Forum: Politik
Jair Bolsonaros Sieg: Brasilien flirtet mit der Diktatur
REUTERS

Ein Ex-Soldat, fasziniert vom Faschismus, ist neuer Präsident Brasiliens: Jair Bolsonaro. Die Geschichte zeigt: Davon profitieren in Lateinamerika Industrielle und Banken - und nicht das Volk, das die Demagogen wählt.

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spon_6852865 29.10.2018, 16:46
80. Ernst, jetzt?

Bekommt Herr Glüsing von der PT gezahlt? Ist dieser Artikel sein ernst? So wie er, versucht die PT es immer wieder die Leute davon zu überzeugen dass, alles was GEGEN Ihre Ideologie ist, gegen das Volk ist. Statt zu vereinen, wird noch mehr Auseinandersetzung verursacht. Vergisst Herr Glüsing dass es in 14 Jahren keinen Fortschritt in Brasilien gab? Vergisst er WM und Petrobas Skandäle, nur um bei den bekannten zu bleiben? Ist es nicht so dass Herr Haddad 30 Prozesse am Hals hat? Was geschah mit Steuergeldern die in Bolivien, Cuba, Venezuela und Afrika "investiert" wurden? Was hat die brasilianische Bevölkerung davon für IHR Bildungssysthem, Transportwesen, Sicherheit, Rentensysthem, Gesundheitswesen bekommen? Was ist mit dem Ausbau brasilianischer Logistik/Häfen? Da baut man lieber einen neuen Hafen mit den Bonzen in Mariel in Cuba. Herr Glüsing: man kriegt das Kotzen wenn man liest wie insistent sie Lesern weiss machen wollen, dass Bolsonaro ein faschist ist. Dabei ist die populistische PT Demokratie das Übel. Bolsonaro wurde demokratisch gewählt weil Ihre demokratisch linke Pertei es in 14 Jahren nicht gebacken gekriegt hat, doch wirklich für Ihr Volk zu sorgen. Nicht noch weiter auseinander zu brechen und gegenseitig aufzuheitzen.

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bicyclerepairmen 29.10.2018, 16:54
81. Dieser Prozess fand schon unter...

Zitat von si-ar
Meinen Sie Menschen, die erst unter Lula in die Mittelschicht aufstiegen? Sie werden in Kürze sehen, wie die Mittelschicht genau dorthin verschwinden wird, wo sie vorher herkam. Dieser Prozess wurde schon unter Temer eingeleitet.
..Dilma statt. Machen Sie uns doch nix vor. Einhergehend mir der WM oder Olympia war da schon der Drops schon gelutscht. Ich kann das sogar noch genauer datieren - war vor genau 3 Jahren als die 1 Kg Tüte schwarze Bohnen bei uns hier in HH exakt 50 Eurocent mehr gekostet hat als im Herkunftsland Brasilien. Ab da ging die Unterstützung der Familie in B. so richtig los, obwohl alle in Lohn und Brot standen. Mittlerweile ist über die Hälfte in Portugal und schuftet da lieber auf dem Bau oder Ähnlichem.

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Reinhard Gehlen 29.10.2018, 16:56
82. Setzen

Zitat von oli69
scheinen Sie zu haben, Hr. Gluesing, wenn Sie Bolsonaro mit Chavez vergleichen. Chavez hat immer den Sozialismus propagiert und war ein guter Freund von Linkspräsident Lula in Brasilien und auch Linkspräsidentin Kirchner in Argentinien. Das Chaos welche die extrem linken (und korrupten) Lula, Chavez und Kirchner in ihren Ländern hinterlassen haben sind kein Deut besser als die von Rechtspopulisten.
Also ihr Beitrag disqualifiziert sich schon von alleine. Sie bezeichnen Kirchner als Linkspräsidenten. Ja geht es noch, kann man heute wirklich jeden Unsinn verbreiten.

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mostly_harmless 29.10.2018, 16:58
83.

Zitat von spon_5331543
"Der Flirt mit dem Autoritarismus geht in Lateinamerika nie gut aus." WRONG: Sry, aber dass Chile heute so gut dasteht, hat es in erster Linie Pinochet zu verdanken - Allende hätte das Land in Grund und Boden ruiniert und Chile wäre heute ein 2. Kuba bzw. Venezuela!
Chile hatte bis 2011 ein BIP pro Kopf, dass sich kaum von dem Brasiliens unterschied. Die Entwicklung nach 2011 ist wohl kaum Pinochet zu verdanken. Und Chile hat eine Armusquote, die bei NIEDRIGERER Grenze fast doppelt so hoch ist wie in Brasilien.

