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Jahrestag des Maidan-Aufstands: "Es war eine Provokation"
REUTERS

Witali Sachartschenko gehörte zu den Schlüsselfiguren des Maidan-Dramas. Der damalige ukrainische Innenminister setzte die berüchtigten Berkut-Einheiten in Marsch. Er ist bis heute überzeugt, dass radikale Kräfte den Aufstand anzettelten.

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winki 22.02.2015, 08:00
1. Genau so wie Sachartschenko es darstellt ...

wird es wohl auch gewesen sein. Das ist auch der Grund warum die heute Regierung nichts unternimmt die Ereignisse auf dem Maidan wahrheitsgemäß aufzuklären.
Sonst könnte nämlich festgestellt werden, dass sie es sind die für die Toten und verwundeten verantwortlich sind, von denen die meisten von hinten mit Schüssen getroffen wurden. Doch wie so oft, die Wahrheit interessiert den vermeintlichen Sieger nicht. Das Schlimme daran ist, der Westen mit seinen Politikern daran mit beteiligt.

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egoneiermann 22.02.2015, 08:01
2.

Ja und genau das Ende verstehe ich nicht. Da hat der Mann tausende Polizisten hinter sich, darunter bewaffnete Spezialeinheiten, mit denen er noch Tag vorher notfalls gewaltsam den Platz rämen lassen wollte. Und plötzlich sagt er und das gesamte Kabinet Janukowytsch, man sein bedroht und müsse fliehen. Das ist nicht nachvollziehbar, eher dass man erkannt hat das man politisch an Ende ist und durch die Flucht zumindest Wohlstand und Freiheit in Russland sichern konnte.

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radostin 22.02.2015, 08:12
3. Donetsk

Das Interview gibt anschaulich wieder wie zerrissen die Ukraine schon innerhalb der Verwaltung gewesen ist. Den Fehler nicht von Donetsk aus zu regieren machen die Separatisten jetzt wett. Die Ukraine hat bereits faktisch zwei Machtzentren, und einen anderen Weg als Volksabstimmungen über die Zugehörigkeit der einzelnen Gebiete oder Föderalisierung gibt es nicht. Als Zentralstaat ist die Ukraine gescheitert. Die "Ukrainisierung" wie Jazenjuk sie mit Gewalt anstrebt ist mit dem Fall von Debalzewo ebenfalls am Ende. Merkel und Hollande müssen jetzt höllisch aufpassen, dass sie nicht in einen Krieg gezogen werden.

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puby 22.02.2015, 08:14
4. ?

Egal wer auf dem Maidan zuerst geschossen hat, zur Hochzeit waren dort 25000 Menschen auf dem Platz. In einer Millionenstadt wie Kiew. Und mit dabei ein ganzer Haufen Neonazis. Das wäre wie wenn Pegida hier Revolution machen würde. Aber der Westen jubelt dem zu und sieht es als Volkes Wille. Und jetzt gibt es dort eine Regierung, bei der der Chef einen eigenen Fernsehsender besitzt. Das dabei nix gutes bei herauskommt, war doch eigentlich klar. Ach klar Putin ist schuld.

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nofreemen 22.02.2015, 08:20
5. wenn man Diplomatie spielt anstatt Regeln abwickelt

Die damalige Regierung war zum Dialog bereit und hatte sich "quasi" schon halbwegs den westlichen Diplomaten unterstellt. Dies wurde von Demonstranten als Zeichen der Schwäche interpretiert und als legitimer Sturm auf die Regierung genutzt. Die drei westlichen Aussenminister haben zudem ein fatales und falsches Zeichen gesetzt. Anstatt diplomatisch zu vermittel hat man auf Fussballmanier einen Sieg gefeiert der ausser Kontrolle geriet. Das Resultat liegt heute vor und leider ist es noch lange nicht zu Ende.

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BeatDaddy 22.02.2015, 08:24
6. Zweimal

seit dem Zerfall des Warschauer Paktes hat die Bevölkerung der Ukraine es nicht geschafft, eine ordentliche Demokratie einzuführen. Schuld ist nach Sichtweise der Waffenspinner aus der USA immer der Russe! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr mich das Ganze ankotzt! Die Amis mit Ihrer Waffenfanaterei, der ewig Wodka trinkende Russe mit seinen Großmachtambitionen und die Schläger aus Kiew...dazwischen unsere vollkommen verpeilte Kanzlerin. Das kann nur grandios schiefgehen. Die einzige Frage, die noch offen bleibt, ist: "Wie lange dauert es noch bis zum großen und letzten Knall?"

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werner123 22.02.2015, 08:44
7. Grafik

Was hat die Grafik über die Pufferzone mit dem Interview zu tun ?
Warum gibt es Wiedersprüche zwischen den Aussagen von Sachartschenko und dem Video (z.B. wer war zuerst gewalttätig)?

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bauagent 22.02.2015, 08:49
8. Dilletanten!

Er kann erzählen was er will. Sie sind Dilletanten. Als hätte es keinen ukrainischen und russischen Geheimdienst gegeben, der die verschiedenen Szenarien kannte.

Auch wenn die Eskalation mit Toten auf das rechte Gesocks, das aus dem Hotel heraus in die Rücken schoss, zurückzuführen ist, wie der Sender BBC nachweisen konnte. Es ist und bleibt Dilletantismus und damit tragen die Regierungsmitglieder ebenfalls Verantwortung für die folgenden Aktionen bis zum Bürgerkrieg. Auch ein schlechtes Zeugnis für den FSB.
Obama hatte recht mit dem Hinweis, dass man mit dem inszenierten Aufstand Russland auf dem falschen Fuß erwischte.

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werner123 22.02.2015, 08:50
9. Grafik

Was hat die Grafik über die Pufferzone mit dem Interview zu tun ?
Warum gibt es Wiedersprüche zwischen den Aussagen von Sachartschenko und dem Video (z.B. wer war zuerst gewalttätig)?

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