Forum: Politik
Jakob Augstein: Sagen, was sein soll
Frederic J. Brown/ AFP

Als Kolumnist stößt man unweigerlich auf die Frage: Muss das alles so sein? Oder könnte alles anders sein? Jakob Augstein über das Schreiben von Kolumnen und die Veränderbarkeit der Welt.

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syracusa 17.09.2019, 16:55
1. wer schreibt, hat Einfluss

Doch, Herr Augstein, wer schreibt, der hat Einfluss. Das kann sogar ich als einer der eifrigeren Foristen auf SpOn erkennen, wenn ich sehe, wie meine Argumente zugunsten Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschen- und Bürgerrechten mit gleichen Begriffen und Vergleichen auch von anderen Foristen aufgegriffen und weiter getragen werden. Das geschieht durchaus häufig, und gar nicht so selten auch anders herum.

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hans-hermann_lensing 17.09.2019, 17:09
2. Und solche bescheidenen Worte

... ausgerechnet von Ihnen. ich kenne wenig Kolumnisten die besser auf ihr gezeichnetes Bild passen als Sie selbst.

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dirkda 17.09.2019, 17:10
3. Nur Zeitvertreib

Endlich mal die richtige Ansage: Ja, was ihr Schreiberlinge euch einfällt dient in erster Linie der Unterhaltung. Infotainment mit Meinung als Garnitur. Am widerwärtigsten erlebbar auf Twitter. Da machen sich alle wichtig und keiner dringt durch. Ausser Trump natürlich.

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chiemseecorsar 17.09.2019, 17:11
4. Nein Herr Augstein.

Nicht was sich weiter verändern ließe, ohne in Weisheit letzem Schluß das menschgemachte Desaster über kurz oder lang zu ver schlimmbessern.
Wir sind allein auf Grund der Masse der Menschen am Ende der funktionsfähigen Systeme angelangt - so wie wir selbst geglaubt haben sie schaffen zu müssen.
"Macht Euch die Erde untertan!" - welch irrsinniger Satz als Paradoxon, was bleibt uns außer Gretas Preise zu verleihen?
Die Linken unterscheiden sich doch vor allem darin von den Rechten, daß die Rechten nochmal um einiges dämlicher sind. Summe summarum interessiert das den Planeten einen feuchten Kehricht, allein schon weil wir weder die Rechnerkapazitäten noch die Hirnmasse besitzen uns den Schaden vorzusimulieren, den wir da angerichtet haben.
Zur Klimarettung bedarf es grausamer diktatorischer Instrumente, einhergehend mir massiver Reduzierung der Verursacher. Und dies ist ein moralisch-ethisches Kapitel, das nur mit maximaler Emotionslosigkeit aufgeschlagen werden kann. Außer natürlich man ist Erdbeben, Vulkanausbruch oder sonst eine höhere Gewalt, die sich weder um Genfer Konventionen noch um MunichRe schert.
Soweit, Herr Augstein - genießen Sie Ihr Honorar, schreiben Sie weiter was Sie wollen. Ich werde es sogar lesen!
OneWorldNoBorder.

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Pfaffenwinkel 17.09.2019, 17:26
5. Mensch, Augstein

Das ist ja richtig wohltuend, Sie mal wieder im Spiegel zu lesen. Im übrigen, bin ich ganz Ihrer Meinung.

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Purzelito 17.09.2019, 17:47
6. Eigene Meinungsbildung!

Hey dirkda, lassen Sie die Finger von twitter und den anderen unseligen unsozialen Netzwerken. Mir sind gute Kolumnen in verschiedenen Medien zig mal lieber, weil sie Aspekte beleuchten, auf die man selbst vielleicht niemals kommen würde. Das halte ich für immens wichtig und das hat mit Infotainment nicht die Bohne zu tun!

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tsitsinotis 17.09.2019, 17:56
7. Gut, dass Sie den Begriff „Realität“

so einfach und klar definieren: Stillstand.— Viel zu viele sind immer noch stolz darauf, sich als Realisten zu bezeichnen.

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giespel 17.09.2019, 17:59
8. Fabelhaft

Ein Fabulieren über Fabulierer und das Fabulieren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich um Ironie oder reine Wortdrechselei um des Broterwerbs willen handelt. Der Sinngehalt des Artikels tendiert stark gegen Null, sind Sie müde Herr Augstein? Oder fehlt Ihnen der Fleischhauer als Widerpart auf Augenhöhe?

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salomon17 17.09.2019, 18:01
9. Nicht nur Kolumnisten

haben die Selbstzweifel. Was glauben Sie, wie es den Wissenschaftlern geht, die den Klimawandel und seine grausamen Folgen seit über zwanzig Jahren vorhergesagt haben? Oder denen, die vor den Denkblasen der sozialen Netzwerke gewarnt haben? Oder den Medizinern, die seit Jahrzehnten beobachten müssen, wie ein Teil der Menschheit sich krank frisst und raucht? Oder den Lehrern, die all das im Unterricht vermitteln wollten?... Das könnte ich noch lange fortsetzen, denn nicht "das System" verhindert, dass der Mensch durch Einsicht zu Verhaltensänderungen kommt, sondern der Mensch selber. Seien Sie glücklich, wenn Sie einige wenige zum Nach- oder vielleicht sogar zum Umdenken bringen, mehr können Sie nicht erwarten. Aber sollte man deshalb aufgeben? Im Gegenteil!

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