Achja, Pinochets ach sooo erfolgreiche Politik führte 1982 zu 35% Arbeitslosigkeit und 50% Armutsquote. Na, wenn das nicht großartig ist.

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Sokrates II 29.10.2018, 17:06
84. Erklaerung

Man gewinnt den Eindruck, das einige Floristen meinen, das gestern die Demokratie in Brasilien abgewaehlt und die Diktatur eingefuehrt wurde, was voellig absurd ist.
Fuer die Diktatur waere die Unterstuetzung des Militaer notwendig, welches sich in den letzten 20 Jahren als stabiler Garant gerade fuer die Demokratie heraus gestellt hat. Der aktuellen Militaerfuehrung liegt nichts ferner, als sich von rechts- oder auch linksradikalen Parteien und Gruppierungen vor den Wagen spannen zu lassen.
Bolsonaro hat zwar fuer einige Ministerien (Ex) Generaele - seit 2001 im Ruhestand - eingesetzt, welche aber fuer mich wie ganz normale Staatsbuerger zu betrachten sind .Das diese (Ex) Militaers fuer die ausgewaehlten Ministerien ueber das notwendige Fachwissen verfuegen ist unbestritten.
Des weiteren ist der Praesident auf die Mehrheit im Congress und Senat angewiesen. Bei 30 Parteien mit unterschiedlicher Ausrichtung, duerfte dies ein unueberwindbares Hindernis sein um die Verfassung auszuhebeln (2/3 Mehrheit erforderlich). Auch sensible Themen wie Schusswaffenfreigabe, Todesstrafe etc. sind aufgrund , das diese nicht Mehrheitsfaehig sind, zum scheitern verurteilt.
Fazit: Man sollte der neuen Regierung die Chance geben, zu zeigen, dass sie ein Konzept hat. Die notwendigen Massnahmen fuer Brasilien benoetigen aber viel Geduld und Zeit, was die eigentliche Herausforderung hier in Brasilien darstellt.

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kogno 29.10.2018, 18:17
85. Halbe Wahrheit

Der Artikel spart die Rolle der USA aus, die in ganz Lateinamerika eine Wende nach rechts erreicht haben. Die Phase, in der beginnend mit Venezuela viele Staaten dort es wagten, von den USA unabhängig zu sein, ist vorbei. Mit wirtschaftlichen Manipulationen über den IWF, Spekulationen gegen die brasilianische Währung und Lobby- bis CIA-Arbeit haben sie jetzt auch Brasilien zur Strecke gebracht. Die Parlamentarier, die in einem Coup Präsidentin Rousseff gestürzt haben, sind gleich in die USA geflogen, um sich dort ein Lob abzuholen, ebenso die Richter, die den vorigen Präsidenten mit fadenscheinigen Beschuldigungen und einem gekauften Zeugen hinter Gitter gebracht haben, um seine Wahl unmöglich zu machen ernteten auch in den USA Belobigungen für die Förderung der Demokratie. Chavez wird einfach als Diktator charakterisiert, obwohl er sich regelmäßig Wahlen ausgesetzt hat, die nicht so wissenschaftlich manipuliert waren wie in den USA und bei uns. Chavez hat zwar die Ölindustrie verstaatlicht, aber die übrige Wirtschaft blieb in Privatbesitz, einschließlich der größten Medien.

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korrekturen 29.10.2018, 18:44
86.

Zitat von itajuba
Zu Korrekturen 24: Miriam Leitão als konservativ zu bezeichnen, ist absurd. Sie verteidigte Boulos, der Kandidat einer noch radikaleren Splitterpartei der PT, der sich nach der Wahl wieder mit Haddad zusammentat, wie man auf allen Fotos, Demonstrationen usw. sehen kann. Miriam Boulos wurde während der Militärregierung gefangen, weil sie damals schon radikal links war.
Dann sollten Sie das der PT und mittelinken Journalisten wie Miguel do Rosário erzählen. Miguel do Rosário nennt sie "die Königin der Königinnen des Antilulisms". Er sagt noch, dass sie eine der agressivsten und kämpferischsten Journalisten sei, die die Regierung von Lula seit dem Anfang bekämpft hat. Auf jeden Fall ist es richtig, was sie über die PT und Korruption gesagt hat. In der Zeitung "Carta Capital" kann man einen älteren Artikel finden über die erfolgreichen Programme der PT gegen Korruption.

