das abrahamische Erbe irrationaler Hirnwäsche. Auch, wenn die religiöse Eigenart, etwas in die Welt zu setzen und diese anschließend zurechtzubiegen ein traditionelles Bild von der "Natur des Menschen" bis hinein in anthropologische Fakultät trug, stellt die moderne Wissenschaft fest, daß der Mensch ein Kulturwesen ist. Seine Beschaffenheit also von jeweiliger Zivilisation oder eben sozialer Verwahrlosung abhängig ist.

Empathie, Solidarität und Kooperation den Menschen vor allem bestimmt. Ohne sie wäre eine physisch unzulängliche Kreatur erst gar nicht überlebensfähig gewesen. Millionen Jahre menschlicher Mentalität haben soziale Anlagen vorangebracht, die bei Verkümmerung wie in der Moderne schließlich jene Neurosen zeitigen, welche die überwiegende Mehrheit aufweist.

Stehlen, vergewaltigen und morden ist eben nicht menschlich, auch wenn Opportunisten frömmelnden Gewandes das Gegenteil verbreiteten, um von ihnen und feudalen Verbündeten geschaffene Gesellschaft als gottgegeben und alternativlos auszukleiden.

Menschlich sind Gemeinschaft und Begabung zur Vernunft, auch wenn es sich nach Jahrtausenden der Vorteilnahme und Entfremdung an der Oberfläche anders ausnehmen mag.

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asdf199 24.12.2017, 14:06
123. Bowie gestern 14:45

Wer nach all diesem islamischen Morden in Deutschland, Frankreich und Belgien immer noch nach "Beweisen", ist entweder selbst ein primitiver Mörder oder einfach nur dumm und weltfremd!!! Allen normalen deutschen Menschen Frohe Weihnachten ?

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purple 24.12.2017, 14:24
124.

Zitat von Anti-West
...ist es die christliche Welt die die Ordnung durcheinander gebracht hat, vorallem in den letzten 100 Jahren. Allein die USA, ein christlicher Staat, hat in den letzten 10 Jahren millionen von muslimen das Leben genommen und das VÖLLIG ZU UNRECHT! Und zu diesen Kriegen haben sich die Engländer und wir DEUTSCHE beteiligt...es sind christen! Also kommt mal etwas zur Vernunft und jämmert nicht rum nur weil ein Imam eine Rede halten möchte. Und es ist ja sogar etwas positives, er möchte ein Zeichen gegen den Terror setzen! Auch das würde den hinterbliebenen gut tun, dass sie sehen, dass KEINE RELIGION DER WELT TERROR BEFÜRWORTET und INAKTZEPTABEL IST!!!
Soso Christen haben Millionen von Muslimen das Leben genommen?
Mal abgesehen von dem unsäglichen Irakkrieg fällt mir da nichts ein und da war Deutschland nicht beteiligt und das waren auch keine "Millionen".
Darum geht es aber nicht. Muslime morden im Namen ihres Glaubens - DAS ist das Problem. Der ISLAM sieht sich nicht als Glaube, der durch die Religionsfreihet gedeckt ist, sondern als Ideologie die anderen ÜBERLEGEN ist und nach der ALLE leben müßen. Diese Ansicht ist durch die Religionsfreiheit NICHT gedeckt - sondern schließ Religionsfreiheit aus.
Für mich als Atheisten ist da sowieso gar kein Platz. Und der Iman befürwortet wohl keinen Terror, aber hält z.B. seine Lebenweise und Glaubensüberzeugung meiner Weltanschauung überlegen. Und solche Leute brauchen wir nicht - nirgends!
Das mit den Untermenschen bzw der Herrenrasse gabs schon mal - und eine Übergroße Anzahl von Moslems sieht sich Kraft ihres einzig wahren Glaubens und ihrer Gesetze (Scharia) als Herrenrasse die andere zu ihrem Glück zwingen will.

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redwed11 25.12.2017, 09:43
125.

Zitat von Der Held vom Erdbeerfeld
Und besagter Imam positioniert sich sein Auftreten auf einer Trauerfeier für die Opfer eines Anschlags erneut (!) klar gegen Terrorismus, geht damit vermutlich ein nicht unbeträchtliches persönliches Risiko ein, weil er damit bei Fundamentalisten als Verräter gilt,
Ein Satz in Ihrem Beitrag hat mir besonders zu Denken gegeben. Wenn Jemand, egal welche Glaubenszugehörigkeit er hat, ein beträchtliches Risiko eingeht nur weil er an einer Gedenkfeier für Opfer des islamischen Terrorismus teilnimmt, dann ist das eine erschreckende Erscheinung. Wenn es so sein sollte, wie Sie schreiben, muss alles getan werden um diese radikal islamischen Erscheinungen in diesem Land zu unterbinden. Aber hier zeigt sich auch, warum eine Religion, die derart radikale Auswüchse zulässt nicht zu diesem Land gehört.
Und diese unter Muslimen weitverbreitete Radikalität in Bezug auf die Religion ist auch daran zu ersehen, dass laut einer seriösen Studie 45% der hier lebenden Muslime den Koran als das alleingültige Gesetz, auch gegenüber dem GG, ansieht.

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