Forum: Politik
Jahrzehnt des Terrors: Gefangen im langen Krieg

Es war der Tag, der ein ganzes Jahrzehnt prägen sollte: Am 11. September 2001 steuerten Terroristen gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center und ins Pentagon. Sie töteten 2996 Menschen. Seitdem befindet sich die Welt im "Krieg gegen den Terror". Eine Bilanz.

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Ingmar E. 07.12.2009, 09:45
1. Die Hintergründe des Terrors

Wer lernen will, lass sich von Volker Pispers mal über alle Hintergründe aufklären. Alles wahr, witzig erzählt, aber eigentlich zum Heulen:
History of USA and Terrorism
http://www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo

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Haio Forler 07.12.2009, 09:59
2. ,

Zitat von Ingmar E.
Wer lernen will, lass sich von Volker Pispers mal über alle Hintergründe aufklären. Alles wahr, witzig erzählt, aber eigentlich zum Heulen: History of USA and Terrorism
Pispers bringt das gut auf den Punkt. Er pickt sich zwar von der Wahrheit immer nur eine Hälfte heraus, die dann weiterhin wahr bleibt, aber die andere wahre Hälfte läßt er weg.

Aber gerade die unsägliche Außenpolitik der USA bringt er gut auf den Punkt.

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Viva24 07.12.2009, 10:01
3. Krieg gegen den Terror hat faden Beigeschmack

Die gewaltigen Investitionen in Kriegsgerät und Erorberung von Erdölfeldern der USA lässt nur ein Schluss zu, die fanden nach dem Klaten Kreig eine neue Gelegenheit Ihre Lobbyisten von Militär, Erdölindustrie und Rüstungsindustrie mit einer neuen Aufgabe zu vertrauen. Auf die Idee zu kommen, den Hungern und die sozialen Probleme auf der Welt zu lösen, sind die nicht gekommen. Auch sterben 1000x soviele Menschen an Verkehrsunfällen und der Staat, der seine Bürger "schützt" treibt kaum Aufwand diese Zahl der Toten zu reduzieren. Am Ende bleibt, dass totale Versagen der Demokratien und der soziale Unfriede geht weiter....

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lemming51 07.12.2009, 10:09
4.

Irgendwann vor langer Zeit wurde "Pandoras Box" geöffnet und nun haben wir den Salat.
Ein treffender Kommentar, zweifelsohne.

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werner thurner 07.12.2009, 10:15
5. Terrorismus rechtfertigt keine Kriege!

Der Autor des Spiegel Berichts schreibt:
"9/11 setzte in beängstigender Geschwindigkeit eine Spirale in Gang: Es dauerte nur Wochen, bis der Krieg gegen das Taliban-Regime in Afghanistan begann, das den Terroristen um Osama Bin Laden Unterschlupf gewährt hatte. Es war ein Feldzug, der als unvermeidbar galt. Er wurde breit legitimiert, von der Uno, der Nato."

Und da sind mehrere grobe Fehler in diesem Satz.
1) der "Feldzug" war vermeidbar.
2) er wurde nicht legitimiert (vor allem nicht breit), weil diese Legitimation vor dem 7.10.01 , dem Angriff von OEF auf AFG nicht bestand (z.B. der UNO).
3) daß die NATO Anfang Okt.2001 den "Bündnisfall" ausgerufen aht, ist angesichts des Nichtangriffs AFGs auf das Bündnis erst Recht keine Legitimation für diesen Krieg, sondern der Beweis eines klaren Angriffskrieges.

4) Beherbergung von Terroristen ist kein Kriegsgrund, denn sonst müßten Pakistan, Saudi Arabien, Somalia etc. von der
NATO bzw. OEF auch angegriffen werden.

5) Terrorismus (auch im nie gekannten Ausmaß wie am 11.Sept.) bleibt das was er ist, Terrorismus.
Terrorismus rechtfertigt keine Kriege, n i e und n i m m e r, Terrorismus muß man mit polizeilichen Mitteln und mit Aufklärung und Bildung der Menschen bekämpfen (z.B. ordentliche Schulen statt Madrassen). Daran aber kann der milit.industrielle Komplex nichts verdienen.

Der Artikel hat darüberhinaus keinen Tiefgang, weil er nur oberflächliche (und dazu falsche) Gründe für diesen Krieg benennt.

Die tieferen Gründe (Energieinteressen und deshalb geostrategische Interessen des Westens, sowie die glänzende Geschäfte derer die am Krieg (mit allen anderen Implikationen außer Waffen, wie Nachschub,Versorung, Basen Bau, etc.) verdienen und an dessen Beendigung von daher nicht interessiert sind (weil für die Kosten ja der Steuerzahler, das dumme Volk, welches mehrheitlich gegen diesen Krieg ist, aufkommt) werden vom Autor nicht benannt.

Die größte Schwäche, dieses damit äußerst oberflächlichen Artikels.

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Erich Gengerke 07.12.2009, 10:19
6. 9/11 und Afghanistan

Die Hintergründe um 9/11 sind längst nicht hinreichend geklärt und auch die Rechtsgrundlage, auf der sich die Interventionstruppen in Afghanistan bewegen, ist bei näherer Betrachtung eine Farce.

http://www.fr-online.de/in_und_ausla...es-Rechts.html

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newright 07.12.2009, 10:29
7. Yassin Musharbash

Yassin Musharbash Danke, hatte lange auf einen solchen Artikel gewartet, auf der ersten Seite das I-Wort einfach weggelassen, glauben sie mir, wir wissen es alles, Islam hat nichts mit dem Islam zu tun. Eigentlich hatte ich bisher gedacht sie wären ein aufgeklärter aber scheinbar sind sie so wie alle anderen, aufgeklärt solange sie im Dar al Harb leben.

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irgendwer_bln 07.12.2009, 10:32
8. Paradox

Langsam sollten alle Seiten mal nachdenken, ob dieser Krieg noch gerechtfertigt werden kann (mit Ausnahme der US-Lobby, die finden immer eine Ausrede). Es gingen wesentlich mehr Muslime div. Splittergruppen durch den Dschihad hopps, als der erklärte Feind: Der Westler.
Nach 8 Jahren Feldzug gibt es keine global abgesprochene Strategie, eine schwamige Zielsetzung, welche nichtmal mehr die vor Ort stationierten Soldaten begreifen und weltweite Kriegsverdrossenheit, welche schlichtweg ignoriert wird.

Aber die Ergebnisse können sich sehen lassen:
- abertausende psychisch zerstörte US-Soldaten, um die sich niemand mehr kümmert
- verbrannte Finanzmittel, womit man drei Länder hätte aufbauen können
- aufkeimende Bürgerkriege, welche der Krieg gesäht hat

Vielleicht sollten die Führungskräfte mal Gedanken machen, was sie erreichen wollten, wieviel davon umgesetzt wurde und welchen Preis die Welt bereit ist, dafür zu zahlen...

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newright 07.12.2009, 10:38
9. Kt

Zitat von Erich Gengerke
Die Hintergründe um 9/11 sind längst nicht hinreichend geklärt und auch die Rechtsgrundlage, auf der sich die Interventionstruppen in Afghanistan bewegen, ist bei näherer Betrachtung eine Farce.
Klären wir erstmal die RG des Kosovo-Krieges in den uns die Rot-Grünen Kriegstreiber geführt haben, dieser hatte noch viel weniger eine Legitimation als der Isaf Einsatz.

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