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Gwylim 29.10.2018, 18:55
87. König

Zitat von Little_Nemo
Ja, und hoffen wir, dass das neue Regime das massenhafte Töten nicht wieder als eigenes Privileg versteht, so wie man es von faschistischen Regimes gewohnt ist, dass es nicht wieder zu weit verstreuten Massengräbern auf geheimnisvolle Weise verschwundener Regimekritiker kommt, oder dazu, dass man diese auf Rundflügen über's Meer im Flug aussteigen lässt. Die Korruption wird im Faschismus traditionell zum Privileg der Diktatoren und ihrer Schergen gemacht und einfach nicht mehr so genannt, weil, man nimmt sich ja eh was man haben will. Können Sie mir erklären, warum immer wieder Menschen den demokratisch gewählten Vertretern eines demokratischen Parlaments, die rechtsstaatlichen Normen unterworfen sind, so sehr misstrauen und stattdessen so viel Hoffnungen und Vertrauen in Gewaltherrscher setzen, deren Machtfülle keine Grenzen kennt und die keine Strafen für Fehlverhalten zu befürchten haben? Ja, nichtmal abgewählt werden können.
Ich glaube, dass dies an einer tiefen unbewussten Vorstellung des idealen guten absoluten Königs beruht. Dieses Bild wurde nicht nur durch die Märchen gestärkt, sondern auch in der Neuzeit in vielen Filmen und Geschichtsdarstellungen (Ludwig iV, Peter d. Gr., Karl d. Gr., Napoleon, Augustus, usw.).
Der Forist aud den Sie antworten schreibt ja selber, dass er einfach hofft dass alles gut ist, und er nicht alles so macht wie es im Wahlkampf gesagt hat(!)
Was ist dies anders, als die Vorstellung, dass das Leben eigentlich ein Märchen ist, in dem bei dem großen Problem der gute König auftaucht und das Volk rettet und danach dann alles Gut sein wird?
Und das der gute König den Segen der Kirche geniesst war ja früher nun auch immer so ;)

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sonki 29.10.2018, 18:58
88. Die Suppe wird nicht so heiss gelöffelt

Kommen nun säbelreasselnde Militärs, die die Meinungsfreiheit niederknüppeln? Schwulenbashing und Frauen als Freiwild? Wohl kaum. Herr Glüsing hat diesen Narrativ (der einzige, der PT in seinem kriminellen Sumpf noch übrig geblieben war) unreflektiert weiterverbreitet. Ausserdem lebt er lang genug im Land, um zu wissen, dass im Macholand Brasilien solche dumme Sprüche nicht wirklich für bare Münze genommen werden.

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Gwylim 29.10.2018, 19:00
89. Venezuela

Zitat von oli69
scheinen Sie zu haben, Hr. Gluesing, wenn Sie Bolsonaro mit Chavez vergleichen. Chavez hat immer den Sozialismus propagiert und war ein guter Freund von Linkspräsident Lula in Brasilien und auch Linkspräsidentin Kirchner in Argentinien. Mit denen hat Chavez zahlreiche "deals" abgeschlossen, zu dereren (oder deren Partei) persönlichen Bereicherung. Diese Milliarden fehlen nun in Venezuela und die Bevölkerung leidet Hunger. Darum sitzt Lula u.a. auch im Gefängnis, also der Gegner von Boslonaro. Hier gibt es also überhaupt keine Parallelen, höchstens, dass der eine ein extrem linker Politiker war und der andere ein extrem rechter Politiker. Das Chaos welche die extrem linken (und korrupten) Lula, Chavez und Kirchner in ihren Ländern hinterlassen haben sind kein Deut besser als die von Rechtspopulisten.
Ja, wie ist es denn nun? Ich den ke die Linken in Brasilien haben das Land ausgeplündert um es zu den Genossen in Venezuela und Kuba zu schicken.
Jetzt behaupten Sie, dass Hugo sein Land ausgeplündert hat um ganz viel Geld an die pöse PT zu schicken. Wer hat denn nun das Geld? Wenn Sie und ihre Freunde dies alles so genau wissen, sollten Sie mal Herrn Moro anrufen, vielleicht beteiligt er Sie, wenn das Geld endlich konfisziert wurde um es dem brasilianischen Staat zurückzugeben? Dann kann Bolsonaro auch endlich alle Probleme mit dem vielen Geld lösen. Sie sollten mal in Gang kommen: Sie würden vielleicht zu einem Nationalhelden Brasiliens werden!

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